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Veröffentlicht am 14.04.2021

Die Sache mit dem Wünschen

Der Wunschzettel
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Heather Hamilton hat viele Wünsche - Schokoladeneis ohne Kalorien, einen Platz in der U-Bahn, keine Schlange bei Starbucks, den perfekten Mann. Doch ihre Wünsche erfüllen sich nie, bis ihr eine Zigeunerin ...

Heather Hamilton hat viele Wünsche - Schokoladeneis ohne Kalorien, einen Platz in der U-Bahn, keine Schlange bei Starbucks, den perfekten Mann. Doch ihre Wünsche erfüllen sich nie, bis ihr eine Zigeunerin einen kleinen Strauch Heidekraut überreicht, der ihr Glück bringen soll. Plötzlich findet sie einen Parkplatz vor dem Haus, hat ein Date mit ihrem Traummann und ihr Glück könnte perfekt sein. Gäbe es da nicht ihren neuen Untermieter Gabe - einen Stand-Up Comedian. Und Comedians hasst sie...

Die Sache mit den Wünschen ist allerdings auch nicht immer gerade einfach. Ihr Buder warnt sie sie solle aufpassen, er habe sich mal weniger Arbeit gewünscht um seine Hochzeit planen zu können. Mehr Freizeit hat er tatsächlich bekommen - er lag mit Grippe im Bett. Eine ähnliche Erfahrung muss Heather machen: Sicher ist es nun toll, Blumen zu bekommen. Dafür muss sie jetzt aber auch Augentropfen, Nasenspray, Tabletten und Taschentücher wegen offenbar allergischer Reaktionen kaufen.

Das Buch ist humorvoll geschrieben und liest sich flüssig. Schon auf den ersten Seiten wusste ich, das Buch eignet sich hervorragend zum Abschalten und in eine andere Welt einzutauchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Ich wurde mit dem Buch nicht richtig warm

Das Apfelblütenfest
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Vom Autor habe ich schon "Der Buchspazierer" gelesen, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Lesegenuss schon auf den ersten Seiten. Also hab ich nun dieses älteres Buch von ihm zur Hand genommen. Leider ...

Vom Autor habe ich schon "Der Buchspazierer" gelesen, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Lesegenuss schon auf den ersten Seiten. Also hab ich nun dieses älteres Buch von ihm zur Hand genommen. Leider sprang der Funke nicht über, irgendwie plätscherte die Handlung vor sich hin so dass ich nach einiger Zeit abgebrochen habe.

  • Cover
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Veröffentlicht am 05.04.2021

Tolles Erstlingswerk der Autorin

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
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Julia verkauft in ihrem Online-Shop selbst entworfene Armbänder und hat einen Instagram-Account, auf der sie ein perfektes Leben vorspielt. In Wahrheit hat sie nur eine kleine Wohnung, der Göttergatte ...

Julia verkauft in ihrem Online-Shop selbst entworfene Armbänder und hat einen Instagram-Account, auf der sie ein perfektes Leben vorspielt. In Wahrheit hat sie nur eine kleine Wohnung, der Göttergatte ist längst ihr Ex und Töchterchen Fee (5) ist auch nicht so brav wie es scheint. Ihren Nachbarn Alex beobachtet sie gerne heimlich bei seiner Arbeit als Bildhauer. Zumindest so lange, bis er wegzieht. In der Kita treffen sich beide wieder und scheint Julias Hilfe beim Verkauf seiner Werke zu brauchen.

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und Fee sorgt für einige tolle Momente. Zum Beispiel bei der Frage, was denn ein Wohnei sei – ein Ei zum drin wohnen? Julia hatte ihr da gerade das Wort Wohneigentum vorgelesen, das auf Fee´s aus Schmierpapier gebastelten Schiff in der Kita stand. Fee kommentiert für umstehende einiges ungefragt, was Julia bisweilen eher peinlich ist und guckt wohl zuviel „Bob, der Baumeister“.

Ab und zu gibt es auch die Posts von Julias Instagram-Account zu lesen. Da tauchen auch durchgestrichene Wörter auf. Diese signalisieren, dass diese nicht auf dem Post vorhanden sind. Aber der Leser des Buches sollte sie trotzdem mitlesen, sagen sie doch so einiges über Julias wahres Leben aus.

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Veröffentlicht am 04.04.2021

Super Reisebericht über eine Fahrradtour mit Katze

Nalas Welt
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Dieses Buch ist ein Reisebericht. Dean Nicholson beschreibt hier eine Fahrrad-Tour durch Bosnien - Montenegro – Albanien – Griechenland – Türkei – Georgien - Aserbaidschan – Georgien – Türkei – Bulgarien ...

