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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2019

Wunderschön und einfühlsam

Wo das Glück auf Wellen tanzt
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Die Journalistin Anna, die eine Kolumne über das Glück schreibt, soll nun ihr erstes Buch zum Thema Glück verfassen. Da liegt es nahe, dass sie in eine der glücklichsten Städte Deutschlands zieht, nämlich ...

Die Journalistin Anna, die eine Kolumne über das Glück schreibt, soll nun ihr erstes Buch zum Thema Glück verfassen. Da liegt es nahe, dass sie in eine der glücklichsten Städte Deutschlands zieht, nämlich nach Walderstadt. Sie bezieht eine Wohnung im Haus eines Künstlers, der jedoch keinen Kontakt wünscht. Anna wird von den Bewohnern des Städtchens sehr freundlich und offen aufgenommen und unterhält sich mit ihnen über das Glück. Vielleicht kann Anna auch ihrem Vermieter helfen, sein Glück wiederzufinden?

Dieser Glücksroman hat mir sehr gut gefallen, er war einfach wunderschön.
Der Schreibstil war leicht verständlich und ließ sich flüssig lesen. Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen und alles um mich herum vergessen. Ich wollte einfach immer nur weiterlesen und habe mich dabei absolut wohl gefühlt.
Die Charaktere wurden wunderbar, detailliert und liebevoll gezeichnet. Die jeweiligen Besonderheiten machten sie anschaulich, so dass ich sie prima vor Augen hatte und sie gut auseinanderhalten konnte.
Anna fand ich von Beginn an sehr sympathisch, denn sie strahlte eine tolle positive Energie aus. Es ging gar nicht anders, als sie sofort zu mögen und ins Herz zu schließen. Die Gespräche, die sie mit den Bewohnern führte, gefielen mir richtig gut und sie wirkten authentisch und es war, als wenn ich dabei gewesen wäre.
Das Thema Glück wurde in diesem Roman von vielen Seiten beleuchtet und zeigte so manche interessante Facette. Es zeigte sich auch, dass zum Glück eben auch Unglück gehört. So wie es ohne Regen keinen Regenbogen gibt. Aber auch diese traurigen Momente, die mir beim Lesen die Augen feucht werden ließen, wurden durch glückliche Momente ergänzt und abgelöst. Das hat die Autorin wirklich wundervoll gemacht.
Was mir an diesem Roman auch sehr gut gefiel, waren die detaillierten Beschreibungen des Städtchens und der Örtlichkeiten. Alles wirkte wahnsinnig idyllisch und liebevoll. Besonders gut gefiel mir das Café Komet, da habe ich mich gedanklich unglaublich wohl gefühlt.
Auch die Spannung kam nicht zu kurz, denn ich hatte so manche Frage im Kopf, auf deren Beantwortung ich sehr neugierig war.

Ein wunderschöner und einfühlsamer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.06.2019

Ein schöner Roman

Glück ist meine Lieblingsfarbe
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Eigentlich sollte es nur eine Auszeit vom Bürojob sein, doch nun lebt Juli bereits ein paar Monate auf La Palma. Dann lernt sie Quinn kennen, der so ganz anders ist, als sie selbst. Er ist vernünftig und ...

Eigentlich sollte es nur eine Auszeit vom Bürojob sein, doch nun lebt Juli bereits ein paar Monate auf La Palma. Dann lernt sie Quinn kennen, der so ganz anders ist, als sie selbst. Er ist vernünftig und steht mit beiden Beinen auf der Erde. Aber Gegensätze ziehen sich eben an.

Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil war leicht und flüssig und passte gut zu der Story und dem Setting. Die Beschreibungen, insbesondere von der Insel, fand ich wirklich toll und bildhaft. Mir wehte die spanische Luft um die Nase und ich fühlte mich mittendrin. Auch die Charaktere, sowohl Haupt- als auch Nebenprotagonisten, waren gut und liebevoll gezeichnet.
Juli fand ich richtig toll und sympathisch und sehr unterhaltsam. Ich habe es genossen, sie zu begleiten. Auch Quinn war ein starker Charakter und durch seine verschlossene Art sehr interessant.
Die Idee des Buches fand ich sehr schön und warmherzig. Was ist Glück? Was bedeutet es für Juli, oder eigentlich für jeden einzelnen? Auch die Bewältigung der Vergangenheit spielte eine wichtige Rolle, denn sowohl Juli als auch Quinn trugen ihre Päckchen der Vergangenheit mit sich. Daneben gab es auch einen feinen Humor, der mir teilweise ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Und ďie Liebe und Zuneigung zu Tieren ist in diesem Roman auch sehr deutlich zu spüren, was mir sehr gut gefallen hat.

Ein schöner Sommerroman, den ich gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Ich bin leider enttäuscht

Düsternbrook
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In diesem Buch erzählt der Schauspieler Axel Milberg von seiner Jugend und Kindheit in dem Kieler Villenviertel Düsternbrook. Er erzählt aus verschiedenen Stadien von unterschiedlichen Ereignissen und ...

In diesem Buch erzählt der Schauspieler Axel Milberg von seiner Jugend und Kindheit in dem Kieler Villenviertel Düsternbrook. Er erzählt aus verschiedenen Stadien von unterschiedlichen Ereignissen und Erlebnissen aus dem Umfeld, der Schule, den Urlauben. Auch ein rätselhaftes Verschwinden einiger Jungen wird thematisiert.

Ich war auf dieses Buch sehr gespannt, weil ich den Autor als Schauspieler mag und Sendungen mit ihm sehr gerne anschaue. Leider hat mich das Buch aber enttäuscht.
Das größte Problem für mich war, dass die Geschichte keinen roten Faden hatte. Ich wusste absolut nicht, wohin das Buch mit mir wollte und was es mir sagen will. Ich konnte deshalb nur schwer folgen und es fiel mir nicht leicht, dabei zu bleiben.
Die Erzählungen waren unzusammenhängende, lose Episoden von Erinnerungen, teils ohne chronologische Reihenfolge. Damit habe ich einfach nicht gerechnet und war dementsprechend überrascht. 
Einige dieser Episoden haben mir gut gefallen, weil sie interessant waren und mich auch an meine eigene Vergangenheit und Kindheit erinnerten. Manches wurde nicht zu Ende erzählt und blieb offen. Das fand ich recht unbefriedigend. 
Was sehr gut gelungen war, war die Anpassung des Sprachstils an das Alter des jeweils Erzählten. Da war ein guter Unterschied zu spüren.
Spannung kam bei mir leider gar nicht auf, dafür fehlten mir die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Episoden und der rote Faden.

Dieses Buch lässt mich ziemlich ratlos zurück, ich kann es daher nicht weiter empfehlen. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mich berührt hat

Wie eine Welle im Sand
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Nach der Trennung von ihrem Freund reist Pauline nach Mallorca. Dort will sie sich auf der Finca ihrer Freundin erholen und neue Kräfte schöpfen. Dort lernt sie Leander kennen. Dieser ist von Pauline fasziniert, ...

Nach der Trennung von ihrem Freund reist Pauline nach Mallorca. Dort will sie sich auf der Finca ihrer Freundin erholen und neue Kräfte schöpfen. Dort lernt sie Leander kennen. Dieser ist von Pauline fasziniert, ahnt jedoch nicht, dass auch sie tief verletzt ist. Als Pauline plötzlich verschwindet, macht er sich auf die Suche nach ihr und bittet sie um einen gefallen: Sie soll sich bei seinem schwerkranken Vater als seine Freundin ausgeben.

Ein wunderschöner und einfühlsamer Roman!
Das Buch ließ sich sehr angenehm und leicht lesen und konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Die Beschreibungen von Land und Leuten gefiel mir sehr gut und ich konnte mir die Handlungsorte bestens vorstellen.
Auch die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und wirkten absolut echt auf mich. Sowohl Pauline als auch Leander fand ich unglaublich sympathisch und ich war in der Lage, mich in sie hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen. Ihre Gedanken und Gefühle wurden sehr echt und verständlich beschrieben.
Die Geschichte wurde abwechselnd aus Sicht von Pauline und Leander erzählt. Das gefiel mir sehr gut. Ich konnte beide dadurch sehr gut verstehen und habe sie ganz schnell in mein Herz geschlossen.
Die Geschichte gefiel mir sehr. Es gab einige Überraschungen und Wendungen, so dass es nie langweilig wurde. Die Themen wie Liebe, Verlust, Trauer und Neuanfang wurden ganz toll und fühlbar in der Geschichte platziert. Ich konnte wirklich sehr gut mitfühlen.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 31.05.2019

Ein lesenswerter Krimi

Nachts schweigt das Meer
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Detektive Inspector Ben Kitto kehrt für eine Auszeit auf seine Heimatinsel Bryher zurück. Er will sich entspannen und über seine Zukunft nachdenken. Doch kaum ist er angekommen, gibt es eine Tote. Die ...

Detektive Inspector Ben Kitto kehrt für eine Auszeit auf seine Heimatinsel Bryher zurück. Er will sich entspannen und über seine Zukunft nachdenken. Doch kaum ist er angekommen, gibt es eine Tote. Die sechzehnjährige Laura wurde ermordet aufgefunden. Ben übernimmt freiwillig die Ermittlungen und muss sich bald mit jeder Menge Verdächtiger und dunkler Geheimnisse auseinandersetzen.

Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr gut. Ich empfand den Schreibstil als sehr flüssig und angenehm, so dass ich dem Ganzen problemlos folgen konnte.
Die Charaktere wurden anschaulich ausgearbeitet. Ich hatte Sie gut vor Augen und konnte sie bestens auseinanderhalten. Besonders Ben als Hauptprotagonist gefiel mir sehr gut und er war sehr sympathisch. Er handelte überlegt und nachvollziehbar und war bei seinen Ermittlungen auch recht beharrlich. Auch die unterschiedlichen Inselbewohner wurden toll beschrieben. Es herrschte eine greifbare Gemeinschaft, bei der natürlich auch Misstrauen vorhanden war. Das wirkte äußerst realistisch. 
Der Krimi wirkte insgesamt eher ruhig auf mich, was mir aber sehr gut gefiel. Allerdings gab es auch manchmal ein paar Längen, die mich aber nicht extrem gestört haben. Es gab eine Vielzahl von Verdächtigen und auch viele Gespräche. Der Täter blieb lange im Verborgenen und ich konnte mir meine Gedanken machen, wer es denn sein könnte.
Die Spannung und Neugier war bei mir durchgängig vorhanden, allerdings eben etwas gemächlicher. Dennoch war ich auf das Ende und die Auflösung sehr gespannt.

Mir hat dieser Krimi gut gefallen, insbesondere das tolle und atmosphärische Setting, und ich würde gerne mehr von Ben Kitto lesen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.