Cover-Bild Marigolds Töchter

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: List Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 02.11.2020
  • ISBN: 9783471360309
Julia Woolf

Marigolds Töchter

Roman
Sabine Schilasky (Übersetzer)

Marigolds Familie muss überraschend eng zusammenrücken, als die älteste Tochter Daisy bei ihnen unterschlüpft. Dabei ist das kleine Haus schon recht voll, wohnt doch die jüngere Tochter noch bei ihnen und auch Großmutter Nan. Aber Marigold macht alles für ihre Familie, sie kümmert sich gerne und will das Glück, das sie empfindet, weitergeben. Sowieso halten auf dem Dorf alle zusammen, und in Marigolds kleinem Lädchen versuchen die Nachbarn, für die großstädtische Daisy einen Job und einen neuen Mann zu finden. Mit – nun ja – durchaus interessanten Vorschlägen. Vielleicht erkennt die Familie deshalb nur langsam, dass es Marigold immer schlechter geht.

„Was sie schreibt, geht zu Herzen.“ Jojo Moyes
„So schreibt man Geschichten über die Liebe.“ The Times

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2021

Mitten im Geschehen - und weit weg

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Das Cover ist heiter, Der Name der Autorin JULIA WOOLF ist dunkelrot, darunter sehen wir den Titel des Romans in breiten Buchstben "Marigolds Töchter", umgeben von einer kleinen Brücke, die zu einem Dorf ...

Das Cover ist heiter, Der Name der Autorin JULIA WOOLF ist dunkelrot, darunter sehen wir den Titel des Romans in breiten Buchstben "Marigolds Töchter", umgeben von einer kleinen Brücke, die zu einem Dorf führt, einer Steilküste an der See, grünem Wald, blühender Natur und einem Rotkehlchen im Landeanflug. Kurz, das Cover ist heiter und macht neugierig auf eine gute Unterhaltung.

Marigold ist Mutter zweier erwachsener Töchter. Suze wohnt noch im Hotel Mama, Daisy kommt nach Jahren aus Italien zurück zu ihrer Familie. Außerdem hat Marigold erst vor kurzem ihre Mutter zu sich genommen. Das alles ist ihr aber nicht zuviel, ganz im Gegenteil. Sie ist in ihrem Element, wenn sie sich um ihren Mann Dennis und die Familie kümmern kann. Zudem ist sie noch in ihrer Gemeinde tätig. Voll und ganz ausgelastet, führt sie zudem ihren Dorfladen, hier erfährt man alles an Dorfklatsch, das ist ja auch wichtig.

Ihre Töchter werden von den Eltern unterstützt, zu tun, was sie möchten. Suzie ist Influenzerin, Daisy beginnt, Tierportraits zu malen und ist damit erfolgreicher, als sie dachte.

So weit, so schön. Doch dann bemerkt Marigols, dass sie immer mehr Sachen vergisst. Sie kommen nicht wieder, es gibt keine Aha-Erlebnisse. Aber es gibt ja Ärzte und so sucht sie einen auf. Dieser beruhigt sie. Das gleiche erfährt sie von ihren Freunden und Kunden, im Alter wird man schon mal vergesslich. Natürlich merkt auch die Familie, dass etwas nicht stimmt, doch wenn man jemanden tagtäglich sieht, fallen kleine Veränderungen nicht so schnell auf.
Ich vergleiche das mit einem Kind. Wenn man es länger nicht gesehen hat, merkt man rasch, dass es gewachsen ist. Die Eltern allerdings häufig erst beim Kleidungskauf.

Diese Geschichte über eine Familie und ihren Zusammenhalt fesselt. Wir erleben mit, wie die jungen Leute die Liebe erleben, wie stark eine Ehe sein kann, und auch, dass sich die alte Dame im Haushalt trotz ihres Alters ändert.

Julia Woolf ist ein Roman gelungen, von dem man annimmt, sie habe dies alles erlebt - oder im Bekanntenkreis beobachten dürfen. Eins kann man auf jeden Fall mitnehmen, das Verständnis für Menschen, die in solch eine Lage geraten.

Vielen Dank an die Autorin, die dies sehr verständnisvoll in einen Roman gepackt hat.

Veröffentlicht wurde das Buch bei Ullstein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Zauberhafz

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Das Buch erzählt die zauberhafte Geschichte von Marigold und ihrer Familie. Während Marigolds Tochter Daisy schon längst erwachsen und ausgezogen ist, fühlt sich Suze Zuhause umso wohler. Jetzt ist Marigolds ...

Das Buch erzählt die zauberhafte Geschichte von Marigold und ihrer Familie. Während Marigolds Tochter Daisy schon längst erwachsen und ausgezogen ist, fühlt sich Suze Zuhause umso wohler. Jetzt ist Marigolds Mutter Nan in Daisys altes Zimmer gezogen, doch dann entscheidet sich Daisy wieder nach Hause zu kommen. So ist das Haus voll und Marigold glücklich, sich um alle kümmern zu können. Doch dann wird Marigold immer vergesslicher, was zunächst niemand bemerkt.

Besonders gut hat mir die warmherzige Marigold gefallen. Sie geht so liebevoll mit ihrer Familie um und hat wunderbare Freunde im Dorf. Daisy hat ebenfalls ein warmherziges Gemüt. Dennis, Marigolds Mann, ist ein Ehemann aus dem Bilderbuch, der seine Frau über alles liebt. Ergänzt wird die Familie durch die mürrische Nan, die unfreiwillig lustig ist und die etwas egoistische Suze. Am besten ihr lernt die Familie selbst kennen.

