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Veröffentlicht am 25.01.2021

Unterhaltsame Urban Fantasy

Hidden Worlds – Der Kompass im Nebel
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Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Urban Fantasy Reihe, in der es um die Suche nach der verschollenen Welt Avalons geht. Die Idee, dass ein bis dahin völlig ahnungsloser Mensch eine fantastische Welt ...

Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Urban Fantasy Reihe, in der es um die Suche nach der verschollenen Welt Avalons geht. Die Idee, dass ein bis dahin völlig ahnungsloser Mensch eine fantastische Welt voller Magie und Fabelwesen entdeckt, ist sicher nicht neu, aber ich mag es ganz gerne gemeinsam mit einem unbedarften Protagonisten Neuland zu betreten und alles mit Neugier zu erkunden. Dabei gibt es natürlich immer die ein oder andere Überraschung, und man darf gespannt sein welche außergewöhnlichen Details sich dieser Autor ausgedacht hat, um seine Geschichte und die Welt, in der sie spielt, einzigartig zu machen. Zwar hat mir Elliot, der zweifelhafte Held, in seiner schlafmützigen und passiven Art anfangs überhaupt nicht gefallen, aber gegen Ende ist er dann doch endlich aufgewacht und hat sogar Initiative gezeigt - dieses Potential ist in einer Fortsetzung auf jeden Fall ausbaufähig. Mittendrin gab es zwar auch eine Passage, die etwas zäh daherkam, aber insgesamt habe ich mich prima unterhalten. Wie es sich für einen ordentlichen Serienstart gehört wurden die Besonderheiten dieser magischen Welt ausreichend erklärt und damit die Bühne für weitere Abenteuer bereitet. So werde ich sicherlich auch ein Auge auf die Fortsetzung werfen.

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Veröffentlicht am 21.01.2021

Verwirrend und verstörend

Die Angst der Schweigenden
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Ein Schneesturm zwingt Inna, die Nacht in der alten Fabrikhalle, in der sie arbeitet, auszuharren. Dann taucht ein unbekannter Mann namens Igor auf und beginnt, unbequeme Fragen zu stellen...
Dieser erste ...

Ein Schneesturm zwingt Inna, die Nacht in der alten Fabrikhalle, in der sie arbeitet, auszuharren. Dann taucht ein unbekannter Mann namens Igor auf und beginnt, unbequeme Fragen zu stellen...
Dieser erste Teil des Thrillers war ungemein spannend und ich konnte nicht schnell genug weiterlesen um zu erfahren was hier eigentlich los ist. Parallel dazu bauen sich zwei weitere Handlungsstränge auf: die kleine Marga findet nahe dem Elternhaus einen verletzten Mann, und es gibt Rückblicke in Innas Kindheit. Nur langsam setzt sich das raffinierte Puzzle zusammen und enthüllt ein verblüffendes Gesamtbild.

Die Autorin schafft es meisterhaft, den Leser bis zur Schmerzgrenze im Unklaren zu lassen und immer neue Fragen aufzuwerfen, die einen schier in den Wahnsinn treiben können. Aber genau das macht auch wieder den Reiz dieses Thrillers aus, der bis zum Ende voller Überraschungen steckt und letztendlich in eine völlig andere Richtung verlief als ich anfangs erwartet hatte. Einige Details und Wendungen fand ich zu zweckdienlich und während die Charaktere nicht unausstehlich waren, fiel es mir doch schwer echte Sympathie zu fühlen außer für die kleine Marga. Viele Entscheidungen der Protagonisten konnte ich dann auch nicht gutheißen. Fazit: Ein etwas sperriger Thriller, der mit seiner unbequemen Andersartigkeit aber durchaus auch punkten kann.

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Veröffentlicht am 19.01.2021

Über Bücher und die Menschen die sie lesen

Der Buchspazierer
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Der 'Buchspazierer' Kollhoff liefert jeden Tag bestellte Bücher aus - zu Fuß. Er liebt diese Routine in seinem Alltag und kennt die Vorlieben seiner unterschiedlichen Kunden ganz genau, die sich gerne ...

