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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2021

Berührend, humorvoll und einfach schön

Liebesbriefe an das Leben
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Das Thema des Romans ist gewiss nicht neu: Frau trifft auf Mann, der erst kurze Zeit Witwer ist und zwei Kinder hat. Aber was die Autorin daraus gemacht hat, ist wunderschön zu lesen! Angefangen bei den ...

Das Thema des Romans ist gewiss nicht neu: Frau trifft auf Mann, der erst kurze Zeit Witwer ist und zwei Kinder hat. Aber was die Autorin daraus gemacht hat, ist wunderschön zu lesen! Angefangen bei den Protagonisten, die keine Supermodels sind und ihre Fehler haben, bis hin zu der zarten Annäherung, die nicht einfach so passiert, über die verschiedenen Themen, die im Buch angesprochen werden (z. B. Trauerverarbeitung, Selbstvertrauen, ...). Obwohl es thematisch ein recht schweres Thema ist, hat die Autorin es geschafft, etwas Humor unterzubringen und das Buch nicht "zu schwer" werden zu lassen. Die Geschichte ist ein wirkliches Wechselbad an Gefühlen, zudem sehr berührend und emotional.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich von vorne bis hinten flüssig lesen und hat mich irgendwann völlig in seinen Bann gezogen, wodurch ich es nicht mehr weglegen wollte. Das lag vor allem auch an den wunderbaren Charakteren. Maja hat schrille rote Haare, viele Tattoos, ist etwas molliger und oft sarkastisch. Charaktertechnisch also definitiv etwas besonderes. Wobei ich finde, dass genau das in vielen Büchern immer noch der Fehler ist: viel zu perfekte und glatte Charaktere. So ist im echten Leben ja schließlich auch niemand. Deshalb finde ich es super, dass wir in diesem Buch authentische Charaktere und ihre Geschichten mitverfolgen dürfen.

Wie auch Bjarne, hat Maja an einigem zu knabbern und es aufzuarbeiten, was dazu führt, dass die Charaktere über die Geschichte hinweg eine starke Entwicklung durchleben. Auch das hat mir sehr gefallen. Maja fand ich besonders sympathisch durch ihre selbstlose Art. Obwohl sie kein übermäßiger Fan von Kindern ist, kümmert sie sich liebevoll um Bjarnes Kinder, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Ich kann euch diesen wunderbaren Roman wirklich ans Herz legen und vergebe 4,5/5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Tolle Geschichte mit interessanten Themen und authentischen Protas

Aber vielleicht wird auch alles gut
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Wer hinter "Aber vielleicht wird auch alles gut" einen kitschigen oder klischeehaften (Liebes)Roman vermutet, hat weit gefehlt! Ich habe selten einen so authentischen und "echten" Roman gelesen/gehört. ...

Wer hinter "Aber vielleicht wird auch alles gut" einen kitschigen oder klischeehaften (Liebes)Roman vermutet, hat weit gefehlt! Ich habe selten einen so authentischen und "echten" Roman gelesen/gehört. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, oft sarkastisch oder auch mal humorvoll, wodurch sich eine sehr gute Mischung ergibt. Das Buch ist allgemein aber trotzdem kein locker, flockiger Wohlfühlroman, was mich persönlich aber auch überhaupt nicht gestört hat. Ich finde es wichtig, dass auch ernstere Themen ihren Platz bekommen! Erzählt wird die Geschichte jeweils abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit.

Ich denke die Sprecherin ist bestimmt Geschmacksache. Ich fand sie in Ordnung, aber super angenehm leider nicht. Vor allem nicht, wenn sie ihre Stimme für andere Charaktere verstellt hat. Dies lasse ich in meine Bewertung aber nicht mit einfließen.

Für Emilia konnte ich schnell Sympathie empfinden, sie ist niemand der nur rumjammert, sondern sich auch mal selbst aufs Korn nimmt und zu seinen Problemen steht. Dennoch benötigt man definitiv Empathie, um sich mit ihrem Charakter auseinandersetzen zu können. Sie ist herrlich unperfekt und das meine ich absolut nicht negativ. Im Gegenteil. Ich fand es so erfrischend ehrlich, dass mich ihre Geschichte damit in den Bann ziehen konnte. Über die Geschichte hinweg macht sie sehr viele neue Erfahrungen und entwickelt sich stetig weiter.

Ich finde es so wichtig, dass Themen wie psychische Erkrankungen nicht mehr tot geschwiegen werden und darüber geschrieben/gesprochen wird. Denn nur so kann man es als das akzeptieren, was es ist: normal! Jeder hat mit etwas zu kämpfen, einige eben mit mehr als andere, aber deshalb ist ein Mensch nicht weniger wert! Genau das vermittelt die Autorin und ich finde diese Message großartig.

