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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2019

Ein spannender zweiter Fall für Mara

Lautlose Schreie
2

Auf einem Feld bei Frankfurt werden die vergrabenen Leichen von sieben Jugendlichen gefunden. Was ist ihnen angetan worden? Kommissarin Mara Billinsky will sich in den Fall stürzen und ihn aufklären, doch ...

Auf einem Feld bei Frankfurt werden die vergrabenen Leichen von sieben Jugendlichen gefunden. Was ist ihnen angetan worden? Kommissarin Mara Billinsky will sich in den Fall stürzen und ihn aufklären, doch aufgrund ihrer unkonventionellen Methoden wird sie von dem Fall abgezogen. Aber sie ist hartnäckig und ermittelt trotzdem weiter - und kommt einem furchtbaren Verbrechen auf die Spur.

Der zweite Fall für Mara Billinsky war wieder ein Volltreffer! Ein richtig spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Der Schreibstil war prima zu lesen, sehr spannend und konnte richtige Bilder in meinem Kopf erzeugen.
Mara fand ich wieder großartig. Ich mag ihre eigenwillige und spezielle Art total gerne. Auch ihre Entwicklung, die sie seit dem ersten Band durchgemacht hat, gefiel mir super. Es hat mich für sie gefreut, dass ihr Chef so langsam merkt, was er an ihr hat. Das würde auch Zeit, denn Mara ist einfach große Klasse!
Der Plot war wirklich harte Kost und hat mich ganz schön beschäftigt. Doch so schockierend die Story und deren Hintergründe auch waren, so spannend war sie auch. Ich war wirklich absolut gefesselt und mochte das Buch nicht mehr beiseite legen. Der Spannungsbogen wurde hervorragend aufgebaut und konstant gehalten.

Ein großartiger und richtig spannender zweiter Fall für diese außergewöhnliche Ermittlerin. Ich will mehr lesen von Mara! Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Spannung
  • Geschichte
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 21.05.2019

Ein toller und spannender Roman

Das Leuchten jenes Sommers
0

1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf dem Anwesen Summerhill in Cornwall. Als ihre Schwester Georgiana von einer Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Doch dieser düstere ...

1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf dem Anwesen Summerhill in Cornwall. Als ihre Schwester Georgiana von einer Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Doch dieser düstere Mann ist Maddy sofort unsympathisch.
Siebzig Jahre später kommt die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Obwohl sie gerade erfahren hat, dass Sie schwanger ist und eigentlich glücklich sein müsste, sind ihre Gefühle gespalten, denn ihr Mann wollte nicht, dass Sie nach Summerhill reist.

Ein wirklich wundervoller und dichter Roman!
Dies war mein erstes Buch der Autorin, doch es hat mir so gut gefallen, dass ich sehr gerne noch weitere von ihr lesen möchte.
Der angenehme Schreibstil ermöglichte es mir, sofort in die Geschichte einzutauchen. Ich war sehr gespannt, welche Verbindung sich zwischen den beiden Frauen ergeben wird.
Die Geschichte wurde in zwei Handlungssträngen erzählt, die mir beide sehr gut gefallen haben. Ich konnte mich in beide Frauen, die ich sehr sympathisch und liebenswert fand, hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle verstehen und nachempfinden.
Die unterschiedlichen Zeiten, also Vergangenheit und Gegenwart, wurden sehr anschaulich beschrieben und ich konnte sie bestens trennen. Durch die Wechsel in den Erzählungen blieb ich stets gespannt, wie es jeweils weitergehen wird. Prima haben mir die Entwicklungen von Maddy und Chloe gefallen, die beide ganz erheblich an ihren Erfahrungen und Erlebnissen gewachsen sind.
Das Thema Liebe wurde in diesem Roman von mehreren Seiten und Varianten betrachtet. Liebe kann großes Glück bedeuten, aber auch schwierig sein und zu einer Belastung werden. Das wurde prima herausgearbeitet und war sehr authentisch.

Ein toller und spannender Roman, der mich begeistert hat und den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Ein schöner und sanfter Roman

Lisette und das Geheimnis der Maler
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Paris 1937: Lisette liebt die Kunst und das lebendige Paris. Dennoch geht Sie mit ihrem Mann André in die Provinz nach Roussillon, um bei dessem erkrankten Großvater Pascal zu sein. Sie kommt anfangs nur ...

Paris 1937: Lisette liebt die Kunst und das lebendige Paris. Dennoch geht Sie mit ihrem Mann André in die Provinz nach Roussillon, um bei dessem erkrankten Großvater Pascal zu sein. Sie kommt anfangs nur schwer mit dieser Situation zurecht, doch dann weckt die Gemäldesammlung von Pascal ihr Interesse und auch die Liebe zu dem provenzalischen Landstrich. Sie erfährt, wie Pascal zu den Bildern kam und wie wichtig ihm diese sind. Nach Pascals Tod versteckt André die Bilder vor den Nazis. Als er aus dem Krieg jedoch nicht wiederkehrt, macht Lisette sich auf die Suche nach den Bildern.

Der Schreibstil gefiel mir gut, denn ich konnte stets folgen und gleich von Beginn an in die Geschichte eintauchen.
Die Beschreibungen sowohl von der Landschaft als auch von den Menschen waren sehr detailliert und bildhaft, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Ich hatte richtige Bilder im Kopf von der schönen Landschaft und fühlte mich direkt vor Ort. Nur manchmal waren mir die Beschreibungen etwas zu viel und zu ausschweifend. Dennoch waren sie aber absolut passend für diesen Roman.
Die Entwicklung von Lisette über das ganze Buch hinweg hat mir sehr gut gefallen. Sie war sehr sympathisch und ihre Leidenschaft und Begeisterung für die Kunst wirkte äußerst authentisch. Obwohl ich selbst zur Kunst keinen besonderen Bezug habe, war ich in der Lage, mich in Sie hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Handlungen sowie ihre Begeisterung zu verstehen. Auch dass sie zwischen Roussillon, wo sie sich immer wohler fühlte und integriert war, und Paris hin- und hergerissen war, wirkte echt.

Ein schöner und sanfter Roman, der mir gut gefallen hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.05.2019

Einfach großartig mit Spaß und Spannung

Nur Uschi kochte schärfer
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In Hirschweiler findet ein Klassentreffen statt, zu dem der pensionierte Französischlehrer angereist ist. Oma Käthe verknallt sich prompt in ihn. Doch am nächsten Morgen ist er tot – Herzinfarkt. Doch ...

In Hirschweiler findet ein Klassentreffen statt, zu dem der pensionierte Französischlehrer angereist ist. Oma Käthe verknallt sich prompt in ihn. Doch am nächsten Morgen ist er tot – Herzinfarkt. Doch dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde und Käthe ihn als Letzte gesehen hat. Käthes Schwiegersohn und Dorfpolizist Jupp Backes, der sich eben noch gelangweilt hat, beginnt zu ermitteln. Dabei wird er von seiner Gattin Inge und von Käthe tatkräftig unterstützt.

Dies ist bereits der zweite Teil um Familie Backe, für mich war es jedoch mein erstes Buch. Ich bin aber ohne Schwierigkeiten in die Geschichte reingekommen. Man kann es somit auch ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings gefiel mir dieses Buch so gut, dass ich den ersten Teil nun unbedingt auch noch lesen will bzw. muss.
Der Schreibstil ließ sich enorm flüssig lesen, war bildhaft und sehr humorvoll. Ich habe das Buch in einem Rutsch fertig gelesen, konnte es einfach nicht beiseite packen. Es gab unzählige Szenen und Dialoge, die schreiend komisch waren, so dass ich etliche Male lauthals loslachen musste. Es war komplett mein Humor-Geschmack!
Doch auch wenn dieses Buch wahnsinnig witzig war, ging das nicht zu Lasten der Spannung, denn diese wurde sehr gut aufgebaut und durch überraschende Wendungen, viele Verdächtige und unterschiedliche Motive kontinuierlich oben gehalten. Ich hatte ausreichend Möglichkeiten zum Rätseln und Spekulieren. Dennoch blieb mir der wahre Täter bis zum Ende verborgen und der Autor hat es geschafft, mich zu überraschen.
Die Charaktere wurden großartig beschrieben, teils schräg und skurril, dabei sehr anschaulich und menschlich samt ihrer ganz speziellen Eigenarten. Ich hatte sie alle sehr gut vor Augen.

Diese Krimi-Komödie hat es in sich - Spannung, tolle Charaktere und ganz viel Witz. Ich habe das Buch einfach nur genossen und kann es jedem empfehlen, der gerne Krimödien liest. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.05.2019

Ein toller Krimi

Spreewaldwölfe (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 4)
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Im idyllischen Spreewald gibt es einen Streit zwischen Wolfsgegnern und Tierschützern. Als dann auf einer Weide eine von Bisswunden entstellte Leiche eines Jungen gefunden wird, kochen die Emotionen über. ...

Im idyllischen Spreewald gibt es einen Streit zwischen Wolfsgegnern und Tierschützern. Als dann auf einer Weide eine von Bisswunden entstellte Leiche eines Jungen gefunden wird, kochen die Emotionen über. Die Polizeiobermeisterin Klaudia Wagner ermittelt, denn sie geht von einer anderen Todesursache aus.

Dieser mittlerweile vierte Fall für Klaudia Wagner hat mir hervorragend gefallen.
Der Schreibstil war sehr flüssig lesbar und konnte mich prima durch die Geschichte führen. Ich fühlte mich mittendrin im Geschehen und konnte mitfiebern und miträtseln.
Die Charaktere wurden sehr menschlich und anschaulich beschrieben. Ich hatte sie gut vor Augen und war in der Lage, sie auseinander halten zu können. Die Einblicke in das Privatleben der Ermittler fand ich sehr gelungen, denn dadurch wirkten sie Authentisch und besaßen Tiefe.
Neben den Personen wurden auch die Landschaft und die Umgebung ganz toll beschrieben. Ich hatte den Spreewald wunderbar vor Augen und habe direkt Lust bekommen, dort sofort hinzufahren und die Seele baumeln zu lassen. Und zum Thema Wölfe hat die Autorin noch sehr gut recherchierte Informationen mit eingestreut, was mir hervorragend gefallen hat.
Der Plot war prima durchdacht, beinhaltete überraschende Wendungen und es stellten sich mir viele Fragen, die Ich beantwortet haben wollte, vorne weg natürlich, wer der Täter war. Ich hatte lange keine richtige und greifbare Idee zum Täter und dessen Motiv. Das erhöhte die Spannung, die durchgängig auf einem klasse Niveau war, noch zusätzlich.

Ein richtig toller und atmosphärischer Krimi, der mir super gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.