Profilbild von nasa2000

nasa2000

Lesejury Star
offline

nasa2000 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit nasa2000 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2024

Ostseekreuz

Ostseekreuz
0

Ostseekreuz von Eva Almstädt ist der siebzehnte Teil ihrer Pia Korittki Reihe. Bis auf einen Teil kenne ich die gesamte Reihe und war bisher immer begeistert. Dieser Teil schwächelt etwas meiner Meinung ...

Ostseekreuz von Eva Almstädt ist der siebzehnte Teil ihrer Pia Korittki Reihe. Bis auf einen Teil kenne ich die gesamte Reihe und war bisher immer begeistert. Dieser Teil schwächelt etwas meiner Meinung nach. Ich habe keinen richtigen Zugang zu der Geschichte gefunden und fand sie unglaubwürdig und konstruiert.

Pia nimmt sich auf anraten ihres Chefs eine Auszeit. Was eignet sich besser als ein abgeschiedenes Kloster mit viel Ruhe und wenigen Gästen, bei einer Belastungsstörung? Doch kaum ist Pia unter falschen Namen im Kloster angekommen, wird ein Mönch ermordet und ein Gast verschwindet. Eigentlich wollte Pia ja ihre Ruhe haben und entspannen. Doch einmal Ermittlerin immer Ermittlerin. Sie muss handeln und sucht nach einem Mörder.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht, so lässt sich das Buch schnell und zügig lesen. Mir persönlich fehlte die Spannung und es wirkte auch konstruiert. Eine Polizistin die unter falscher Identität in ein Kloster geht und dann quasi auf eigene Faust ermittelt. Und das obwohl sie eigentlich Ruhe und Entspannung sucht. Leider kam ich mit dem Fall nicht wirklich zurecht. Das Pia sich am Ende trotz heimlicher Ermittlungen und eigentlich keiner Erholung oder Ruhe besser fühlt wirkt nicht glaubhaft auf mich. Auch der zweite Handlungsstrang rund um den Flüchtlingen Lohse und dessen Ergreifung durch Marten war mir zu unrealistisch.

Ansonsten sind die Personen und auch das Kloster und das Leben der Mönche wieder sehr plastisch und lebendig beschrieben. So konnte man sich die Begebenheiten gut vorstellen. Am Ende war es auch überraschend wer der Täter war, obwohl ich die ganze Zeit eine kleine Personengruppe im Auge hatte war es doch überraschend.

Es ist ein durchwachsener Krimi der zwar seine spannenden Momente hat, mich aber von der Grundstory nicht abholen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2024

Die Nachricht des Mörders

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
0

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum ist der Auftakt einer Historischen Krimireihe. Das Autorenduo Charlotte Blum besteht aus sie Regine Bott und Dorothea Böhme. Sie nahmen ihre ...

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum ist der Auftakt einer Historischen Krimireihe. Das Autorenduo Charlotte Blum besteht aus sie Regine Bott und Dorothea Böhme. Sie nahmen ihre Großmütter zum Anlass dieses Krimis. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und lassen sich separat lesen.

Mich konnte der Krimi nicht ganz überzeugen. Ich fand ihn stellenweise langatmig, konstruiert und auch langweilig. Die Spannung ging teilweise völlig verloren.

1922 Baden Baden: Alma arbeitet als Fräulein vom Amt und stellt die verschiedensten Telefongespräche durch. Bei einem hört sie ausversehen mit und sie ist sich sicher das hier über einen Mord gesprochen wurde. In den vergangen Tagen wurde eine unbekannte Frau ermordet aufgefunden und der Anrufer bestätigt, dass der Auftrag erledigt sei. Die Polizei macht in dem Fall nicht viel, doch Alma kann es nicht auf sich beruhen lassen und macht sich selbst auf die Suche. Doch dabei begibt sie sich selbst in Gefahr.

Das Buch startet recht viel versprechend und hat einen angenehme Schreibstil. Die ersten Kapitel fliegen nur so dahin, sie sind unterhaltsam und spannend. Doch leider nimmt beides schnell ab. Dann wird es teilweise nur noch zäh und langatmig. Der Fall an sich rückt für mich etwas in den Hintergrund, weil viel über Alma ihre Mitbewohnerin und andere Dinge berichtet wird. Es wirkte für mich etwas überladen und unrealistisch. Auch verwirrten mich die Kosenamen der beiden jungen Frauen und manchmal wusste ich nicht wer wer ist. Die Protagonisten sind aber gut ausgearbeitet und auch sympathisch beschrieben. Ich mochte sowohl Alma als auch Emmi. Das Ende ist überraschend und doch ließ sich das ein oder andere erahnen.

