Profilbild von Schnuppe

Schnuppe

Lesejury Star
offline

Schnuppe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schnuppe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

hessische Traditionsgerichte in vegetarisch

Hessisch vegetarisch
0

Das Buch ist als Softcover gebunden und fast A4 groß. Es enthält je 10 Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts, die jeweils für 4 Personen bestimmt sind und auf traditionellen hessischen Gerichten basieren, ...

Das Buch ist als Softcover gebunden und fast A4 groß. Es enthält je 10 Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts, die jeweils für 4 Personen bestimmt sind und auf traditionellen hessischen Gerichten basieren, hier jedoch fleischlos daherkommen.

Für jedes Rezept ist eine Doppelseite veranschlagt, wobei eine Seite das fertige Gericht und den Titel zeigt. Auf der anderen Seite finden sich außen auf dem farbig abgesetzten Rand eine Zutatenliste und Möglichkeiten für vegane und glutenfreie Varianten. Rechts daneben finden sich die Zubereitungszeit und die Zubereitungsschritte, gut nachvollziehbar und übersichtlich durchnummeriert. Diese klare Darstellung erleichtert das Kochen fremder Gerichte sehr und die Anleitungen sind verständlich und gut nachvollziehbar geschrieben. Hier finden sich auch noch interessante Tipps oder die Rubrik "Gut zu wissen" für weitere Variationen oder traditionellen Infos zum Gericht.

Wir haben schon einiges ausprobiert und fanden die Ergebnisse lecker. Handkästatar, Äppelwoi-Zwiebel-Marmelade und Hefeklöße mit Vanillesoße haben sogar die Kinder gerne gegessen. Einige der Gerichte waren mir schon in ähnlicher Form bekannt, aber das war bei einem regionaltypischem Kochbuch zu erwarten.

Leider ist der Einband etwas anfällig. Durch die Bindung bleibt das Buch nicht von alleine aufgeklappt liegen. Gemeckert auf hohem Niveau, aber sowas stört mich etwas bei Koch- und Backbüchern. Auf Nährwertangaben wurde hier verzichtet.

Ein schönes Backbuch für alle, die gerne vegetarisch essen, aber auch ein schönes Geschenk für Hessenfans.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.04.2026

Ein Weg aus der Verzweiflung

Wenn das Wunder ausbleibt
0

Ich weiß nicht, warum manche Menschen gesund werden und andere sterben. Ich kenne die Antwort nicht, doch will ich mich nicht von meinen unbeantworteten Fragen definieren lassen."

Gianna wächst in einer ...

Ich weiß nicht, warum manche Menschen gesund werden und andere sterben. Ich kenne die Antwort nicht, doch will ich mich nicht von meinen unbeantworteten Fragen definieren lassen."

Gianna wächst in einer christlichen Familie mit zwei Geschwistern behütet auf. Die Harmonie findet ein jähes Ende, als sich die Mutter nach einer Depression das Leben nimmt. Die Familie, insbesondere Gianna, die hier ihre Geschichte erzählt, sind erschüttert. Der Brief der Mutter und ihre Reaktion darauf sind herzzerreißend. Die Zweifel in der folgenden Zeit wiegen schwer, sie hinterfragt sich und ihren Glauben. Als der Vater dann noch an Krebs erkrankt und den Kampf verliert, verliert auch sie immer mehr an Zuversicht. Sie fragt sich, ob ihre Gebete tatsächlich gehört werden. Dennoch gelingt es ihr immer wieder Halt im Wort Gottes zu finden. Die Dinge scheinen sich zunächst nach der Frühgeburt ihres Babys zu wiederholen, erneut scheinen die Dinge aus dem Ruder zu laufen.

Das Buch enthält auch einige Familienbilder, die einen Eindruck von der Familie vermitteln.

Ein erschütterndes und bewegendes Buch. Gianna schreibt sehr klar über ihre Verzweiflung und ihre Gefühle. Es ist ein harter Weg zur Erkenntnis, das Gott nicht wahllos Wünsche erfüllt, die man an ihn richtet, es sich aber sehr wohl lohnt fest auf ihn und seine Liebe zu vertrauen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Schuld und ihr überdauern

Eine vergessene Schuld
0

Ein ehemaliger Verfassungsrichter Rudolf Heppner polarisiert mit seinen Aussagen in der Öffentlichkeit. Nach einem Farbbeutel Attentat auf ihn, soll ein Persönlichkeitsprofil über ihn erstellt werden, ...

Ein ehemaliger Verfassungsrichter Rudolf Heppner polarisiert mit seinen Aussagen in der Öffentlichkeit. Nach einem Farbbeutel Attentat auf ihn, soll ein Persönlichkeitsprofil über ihn erstellt werden, auch Verfassungsschutz, LKA und BKA werden eingeschaltet. Die zuständige Psychologin hat ebenfalls eine Fluchtgeschichte hinter sich, sie wird durch die Gespräche zunehmend mit ihrem eigenen Trauma konfrontiert und sie erkennt Parallelen zwischen ihren Lebenswegen und Einstellungen. In der Vergangenheit (ab 1942) geht es um den Marinesoldaten Raimund Bach, der verheimlicht, dass er jüdischer Abstammung ist. Er desertiert und stellt sich später der Gerichtsbarkeit, was zu einem unglaublichen Urteil führt.

Der Zusammenhang zwischen den Geschichten offenbart sich nach und nach. Der Autor lässt viele historische Fakten mit ihn die Geschichte einfließen. Die Schuld der Vergangenheit wirkt oft nach, das wird hier sehr deutlich. Der ruhige Erzählstil passt gut zu der kompakten Geschichte. Ich brauchte einige Zeit, bis ich Zugang zu dem Buch gefunden hatte, fand es dann aber sehr interessant und packend. Der Roman greift Fragen auf, die auch heute noch/wieder aktuell sind. Es geht um Schuld, Verantwortung für das Handeln unserer Vorfahren, die Rolle des Staates, Wehrdienst und seine Verweigerung. Bin ich verpflichtet, einem Unrechtsstaat zu dienen und wer legt dies alles fest? Die Geschichte und die Fragen, die hier immer wieder hochkommen, regen zum Nachdenken an. Ein Roman gegen das Vergessen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Was Schuld bewirken kann

Am helllichten Tag
0

In den 1960er Jahren sind in Pirmasens drei Kinder verschwunden. Die Fälle lagen zeitlich auseinander, hatten einige Ähnlichkeiten und wurden nie aufgeklärt. Die Last für die Zurückgebliebenen wiegt schwer. ...

In den 1960er Jahren sind in Pirmasens drei Kinder verschwunden. Die Fälle lagen zeitlich auseinander, hatten einige Ähnlichkeiten und wurden nie aufgeklärt. Die Last für die Zurückgebliebenen wiegt schwer.

Toni ist eine junge aufstrebende Journalistin mit einem dunklem Fleck in der Vergangenheit, der ihre Zukunft schwer belastet. Auch ihr Privatleben und ihre Beziehung verlaufen nicht glücklich. Zu ihrem Vater hat sie ein eher schlechtes Verhältnis, so meldet sie sich nicht auf seine Kontaktversuche. Als es zu spät ist, versucht sie nachtäglich etwas über den mittlerweile Verstorbenen in Erfahrung zu bringen. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten aus der Kindheit des Vaters in den 60er Jahren, die ihn prägten und die von Zeitgenossen gerne verdreht oder totgeschwiegen werden. Zeitgleich ermittelt die Polizei in Pirmasens wegen eines vermeintlichen Suizids einer Ärztin und wegen eines vermissten Mädchens. Toni mischt sich in die laufende Ermittlung ein, nachdem Verbindungen zu ihrem Vater und der Ärztin bekannt werden.

Toni und ihr Vater haben in unterschiedliche Weise mehrfach Schuld auf sich geladen, das hat jeweils ihre Entscheidungen und ihr Leben beeinflusst. Vieles hätte man mit Gesprächen aus dem Weg schaffen können, doch beide haben einen anderen Weg gewählt. Der Autor zeigt hier welche Konsequenzen dies hat, auch wenn es teils nur auf Missverständnissen beruht.

Die Handlung wird spannend erzählt, wobei der Autor ohne Grausamkeiten auskommt. Die Verbindung des Cold Case mit der Fiktion ist gut gelungen und auch der Schluss kann überzeugen. Die Figuren hätten etwas mehr Konturen vertragen können, aber das fällt bei der Bewertung weniger ins Gewicht, da ich den Krimi gerne in eins gelesen habe

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2026

kompakte Vorstellung Japans

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
0

Optisch ist das Buch wirklich ein Volltreffer, das wunderschöne Cover, der Farbschnitt, das hochwertige Papier und die wunderschönen Fotos lassen einen das Buch immer wieder gerne zur Hand nehmen, um darin ...

Optisch ist das Buch wirklich ein Volltreffer, das wunderschöne Cover, der Farbschnitt, das hochwertige Papier und die wunderschönen Fotos lassen einen das Buch immer wieder gerne zur Hand nehmen, um darin herum zu schmöckern. Das Buch stellt die wichtigsten Fakten rund um Japan vor, besondere Städte, wichtige Bräuche/ Besonderheiten und Do´s and Dont´s.
Jedes Thema ist i.d.R. auf einer Doppelseite vorgestellt, wobei der Großteil davon von einem Foto vereinnahmt wird und der begleitende Text eher kurz und knackig gehalten ist. Der Stil ist leicht und verständlich.
Das Buch ist nach den Jahreszeiten gegliedert und diese sind dann wiederum unterteilt. Besonders gut gefällt mir der Herbst mit den schönen Farben und der Gartenkunst. Es gibt auch immer ein Rezept zu jeder Jahreszeit. Das rundet das ganze Angebot angenehm ab.
Ein wirklich schönes Buch, das ich noch oft zur Hand nehmen werde. Ich hätte mir bei vielen Themen etwas mehr Informationen gewünscht.
Hier erhält man einen sehr weitgespannten Überblick über Land und Leute. Schön!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil