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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2020

Eins meiner Jahreshighlights

Das schwarze Gold des Südens
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Das Buch dreht sich um zwei Schwestern, wie sie ungleicher kaum sein könnten. Amalie ist sehr pflichtbewusst und loyal, Elise dafür ihrer Zeit weit voraus und eine kreative Querdenkerin. Elise konnte ich ...

Das Buch dreht sich um zwei Schwestern, wie sie ungleicher kaum sein könnten. Amalie ist sehr pflichtbewusst und loyal, Elise dafür ihrer Zeit weit voraus und eine kreative Querdenkerin. Elise konnte ich ab der ersten Seite in mein Herz schließen, bei Amalie hat es etwas gedauert, aber der Weg dorthin war für mich absolut spannend. Die erschaffenen Charaktere sind in ihrem Denken und Handeln stets nachvollziehbar. Man merkt, dass sich die Autorin wirklich sehr viele Gedanken gemacht hat und nichts einfach nur so geschrieben oder beschrieben hat. Aber dies ist nur einer der Punkte, welcher die Geschichte für mich zu etwas ganz besonderem gemacht hat.

Begeistert hat mich auch der wundervolle Schreibstil. Das Buch lies sich so gut lesen und ich hatte das Gefühl, dass ich beim Lesen direkt vor Ort wäre, weil ihr Schreibstil sehr bildlich ist.

Der Leser bekommt hier so vieles geboten: Spannung, Überraschungen, viele Emotionen, starke Protagonistinnen, eine umwerfende Story und obendrein noch einiges an Wissen zur Lakritzherstellung und vielen anderen (für mich) sehr interessanten Dingen. Dazu darf auch erwähnt werden, dass die Recherche für dieses Buch sehr umfangreich war und Tara auch vor Ort einiges für das Buch angeschaut hat, was man der Geschichte definitiv anmerkt.

Gegen Ende hat das Buch so an Tempo zugenommen (was ich von historischen Romanen gar nicht kenne), dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Für mich ein absolutes must read!

Der erste Roman, den ich von Tara Haigh gelesen habe und dann gleich ein Volltreffer! Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen und ich empfehle es von ganzem Herzen weiter!

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Veröffentlicht am 08.12.2020

Wer war Stephen Crane?

Mr. Crane
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Über Stephen Crane hatte ich vorher nur ein paar Dinge gelesen und gehört, richtig genau wusste ich aber nichts zu seiner Person, weshalb mich das Buch neugierig gemacht hat.

Im Buch treffen wir auf Elisabeth, ...

Über Stephen Crane hatte ich vorher nur ein paar Dinge gelesen und gehört, richtig genau wusste ich aber nichts zu seiner Person, weshalb mich das Buch neugierig gemacht hat.

Im Buch treffen wir auf Elisabeth, eine Krankenschwester in Badenweiler, welche in dem Tuberkulose-Sanatorium arbeitet, in welches Mr. Crane vor 14 Jahren eingeliefert wurde. Dazu ist zu sagen, dass das Buch in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart spielt, die Kapitel wechseln hin und her. Das finde ich — vor allem in historischen Romanen — immer sehr spannend, weil man so peux a peux mehr über die Begebenheiten erfährt. So auch hier. Anfangs wird alles noch sehr bedeckt gehalten, was die Neugier bei den Leser:innen entfachen soll.

In der Gegenwart treffen wir auf Herrn Fischer — ebenfalls Patient im Sanatorium und Stephen Crane Leser, wodurch Elisabeth an die Zeit mit Mr. Crane zurückdenkt und die Leser:innen teilhaben lässt.

Die Figuren Elisabeth und Mr. Crane sind für mich sehr spannende Charaktere, die ich anfangs noch nicht recht einzuordnen wusste. Nach und nach wurde mir aber einiges klarer. Generell sind die beiden sehr spezielle Charaktere, was nicht jedermanns Sache sein könnte. Zur Geschichte möchte ich mehr gar nicht verraten. Für mich war die Entwicklung Elisabeth und ihre Beziehung zu Mr. Crane das Spannendste an diesem Roman.

Ich kann das Buch Fans von historischen Romanen ans Herz legen

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Veröffentlicht am 27.11.2020

Sehr kreative, aber auch anspruchsvolle Urban-Fantasy

Die Flüsse von London
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Das Buch in Worte zu fassen ist wirklich nicht leicht, weil einfach so viel passiert, man in eine ganz neue und faszinierende Welt katapultiert wird und sich dort erst einmal zurecht finden muss. Zuerst ...

Das Buch in Worte zu fassen ist wirklich nicht leicht, weil einfach so viel passiert, man in eine ganz neue und faszinierende Welt katapultiert wird und sich dort erst einmal zurecht finden muss. Zuerst möchte ich den spannenden, gut zu lesenden und sehr informativen Schreibstil des Autoren loben. Das ist wirklich etwas ganz besonderes und ich habe bisher nichts vergleichbares gelesen. Während des Lesens schwingt außerdem der (teils auch schwarze) britische Humor mit, den ich sehr amüsant finde. Es gab die ein oder andere Stelle, an der ich wirklich Schmunzeln musste. Der Humor ist aber nicht so, dass es überladen davon wirkt, sondern ab und an sehr gut eingebracht. Außerdem gefallen hat mir der britische bzw. Londoner Charme, der während der Geschichte mitgeschwungen ist.

