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Veröffentlicht am 18.09.2023

Totenschrein

Totenschrein (Ein Sayer-Altair-Thriller 3)
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Totenschrein von Ellison Cooper ist der dritte Band ihrer Sayer Altair Reihe. Mich konnten schon die ersten beiden Teile überzeugen und so freute ich mich nun auf Band drei. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen, ...

Totenschrein von Ellison Cooper ist der dritte Band ihrer Sayer Altair Reihe. Mich konnten schon die ersten beiden Teile überzeugen und so freute ich mich nun auf Band drei. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen, da es aber einige Entwicklungen im Privatleben und im Beruflichen bei der Ermittlerin geschehen würde ich dazu raten die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ansonsten spoilert man sich selbst stark.

In Washington wird eine junge Frau tot aufgefunden. Sie sieht aus als würde sie schlafen, aber sie wurde eindeutig ermordet. Zum einen hält sie eine Axt in der Hand, um ihren Körper wurden geschnitzte Affenfiguren aufgestellt und dazu gibt es eine mysteriöse Botschaft. Sayer und ihr Team gehen von einem Ritualmord aus und beginnen zu ermitteln. Dabei stoßen sie auf einen verschollenen Bus mit 24 Jugendlichen, eins davon war die junge Tote Frau. Dies stellt Sayer vor einem Rätsel und sie beginnt die Suche nach einem grausamen Mörder, dabei spielt die Zeit und andere Faktoren gegen Sayer.

Ich bin wieder gut und schnell in das Buch reingekommen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, die Kapitel sind auch nicht zu lang. Dazu bedient sich die Autorin des Perspektivwechsels in den Kapiteln. Der größte Anteil übernimmt Sayer mit ihren Ermittlungen, aber auch die vermissten Jugendlichen habe ihre Kapitel. Das unterstreicht die Spannung noch zusätzlich und bietet dem Leser Raum zum spekulieren und mitermitteln.
Der Fall war spannend und interessant aufgebaut. Eine tote und ein verschollenen Bus mit 24 Jugendlichen. Interessant fand ich auch das Hintergrundwissen zu Ägypten und der ägyptischen Mythologie. Allerdings waren mir hier ein paar Details zu viel und langatmig, da diese häufig nochmal wiederholt wurden.

Am Ende wurde es mir etwas zu konstruiert und unrealistisch. Auch fand ich die Schilderungen von Sayers Verletzungen etwas übertrieben, wenn sie trotzdem ganz normal weiter ermittelt sich in Gefahr begibt und alles so tut als ob sie top fit wäre.

Ein rasanter Thriller mit vielen Wendungen, Überraschungen und toll zum miträtseln. Vor allem freut mich, dass das Ende auf einen vierten Teil hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Samba Kicker

Samba Kicker - Band 1
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Samba Kicker – Aufruhr im Fußballstadion von Fabian Lenk kombiniert Fußball und Krimi und das auf kindgerechte Art. Obwohl das Buch schon etwas älter ist hat unser Sohn es total gerne gelesen und fand ...

Samba Kicker – Aufruhr im Fußballstadion von Fabian Lenk kombiniert Fußball und Krimi und das auf kindgerechte Art. Obwohl das Buch schon etwas älter ist hat unser Sohn es total gerne gelesen und fand die Story toll.

2014 die Weltmeisterschaft steht vor der Tür, ganz Rio di Janeiro ist aufgeregt und in voller Erwartung des Eröffnungsspiels. Noch laufen die letzten Umbauarbeiten am Maracanã Stadion doch die Samba Kicker Julia, Larissa, Tom und Adriano dürfen sich das Stadion schon mal anschauen. Plötzlich wird dieses durch eine Explosion erschüttert. Zum Glück wird niemand verletzt, aber es gibt ein Erpresserschreiben. Wenn man den Forderungen nicht nachkommt wird es eine weitere viel schlimmere Explosion geben. Es beginnt ei Wettlauf gegen die Zeit.

Der Schreibstil ist kindgerecht und leicht. Bei Eigennamen und den brasilianischen Orten kann es etwas schwieriger für die Kinder sein diese zu lesen, allerdings hatte unser Sohn diese nicht unbedingt. Er ist ein riesiger Fußballfan und fand die Geschichte schon allein wegen der WM 2014 klasse. Doch auch der Krimifall war für ihn sehr spannend, rasant und unterhaltsam. Er hat alles gut verstanden und hatte seinen Spaß mit den Samba Kickern auf Verbrecherjagd zu gehen.

Als Mutter war ich Anfangs etwas skeptisch ob ein Krimi wirklich was für Kinder von 10 Jahren ist. Aber hier geht es wirklich nicht zu Brutal und es ist auch noch eine nette Atmosphäre dabei. Allerdings gefiel mir die Sprache nicht immer. Diese war mir an manchen Stellen zu ordinär und zu abfällig. Leider ist es heute Gang und gäbe sich nicht immer gepflegt auszudrücken. Meines Erachtens muss man so eine Sprache aber nicht in Kinderbücher anwenden sondern kann das Fluchen und beleidigen auch anders ausdrücken. Ansonsten gefiel uns das Buch sehr gut. Die Story ist gut durchdacht und spannend beschrieben.

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Veröffentlicht am 14.09.2023

Die geheime Kammer

Bunburry - Die geheime Kammer
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Bunburry Die geheime Kammer von Helena Marchmont ist der 15te Teil einer kurzweiligen Cosy Crime Reihe. Ich mag die Reihe sehr gerne und freue mich über jeden Teil. Sie sind gemütlich, spannend, humorvoll ...

Bunburry Die geheime Kammer von Helena Marchmont ist der 15te Teil einer kurzweiligen Cosy Crime Reihe. Ich mag die Reihe sehr gerne und freue mich über jeden Teil. Sie sind gemütlich, spannend, humorvoll und einfach sympathisch.

Diesmal ist Marge als Nachlassverwalterin eingesetzt und bittet Alfie bei der Auflösung der Bibliothek zu helfen. Im Herrenhaus von Lady Leonora Gray ist auch ein Historiker vor Ort und während der Aufräumarbeiten finden Sie eine geheime Kammer und einen unschätzbaren Schatz über Oscar Wild. Alle schwören stillschweigen zu bewahren, doch am nächsten Tag wird der Historiker tot in der Kammer gefunden, offensichtlich ermordet.

Das Hörbuch hat sich wieder schnell und sehr angenehm hören lassen. Es war wie immer etwas kurz und ich hätte gern noch mehr Zeit in Bunburry verbracht. Leider ist in diesem Teil der Krimi Anteil sehr gering. Bis der Mord passiert ist das Buch schon bei der Hälfte angekommen und dann ist der Fall in Null Komma Nichts gelöst. Es gab kaum was zum Rätseln und so war selbst die subtile Spannung eher gering. In diesem 15ten Band geht es eher um die Beziehungen zwischen den Protagonisten, was ich zwar auch immer recht gerne habe hier aber eindeutig zu viel Raum einnahm. Ich mag es wenn ein Krimi etwas gemütlicher ist und es auch eher langsam vor sich geht, aber hier gab es kaum einen Krimianteil. Es wirkte etwas lieblos und schnell heruntergeschrieben, weil mal wieder Zeit für einen neuen Teil war.

Obwohl es weniger Krimi und mehr Roman war, konnte mich das Hörbuch wieder gut unterhalten. Für zwischendurch genau das richtige.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Der fremde Gast

Der fremde Gast
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Der fremde Gast von Charlotte Link ist ein spannender, psychologisch durchdachter und fesselnder Thriller. Sie schafft es wieder den Leser zu Täuschen und raffiniert falsche Fährten zu legen.

Die Handlung ...

Der fremde Gast von Charlotte Link ist ein spannender, psychologisch durchdachter und fesselnder Thriller. Sie schafft es wieder den Leser zu Täuschen und raffiniert falsche Fährten zu legen.

Die Handlung des Buches spielt auf mehreren Ebenen und man lernt viele Personen kennen. Nach und nach fügt sich die Geschichte zusammen. So lernen wir Rebecca Brandt kennen die in Südfrankreich lebt. Nach dem Tot ihres Mannes sieht sie keinen Sinn mehr im Leben und will sich dieses nehmen. Doch da bekommt sie unerwartet Besuch und dieser stellt ihr Leben auf den Kopf. Maximilian ist ein Freund von Rebeccas Mann gewesen. Er besucht Rebecca und bringt zwei fremde Anhalter mit. Gleichzeitig macht sich in Deutschland Karen Sorgen um ihre alten Nachbarn. Als diese nach mehreren Tagen grausam ermordet in ihrem Haus gefunden werden gibt es anfangs keinen möglichen Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei einen Hinweis auf eine grausame Vergangenheit und ein mögliches Motiv.

