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Veröffentlicht am 31.03.2026

eine schöne Geschichte für zwischendurch

Ein unerwarteter Antrag
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"Ein unerwarteter Antrag" ist ein herrlich erfrischender und fröhlicher Roman.

Es war so schön, erneut nach Missouri zu kommen und Bellamy in Aktion zu erleben. Für mich hätte es etwas mehr Bellamy sein ...

"Ein unerwarteter Antrag" ist ein herrlich erfrischender und fröhlicher Roman.

Es war so schön, erneut nach Missouri zu kommen und Bellamy in Aktion zu erleben. Für mich hätte es etwas mehr Bellamy sein können, aber auch so war es super. Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Ich finde, er ist für sein junges Alter schon fast zu reif – aber hey, ich hatte trotzdem sehr viel Freude.

Auch die Hauptcharaktere waren super sympathisch. Enya und Sullivan sind so liebenswert charakterisiert, dass es leicht fiel, sie zu verstehen und in ihre Haut zu schlüpfen. Ihre Geschichte hat mich total abgeholt, ich liebe ja Geschichten, in denen es in einer arrangierten Ehe, die aus Vernunftgründen geschlossen wird, zu zarten Verbindungen kommt, und konnte mich hier völlig wegträumen.

Der Schreibstil ist gewohnt angenehm und fesselnd. Die Geschichte selbst ist spannend, mit kleinen Höhepunkten, leichtem Knistern, humorvollen Szenen und aufregenden Momenten.

Toll fand ich, dass das Thema Sklavenhandel Platz in dieser Geschichte findet, auch wenn er eher gering ist. Zum Ende hin fand ich die Handlung auf dem Schiff allerdings etwas unrealistisch und für mich nicht komplett zu Ende erzählt.

Trotzdem konnte ich abtauchen, eine schöne Lesezeit genießen und freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Teil. "Ein unerwarteter Antrag" ist ein Buch, das leichte Unterhaltung schenkt und eine sanfte Liebesgeschichte erzählt, in der auch tiefere Themen ihren Platz finden.

Veröffentlicht am 31.03.2026

hat mich begeistert

Uns trägt die Hoffnung
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Was tun, wenn in einer Familie Anhänger, Sympathisanten, Mitläufer, Gegner und sogar Opfer des NS-Regimes sind?

Diesem Thema geht Sylvia B. Barron in ihrem zweiten Band der "Dresden Trilogie" sehr bewegend ...

Was tun, wenn in einer Familie Anhänger, Sympathisanten, Mitläufer, Gegner und sogar Opfer des NS-Regimes sind?

Diesem Thema geht Sylvia B. Barron in ihrem zweiten Band der "Dresden Trilogie" sehr bewegend und packend nach. Die Spannungen, Schwierigkeiten und Herausforderungen sowie Wunden und große Not sind eindrücklich beschrieben worden.

Ich selbst musste mich zu Beginn allerdings auch kurz orientieren, da der 2. Band einige Jahre nach dem 1. Band beginnt.

Man begegnet Lotte – Emmas Nichte – und ihrer Mutter Frieda – Emmas Schwester – in den letzten Tagen des Krieges und der Besetzung durch die Russen. Gleichzeitig erfährt man aber in kleinen Rückblicken, wie es mit Emma und Max weiterging, sodass keine Lücken in der Geschichte entstehen.

Der Schreibstil ist fesselnd und die damaligen Gegebenheiten sind genaustens recherchiert. Diese Recherche begeistert mich jedes Mal neu, denn die vielen kleinen geschichtlichen Details machen dieses Buch zu einem Meisterwerk. Alles ist authentisch, lebendig und sehr realistisch beschrieben.

Vor allem die Beschreibungen der zerstörten und ausgebrannten Stadt waren eindrücklich und ließen erschreckende Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Diese Not, diese Ängste, die entstehenden Konflikte und die Hoffnung auf bessere Tage schwingen intensiv durch die Zeilen.

Lotte war eine besondere Persönlichkeit. Eine junge Frau, die vieles nur erahnt hat und sich nun der Realität stellen muss in einer Familie, in der Recht und Unrecht nebeneinander geschehen sind.

Dabei werden Themen wie "Liebe deine Feinde" aufgegriffen und vertieft. Der Glaube spielt dabei eine große Rolle und bereichert die Geschichte.

Mir hat dieses Buch unfassbar gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der eine eindrückliche Lektüre sucht.

Hier geht es um Schuld, Unsicherheiten, Unglauben, Angst, Hoffnung, Zusammenhalt, Freundschaft und erste Schritte zur Vergebung.

Es ist ein Buch, das über das Lesen hinaus bewegt und beschäftigt, und man stellt sich unweigerlich die Frage: Was hätte man wohl selbst getan?

Veröffentlicht am 31.03.2026

unterstützt das Bibelstudium

Das Bibellesebuch zu Galater und Philipper
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Da ich Fan der ersten Stunde dieser Reihe bin, habe ich mich sehr auf dieses neue Buch gefreut.

Es gibt eine kurze Einleitung zu den einzelnen Briefen, um dann einen genaueren Blick auf Gottes Wort zu ...

Da ich Fan der ersten Stunde dieser Reihe bin, habe ich mich sehr auf dieses neue Buch gefreut.

Es gibt eine kurze Einleitung zu den einzelnen Briefen, um dann einen genaueren Blick auf Gottes Wort zu werfen.