Nach einer Weile dachte ich, dass ich wüsste, was als nächstes passiert. Tatsächlich kam es aber oft ganz anders, als ich vermutet hatte, wodurch mich der Roman einige Male überraschen konnte. Dadurch wurde die Geschichte für mich nie langweilig oder langatmig. Besonders gefallen hat mir auch das Ende, welches ich mit seiner "Unperfektheit" wirklich perfekt fand.

Ich mochte diesen wundervoll ehrlichen Roman wirklich sehr und kann ihn absolut weiterempfehlen! Ich vergebe 4,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Auf geht's nach Tierra

Die Töchter des Meeres
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Bitte lest zuerst den ersten Teil, denn ohne das Vorwissen könnt ihr das Buch nicht so verstehen und so gut in die Geschichte eintauchen.
Im zweiten Teil der Buchreihe erkunden wir (neben Jadera) auch ...

Bitte lest zuerst den ersten Teil, denn ohne das Vorwissen könnt ihr das Buch nicht so verstehen und so gut in die Geschichte eintauchen.
Im zweiten Teil der Buchreihe erkunden wir (neben Jadera) auch das Reich des Wassers – Tierra – und lernen viele neue Charaktere kennen. Auf der Reise hat es mir besonders viel Spaß gemacht das neue Land zu erkunden und auch mehr über das Reich der Lüfte und das Reich der Wüste zu erfahren, die im ersten Teil bisher nur angeschnitten wurden. Besonders die Beschreibungen waren super, sodass ich beim Lesen alles genau vor Augen hatte. Doch Tierra ist nicht so friedlich wie es scheint und ihre Herrscherinnen verfolgen ihre ganz eigenen Pläne, mit denen unsere lieb gewonnenen Charaktere zu kämpfen haben!

Der Schreibstil ist – wie gewohnt – sehr flüssig und gut zu lesen. Die Autorin beschreibt alles sehr anschaulich und bildlich, wodurch man gut in die Geschichte eintauchen kann. In diesem Band verfolgen wir die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Der von Ally, die nun als Königin Jadera regiert und dabei einige Schwierigkeiten hat und der von Jay, der in das Reich des Wassers reist. In Fantasybüchern mag ich mehrere Perspektiven generell sehr gern, sodass ich es auch hier toll fand, dass es so aufgeteilt wurde. Leider hatte ich in diesem Band so meine Schwierigkeiten mit Ally und Jay. Meiner Meinung nach handeln die beiden sehr unüberlegt und oftmals naiv – besonders bei Jay hat mich das sehr gestört, da er Ally jahrelang beschützt hat und es dadurch einfach besser wissen müsste. Ally hingegen war ja schon immer etwas unerfahren, nun kam hinzu, dass sie sich sehr zurückzieht, nicht mehr auf ihre Freunde baut oder sie unterstützt und ihnen einiges verheimlicht. Diesen Charakterzug mochte ich an ihr nicht so gern. Allerdings kam zum Ende der Geschichte wieder etwas mehr von der "alten Ally" durch, sodass ich meine Hoffnung in sie nicht so schnell aufgebe. In diesem Band kamen auch einige neue, interessante Charaktere hinzu, von denen wir bestimmt noch einiges hören werden. Besonders toll fand ich es aber wieder mehr von Amina, Ivera und Devan zu lesen.

In der Handlung gab es für mich keine super großen Überraschungen, dennoch habe ich das Lesen genossen und bin sehr gespannt, was uns im dritten Band erwartet! Ich freue mich besonders auf die beiden anderen Länder und ihre Traditionen und selbstverständlich bin ich auch neugierig, wie die Geschichte rund um Ally und ihre Freunde weiter geht!

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Anfang und Ende super, im Mittelteil hätte es etwas spannender sein können

Fürimmerhaus
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Als Carter im Fürimmerhaus landet weiß er nichts, außer seinem Namen. Er weiß nicht wo genau er ist, wer er vorher war und was ihn nun erwartet. Er startet quasi bei Null, genau wie wir als Leser:innen/Hörer:innen. ...