Die Charaktere sind recht gut beschrieben, aber dennoch so, dass man noch eigenen Spielraum für Interpretationen hat. Ich fand (zumindest alle Hauptcharaktere) ziemlich sympathisch und konnte vor allem mit Peter und Nightingale mitfiebern. Sehr schön fand ich, dass es verschiedene Handlungsstränge im Buch gibt, aber am Ende alle auf ein großes Ganzes hinauslaufen.

Empfehlen kann ich das Buch eher anspruchsvolleren Lesern, denn man bekommt wirklich viele Infos, lernt viele neue Dinge und Charaktere kennen und sollte das Buch aufmerksam lesen. Es ist also definitiv kein Buch für mal so eben nebenbei.

Fazit: Der erste Teil des sympathischen Police Constable Peter Grant ist viel zu lange an mir vorbei gegangen und ich muss die anderen Teile unbedingt auch noch lesen!

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Veröffentlicht am 21.11.2020

Herzergreifend, authentisch und bedeutsam

Marigolds Töchter
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Schon auf den ersten Seiten gefiel mir der intensive, aber dennoch lockere und flüssig lesbare Schreibstil der Autorin sehr gut. Die Autorin hat sich in ihrem Roman einer Krankheit gewidmet, welche immer ...

Schon auf den ersten Seiten gefiel mir der intensive, aber dennoch lockere und flüssig lesbare Schreibstil der Autorin sehr gut. Die Autorin hat sich in ihrem Roman einer Krankheit gewidmet, welche immer mehr Menschen betrifft. Das sie dieses Thema gewählt hat finde ich sehr gut, weil es in unserer Gesellschaft immer relevanter wird. Sie beleuchtet damit nicht den medizinischen Aspekt, sondern den der Menschen. Zum einen der betroffenen Person, als auch den Menschen, die die Veränderung miterleben müssen. Das dies für beide Parteien sehr hart ist, wird definitiv deutlich. Umso berührender habe ich die Geschichte von Marigold als Leserin erlebt.

Das Buch hat definitiv mehr Tiefe als vorher gedacht, allerdings auch mehr Schwere, wodurch es an manchen Stellen sehr traurig zu lesen ist. Vor allem auch dadurch, dass es so realitätsnah ist. Dafür möchte ich allerdings gar keine Kritik aussprechen, denn sich mit einem so ernsten Thema auseinander zusetzen und eine so ergreifende Geschichte zu schreiben ist gewiss nicht leicht.
Marigolds Charakter habe ich sehr lieb gewonnen — umso mehr konnte ich dadurch mit ihr fühlen und leiden.

Ein Buch, welches definitiv zu Herzen geht — vor allem, wenn man selbst schon Bezug zu dem Thema Demenz hatte. Ich kann das Buch an aufgeschlossene Leser:innen sehr weiterempfehlen und denke, dass es den Menschen, die selbst Verwandte oder Bekannte haben, die mit der Krankheit kämpfen, helfen kann. Denn die Quintessenz ist: genieße jeden Moment und lebe im Hier und Jetzt. Und das ist etwas, was wir alle generell mehr beherzigen sollten.

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Magisch & spannend mit einer nordischen Atmosphäre

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Der Auftaktband zur "The last Goddess"-Dilogie konnte schon auf den ersten Blick durch sein wunderschönes Buchcover überzeugen, aber es blieb natürlich nicht dabei, dass nur das Buchcover überzeugt hätte. ...

Der Auftaktband zur "The last Goddess"-Dilogie konnte schon auf den ersten Blick durch sein wunderschönes Buchcover überzeugen, aber es blieb natürlich nicht dabei, dass nur das Buchcover überzeugt hätte. Auch die Geschichte, welche die nordische Mythologie aufgreift und uns in eine Welt voller Magie entführt, ist sehr gelungen! Für mich war es das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Somit war ich unvoreingenommen und muss sagen, dass ich mich mit dem Schreibstil direkt wohlgefühlt habe. Er ist sehr bildlich und umschreibend, sodass ich mir alles vorstellen und sehr gut und schnell in die Geschichte eintauchen konnte. Hinzu kommt, dass er ziemlich locker ist und daher ein gutes und flüssig lesbares Schriftbild ergibt.

Die Protagonistin Blair ist eine starke und selbstbewusste junge Frau, die schnell Sympathien bei mir gewinnen konnte. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass sie weniger impulsiv, sondern strategischer vorgeht und über ihre Handlungen besser nachdenkt. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass sich dies in Band 2 ändert, weil Charaktere ja bekanntlich auch erst einmal wachsen und sich entwickeln müssen.
Für Teil zwei Wünsche ich mir auf jeden Fall mehr über den zweiten Protagonisten Ryan zu erfahren, denn dieser bleibt in diesem Band doch eher mysteriös und unnahbar. Generell mag ich geheimnisvolle Charaktere aber sehr gern, sofern ihre Geheimnisse auch gelöst werden
Beim Erzählen der Geschichte wechseln sich Blair und Ryan ab, wobei der Hauptfokus auf Blairs Sicht liegt.

Wer Cliffhanger nicht mag sollte vielleicht auf Band 2 warten und beide Teile direkt hintereinander weg lesen, denn das Ende von diesem Band ist schon ziemlich fies, aber dafür hält es auch eine Vorfreude auf den zweiten Band bereit!

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen und freue mich auf Teil 2!

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