Cover-Bild Die verheimlichte Großmutter
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Brunnen Verlag GmbH
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 07.01.2026
  • ISBN: 9783765543968
Roswitha Gruber

Die verheimlichte Großmutter

Eine authentische Lebensgeschichte aus Bayern über das tabuisierte Kapitel Euthanasie in der NS-Zeit - Eine Enkelin auf der Suche nach Wahrheit und Erinnerung
Ein vergessenes Leben, ein verschwiegenes Schicksal - und eine Enkelin, die nach Jahrzehnten die Wahrheit ans Licht bringt.

In Die verheimlichte Großmutter erzählt Bestsellerautorin Roswitha Gruber nach den Erinnerungen und Unterlagen von Helene Leitner die bewegende Geschichte der Hebamme Therese Mühlberger.

Nach dem Tod ihres Großvaters stößt Helene auf ein Holzkreuz mit einem unbekannten Namen: Therese Mühlberger. Wer war diese Frau, die niemand in der Familie erwähnen will? Hartnäckig beginnt Helene zu forschen, entdeckt alte Briefe und Dokumente - und stößt schließlich auf ein erschütterndes Geheimnis, das bis in die NS-Zeit zurückreicht.

Mit Feingefühl und großer Eindringlichkeit zeichnet Roswitha Gruber das Leben einer Frau nach, die Hoffnung und Leid, Liebe und Verlust vereinte. Ein erschütterndes Familienporträt, das vom Schweigen erzählt - und von der Kraft, die Wahrheit nicht ruhen zu lassen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

tolle Erzählung

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Die verheimlichte Großmutter

✒️Autorin: Roswitha Gruber

📚Verlag: Brunnen 2026

📖Print: 288 Seiten

👀Perspektive: Erzähler

⭐️: 5/5 Sternen

In die verheimlichte Großmutter erzählt die Autorin, Roswitha ...

Die verheimlichte Großmutter

✒️Autorin: Roswitha Gruber

📚Verlag: Brunnen 2026

📖Print: 288 Seiten

👀Perspektive: Erzähler

⭐️: 5/5 Sternen

In die verheimlichte Großmutter erzählt die Autorin, Roswitha Gruber die Geschichte einer Frau, die Opfer der Nazis geworden war. Aufmerksam gemacht durch einen Zeitungsartikel, der davon berichtete, dass ein Stolperstein für ein Opfer der NS-Zeit verlegt werden sollte, macht sich Gruber daran die Geschichte hinter dieser Frau, Therese Mühlberger, in Erfahrungen zu bringen. Dafür kontaktiert sie deren Enkeltochter Helene Leitner. In Die verheimlichte Großmutter findet sich also die Geschichte der bayrischen Hebamme, so wie Helene Leitner sie durch Befragungen von Verwandten und anderen Personen, durch Ahnenforschungen, Einsicht in Krankenakten usw. rekonstruieren und in Erfahrung bringen konnte.

Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Es ist die Biografie einer Frau, die viele Hürden im Leben überwand, um ihren Traumberuf Hebamme ausüben zu können. Dass dieser ihr letztlich das Todesurteil bescheren würde, hätte sie niemals gedacht. Und dass sie über Jahrzehnte verschwiegen werden würde, wohl auch nicht.

Die Thematik war total interessant. Grundsätzlich mag ich solche Familiengeschichten. Sind sie doch Einblicke in eine vergangene Zeit. Und in diesem Fall hat sie den Blick auf ein Thema geworfen, das mir zwar bekannt war, aber noch nie so konkret unter die Augen gekommen war.

Erschütternd fand ich, wie viel Stillschweigen über Dinge gewahrt wurde und welche Folgen das für die einzelnen Personen hatte. Auch wenn die Geschichte tragisch endete, zeigt sie im weiteren Verlauf, wie wichtig es ist, das Schweigen zu brechen und Schicksale offenzulegen, damit die Familiengeschichte einerseits heilen kann, andererseits die Allgemeinheit aber auch gemahnt wird, damit solche Dinge nicht wieder geschehen!

Die Geschichte ist in einfacher Sprache gehalten. Ich hatte die ganze Zeit eine Stimme im Ohr, die erzählt. Helene, als würde sie mir gegenüber sitzen und ihre Geschichte erzählen. Dabei kann es natürlich zu einigen Sprüngen kommen, sodass es nicht immer chronologisch abläuft, doch letztlich entsteht ein Gesamtbild. Es war für mich spannend zu folgen, wie immer mehr Informationen zu Tage traten und sich die Geschichte der verheimlichten Großmutter offenbarte, sodass sie nicht länger in Vergessenheit geriet.

Eine tolle Erzählung, die ich gerne weiterempfehle!

Kleiner Hinweis: Obwohl in einem christlichen Verlag erschienen, hat das Buch keinen wirklichen Bezug zum Glauben.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Die verheimlichte Großmutter

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Auch diesmal hat die Autorin Roswitha Gruber wieder die wahre Geschichte aus dem bäuerlichen Milieu erzählt. Bei der Beerdigung ihres Großvaters entdeckt Helene ein Grabkreuz mit dem Namen Therese Mühlberger, ...

Auch diesmal hat die Autorin Roswitha Gruber wieder die wahre Geschichte aus dem bäuerlichen Milieu erzählt. Bei der Beerdigung ihres Großvaters entdeckt Helene ein Grabkreuz mit dem Namen Therese Mühlberger, geboren 1898, gestorben 1940. Trotz wiederholter Nachfrage bei ihrer Mutter, wer dies war, erhält sie nie eine Antwort. Darum beginnt Helene selbst zu recherchieren. Nach und nach kommen Bruchstücke zusammen, die das tragische Leben ihrer Großmutter beschreiben. Therese wuchs in einer kinderreichen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft auf. Schon früh mußte sie sich als Haushaltshilfe verdingen, arbeitete auch in einem Krankenhaus. Wegen ihrer guten Auffassungsgabe konnte sie eine Ausbildung als Krankenschwester beginnen. Man erwartete allerdings von den Schwesternschülerinnen, dass sie dafür in den Orden eintreten. Therese widersetzte sich und konnte ihren großen Traum erfüllen und wurde Hebamme, Sie heiratete, bekamt selbst eine Tochter. Doch dann erkrankte sie schwer, hat sich bei einer Wöchnerinnen mit Syphilis angesteckt, wurde dadurch psychisch krank und kam in eine Heilanstalt. Doch beim Hitlerregime wurde Euthanasie groß geschrieben, Thereses Leben endete in der Gaskammer. Und nie wurde in der Familie über die schwere psychische Erkrankung von Helene gesprochen. Das Buch ist mit großer Akribie geschrieben, die Autorin zeigt uns mit ihren besinnlichen Worten das Leben und das Leid der Familie und das Schweigen über Generationen hinweg. Über dieses Thema wurde einfach nicht gesprochen. Hier wird mit wirklich großem Gefühl und Eindringlichkeit Thereses Lebensweg beschrieben. Da das Buch in großer Schrift geschrieben ist, die Kapitel gut verständlich sind, läßt sich das Buch zügig lesen, beschäftigt den Leser aber noch lange. Die Enkelin Helene hat erreicht, das Therese Mühlberger nicht vergessen wird und hat einen Stolperstein vor dem ehemaligen Wohnhaus in Reit im Winkel aufstellen lassen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Eine Familiengeschichte voller Schmerz und Mut

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Dieses Buch hat mich mehr berührt, als ich erwartet hätte. Beim Lesen hatte ich oft einen Kloß im Hals, manchmal musste ich das Buch kurz weglegen, weil es so nahe ging. Es fühlt sich nicht an wie ein ...


Dieses Buch hat mich mehr berührt, als ich erwartet hätte. Beim Lesen hatte ich oft einen Kloß im Hals, manchmal musste ich das Buch kurz weglegen, weil es so nahe ging. Es fühlt sich nicht an wie ein Sachbuch oder ein historischer Bericht, sondern wie das Erzählen einer Familiengeschichte, die viel zu lange verschwiegen wurde.
Ich konnte die Fragen der Enkelin so gut nachvollziehen: dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dass da eine Lücke ist, über die niemand sprechen will. Die Suche nach der Wahrheit über die eigene Großmutter ist schmerzhaft, aber auch mutig. Genau diese Ehrlichkeit macht das Buch für mich so besonders.
Was mich am meisten bewegt hat, ist die Erkenntnis, wie sehr Schweigen verletzen kann, über Generationen hinweg. Dieses Buch gibt einer Frau eine Stimme zurück, die man ihr genommen hat, und das hat mich tief beeindruckt.
Ich habe das Buch nicht einfach gelesen, ich habe es miterlebt. Es hat mich nachdenklich gemacht und begleitet mich noch immer. Für mich ein sehr wichtiges, menschliches Buch, das zeigt, warum Erinnern so notwendig ist und wie sehr Wahrheit heilen kann.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Erinnerungen an eine verheimlichte Verwandte

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Die Familie Mühlberger aus Reit im Winkel ist weit verzweigt, viele Kinder zu haben, war vor dem ersten Weltkrieg üblich. Erst nach dem Tod des Großvaters stößt Helene auf ein Holzkreuz mit dem ihr unbekannten ...

Die Familie Mühlberger aus Reit im Winkel ist weit verzweigt, viele Kinder zu haben, war vor dem ersten Weltkrieg üblich. Erst nach dem Tod des Großvaters stößt Helene auf ein Holzkreuz mit dem ihr unbekannten Namen Therese Mühlberger. Die Nachforschungen zu dieser ihr unbekannten Frau kann man hier nachlesen.

Therese Mühlberger wurde 1898 geboren. Sie ist nach Beendigung der Schule nicht als Magd auf einen großen Hof gegangen, wie es dort für Mädchen wie sie üblich war, sondern ging als Hausmädchen in ein Krankenhaus in der Stadt. Später wurde sie Hebamme und übte diesen Beruf in der alten Heimat gerne aus. Doch dann erfuhr ihr Leben einige Schicksalsschläge, sie wurde krank und dies war in der mittlerweile hereingebrochenen NS-Zeit ein Makel, der tragisch verlaufen konnte.

Das Buch erzählt in einfacher Sprache von der Geschichte der Mühlbergers, insbesondere von Therese. Das Buch lässt sich gut vorlesen und kann durch die große Schrift auch gut von Menschen mit Sehschwäche gelesen werden. Der Stil ist teils etwas holprig und distanziert, konnte mich aber noch gut im Buch halten.

Die Geschichte endet - wie so viele aus dieser Zeit - leider tragisch. Es war interessant zu lesen, was alles noch herausgefunden werden konnte. Das Schweigen, das in dieser Zeit und danach oft vorherrschte, wurde durch die vehementen Nachfragen und Recherchen gebrochen. Sicherlich heilsam für die Familie, die eigene Geschichte aufzuarbeiten, aber auch wichtig für die Allgemeinheit, um zu mahnen, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Die Gräuel des NS-Regimes gegenüber Kranken und Hilflosen sollten niemals vergessen werden.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Liebhaber alter Geschichten werden dieses Buch schätzen

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Was für eine spannende und bewegende Geschichte, eine Geschichte, die unter die Haut geht und so oder ähnlich sicherlich mehrmals zu finden ist.

Helene macht sich auf die Suche, um mehr über Therese zu ...

Was für eine spannende und bewegende Geschichte, eine Geschichte, die unter die Haut geht und so oder ähnlich sicherlich mehrmals zu finden ist.

Helene macht sich auf die Suche, um mehr über Therese zu erfahren, deren Leben aufzurollen, um dadurch Antworten zu finden, wobei sie Erschreckendes zu Tage bringt.

Durch das Lesen dieser Erzählung erfährt man viel über das alltägliche Leben der früheren Zeiten, und manches klingt in den heutigen Ohren sehr fremd. Spannend waren vor allem die Einblicke in die Tätigkeiten einer Dorfhebamme.

Der Schreibstil ist angenehm, die Erzählung eher unaufgeregt und still, doch sie lässt sich gut lesen. Mir war manches zu detailliert beschrieben, weshalb ich einige Absätze nur überflogen habe, anderes hätte wiederum genauer berichtet werden können, da fehlte mir etwas. Im Großen und Ganzen fand ich Thereses Leben wirklich interessant, wohingegen mich Helenes nicht so ganz fesseln konnte.

Doch Liebhaber alter Geschichten werden dieses Buch lieben. Hier taucht man ab in den Alltag längst verflossener Jahre mit all seinen Höhen und Tiefen, den tatkräftigen und mutigen Menschen, alten Regeln und Gebräuchen sowie vergessenen Traditionen.

"Die verheimlichte Großmutter" ist ein besonderes Werk und ich kann es von Herzen empfehlen.