Dabei führt die Autorin Schritt für Schritt durch die Briefe und gibt Informationen zum Kontext und weiteren Wort- und Begriffserklärungen. Außerdem gibt es Karten und Grafiken zur Verdeutlichung, was ich als sehr bereichernd empfunden habe.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es die eigene Bibellese unterstützt und sanft ans persönliche Studium heranführt, auch wenn es keinen Bibelkommentar ersetzt.

Mir gefällt der leicht verständliche Schreibstil, die klaren Worte in Verbindung mit den ästhetischen Bildern, sodass dieses Buch nicht nur was für die Seele ist, sondern auch fürs Auge.

Veröffentlicht am 16.03.2026

sehr spannend und gut zu lesen

Leo: Rivalen im Pokalfinale
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Es ist so weit und man begleitet den einzigen Jungen der Blackforest Friends, Leo.

Nach Carla und Elli mit ihren Hobbys, dem Schwimmen und dem Reiten, geht es hier um Fußball.

Man taucht direkt ein und ...

Es ist so weit und man begleitet den einzigen Jungen der Blackforest Friends, Leo.

Nach Carla und Elli mit ihren Hobbys, dem Schwimmen und dem Reiten, geht es hier um Fußball.

Man taucht direkt ein und fühlt sich wie ein Teil der Mannschaft.

Gewohnt flüssig und interessant erzählt Ariane Vaßen eine Geschichte um Eifersucht, Neid, Geheimnisse, Halbwahrheiten, Antipathie, Unsicherheiten und Stolz. Dabei kommen auch Themen wie Medikamentenmissbrauch und Doping zur Sprache, die den Rahmen für eine spannende Handlung bieten.

Die Beschreibungen des Mannschaftssportes waren interessant und, soweit ich es beurteilen kann, realistisch. Mir hat das gut gefallen.

Leo ist sympathisch und ich konnte ihn gut verstehen. Die unterschiedlichen Gefühle und Emotionen sind authentisch beschrieben und zeigen menschliche Regungen, die wir wohl alle kennen.

Der Schreibstil ist locker, fesselnd und spannend, was es leicht macht, abzutauchen und die Welt um einen herum zu vergessen.

Ich mochte den Freundeskreis, den Zusammenhalt und die Verbundenheit. Erste zarte Schwingungen zwischen den Geschlechtern sind zu beobachten, auch wenn der Hauptaugenmerk auf dem Aufdecken so mancher Ungereimtheiten liegt.

Dabei geht es auch um Vorurteile, Misstrauen und Zweifel, und man darf lernen, dass am Ende nicht immer alles so ist, wie es scheint.

Für mich war die Geschichte um Leo ein toller dritter Band, der große Lust auf den letzten Teil der Geschichte macht und Jungs und Mädchen begeistern wird.

Veröffentlicht am 16.03.2026

ein rauer Pirat und eine stille Pfarrerstochter

Das Lied der Segel
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Überraschend anders und dabei so gut zu lesen.
Schon am Anfang stürzt man in den Strudel der Ereignisse und erlebt alle turbulenten und aufregenden Ereignisse mit.

Lily war mir direkt sympathisch und ...

Überraschend anders und dabei so gut zu lesen.
Schon am Anfang stürzt man in den Strudel der Ereignisse und erlebt alle turbulenten und aufregenden Ereignisse mit.

Lily war mir direkt sympathisch und ich mochte sie sehr, vor allem weil sie nicht als leuchtende und fehlerfreie Person beschrieben wird.

Jake dagegen hat es mir schwergemacht, ihn gern zu haben, doch im weiteren Verlauf mochte ich ihn, obwohl ich mich mit so manch einer Handlung, Aussage und Einstellung schwergetan habe. Doch genau das hat mich am Ende begeistert.

Mit Jake und Lily hat Amy Jasmin Ritter zwei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten geschaffen.
Lily ist aus gutem Haus, überbehütet, sehr angepasst und bemüht sanft.
Jake ist rau, grob, teilweise unhöflich und auf einer Mission, die Gefahr, Angst, Flucht und Gewalt beinhaltet.

Ja, dieses Buch fesselt von der ersten Seite an, man verschlingt es geradezu und taucht ein in die Wirren der Herzen, der Umstände und der unterschiedlichen Geschehnisse.
Dabei ist alles lebendig und bildhaft beschrieben und erzählt von Liebe, Kraft, Schuld, Hoffnungslosigkeit, Kämpfen und der unverdienten Liebe Gottes.

"Das Lied der Segel" ist eine aufregende und gefährliche Geschichte, in der so viel passiert, dass man atemlos durch die Seiten stolpert und von so mancher Wendung überrascht wird.

Für mich sticht dieses Buch aus der Fülle der historischen Romane hervor. Piraterie und Kämpfe in Verbindung mit einer zarten, aufkeimenden Liebe, habe ich so schon lange nicht mehr gelesen.
Ich mochte die Beschreibungen der Kämpfe und Schlachten, der Schiffsüberfälle und der Flucht genauso gern wie die sanften und feinen Momente.

In diesem Buch wird deutlich, dass Gottes Liebe immer gilt, auch dann, wenn wir uns weit entfernen und Dinge tun, die falsch sind.

Ja, es geht teils heftig zu und man blickt in seelische Abgründe, um dann durch Jonah und seine eingestreuten und treffenden Bibelverse ein Lächeln geschenkt zu bekommen.

"Das Lied der Segel" hat mir also sehr gut gefallen und ist für jeden, der spannende Bücher liebt.