Der Schreibstil war wie gewohnt leicht und flüssig. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen. Charlotte Link schafft es durch den ständigen Perspektiven- und Ortswechsel den Spannungsbogen aufzubauen und beizubehalten. Das erste Drittel des Buches ist vielleicht etwas langatmig, aber hier muss ja auch einiges eingeführt werden. Und obwohl es erst etwas seichter anfängt, spürt man schon die Bedrohung und die Spannung steigt.

Was mich etwas störte war der durchweg gleiche Typus Frau. Alle waren sie depressiv, in einer toxischen Beziehung und wirkten eher schwach und hatten keine eigene Meinung. Das hier nicht auch auf Vielfalt gesetzt wurde, fand ich schade.

Mit dem Aufbau und dem Fall an sich war ich voll zufrieden. Ich konnte wieder schön miträtseln und wurde das ein oder andere mal aufs Glatteis geführt und am Ende auch überrascht. Auch dir Thematik fand ich sehr interessant, berührend und schockierend zugleich. Man kann sich gut vorstellen das so was zu Hauf passiert. Und wenn nicht so wie in dem Buch dargestellt ist Kindesmissbrauch und Kindesmisshandlung nicht von der Hand zu weisen.

Frau Link schafft es mit ihren Büchern zu fesseln und einem zum Nachdenken zu bewegen.

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Veröffentlicht am 07.09.2023

Hallo Sommer

Hallo, Sommer
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Hallo, Sommer von Mary Kay Andrews ist kein gewöhnlicher Sommerroman. Es ist eher eine Kombination aus Cosy Krimi, Liebesgeschichte, Familiengeschichte und leichter Lesekost. Die Bücher die ich bisher ...

Hallo, Sommer von Mary Kay Andrews ist kein gewöhnlicher Sommerroman. Es ist eher eine Kombination aus Cosy Krimi, Liebesgeschichte, Familiengeschichte und leichter Lesekost. Die Bücher die ich bisher von der Autorin gelesen habe, haben alle dieses gewisse sommerliche Flair gehabt und dazu immer eine Portion Spannung. Ich bin immer wieder begeistert.

Conley ist investigative Journalistin und eigentlich im Begriff eine neue Stelle anzunehmen. Doch dann erfährt sie dass es den neuen Job nicht gibt und es verschlägt sie erstmal nach Florida zu ihrer Großmutter. In ihrer kleinen Heimatstadt betreibt ihre Familie schon seit Jahrzehnten eine eigene Zeitung, doch um diese steht es schlecht. Conley ist wenig begeistert als sie im Familienbetrieb mitarbeiten soll. Doch als plötzlich der Kongressabgeordnete Symmes Robinette bei einem Verkehrsunfall stirbt ist Conleys Journalisteninstinkt geweckt.

Ich bin immer wieder von dem leichten sehr fesselnden Schreibstil der Autorin beeindruckt. Obwohl sie wichtige Themen behandelt und es auch zu einigen brenzligen Situationen kommt, schafft sie es die Geschichte in einen sommerlichen und leichten Stil zu verpacken. Die Seiten fliegen nur so dahin. Sie schreibt sehr bildhaft und lebendig. So kann man sich den kleinen Ort, das Meer, die Wärme, die Personen und die Geschehnisse gut vorstellen. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein. Auch die Protagonisten sind alle sympathisch und authentisch dargestellt.

Ich mag die Kombination aus Spannung und leichtem Roman. Klar ist dadurch die Story vielleicht an manchen Stellen vorhersehbar und man kann sich bezüglich der Liebesgeschichte auch schon das Ende denken, aber genau das macht einen leichten Sommerroman ja aus.

Als Leser bekommt man nicht nur einen Einblick in Conleys Leben, sondern auch wie der Journalismus funktioniert und sich in den Jahren gewandelt hat. Aber auch Demenz, Alter, Krankheit, Depressionen und andere Dinge bekommen einen Platz. Auch wenn es nur am Rande ist, sind es doch wichtige Themen die nicht heruntergespielt werden.

Ein Buch ganz nach meinem Geschmack das ich nur weiterempfehlen kann.

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