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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

viel Romance wenig Assassine

Empire of Whispers and Shadows
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Empire of Whispers and Shadows ist mit seinem fliederfarbigen Cover auf dem eine Pagode und Kirschblüten zusehen sind, ein Hingucker. Das Katana in der Mitte stimmt auf die Geschichte von Saya und Teno ...

Empire of Whispers and Shadows ist mit seinem fliederfarbigen Cover auf dem eine Pagode und Kirschblüten zusehen sind, ein Hingucker. Das Katana in der Mitte stimmt auf die Geschichte von Saya und Teno ein. Auch der Farbschnitt der Erstauflage mit der im Cover angedeutete Pagode und den Kirschblüten ist so schön.

Gleich zu Beginn erleben wir eine der sieben Prüfungen, die Saya bestehen muss. Wobei ich zugeben muss, ich habe nicht wirklich den Sinn dieser Prüfung verstanden zu haben. Leider zog sich dieses Unverständnis für weiter durch die Prüfungen. Einige habe ich überhaupt nicht und andere nur halbwegs verstanden. Dies mag wohl daran liegen, dass irgendwie der Fokus der Geschichte auf die Romance sprang.
Ich hätte mir mehr Details über die Prüfungen gewünscht.

Das japanische Setting ist detailreich und atmosphärisch gestaltet. Dieser Punkt hat mir sehr gefallen. Auch der Zwiespalt zwischen Saya und Teno war gut zu spüren. Es war schön zu sehen wie bemüht Teno ist Saya zu beschützen und ihr zu helfen. Zwar sind diese zarten Bande toll, aber für mich nicht so wirklich zum doch sehr kämpferischen Klappentext passend.

Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann hat mich recht gut unterhalten, aber nicht so ergriffen wie der Klappentext. Das ist schade, denn im Grunde lese wirklich sehr gern Bücher im asiatischen Setting. Ob ich den zweiten Teil lesen möchte weiß ich noch nicht. Aber für den Start einer Reihe war es okay, nur leider nicht mein Favorit. Romance Leser*innen werden diese Reihe bestimmt lieben.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

ungeahnte Macht des Frühlings

Mathilde und Marie
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Das Cover erinnert an ein Aquarell von einem verträumten Bergdorf. Es ist stimmig zum Klappentext und strahlt sehr viel Ruhe aus. Diese Ruhe zieht sich durch das gesamte Buch. Denn völlig ohne Hektik mit ...

Das Cover erinnert an ein Aquarell von einem verträumten Bergdorf. Es ist stimmig zum Klappentext und strahlt sehr viel Ruhe aus. Diese Ruhe zieht sich durch das gesamte Buch. Denn völlig ohne Hektik mit einen besonderen Blick auf Natur, Menschen und deren Gefühle erzählt Torsten Woywod in Mathilde und Marie.

Im einem Zug lernt Marie Jonina kennen. Marie füllt sich ausgelaugt und möchte einfach nur raus aus Paris und ihrem Leben. Warum Jonina in Brüssel war bleibt lange ein Geheimnis. Allerdings finde ich es dennoch etwas merkwürdig einfach so einer völlig fremden Person aufgrund eines Gespräches während einer Zugfahrt einfach so zu folgen und dann auch noch bei ihr quasi zu wohnen. mit in ein völlig fremdes Ort fährt. Ich bin zwar sehr spontan, aber irgendwie ist dies für mich nicht greifbar.

Für mich ist das größte Mysterium, dass Marie einfach auf Grund eines Gespräches im Zug mit in ein völlig fremdes Ort fährt. Ich bin zwar sehr spontan, aber irgendwie ist dies für mich nicht greifbar.
Thomas der Bäcker wirkt wie ein weiterer Ruhepol und auf gewisser Weise der ‚Held‘ in Redu. Dann gibt es noch Annelise, der Hund des Dorfes. Es scheint als würde er niemanden so wirklich zu gehören, aber das gesamte Dorf kümmert sich um sie. Jonina, Thomas und der Hund Annelise passen wirklich perfekt in das kleine Dörfchen Redu mit seinen unzähligen Buchläden. Man könnte meinen, dass so viele Buchläden in einem kleinen Dorf nicht zurecht kommen, aber doch scheint dies wunderbar aufzugehen.
Inzwischen erfährt der Leser auch mehr über die mysteriöse und zurückgezogen lebende Mathilde. Welches schrecklich Geheimnis hatte ihr Mann Jaap, dass es ihr Leben so von Angst bestimmt ist?

Alles in allem ist Mathilde und Marie von Torsten Woywod ein unaufgeregtes Bild eines Dorfes dessen Fundament Bücher sind und geprägt vom Zusammenhalt der Menschen. Aber auch wunderschönes Bild von der ungeahnten Macht des Frühlings mit all seinen Geheimnissen und der Magie der Neuerschaffung.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

an Rapunzels Haaren herbei gezogen

Böser, böser Wolf
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Das Cover des Thrillers Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict passt perfekt zum Buch. Der Klappentext verspricht Spannung und einen gewissen Gruselfaktor. Alles deutet auf ein gutes Buch hin. Doch leider ...

Das Cover des Thrillers Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict passt perfekt zum Buch. Der Klappentext verspricht Spannung und einen gewissen Gruselfaktor. Alles deutet auf ein gutes Buch hin. Doch leider besitzt dieses Buch noch weitere 368 Seiten. So viele Seiten, die nichts von dem halten, was der Klappentext verspricht.

Die entführte Autorin Katie, so blass wie Schnee mit der Tiefe einer Wasserpfütze. Der böse Wolf so grau und fahl wie eine Regenwolke. Die Spannung der Geschichte erinnert an ein Rinnsal in der Wüste.
Protagonisten tauchen kurz auf um gleich wieder ins Niemandsland zu verschwinden. Einzig Detective Inspector Lyla Rondell hat in ersten Teil noch eine minimale Tiefe.
Aber ab dem zweiten Teil des Buches wird es widererwarten doch noch viel schlimmer. Beim lesen drängte sich mir die Frage auf, was genau will mir die Autorin in diesem vermeintlichen Triller eigentlich mitteilen! ??? Anstatt das es spannend wurde reihten sich Ereignisse an einander, wie an Rapunzelshaaren herbei gezogen.
Das Ende, sagen wir es mal so … total wirr. Irgendwie ab dem zweiten Teil erahnbar und das Gefühl gebend, „ich habe den Faden meiner Story verloren, mich darin verwickelt und habe dann einfach irgendwas geschrieben“.



Kapitel 63 gab mir ein mehr wie seltsames Gefühl! Die Worte der Autorin waren für mich verstörend. Bestärkten mit darin, dass zweite Buch der Autorin las auch das Letzte sein wird.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

kämpferisch, brutal und doch voller Gefühle

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird von Brooke Fast ist vom Cover her wunderschön und doch verbergen auf den Seiten so viel Leid, Gefahr und Brutalität. Bleibt bei so viel Elend für Gefühle wie Mitgefühl, Freundschaft ...

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast ist vom Cover her wunderschön und doch verbergen auf den Seiten so viel Leid, Gefahr und Brutalität. Bleibt bei so viel Elend für Gefühle wie Mitgefühl, Freundschaft oder sogar Liebe noch Platz? Kann mich diese Mischung aus Dystopie und Fantasy-Romance wirklich überzeugen? Denn Die Tribute von Panem kenne ich nur als Filme und kann da den Hype immer noch nicht verstehen. Powerless , aber meine Lieblingsreihe ist es dennoch nicht. Welch schräge Voraussetzung sich an To Cage a Wild Bird zu wagen. Aber ich kann nur bestätigen, es lohnt sich immer seine Komfortzone zu verlassen und Neues zu entdecken.

Brooke Fast schaffte es mich ihrem schnörkellosen klaren und fast eiskalten Schreibstil in die Geschichte von Raven, Vale und Kit im berüchtigten und gefürchteten Gefängnis Endlock gefangen zu nehmen. Zu Beginn war es für mich etwas holprig aufgrund der vielen Namen und Personen, aber als ich dies überwunden hatte wurde es zu einem Highlight. Ich bin teilweise atemlos durchs Buch geflogen.
Zwar ist die Geschichte nicht neu, allerdings gelungen umgesetzt. Denn das Setting eines brutalen Gefängnisses und der Jagd der reichen Oberschicht auf die Gefangenen birgt so viel.

Raven als kämpferische und brutalen wie auch als gefühlvoller Protagonistin ist einfach nur perfekt. Absolut nachvollziehbar, ich mag sie sehr und hoffe, dass Vale kein falsches Spiel mit ihr spielt.

Alles in allem hat mich To Cage a Wild Bird von Brooke Fast mitreißen können und irgendwie bin ich auch auf den zweiten Teil neugierig. Zwar kann ich auch die Stimmen, die sagen ‚ach, da ist nichts Neues in der Geschichte‘ und ‚ich hätte mir mehr Anderes und Neueres gewünscht‘, nachvollziehen. Allerdings für mich war es einfach genau richtig so wie es ist.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

spannende Fortsetzung

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz ist die perfekte Fortsetzung des ersten Bandes Irida und die Stadt der Geheimnisse. Alte Geheimnisse werden gelüftet und neue tun sich auf. Wer von hätte ...

Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz ist die perfekte Fortsetzung des ersten Bandes Irida und die Stadt der Geheimnisse. Alte Geheimnisse werden gelüftet und neue tun sich auf. Wer von hätte es je ahnen können, dass Irida kein normales Mädchen sondern ein Troll-Mädchen ist! Sogar ein Troll-Wechselbalg. Oh ist wirklich genial und erklärt auch das Anders sein von Irida und ihren Freunden, die Furchtlosen. Auch die anderen Kreaturen sind perfekt und stimmig gewählt. Zusammen werden sie bestimmt zusammen Hohenburg vor grausamen Kreaturen schützen können.
Aber erst einmal gilt es das große Geheimnis der Weißen Dame in der Berg­höhle des Schlosses von Hohenburg und dem Über­gang zur Anders­welt zu klären. Und dann ist da ja auch noch Iridas Onkel Ardo. Wo ist er und was weiß er über all dies?
Welche Geheimnisse sind in Norwegen zu finden und wie kann all das helfen Hohenburg zu schützen?

Wir sind wieder in der Geschichte versunken und haben das Buch in Rekordzeit nahezu verschlungen. Wir hatten das Gefühl, wenn auch nur einen Moment Pause machen verpassen wir wichtige Details und die Beschreibung der Schlossruine war eine Mischung aus leichtem Grusel und Faszination. Es war jeder Windzug, jede Einzelheit und der Geruch der Jahrhunderte zu spüren.
Da sich immer noch Fragen auftun und noch nicht alles geklärt ist, hoffen wie sehr auf einen dritten Band und weitere Geheimnis rund um die Kreaturen, Menschen und der Geschichte Hohenburgs zu erfahren.

Kurz gesagt Markus Heitz hat uns wieder einmal mit seiner besonderen Gabe der Erschaffung fantastischer Welten, Kreaturen zum Leben zu erwecken und dem erzählen einer Fantasy-Geschichte in seinem Bann gezogen. Die Illustrationen von Max Meinzhold runden alles ab und geben einen ebenso fantastischen Blick auf die Geschichte und die besondere Freundschaft von Irida und die Furchtlosen frei.

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