Das Buch wirkte etwas konstruiert und unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen das eine junge Frau so einfach mit der Polizei zusammenarbeiten konnte. Auch dass ein Kommissaranwärter soviel auf eigene Faust machen durfte, bezweifle ich etwas.

Mich hat der Roman stellenweise gut Unterhalten, allerdings gab es keine konstante Spannung und die Autorinnen verlieren sich etwas in den Beschreibungen des damaligen Lebens. Es ist ein netter, gemütlicher historischer Krimi mit einem interessanten Setting.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2024

Eine gefährliche Lektion

Bunburry - Folge 17: Eine gefährliche Lektion
0

Bunburry Eine gefährliche Lektion von Helena Marchmont ist der 17te Teil der Bunburry Reihe. Dabei handelt es sich um einen gemütlichen Krimi mit viel Charme, Lokalloriot und einem etwas anderen Ermittler ...

Bunburry Eine gefährliche Lektion von Helena Marchmont ist der 17te Teil der Bunburry Reihe. Dabei handelt es sich um einen gemütlichen Krimi mit viel Charme, Lokalloriot und einem etwas anderen Ermittler Trio. Die Reihe besticht durch ihre subtile Spannung aber vor allem durch das Privatleben und das Dorfleben der Protagonisten. Dieser Teil konnte mich allerdings diesmal nicht ganz überzeugen.

An einer Schule wird die Chemielehrerin Alison Shaw von einem herabfallenden Smartboard fast erschlagen. Die junge Lehrerin liegt im Koma und obwohl viele von einem Unfall ausgehen, glaubt Noah (einer der Schüler) das es kein Unfall war. Er erzählt seinen Verdacht Alfie und bittet ihn mit dem Bunburry Trio den Fall zu untersuchen. Dabei stoßen die drei auf einige Motive.
Das Hörbuch hat sich wieder gut hören lassen. Uwe Teschner hat wieder einen guten Job gemacht und den Hörer gut unterhalten. Da es sich bei der Krimireihe eher um Kurzkrimis handelt und das Hörbuch eine Laufzeit von etwas mehr als drei Stunden hat, lässt es sich auch schnell nebenbei hören.

Helene Marchmont hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Man findet immer gut und schnell in die Bücher. Auch sind alle Teile in sich abgeschlossen und können separat gelesen werden. Allerdings bauen sie auch aufeinander auf was das Privatleben von Alfie und den anderen Protagonisten angeht. Alles wichtige aus den Vorgängern wird nochmal kurz erwähnt. Aber ich empfehle die Reihe als ganzes zu lesen.

Der Vorliegende Teil konnte mich diesmal nicht ganz überzeugen. Es wirkte stark konstruiert und vorhersehbar. Mir fehlte in dem Fall auch die Spannung. Es ging mehr um das Privatleben von Alfie als den eigentlichen Fall. Dieser war eher zweitrangig. Wenn ich das Hörbuch aber als Unterhaltungslektüre mit einem Hauch von Krimi sehe, war er hörenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2024

Fischbrötchen und Salzkaramell

Fischbrötchen und Salzkaramell
0

Fischbrötchen und Salzkaramell von Jane Hell ist ihr zweiter Fördeliebe Roman. Alle Teile kann man unabhängig von einander lesen/hören. Sie sind in sich abgeschlossen und haben ihre eigene Geschichte. ...

Fischbrötchen und Salzkaramell von Jane Hell ist ihr zweiter Fördeliebe Roman. Alle Teile kann man unabhängig von einander lesen/hören. Sie sind in sich abgeschlossen und haben ihre eigene Geschichte. Es sind leichte Wohlfühlroman mit Herz, Charme, Humor und Ostseefeeling.

Katharina arbeitet hart für eine Beförderung. Sie will diese noch vor ihrem 30igsten Geburtstag erlangen. In ihrem spontanen Urlaub Bucht sie ein Survivaltraining in Eckernförde. Sie hofft dass dieser Urlaub sie ihrem Traum näher bringt. Doch der Trainer Hannes vereitelt dies mit einer chaotisch, gemütlichen Art und spannt Kat kurzerhand als Reiseleiterin ein und plötzlich findet sich die junge Frau auch noch in einer WG mit dem Trainer wieder. Das Durcheinander ist perfekt und die beiden kommen sich näher.