Es gelingt der Autorin mit viel Charm und einigen lustigen Episoden das Thema Älter werden warmherzig zu schildern. Das Buch hat sich sehr flüssig und schnell gelesen. Schon lange habe ich kein Buch mehr so schnell durchgelesen. Es gab eine Stelle an der ich dachte, jetzt wird das Buch unlogisch, aber die Autorin hat das toll aufgelöst. Das Buch wird gegen Ende hin immer traurig, verliert aber nichts an seiner Warmherzigkeit.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2021

Sehr emotionaler Roman

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Worum geht es in diesem Roman? Ein alterndes Paar, Marigold und Dennis, und ihre Töchter leben in einem kleinen englischen Dorf. Suze die jüngere der Beiden hat in den Augen der Eltern gar keinen richtigen ...

Worum geht es in diesem Roman? Ein alterndes Paar, Marigold und Dennis, und ihre Töchter leben in einem kleinen englischen Dorf. Suze die jüngere der Beiden hat in den Augen der Eltern gar keinen richtigen Beruf und Daisy ist, nachdem eine langfristige Beziehung im Ausland schlecht endete, wieder zu Hause eingezogen. Als alle wieder ihren eigenen Lebensrhythmus leben, bemerkt anfänglich keiner die kleinen Veränderungen die bei Marigold einsetzen...
Was nun erzählt wird, ist ein sehr schöner und herzzerreißender Roman über Familie, Liebe und was bleibt, wenn die Erinnerungen abhanden kommen. Wenn man plötzlich die Menschen, mit denen man zusammenlebt nicht mehr erkennt und an Ereignisse gar keine Erinnerung mehr hat.
Sehr schön hat die Autorin die komplizierten Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder untereinander und denen der Dorfbewohner dargestellt, die auch erst einmal mit der Tatsache um Marigolds Zustand klarkommen müssen. Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm zu lesen. Ja, das war eine emotionale Geschichte, die mich tief bewegt hat. Deshalb vergebe ich auch volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.02.2021

Wunderbarer Roman

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Marigolds Familie besteht aus ihrem Mann, ihrer Mutter Nan und ihren beiden Töchtern Daisy und Suze. Marigold ist sehr beliebt im Dorf, sie kümmert sich gerne um andere. Kurz nachdem Daisy zurück ins Haus ...

Marigolds Familie besteht aus ihrem Mann, ihrer Mutter Nan und ihren beiden Töchtern Daisy und Suze. Marigold ist sehr beliebt im Dorf, sie kümmert sich gerne um andere. Kurz nachdem Daisy zurück ins Haus der Familie zieht, zeigen sich bei Marigold erste Anzeichen von Vergesslichkeit. Die Familie muss sich zunehmend damit auseinandersetzen…

Sehr einfühlsam erzählt die Autorin Julia Woolf davon, wie sich Marigold und ihre Familie mit dem Thema Demenz auseinandersetzen müssen. Zunächst scheint alles nur auf das Alter hinzudeuten, doch irgendwann ist klar, dass da mehr dahintersteckt. Sehr realistisch wird geschildert, wie sich die einzelnen Familienmitglieder mit der Krankheit auseinandersetzen müssen, welche Gefühle und welche Ängste sie dabei umtreiben. Es ist die Liebe untereinander, die ihnen hilft, mit den Auswirkungen der Demenz umzugehen. So entsteht eine eher leise Geschichte, die mich aber sehr berührt hat.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 31.01.2021

Schwieriges Thema gut verpackt

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Als Tochter Daisy überraschend zurückkehrt wird es eng im Haus von Marigold. Denn neben der jüngsten Tochter wohnt auch noch Großmutter Nan mit in dem kleinen Haus. Doch Marigold ist ein Familienmensch ...

Als Tochter Daisy überraschend zurückkehrt wird es eng im Haus von Marigold. Denn neben der jüngsten Tochter wohnt auch noch Großmutter Nan mit in dem kleinen Haus. Doch Marigold ist ein Familienmensch und macht für ihre Familie alles. In Marigolds kleinem Lädchen wird nun in nachbarschaftlicher Gemeinschaft versucht, für Daisy neben einem Job auch einen Mann zu finden. Bei all diesen Bemühungen übersieht allerdings jeder, daß es Marigold immer schlechter geht.

Julia Woolf beschreibt in ihrem Buch "Marigolds Töchter" das traurige Thema Demenz auf berührende Art. Dabei schafft sie es bei aller Schwere des Themas, daß man dies Buch gern liest. Denn sie verzaubert den Leser durch ihren Schreibstil, der fesselt, berührt und eine ganz eigene Art der Eindringlichkeit aufweist. Sie schafft eine gute Balance zwischen Emotionalität und Lesespaß. Dies ist eine Kunst, die gegeben ist und wohl nicht erlernt werden kann. Ihre Charaktere sind so geschaffen, daß man eine Verbindung zu ihnen bekommt, sich als Teil der Familie und somit mit ihnen fühlt. Man erkennt, was es heißt eine Familie zu sein. Die Demenz wird hier in keiner Weise beschönigt, man erlebt das Anfangsstadium sehr intensiv mit und ist oft zu Tränen gerührt.

"Marigolds Töchter" ist ein Highlight und absolut zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere