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Veröffentlicht am 11.04.2018

Spreewaldrache

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Spreewaldrache ist der dritte Band der Autorin Christiane Dieckerhoff rund um ihre Ermittlerin Klaudia Wagner. Das Buch ist in sich abgeschlossen und man kann es theoretisch alleine lesen. Ich persönlich ...

Spreewaldrache ist der dritte Band der Autorin Christiane Dieckerhoff rund um ihre Ermittlerin Klaudia Wagner. Das Buch ist in sich abgeschlossen und man kann es theoretisch alleine lesen. Ich persönlich kenne die Vorgänger nicht und muss sagen das es doch besser gewesen wäre sie zu kennen. Denn es gab einige Hinweise auf vergangenes was nicht weiter ausgeführt wurde und bei mir ein paar Fragezeichen hinterlassen hat.

Auf einer kleinen Spreewaldinsel wird der schwerverletzte Daniel gefunden. Er wurde niedergeschlagen und überlebt knapp. Noch während die Ermittlungen laufen wird in einer Datsche ein toter Obdachloser gefunden, nicht weit von dem Ort entfernt wo Daniel niedergeschlagen wurde. Hängen die beiden Taten zusammen und wenn ja wie? Zusätzlich stoßen die Ermittler auf alte Akten die wieder ein neues Licht auf alles wirft.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker, ich habe das Buch sehr zügig lesen können. Was auch dank der eher kurzen Kapitel möglich war. Allerdings hat mir die Spannung etwas gefehlt. Es gab eine unterschwellige aber nicht wirklich greifbare Spannung die mich nicht wirklich fesseln konnte. Der Plot war gut durchdacht und umgesetzt. Es gab einige Wirrungen die einen auf eine falsche Fährte führten. Am Ende war ich aber gar nicht mehr so überrascht, da ich mir schon einiges selbst zusammengereimt habe.

Was mir sehr gut gefallen hat, war dass die Autorin es geschafft hat den Spreewald und die Umgebung sehr bildhaft zu beschreiben. So hat man sich die Umgebung sehr gut vorstellen können und man war dadurch mitten im Geschehen.

Alles in allem ein gutes Buch was mich zwar gut unterhalten hat, aber nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Und als kleiner Tipp zuerst sollten wirklich die Vorgänger (Spreewaldgrab und Spreewaldtod) gelesen werden.

Veröffentlicht am 07.04.2018

Mordsfreunde

Mordsfreunde
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Mordsfreunde ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Bodenstein und Kirchhoff. Man kann die Bänder gut für sich lesen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist und wichtige Fakten nochmal kurz erwähnt ...

Mordsfreunde ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Bodenstein und Kirchhoff. Man kann die Bänder gut für sich lesen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist und wichtige Fakten nochmal kurz erwähnt werden.

Im Opel-Zoo werden Leichenteile gefunden und später auf einer Wiese oberhalb des Zoo die dazugehörige Leiche. Bei der Leiche handelt es sich um den Lehrer und vehementen Umweltschützer Pauly. Er wurde von seinen Schülern verehrt und geachtet, von anderen aber gehasst. Bei den Ermittlungen kommen viele Motive und noch mehr Tatverdächtige in Frage. Zudem haben Kirchhoff und Bodenstein noch mit privaten Problemen zu kämpfen und irgendwie geht die Ermittlung nur schleppend voran.

Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist locker und leicht. Man kann ihren Schilderungen gut folgen und das Buch schnell lesen. Es ist nun nicht übermäßig spannend, aber eine subtile Spannung ist trotzdem vorhanden. Gerade diese unterschwellige Spannung machen die Bücher der Autorin aber aus.

Auch in diesem Band tauchen wieder viele Charaktere auf, was auch ein Merkmal der Autorin ist. Ich kam aber nie durcheinander bei den vielen Protagonisten. Alle sind sehr lebendig und authentisch beschrieben. Gerade da es so viele sind gibt es auch immer wieder neue Motive und Verdächtige. Bis zum Ende habe ich wirklich zwischen zweien geschwankt und wurde doch überrascht.