Als Carter im Fürimmerhaus landet weiß er nichts, außer seinem Namen. Er weiß nicht wo genau er ist, wer er vorher war und was ihn nun erwartet. Er startet quasi bei Null, genau wie wir als Leser:innen/Hörer:innen. Das fand ich sehr interessant, weil man so alles direkt mit Carter kennenlernt, sich die gleichen Fragen stellt wie er usw. Allerdings weiß man dadurch auch nicht wirklich, worauf es in der Geschichte eigentlich hinaus läuft.
Schnell lernt Carter auch 6 weitere Charaktere kennen, die alle sehr unterschiedlich sind und sich doch als Gruppe fest zusammen gefunden haben und die eine (mehr oder weniger innige) Freundschaft verbindet. An dieser Stelle möchte ich auch den Sprecher loben, weil er jede Stimme etwas anders spricht und man dadurch irgendwann weiß, wer gerade redet oder es zumindest gut auseinander halten kann! Generell fand ich die Vorlesestimme des Sprechers ziemlich angenehm und konnte gut zuhören – was definitiv nicht immer der Fall ist. Die einzelnen Charaktere fand ich sehr spannend, weil sie nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich absolut verschieden sind. Insgesamt hätte ich gern noch etwas mehr über sie erfahren.

Der Schreibstil ist sehr bildlich und locker, sodass man alles gut versteht und in der Lage ist, sich alles gut vorzustellen. Die Charaktere treffen im Haus auf einige Gefahren, merkwürdige Wesen und versuchen das Haus besser zu verstehen. Das Hauptziel möchte ich hier nicht vorweg nehmen, aber im Laufe der Geschichte kristallisiert sich ein Ziel heraus.

Im Mittelteil hätte das Buch für mich noch etwas spannender sein können. Anfang und auch Ende fand ich viel stärker. Das Buch besitzt vor allem Abenteuer, Freundschaft und auch einen zarten Hauch von Liebe. Ich fand es insgesamt ziemlich ausgewogen. Somit eignet sich das Buch auch für eine jüngere Zielgruppe. Ich habe es vor allem abends im Bett gehört und fand es sehr entspannt und konnte gut in die Geschichte eintauchen.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Starke Antiheldin und geniales Setting

Lady of the Wicked
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Fantasybücher über Hexen habe ich tatsächlich noch gar nicht so oft gelesen, weshalb "Lady of the wicked" eine schöne Abwechslung dargestellt hat. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er ist ...

Fantasybücher über Hexen habe ich tatsächlich noch gar nicht so oft gelesen, weshalb "Lady of the wicked" eine schöne Abwechslung dargestellt hat. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er ist abwechslungsreich, bildlich und sehr locker und flüssig zu lesen. Sie beschreibt die erschaffene Welt sehr gut, sodass man beim Lesen richtig schön eintauchen kann. Einige Dinge waren aber noch nicht ganz verständlich, sodass ich darauf hoffe, dass im zweiten Teil dazu mehr erzählt wird.

Die Protagonistin Darcia ist "nur" eine Halbhexe, was sie für mich aber nicht weniger mutig oder stark gemacht hat. Für ihre Schwester würde sie wirklich alles tun und geht auch über Leichen. Das ihr ihre Schwester so viel bedeutet und sie sie retten will, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Dadurch konnte ich mich mit Darcia identifizieren und auch wenn sie recht brutal sein kann, ist sie dennoch sympathisch. Ich würde sie eher als Antiheldin beschreiben, was mir persönlich viel besser gefällt als eine brave Heldin, die immer alles richtig macht.

Val blieb für mich bis zum Ende des Buches noch etwas geheimnisvoll und ich konnte ihn nicht ganz so gut einschätzen. Auf der einen Seite ist er sympathisch, dann gibt es aber auch wieder Seiten, die ich nicht ganz so sympathisch finde. Ich bin sehr gespannt, was wir im zweiten Teil noch über ihn erfahren und wie es sich zwischen im und Darcia entwickeln wird! Neben den beiden begleiten wir auch noch Ruth im Königshaus in Babylon. Wie im echten Leben auch gibt es im Buch eigentlich keine Charaktere, die nur Gut oder nur Böse sind, was ich sehr authentisch finde.

Das düstere Setting in New Orleans finde ich extrem passend. Mit New Orleans verbinde ich Hexen auch einfach, seit ich "Vampire Diaries" und "The Originals" geschaut habe. Es schwingt wirklich eine wunderbar spannende und düstere Atmosphäre beim Lesen mit. Neben den Hexen treffen wir außerdem noch auf viele andere spannende Wesen, wie z. B. Ghule oder Trolle – eine sehr interessante Mischung!

Am Ende blieb für mich natürlich einiges offen und ich hoffe darauf, dass sich alle Fragen im zweiten Band klären lassen. Auf diesen bin ich schon sehr gespannt und freue mich darauf! Ich vergebe 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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