Dieses Buch ist ein Reisebericht. Dean Nicholson beschreibt hier eine Fahrrad-Tour durch Bosnien - Montenegro – Albanien – Griechenland – Türkei – Georgien - Aserbaidschan – Georgien – Türkei – Bulgarien – Serbien – Ungarn. Mit Katze Nala, die er in den Bergen Bosniens auf einer abgelegenen Straße fand.

Dean Nicholson wird auf dieser Reise ein anderer Mensch. Er war zwar früher auch kein schlechter Mensch, aber gerade wenn zu viel Alkohol im Spiel war wurde er aufbrausend, war in Prügelein verwickelt und durfte Geldstrafen zahlen. Jetzt rettet er eine Katze, räumt Müll an den Küsten auf und bekommt dafür positive Rückmeldungen bei seinem Instagram-Account und sorgt auch für weitere Unterstützung. Er – oder Nala? Mit Sicherheit ist Nala an seiner neuen Berühmtheit beteiligt, wenn nicht gar zum Großteil dafür verantwortlich – die Zahl seiner Follower nimmt stetig zu, binnen eines Tages sogar mal von knapp 3.000 auf knapp 150.000.

Auf seiner Reise sucht er sich immer wieder Arbeit, um seine Kasse aufzubessern. Während eines Aufenthalts in Griechenland bittet er seine Fans darum, ihn doch nicht mehr mit Geschenken zu versorgen. Das nächste Tierheim würde sich sicher auch darüber freuen. Er ist auch nicht auf Ruhm aus. Auf die Frage „Bist du der Typ von Instagram“ folgt nur ein zögerndes Ja. Und er will auch nicht Unterkünfte gegen Geld bewerben, er möchte authentisch bleiben. Sogar Netflix schreibt ihn an, doch er löscht die Nachricht sofort. In Kappadokien schlägt er einen Gratisflug (mit Nala) mit einem Heißluftballon aus und bezahlt lieber dafür und fliegt allein. Nala möchte er dies nicht zumuten. All das macht ihn mir sehr symphytisch.

Übernachten tut er u. a. in seinem Zelt, bucht sich manchmal aber auch in Unterkünften ein. Aber auch seine Fans kommen auf ihn zu – einmal wird ihm von einer Frau angeboten, doch mit zu ihr nach Hause zu kommen, er müsse nicht auf einer Parkbank schlafen. Er ist für Nala da, als diese sterilisiert wird, Nala ist für ihn da als er krank wird. In Thermoplyen (Griechenland) badet er in etwa 40 Grad heißen schwefelhaltigen Quellen und ich stimme ihm und Nala zu – das Wasser stinkt wirklich, das kenne ich so aus meinem Kurzurlaub nach Bad Füssing.

In seinem Reisebericht erfährt man auch einiges interessantes, wie z. B. warum auf türkischen Straßen oft kleine Metallsplitter auf der Fahrbahn liegen. Weil Autoreifen oft maximal abgefahren werden. Einmal sitzt er mit Nala auf seiner Schulter in einem Cafe, als diese wie von der Tarantel gestochen von dort sprang und wegrannte. Wenige Sekunden später kam dann ein Erdbeben – nur 10 bis 15 Sekunden, aber heftig. Passiert ist beiden glücklicherweise nichts, aber Tiere haben wohl so was wie einen sechsten Sinn: Nala musste tatsächlich das kommende Erdbeben gespürt haben.

Gegen Ende des Reiseberichts erlebt er auch die beginnende Corona-Pandemie. In diesem Teil schwingt die Angst mit, aber ging uns das nicht allen so?

Das Buch ist mit über 40 Fotos aufgelockert, die z. B. Nala im Kanu, im Restaurant oder bei einer wilden Mäusejagd am Strand zeigen.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Ein Weihnachtshund für alle Fälle
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Das kleine Büchlein (153 Seiten) ist leider sehr schnell gelesen, hat es aber in sich. Anfangs taucht der Weihnachtshund Nick nicht oft auf, hauptsächlich geht es eher um Irina, Lars, das Christkind, Weihnachtsmann ...

Das kleine Büchlein (153 Seiten) ist leider sehr schnell gelesen, hat es aber in sich. Anfangs taucht der Weihnachtshund Nick nicht oft auf, hauptsächlich geht es eher um Irina, Lars, das Christkind, Weihnachtsmann und seine Elfen. Aber gegen Ende des Buches nimmt Nick mehr Raum ein. So oder so ist das Buch aber sehr unterhaltsam.

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