Gunni Hilding ermittelt in Trelleborg
Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermitteltDer Autor startet mit diesem Buch in eine neue Krimireihe, in deren Mittelpunkt die Ermittlerin Gunni Hilding steht. Die Streifenpolizistin wird für einen Fall in das Dezernat für Gewaltverbrechen ausgeliehen ...
Der Autor startet mit diesem Buch in eine neue Krimireihe, in deren Mittelpunkt die Ermittlerin Gunni Hilding steht. Die Streifenpolizistin wird für einen Fall in das Dezernat für Gewaltverbrechen ausgeliehen und das Ende lässt hoffen, dass sie dort dauerhaft arbeiten wird.
Im Sommer 1989 wird der achtjährige Robin erschlagen im Moor des nahen Waldes aufgefunden. An Verdächtigen mangelt es nicht, obwohl der Ort nur aus einer Handvoll Häusern besteht. Es gibt dort reichlich schräge Figuren. Die Polizei kommt im ersten Teil des Buches nicht so gut weg, sie ermittelt nicht strukturiert. Es kommt zu einigen Kurzschlussreaktionen und als die Polizei unter Erfolgsdruck gerät, zieht sie einen Psychologieprofessor hinzu, der es richten soll. Der Fall wird so auf eine für damalige Zeiten sicherlich spektakuläre Art gelöst. Die unterschiedlichen Beteiligten bleiben mit dem Erlebten verletzt zurück.
Nach fünf Jahren scheint sich der Fall zu wiederholen, ohne dass das jemand wahrhaben will. Gunni, die wieder die Leiche eines Kindes findet, fühlt sich an den Fall vor fünf Jahren erinnert und zieht ganz eigene Schlüsse. Die Streifenpolizisten versucht alles, damit der alte Fall mit dem aktuellen Fall in Verbindung gerät, stößt jedoch auf Widerstand. Sie findet aber auch Unterstützung bei unvermuteten Kollegen und so machen sie sich auf eigene Faust an die Arbeit.
Neben dem Kriminalfall, nimmt das Privatleben von Gunni viel Raum ein. Sie hat als junge Frau eine streng regelbasierte Glaubengemeinschaft verlassen und leidet an der Abkehr der Familie. Sie versucht den Kontakt zu beleben, stößt jedoch auf Unwillen.
Das Buch ist in viele sehr kurze Kapitel unterteilt und in einer eingängigen einfachen Sprache erzählt. Gelegentlich gab es für mich ein paar Längen, aber gegen Ende konnte mich das Geschehen wieder mitreißen. Die Arbeit der Polizei kommt hier nicht richtig gut weg, aber das ist vielleicht auch manchmal so. Gunni ist eine Interessante Hauptfigur, die aufgrund ihrer Kindheitserlebnisse eine außergewöhnliche Zerrissenheit zeigt, von der sie sich jedoch nicht unterkriegen lässt. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, das Privatleben endet mit einem Cliffhanger.
Gelungener Reihenauftakt mit kleinen Schwächen.