Ein Buch in Briefform
Die Worte, die ich niemals schriebEin so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.
Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin ...
Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.
Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin in ein deutsches Kriegsgefangenenlager in ihrer alten Heimatstadt. Erst voller Vorurteile, doch je mehr sie sich mit den Gefangenen befasst, stellt sie fest, dass es Menschen sind wie du und ich. Kann man ihnen deshalb genauso vertrauen wie den eigenen Landsleuten?
Wie gut, dass Johanna ihrem japanischen Freund Peter immer ihr Herz ausschütten kann. Wann werden sie sich endlich wiedersehen?
Vorab möchte ich erwähnen, dass ich ein Buch in dieser Form noch nicht gelesen habe. Der Leser muss sich schon sehr konzentrieren, um dem Verlauf zu folgen.
Leider wurde ich bis zum Schluss mit Johanna, der Hauptprotagonistin nicht warm. Sie war mir zu respektlos anderen gegenüber und zu viel von sich selbst überzeugt.
Gott und der christliche Glaube wurden oft ins lächerliche gezogen, was mich beim Lesen sehr geschmerzt hat.
Schön fand ich die ermunternden Worte des Pastors und das ihr Freund Peer sie öfter zurecht gewiesen hat.
Hervorheben möchte ich Johannas wandelnde Einstellung den Gefangenen gegenüber und das sie es geschafft hat, ihnen eine Stimme zu geben. So konnten sie zeigen, dass die Menschen mit Gefühlen und einer Geschichte sind.
Es wurden Filme und Götter erwähnt, die ich nicht kannte, was den Lesefluss gestört hat.
Wer Bücher in Briefform liest, wird es bestimmt mögen.