Der 'Buchspazierer' Kollhoff liefert jeden Tag bestellte Bücher aus - zu Fuß. Er liebt diese Routine in seinem Alltag und kennt die Vorlieben seiner unterschiedlichen Kunden ganz genau, die sich gerne auf seine Empfehlungen verlassen. Eines Tages schliesst sich ein kleines Mädchen seiner Route an, das ihn schon lange beobachtet hat. Alle Versuche, Schascha loszuwerden, schlagen fehl, und so gibt sich Kollhoff geschlagen und erlaubt ihr, ihn fortan auf seiner Bücherrunde zu begleiten. Mit ihrer forschen Art lockt Schascha nicht nur Kollhoff aus der Reserve, sondern wirbelt auch das Leben seiner Kunden gehörig durcheinander.

Eine wunderbare und liebenswürdige Geschichte, in der es natürlich um die Liebe zu Büchern geht, vor allem aber um die Menschen die sie lesen. Und so erfährt man, wie Bücher viel mehr können als zu unterhalten - so können trösten, verbinden, helfen. Und dass man den Menschen in seiner Umgebung viel mehr Beachtung schenken sollte - daraus können sich wunderbare Begegnungen entwickeln. 'Der Buchspazierer' ist ein bewegendes und auch nachdenklich stimmendes Lese-Highlight, das man nicht verpassen sollte.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Zurück in die Vergangenheit

Markus Kavka über Depeche Mode
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Da Depeche Mode seit jeher auch zu meinen Lieblingsbands gehört, konnte ich diesem Band nicht widerstehen. Und auch wenn man nicht wirklich etwas Neues über die Band erfährt (was ja auch nicht Zweck des ...

Da Depeche Mode seit jeher auch zu meinen Lieblingsbands gehört, konnte ich diesem Band nicht widerstehen. Und auch wenn man nicht wirklich etwas Neues über die Band erfährt (was ja auch nicht Zweck des Buches ist und mich vermutlich auch eher abgeschreckt hätte), hat mir die Reise in meine Jugend mächtig Spaß gemacht und viele verschüttete Erinnerungen wachgerüttelt. Vieles, was der Autor Markus Kavka über seine jungen Jahre und seine ersten Erfahrungen im Bereich Musik gerade in den 80er Jahren beschreibt, habe ich so oder ähnlich ebenfalls erlebt, und daher gab es unglaublich viele Déjà-vu Momente, an die ich mich gerne wieder erinnert habe. Hinzu kommen einige nette Anekdoten über Interviews mit den Mitgliedern von Depeche Mode, abgerundet durch eine schöne Zusammenstellung der Alben und eine Top-40 Liste von Titeln am Ende des Buches. Für mich ein echter Glücksgriff und eine nostalgische Reise in die Vergangenheit.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Hat mich nicht berührt

Ein wenig Glaube
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Ein schwieriges Buch, zumindest für mich. Obwohl die Geschichte interessant und zum Teil auch schockierend war und der Autor durchaus zu schreiben versteht, hat mich das Buch einfach nicht gepackt. Es ...

Ein schwieriges Buch, zumindest für mich. Obwohl die Geschichte interessant und zum Teil auch schockierend war und der Autor durchaus zu schreiben versteht, hat mich das Buch einfach nicht gepackt. Es plätscherte gemächlich vor sich hin, hat mich aber zu keinem Zeitpunkt wirklich mitgerissen. So wirkten die Charaktere auf mich seltsam distanziert und ich fühlte mich eher wie ein unbeteiligter Beobachter, der die Entwicklung der Dinge objektiv nachverfolgt, ohne emotional allzu involviert zu ein. Obwohl ich die Relevanz und das Herzblut erkennen kann, die hinter diesem Buch stehen, konnten sie letztendlich nicht zu mir durchdringen. Ein sicherlich bemerkenswertes Buch, aber leider nicht meins.

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