Bei der Ermittlungsarbeit hatte ich das Gefühl dass die Ermittler selbst keine Ahnung haben wie sie vorgehen sollen. Sie tapsen eher unbeholfen herum und lassen sich von Gefühlen leiten, die nicht immer in die richtige Richtung führen. Auch das Verhalten von Pia Kirchhoff die sich gleich mit zwei Tatverdächtigen ein Freundschaftliches Verhältnis aufbaut, war für mich befremdlich. Vor allem das zu dem 21 jährigen Lukas. Das hätte nicht wirklich sein müssen und störte mich auch etwas. Denn von professioneller Polizeiarbeit weicht hier einiges ab.

Alles zusammengenommen ist es ein tolles Buch was ich gerne gelesen habe. Ich werde die anderen Bänder bestimmt auch noch lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.03.2018

Böses Kind

Die Henry Frei-Thriller / Böses Kind
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Böses Kind ist der erste Band einer Serie rund um den Hauptkommissar Henry Frei. Und es war auch mein erstes Buch des Autors Martin Kirst. Obwohl er ein so hoch gelobter Autor ist bin ich mir nicht schlüssig ...

Böses Kind ist der erste Band einer Serie rund um den Hauptkommissar Henry Frei. Und es war auch mein erstes Buch des Autors Martin Kirst. Obwohl er ein so hoch gelobter Autor ist bin ich mir nicht schlüssig ob ich nochmal ein Buch von ihm lesen würde.

In einem Hotel wird die Leiche einer Frau gefunden. Doch bevor dieser Fall zum Abschluss gebracht wird, wird eine weitere Leiche gefunden. Ein junger Mann wird erschlagen und gekreuzigt aufgefunden. Zur gleichen Zeit meldet Suse ihre Tochter als vermisst. Suse ist heillos überfordert mit den Kindern, dem Haushalt der Trennung von ihrem Mann und sie scheint der Polizei nicht alles zu sagen. Frei und sein Team beginnen zu ermitteln.

Vom Plot der Geschichte hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Es kam mir sehr unausgegoren vor. Es traten immer wieder Fragen auf die für mich auch nicht wirklich geklärt wurden. Wenn es doch dazu kam, dann nur kurz in einem Nebensatz. Spannung war durch die Intermezzos und die abwechselnden Kapitel von Frei und Suse schon da, blieb aber doch eher flach. Am Ende ging plötzlich alles ganz schnell und es wurde ein Cliffhanger eingebaut damit man den Nachfolger auch noch liest.

Die Charaktere sind alle etwas blass geschildert worden. Frei ist ein pedantischer Mann der mich mit seinen Macken an Monk erinnerte und seine Kollegin ist Dauer Müde und knabbert immerzu an Möhren herum. Durch ihre Müdigkeit begeht sie auch einige Fehler. Suse ist eine typische Alleinerziehende Mutter die mit nichts wirklich klar kommt und immer nur am jammern ist und anderen die Schuld an ihrer Situation gibt. Wirklich warm geworden bin ich mit keinem der Protagonisten.

Durch den leichten und lockeren Schreibstil hat sich das Buch schnell lesen lassen. Aber müssen tut man es meines Erachtens nicht unbedingt.

Veröffentlicht am 28.03.2018

Schmitz Häuschen

Schmitz' Häuschen
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Da ich beim Putzen aber auch so gerne mal ein Hörbuch höre, hat sich dieses geradezu angeboten. Nicht nur das ich Ralf Schmitz als Komiker kenne und schätze, nein ich finde das Leben ist oft viel zu ernst ...

Da ich beim Putzen aber auch so gerne mal ein Hörbuch höre, hat sich dieses geradezu angeboten. Nicht nur das ich Ralf Schmitz als Komiker kenne und schätze, nein ich finde das Leben ist oft viel zu ernst und darum musste mal ein lustiges Hörbuch her.

Ralf Schmitz zieht um, aber nicht nur das er erbt ein Haus und dieses soll umgebaut werden. Und genau damit beginnt der Wahnsinn mit den Handwerkern. Nicht alles kann gut gehen, es werden Wände hochgezogen wo keine hin sollten, Fenster verputzt, Diskussionen über ein kaputtes Waschbecken geführt….

Einiges aus dem gehörten ist uns selbst auch schon passiert und es spricht ein Fünkchen Wahrheit bei diesem Hörbuch mit. Das man da wahnsinnig bei wird ist nur zu selbstverständlich. 
Ralf Schmitz liest das Buch selbst was es noch komischer und authentischer macht. Denn keiner hätte es in seiner überdrehten und hektischen Art rüber bringen können. 

Allerdings muss ich sagen, dass das Hörbuch leider keinen wirklichen durchgängigen Faden hat. Es sind eher Aneinanderreihungen von Ereignissen, die manchmal auch aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Hier hätte ich mir gerne mehr Struktur gewünscht. 

Im Endeffekt kann ich sagen, dass dieses Buch für jeden etwas ist der Ralf Schmitz mag. Und ich werde mir die anderen Hörbücher auch noch anhören.

Veröffentlicht am 27.03.2018

Der Klang des Muschelhorns

Der Klang des Muschelhorns
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Der Klang des Muschelhorns ist der zweite Band der Feuerblüten Trilogie. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und behandeln ihr ganz eigenen Zeitraum und Thema. Man kann die Bücher zwar alleine für sich ...

Der Klang des Muschelhorns ist der zweite Band der Feuerblüten Trilogie. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und behandeln ihr ganz eigenen Zeitraum und Thema. Man kann die Bücher zwar alleine für sich lesen, bei der vorliegenden Trilogie würde ich aber bei Band eins beginnen. Sonst kommt man am Anfang doch etwas ins schwimmen mit den verschiedenen vorhanden bzw nicht wirklichen Verwandtschaftsverhältnissen.

Wir schreiben das Jahr 1963 auf Rata Station sind die Schwestern Carol und Linda bereits erwachsen und Carol fiebert ihrer Hochzeit entgegen. Während Linda sich ganz für die Farm einsetzt. Auch Mara ihre kleinere Schwester ist glücklich auf Rata Station nicht zu Letzt wegen des Halb Maori Eru der bei dem Stamm in ihrer Nachbarschaft lebt. Doch durch ein Schiffsunglück wird das Leben der drei Mädchen gründlich durcheinander gebracht. Und sie müssen ihren Weg ins Leben finden und dabei so manche schwere Hürde nehmen.

Der Schreibstil war wieder gewohnt leicht und flüssig. Die Geschichte gut durchdacht und angenehm zu lesen. Ich habe nun schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin immer wieder begeistert. Sie bringt einem nicht nur das Land näher sondern auch die Kultur der Maori und deren Geschichte. Durch den sehr plastischen Schreibstil wird einem die atemberaubenden Neuseeländischen Landschaft näher gebracht. Ich konnte mir die Orte sehr gut vorstellen, aber auch die Charaktere und die Kultur blieb mir nicht fremd.

Die Protagonisten sind alle gut beschrieben und dargestellt. Die meisten sind einem auch sympathisch und man leidet förmlich mit ihnen mit. Sie entwickeln sich weiter und sind so sehr lebendig und flexibel. Es sind keine Stereotypen die einem nur Langeweile vermitteln.

Was mich immer wieder begeistert ist die Spannung die Frau Lark mit einbringt in ihre Bücher. So gibt es immer wieder Wendungen die einem erstaunen und die einen an der Geschichte dran bleiben lassen. Denn man möchte doch wissen wie es mit jedem einzelnen weiter geht.

Es gibt natürlich auch ein paar Passagen die mir etwas zu lang und auch zu langweilig waren, so zum Beispiel die Szenen mit den Buttlers oder auch die Regtta am Anfang. Aber im großen und ganzen ist dieses Buch eine tolle Kombination aus Fiktion und Fakten mit einem großen Unterhaltungswert.