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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Ein Buch in Briefform

Die Worte, die ich niemals schrieb
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Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.

Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin ...

Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.

Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin in ein deutsches Kriegsgefangenenlager in ihrer alten Heimatstadt. Erst voller Vorurteile, doch je mehr sie sich mit den Gefangenen befasst, stellt sie fest, dass es Menschen sind wie du und ich. Kann man ihnen deshalb genauso vertrauen wie den eigenen Landsleuten?

Wie gut, dass Johanna ihrem japanischen Freund Peter immer ihr Herz ausschütten kann. Wann werden sie sich endlich wiedersehen?

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich ein Buch in dieser Form noch nicht gelesen habe. Der Leser muss sich schon sehr konzentrieren, um dem Verlauf zu folgen.

Leider wurde ich bis zum Schluss mit Johanna, der Hauptprotagonistin nicht warm. Sie war mir zu respektlos anderen gegenüber und zu viel von sich selbst überzeugt.

Gott und der christliche Glaube wurden oft ins lächerliche gezogen, was mich beim Lesen sehr geschmerzt hat.

Schön fand ich die ermunternden Worte des Pastors und das ihr Freund Peer sie öfter zurecht gewiesen hat.

Hervorheben möchte ich Johannas wandelnde Einstellung den Gefangenen gegenüber und das sie es geschafft hat, ihnen eine Stimme zu geben. So konnten sie zeigen, dass die Menschen mit Gefühlen und einer Geschichte sind.

Es wurden Filme und Götter erwähnt, die ich nicht kannte, was den Lesefluss gestört hat.

Wer Bücher in Briefform liest, wird es bestimmt mögen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Ein tolles Buch über Eifersucht

Leo und Emma (Eifersucht)
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In Band 2 der Leo Reihe geht es um das große Thema Eifersucht. In gewisser Weise betrifft es uns alle, sogar die kleinen Herzen haben damit zu kämpfen.

In dem Buch geht es um Leos Schwester Emma, die ...

In Band 2 der Leo Reihe geht es um das große Thema Eifersucht. In gewisser Weise betrifft es uns alle, sogar die kleinen Herzen haben damit zu kämpfen.

In dem Buch geht es um Leos Schwester Emma, die ihm angeblich die Zeit mit seiner Mama stiehlt. Immer muss Mama sich um sie kümmern und Leo bleibt vermeintlich unbeachtet und alleine zurück. Er möchte so gerne mit Mama spielen und ihre volle Aufmerksamkeit. Doch da hat Mama einen ganz tollen Einfall und bespricht ihn mit dem traurigen Leo. Wie er das wohl finden wird?

Der Autorin gelingt es die Eifersucht sehr gut darzustellen, so dass die kleinen Zuhörer sich damit identifizieren können. Die Lösung von Leos Mutter ist vorbildlich. Sie bindet Leo voll mit ein, indem er ihr als Helfer bei Emma zur Seite steht.

Die Bebilderung ist warmherzig und sehr aussagekräftig.

Der Vers aus 1. Korinther 13,4: "Die Liebe ist langmütig, ist gütig, die Liebe neidet nicht" wird sehr gut eingebunden und prägt sich somit gut in die Herzen ein.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Für Gott ist nichts unmöglich

Das Flüstern seiner Gnade
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Die Geschichte um Rosalyn Mandeville geht weiter. Es geht direkt spannend los mit einer Kutschfahrt, die Rosalyn immer weiter weg von ihrem wohlbehüteten, aristokratischen Elternhaus ins arme London bringt. ...

Die Geschichte um Rosalyn Mandeville geht weiter. Es geht direkt spannend los mit einer Kutschfahrt, die Rosalyn immer weiter weg von ihrem wohlbehüteten, aristokratischen Elternhaus ins arme London bringt. Genau gesagt zu einem Waisenhaus, in dem sie ihren neuen Lebensabschnitt beginnen möchte. Vieles ist ihr völlig neu. Tapfer stellt sie sich den Herausforderungen.

Das Leid der Kinder ist sehr erdrückend, der Gestank draußen unerträglich und die Einsamkeit droht Rosalyn zu verschlucken. Doch Lady Graham, die Gründerin des Heims steht ihr in liebevoller Art und Weise zur Seite. Ihr Fundament ist Fürsorge, Liebe und Wertschätzung für jeden einzelnen Menschen. Das wichtigste Anliegen ist ihr, dass alle Jesus Christus als ihren persönlichen Erretter kennenlernen.

Man spürt regelrecht, wie Rosalyn sich danach sehnt, Gottes Liebe sich zu verdienen. Reichen ihre Anstrengungen oder muss sie noch mehr geben? Fragen und Suchen treiben sie. Kann sie sich denn bedingungslos einfach Gottes Liebe und Gnade öffnen?

Der Schreibstil ist einfach wunderbar. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Herzen der einzelnen Protagonisten so offenzulegen, dass der Leser die inneren Kämpfe und Nöte lebendig miterlebt.

Gottes Gnade und Liebe wird in einer erhabenen Schönheit dargestellt, dass man nur staunend und dankend weiterliest.

Das Leid der Kinder geht sehr zu Herzen, aber die Aufopferung besonders von Lady Graham und Rosalyn macht den Leser glücklich, dass es solche treuen Frauen gibt, die Gottes Licht und Liebe in die verzagten kleinen Seelen bringen.

Ein absolutes Herzensbuch über unverdiente, überströmende Gnade, die jeder freiwillig annehmen darf, weil Gott seinen Sohn für unsere Sünden am Kreuz hingegeben hat.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Schöner Ratgeber für Pausen

Einfach mal durchatmen
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Pause, einfach mal nichts tun und abschalten. Wer wünscht sich das nicht mitten im trubeligen Alltag? Aber machen wir auch wirklich Pause, oder sind wir am Handy?

Unter Pause machen versteht sich, in ...

Pause, einfach mal nichts tun und abschalten. Wer wünscht sich das nicht mitten im trubeligen Alltag? Aber machen wir auch wirklich Pause, oder sind wir am Handy?

Unter Pause machen versteht sich, in die Stille abzutauchen und durchzuatmen.

In dem Buch nimmt uns der Autor mit in die Pausen, empfiehlt Ruheinseln, gibt Zuspruch und Goldworte zum Mitnehmen. Wertvolle Nachspürfragen runden die Kapitel ab.

Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Es ist interessant und kurzweilig. Man spürt, dass es direkt aus dem Leben geschrieben wurde und mitten ins Herz.

Viele praktische Beispiele, wo sich jeder wiederfindet sind zahlreich vorhanden.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Gendersprache, die mich sehr gestört hat und die ich von meinem Glauben her auch nicht vertrete.

Ansonsten ein schönes Buch, welches dem Leser gewinnbringende Ideen für Pausen bringt, man in Gottes Nähe ruhen darf und durch Lesen in der Bibel auftanken kann.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Spannender Auftakt

Unter fernem Himmel - Rebellisches Tanzmädchen
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Wer kennt die Hurdy Gurdy Girls, die 1868 in Amerika in zwielichtigen Saloons und Spelunken aufgetreten sind?

Wir lernen Louisa kennen, die in ärmlichen Verhältnissen im Hessenland aufwächst. Ihr Vater, ...

Wer kennt die Hurdy Gurdy Girls, die 1868 in Amerika in zwielichtigen Saloons und Spelunken aufgetreten sind?

Wir lernen Louisa kennen, die in ärmlichen Verhältnissen im Hessenland aufwächst. Ihr Vater, ein sehr rauer Geselle verkauft sie als junge Frau an einen sogenannten Seelenverkäufer, der sie nach Amerika bringt und dort als Tanzmädchen weiterverkauft.

Alleine die lange Überfahrt hält einiges an Überraschungen bereit.

Angekommen in einer Goldgräberstadt wird Louisa von einem Ehepaar Hart gekauft. Unter der strengen Fuchtel von Mrs. Hart hat sie nichts zu lachen. Auch das Tanzen mit den grobschlächtigen Goldgräbern ist alles andere als schön.

Wird Louisa sich einleben und vielleicht Freunde finden?

Da ich noch nie von den Hurdy Gurdy Girls gehört habe, war es ein sehr aufschlussreicher, toll recherchierter Roman. Es ist sehr spannend zu lesen, wie Louisa sich in der neuen Welt zurechtfindet.

Der Schreibstil der Autorin ist gut verständlich und flüssig, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Man kann sich auch gut in das Denken der Charaktere hineinversetzen.

Wer sich für die damalige Goldgräberzeit und die Geschichte der Hurdy Gurdy Girls interessiert, wird mit dem Buch nicht enttäuscht werden.

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