Im zweiten Band der Animal Heroes lernen wir John näher kennen, der seine Fähigkeiten durch die Verbindung mit dem Rochen Wesley bekommen hat. Durch einen Trick wird John von den Beast Boys in die Falle ...
Im zweiten Band der Animal Heroes lernen wir John näher kennen, der seine Fähigkeiten durch die Verbindung mit dem Rochen Wesley bekommen hat. Durch einen Trick wird John von den Beast Boys in die Falle gelockt und muss die restlichen Animal Heroes zu Hilfe rufen.
Auch wenn die Geschichte recht spannend und stellenweise ganz witzig geschrieben ist, fand ich die Handlung nicht besonders originell - es kommt erneut zum Aufeinandertreffen und unvermeidlichen Kampf der Animal Heroes gegen die Beast Boys. Auch wenn ich die Fortsetzung diesmal sehr vorhersehbar und schematisch fand, hatte mein kleiner Abenteuerfan auf jeden Fall wieder seinen Spaß mit dem Buch, und das ist ja mal die Hauptsache. Wollen wir hoffen dass Band drei wieder etwas mehr zu bieten hat.
Es wäre schwierig die Geschichte verständlich zusammenzufassen, ohne dabei zu viel zu verraten. Das Buch liest sich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden, in der verschiedene Schicksale parallel ...
Es wäre schwierig die Geschichte verständlich zusammenzufassen, ohne dabei zu viel zu verraten. Das Buch liest sich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden, in der verschiedene Schicksale parallel erzählt werden, um immer wieder aufeinanderzutreffen, so dass sich daraus am Schluss wie bei einem prächtigen Mosaik ein Gesamtbild zusammensetzt. Da sind zuerst einmal natürlich die drei Diebe, die sich in dem leerstehenden Gemischtwarenladen verstecken. Über sie erfährt man erst gegen Ende mehr, aber sie wirken von Anfang an eher sympathisch. Dann ist da die Geschichte des früheren Ladeninhabers und der geheimnisvollen Briefe, die sich durch das ganze Buch zieht und alles wie ein roter Faden zusammenhält. Dazu werden die Schicksale verschiedener Personen geschildert, die irgendwann im Leben an einem Wendepunkt ankamen und einen Rat brauchten. Es war interessant, die unterschiedlichen Charaktere kennenzulernen, sie ein Stück zu begleiten und zu erfahren, wie der erhaltene Ratschlag ihr weiteres Leben beeinflusst hat, was oft ganz anders verlief als erwartet. Dabei gibt es neben dem kleinen Laden einen weiteren Ort, der in allen Geschichten immer wieder eine Rolle spielt und die Menschen miteinander verbindet. Ich war beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit es dem Autor gelang die Handlungsstränge zu kreuzen, so dass der Fluss der Geschichte völlig natürlich wirkte und niemals den Eindruck erweckte, hier musste ein künstlicher Zufall konstruiert werden, damit am Ende alles zusammenpasst. Dabei auch noch verschiedene Zeitebenen aus über dreißig Jahren zu vermischen beweist große Erzählkunst und hat mich sehr beeindruckt. Ein ungewöhnliches, faszinierendes Leseerlebnis.
"Das Buch war zwar ganz spannend, die Reihe will ich aber nicht weiter lesen" - so das Fazit nachdem wir das ausgelesen und die Ankündigung bereits zweier weiterer Fortsetzungen am Ende des Buches entdeckt ...
"Das Buch war zwar ganz spannend, die Reihe will ich aber nicht weiter lesen" - so das Fazit nachdem wir das ausgelesen und die Ankündigung bereits zweier weiterer Fortsetzungen am Ende des Buches entdeckt hatten.
Die Geschichte beginnt unglaublich, fast schon irrwitzig: in den Alpen landet in einem Sturm ein Teppich auf der Terrasse der Geschwister Stella, Matteo und Hanna. Bald finden sie heraus, dass der fliegende Teppich Kasimir heißt, sprechen kann und noch dazu aus der Vergangenheit kommt. Es folgt eine abenteuerliche Geschichte fast wie aus 1001 Nacht, wie es Kasimir aus Kairo so weit weg verschlagen hat. So weit so gut. Aber als die Kinder mit Kasimir einen Ausflug in den Zoo machen, wurde uns das, was dann kam, doch ein wenig zu viel, denn ein fliegender und sprechender Teppich hätte als Besonderheit wirklich ausgereicht. Die restliche Handlung wirkte hastig angefügt wie eine kleine Vorschau auf die Abenteuer, die demnächst noch kommen werden. Schöner wäre es da gewesen, früher mit dem ersten Buch aufzuhören und das Abenteuer am Schluss als eigenständigen, vollständigen und ausführlichen Band zu veröffentlichen.
Fußnote: die großflächig bedruckten Seiten machen zwar optisch viel her, vor allem die komplett schwarzen Seiten der Nachtszenen, den starken Geruch der Druckfarbe beim Lesen fanden wir jedoch ziemlich unangenehm.
Die Geschichte hat sich ganz anders entwickelt als erwartet, und tatsächlich ist am Ende nichts so wie es scheint. Der Schreibstil schwankt zwischen ungelenk und poetisch - ersteres nicht unbedingt verwunderlich, ...
Die Geschichte hat sich ganz anders entwickelt als erwartet, und tatsächlich ist am Ende nichts so wie es scheint. Der Schreibstil schwankt zwischen ungelenk und poetisch - ersteres nicht unbedingt verwunderlich, wenn man bedenkt dass aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird, letzteres erstaunlich und überraschend schön. Davie bekommt mit, wie im Ort eine Leiche gefunden wird. Er glaubt den Täter zu kennen, der die Tat wohl aufgrund einer uralten Familienfehde begangen hat. Er beschließt den anderen Jungen zu suchen - und begegnet dabei nicht nur hilfreichen, aber auch kauzigen Leuten aus dem Ort, sondern lernt auch sich selbst besser kennen. Es ist schwer das Buch zu beschreiben, da es so viele erwähnenswerte Details gibt, die das Buch lesenswert machen. Zugegeben, am Anfang war ich skeptisch ob mir die Geschichte gefallen würde, aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat sie mich gefesselt. Definitiv nicht der erwartete Krimi, dafür etwas viel besseres!
Das Buch klingt wie eine moderne Fassung des Klassikers "Die Welle". Auch hier geht es um ein Experiment an einer Schule, das außer Kontrolle gerät. Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelt eine Klasse eine ...
Das Buch klingt wie eine moderne Fassung des Klassikers "Die Welle". Auch hier geht es um ein Experiment an einer Schule, das außer Kontrolle gerät. Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelt eine Klasse eine App, die das Klimakonto ihrer NutzerInnen errechnet und im Social Media Profil für alle sichtbar grün oder rot markiert. Natürlich ist allen Beteiligten daran gelegen, das eigene Konto grün zu halten, was sich als gar nicht immer so einfach herausstellt. Abgesehen vom Umweltaspekt der Geschichte geht es im Wesentlichen um vier Schüler, die maßgeblich am Projekt beteiligt sind, und da wird es fast wieder trivial: Liebeskummer, Zickereien, Mobbing und Machtspielchen, die alle Jugendlichen an jeder beliebigen Schule in der ein oder anderen Form miterleben. Dadurch spricht das Buch sicher viele Jugendliche an, die sich in den dargestellten Charakteren wiederfinden. Wie das Experiment am Ende ausgeht, wird dabei fast schon zweitrangig, und es geht nur noch darum, die Zeit bis dahin unbeschadet zu überstehen.
Das Buch macht vieles richtig, hat aber auch einige Schwachstellen. Die wechselnde Erzählperspektive bringt uns die Hauptbeteiligten sehr nahe und man kann ihre Beweggründe, auch wenn man diese nicht gutheißen mag, immerhin nachvollziehen. Das Thema Klimawandel ist brandaktuell und spricht sicher viele LeserInnen an. An manchen Stellen tritt es ein wenig vor den persönlichen Schicksalen der SchülerInnen zurück, kehrt aber immer wieder in den Fokus zurück und hat auch im Finale noch einmal seinen großen Auftritt.
Gestört hat mich der technische Aspekt der App, deren Umsetzung hier als leichteste Fingerübung des 'Nerds' dargestellt wird. Ist das wirklich realistisch? Es wird dann aber auch gar nicht weiter ins Detail gegangen, was vielleicht ganz gut ist. Immerhin soll die App als Aufhänger für die Handlung dienen, und das schafft sie spielend. Die Darstellung der Jugendlichen fand ich stellenweise überzogen, andererseits wäre eine Geschichte über 'Normalos' wohl auch zu langweilig. Dann gab es noch ein paar glückliche Zufälle - glücklich für den Verlauf der Handlung, aber glaubwürdig: nicht unbedingt.
Am Ende lässt das Buch den Beigeschmack einer Seifenoper für Jugendliche zurück, die sich in eine moderne umwelt- und sozialkritische Schale geworfen hat. Immerhin mag es manche LeserInnen zum Nachdenken bringen - sei es über das eigene Verhalten oder das große Ganze.