Das Hörbuch hat sich wieder sehr schön hören lassen. Man ist sofort in der Geschichte drin. Jane Hell verteilt sofort eine gemütliche Atmosphäre und lässt Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer aufkommen. Sie beschreibt Eckernförde, aber auch alle anderen Orte, Personen und Gegebenheiten sehr bildhaft und authentisch. Man kann während des Hörbuch Hörens quasi alles vor seinem inneren Auge sehen. Das geht natürlich auch nur weil die Sprecherin eine angenehme Sprechweise hat. Sie trägt das Hörbuch unaufgeregt und sympathisch vor. Auch belebt sie es durch die verschiedenen Dialekte und indem sie jeder Person seine eigene Stimme schenkt.

Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und gemütlich. Zwar etwas konstruiert und vorhersehbar. Aber genau das erwarte ich bei einem solchen Roman ehrlich gesagt auch. Man muss nicht immer was neues haben, es geht auch altbewehrt aber mit einem gewissen frischen Wind. Das findet man hier. Ein Wohlfühlroman der Sehnsucht an die Ostsee weckt, interessant, leicht geschrieben ist und einem vom Alltag ablenkt. Ich freue mich schon auf die anderen Teile der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2024

The Hike

The Hike
0

The Hike Nicht alle kommen zurück von Lucy Clark ist ein Spannungsroman der sich recht gut lesen lässt, aber auch seine Schwächen hat.

Jedes Jahr machen die vier Freundinnen Liz, Helena, Maggie und Joni ...

The Hike Nicht alle kommen zurück von Lucy Clark ist ein Spannungsroman der sich recht gut lesen lässt, aber auch seine Schwächen hat.

Jedes Jahr machen die vier Freundinnen Liz, Helena, Maggie und Joni gemeinsam Urlaub. Dieses Jahr treffen sie sich um in der rauen Natur Norwegens eine Wanderung zu unternehmen. Zwischen den Bergen, Wäldern und Seen sind die vier Frauen auf sich alleine gestellt. Es ist eine Tour die die Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Schon bald gibt es Konflikte und Streitereien. Die Stimmung wird auch durch eine angespannte Atmosphäre gestärkt und die Ungewissheit was mit einer jungen Frau passierte die vor einem Jahr spurlos auf dem Pfad verschwand.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht man kommt gut und schnell in das Buch rein. Zudem sind die Kapitel alle recht kurz und das Buch wird in fünf Erzählweisen erzählt. So bekommt man Einblicke in die Gedanken und Handlungen von jeder der vier Frauen. Der fünfte Erzählstrang ist mit Die Suche überschrieben. Am Ende fügt sich dann alles zusammen.

Die Handlung an sich wirkt stark konstruiert und teilweise auch unrealistisch. Die Frauen wirken etwas naiv und planlos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass vier Erwachsene Frauen so kopflos handeln und eine Tür unverschlossen lassen, wenn sie befürchten verfolgt zu werden.

Auch bin ich mit keiner der vier Frauen wirklich warm geworden. Sie sind alle sehr unterschiedlich und gut ausgearbeitet, sie wirkten aber sehr platt und eintönig. Jede hatte ihre eigenen Probleme mit denen sie zu kämpfen hat und diese werden, scheinbar in dauerschleife, ständig wiederholt. Ich konnte mit keiner wirklich mitfühlen oder mich in sie hineinversetzen.

Lucy Clark schafft es eine gewisse spannende Atmosphäre aufzubauen. Man spürt gerade wie sich die vier Frauen beobachtet fühlen. Wie sie dem nahen Unwetter versuchen zu strotzen und dann auf der Flucht sind. Es gibt immer wieder Wirrungen und die Autorin schafft es den Leser im letzten Drittel des Buches zu überraschen.

An sich ein toller Spannungsroman, mit einer tollen Atmosphäre, einer rauen, trotzdem wunderschönen Setting in Norwegen. Mich lässt er etwas zwiegespalten zurück. Er ist unterhaltsam und spannend und doch sehr konstruiert und unwirklich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere