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Veröffentlicht am 29.11.2022

Der Mann im braunen Anzug

Der Mann im braunen Anzug
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Der Mann im braunen Anzug von Agatha Christie ist wieder ein spannender und unterhaltsamer Krimi. Die Queen of Crime wusste wie sie ihre Leser fesseln kann, und ihre Werke tun es auch heute noch.

Anne ...

Der Mann im braunen Anzug von Agatha Christie ist wieder ein spannender und unterhaltsamer Krimi. Die Queen of Crime wusste wie sie ihre Leser fesseln kann, und ihre Werke tun es auch heute noch.

Anne beobachtet einen schrecklichen Vorfall im Londoner Untergrundbahnhof. Dieser weckt ihre Neugier und sie sucht nach der Lösung des Rätsels. Das sie dadurch in die Machenschaften des ‚Colonel‘ gerät konnte sie ja nicht ahnen. Doch ihre Neugier bringt sie bis nach Afrika und birgt viele Gefahren für die junge Frau.

Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Auch bleibt Agatha Christie sich hier treu und zeigt nur eine kleine Gruppe Verdächtiger auf. Es gibt einige Verwirrungen und Geheimnisse die es dem Leser schwer machen hinter allem zu schauen. Und doch kann man mitreißen und mitfiebern. Das Buch ist in der Ich Form von Anne geschrieben und wird mit dem ein oder anderen Tagebucheintrag von Sir Eustace Pedler gespickt. Die Geschichte führt einen an tolle und sehr bildhaft beschriebene Orte. Man fühlte die Atmosphäre im Untergrundbahnhof, auf dem Schiff oder in Südafrika. Agatha Christie schafft es auch immer wieder viel Humor mit in ihre Bücher zu legen. So ist dieses ein humorvoller, aber auch sehr Spannender Krimi. Auch kommt bei ihr, ganz klar die Liebe nicht zu kurz.

Was mich etwas störte war das Ende. Allerdings kann ich nicht groß darauf eingehen ohne zu spoilern. Aber dies hätte ich mir anders gewünscht und wurde in anderen Büchern von AC bisher auch anders gehandhabt.

Ansonsten ein toller Krimi der sich schnell lesen lässt und einen gut unterhält.

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Veröffentlicht am 25.11.2022

Einsame Nacht

Einsame Nacht
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Einsame Nacht von Charlotte Link ist der vierte Teil ihrer Kate Linville Reihe. Es lohnt sich die Bücher der Reihe nach zu lesen. Charlotte Link schafft es immer wieder ihre Leser zu fesseln. Dazu bedient ...

Einsame Nacht von Charlotte Link ist der vierte Teil ihrer Kate Linville Reihe. Es lohnt sich die Bücher der Reihe nach zu lesen. Charlotte Link schafft es immer wieder ihre Leser zu fesseln. Dazu bedient sie sich nicht nur eines einfachen und tollen Schreibstils sondern auch verschiedener Handlungsstränge.

In den North York Moor wird ein eingeschneites Auto gefunden. Darin die Leiche einer jungen Frau die auf grausamste Art ermordet wurde. Wer hat diese junge Frau ermordet? War es ihr geheimnisvoller Freund oder ein Fremder? Kate beginnt mit den Ermittlungen und stößt nach und nach auf eine Tat in der Vergangenheit die damit im Zusammenhang stehen könnte.

Ich bin wieder gewohnt gut und schnell in das Buch rein gekommen. Ich mag diesen Wechsel zwischen Gegenwart, der Sicht des Täters und auch der Vergangenheit. Durch diesen Aufbau bleibt es im gesamten Verlauf immer recht spannend. Charlotte Link schafft es immer wieder die verschiedensten Themen unterzubringen und auch eine etwas düstere Stimmung aufzubauen. So sind ihre Charaktere alle nicht einfach und gerade sondern sie haben ihre Ecken, Kanten und Schwierigkeiten was sie nur umso realistischer wirken lassen.

Was ich auch immer wieder toll finde ist, dass ihre Bücher oft mit wenig Brutalität, Gewalt und Blut auskommen. Ja auch hier gibt es natürlich Szenen bei den Blut fließt und die Brutal sind, aber sie sind nicht in bodenlose ausgeschmückt und detaillierte wie bei vielen anderen Büchern. Dafür besticht sie Mut ihrer psychologischen Art und einen lockeren Schreibstil.

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Veröffentlicht am 23.11.2022

Kein sicheres Versteck

Cherringham - Folge 41
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Cherringham Kein sicheres Versteck von Matthew Costello und Neil Richards ist der einundvierzigste Band einer tollen Cosy Crime Reihe. Ich verfolge die Reihe von Band eins an und bin immer wieder begeistert. ...

Cherringham Kein sicheres Versteck von Matthew Costello und Neil Richards ist der einundvierzigste Band einer tollen Cosy Crime Reihe. Ich verfolge die Reihe von Band eins an und bin immer wieder begeistert. Die Storys sind gut ausgearbeitet und das obwohl sie eher recht kurz sind. Dazu bestechen sie mit ihrer subtilen Spannung, netten Protagonisten und einem gemütlichen Ort.
Diesmal werden Jack und Sarah gebeten nach dem verschwundenen IT Spezialisten Ed Finlay zu suchen. Dieser ist vor ein paar Wochen verschwunden hat dies bei der Polizei aber angekündigt. Seiner Frau hat er aber nichts gesagt und sie macht sich Sorgen. Jack und Sarah machen sich auf die Suche und stoßen auf eine Menge Ungereimtheiten die für Ed lebensgefährlich sind.
Das Hörbuch hat sich wieder schnell hören lassen. Sabina Godec trägt das Buch wieder mit ihrer unaufgeregten und angenehmen Sprechweise vor. Sie spielt gekonnt mit ihrer Stimme um die Emotionen, Spannung und die verschiedene Personen zu transportieren.
Die Geschichte an sich wirkt etwas mysteriös und ist zeitgemäß. Sozial Media, Korruption und whistleblower dies sind kein unbekannten Begriffe und daraus lässt sich natürlich eine tolle Story bilden. Dies haben die Autoren auch gleich gemacht. Dazu bauen sie immer wieder die verschiedensten Wendungen ein um den Hörer/Leser zu verwirren und auf eine falsche Spur zu bringen.
Mir hat das Hörbuch wieder viel Freude bereitet und ich freue mich schon auf Band zweiundvierzig.

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Veröffentlicht am 11.11.2022

Kleine Fluchten

Kleine Fluchten
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Kleine Fluchten sind neun Kurzgeschichten von Jojo Moyes. Sie zeigt in diesen Geschichten kleine Ereignisse auf die den Alltag und das Leben verändern können.
Das Hörbuch ist ganz nett und für zwischendurch ...

Kleine Fluchten sind neun Kurzgeschichten von Jojo Moyes. Sie zeigt in diesen Geschichten kleine Ereignisse auf die den Alltag und das Leben verändern können.
Das Hörbuch ist ganz nett und für zwischendurch gut geeignet. Die Geschichten sind im Großen und Ganzen gut durchdacht, aber teilweise auch arg unrealistisch. Alle neun Teile sind in sich abgeschlossen, obwohl mich so manches Ende mit einem Fragezeichen zurück gelassen hat. Denn nicht alle bekommen ein geschlossenes Ende. Es bleibt manches offen und ich hatte auch manchmal das Gefühl mitten drin zu sein und plötzlich kam die nächste Geschichte.
Luise Helm hat das Hörbuch wieder eingesprochen und dies hat sie auf ihre charmante und unaufgeregt Art getan.

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Veröffentlicht am 11.11.2022

Die Entdeckerin der Welt

Die Entdeckerin der Welt
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Die Entdeckerin der Welt von Alexander Schwarz ist der neunte Teil der Reihe „Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe“. Alle Bücher dieser Reihe behandeln eine andere starke Frau und sind biografische ...

Die Entdeckerin der Welt von Alexander Schwarz ist der neunte Teil der Reihe „Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe“. Alle Bücher dieser Reihe behandeln eine andere starke Frau und sind biografische Romane. Also haben die Autoren Spielraum für Fiktion.
Nachdem ich das Buch über Jane Austen und Sisi aus der Reihe gelesen habe freute ich mich nun auf Maria Sibylla Merian. Sie war eine Künstlerin und Forscherin die für ihre Zeit viel Mut und Stärke brauchte.

Das Buch spielt in dem Zeitraum von 1691 bis 1705. In dieser Zeit begleiten wir Maria Sibylla Merian die gerade nach Amsterdam zieht. Sie ist Künstlerin und Forscherin und will nach ihrer Scheidung und ein Leben in einer religiösen Kommune nun ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie hat schon zwei Bücher herausgegeben und hat nun ein neues großes Projekt vor Augen. Sie will nach Suriname in den Regenwald und dort die Flora und Fauna studieren, zeichnen und ein neues Buch verlegen. Dafür geht sie in Amsterdam auf die Suche nach Financiers. Für alleinstehende Frauen ist diese Reise ein Wagnis, doch Maria Sibylla hat sich schon immer gegen die Männerwelt durchgesetzt und will es auch diesmal schaffen.

Das Buch lässt sich recht schnell und flüssig lesen. Auch kommt man schnell in das Buch rein. Allerdings hat es auch seine Längen.

Leider ist über Maria Sibylla Merian nicht viel bekannt, daher hatte der Autor viel Spielraum hier eine Geschichte um sie und ihr großes Werk zu erzählen. Doch hier behält er sich bedeckt beziehungsweise eng an den Tatsachen die über Maria bekannt sind. Aber gerade bei einer fiktiven Romanbiografie hätte man einiges ausschmücken können. Alexander Schwarz geht sehr sachlich, geradlinig und emotionslos an die Geschichte. Es gibt keine großen Ecken und Kanten. Maria ist eine starke und resolute Frau. Dieses Bild bleibt gleichbleibend während des gesamten Buches. Selbst wenn sie mal emotionale Ausbrüche hat oder auf Schwierigkeiten trifft, werden diese geradlinig und sachlich abgehandelt ohne viel Emotionen hervorzurufen.

Obwohl die Schilderungen der Reise nach Suriname und ihre Zeit dort sehr bildlich und exotisch dargestellt werden, wirkt der Roman doch sehr nüchtern und sachlich. Und doch habe ich ihn gerne gelesen und bin mit dieser starken Frau auf Reise gegangen.

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