Liebe auch mal mit anderen Hindernissen
Say You’ll Remember Me,,Say you'll remember me'' von Abby Jimenez ist der perfekte Titel für ein trauriges, aber auch mutmachendes Sommerbuch.
Wir begleiten Samantha und Xavier auf ihr perfektes erstes Date, finden aber schon ...
,,Say you'll remember me'' von Abby Jimenez ist der perfekte Titel für ein trauriges, aber auch mutmachendes Sommerbuch.
Wir begleiten Samantha und Xavier auf ihr perfektes erstes Date, finden aber schon sehr schnell raus, dass Samantha am nächsten Tag 3.000km weit weg zurück nach Hause zu ihrer demenzkranken Mutter und ihrer Familie ziehen muss, um sie zu pflegen. Kann diese Liebe diese große Distanz überstehen?
Mir hat das Buch insgesamt wirklich solide gut gefallen. Man fliegt durch die Seiten und Abby Jimenez Schreibstil ist unfassbar flüssig und an einigen Stellen auch überraschend tiefgründig. Ich mochte vor allem Xavier, der mich durch seine ruhige und loyale Art begeistert hat. Mit Sam konnte ich mich durch verschiedene persönliche Erfahrungen auch identifizieren und die Passagen, in denen sie über ihre Mutter spricht, sind sehr ehrlich und berührend. Das hat mich teilweise selbst an mich erinnert. Trotz dieser schweren Thematiken findet man in diesem Buch auch noch so viel mehr als Liebe zwischen Xavier und Sam, sondern auch innerhalb Sams Familie, die trotz schwerer Schicksalsschlägen zusammenhält und sich aufrafft. Dabei ist vor allem das Ende etwas, womit ich in dieser Richtung eher weniger gerechnet habe, weil ich es mir zu einfach gemacht habe.
Ich finde es zudem bewunderswert, dass sich die Autorin getraut hat, auch so eine ernste und traurige Krankheit in das Buch miteinzubeziehen. Ich bin mir sicher, dass das nicht leicht ist und ein sehr tiefgründiges Verständnis von der Krankheit und wie sie auch Angehörige betrifft voraussetzt.
Etwas weniger gut gefallen hat mir, dass es immer und immer wieder um die selben Probleme, nämlich die weite Distanz, ging. Der Leser weiß das, irgendwann müssen auch noch andere Elemente dazukommen - ich finde es schade, dass bspw. nicht die Freundschaften, die Xavier auch in seiner schweren Kindheit geholfen haben, so wenig Raum im Buch eingenommen haben oder nicht auch mal gesagt haben, dass es sie stört, dass er vielleicht selber immer weg ist um Sam zu besuchen. Zudem erschien mir seine Darstellung etwas unrealistisch, weil er nach nur einem Date schon alles für Sam tun wollte. Das war mir an einigen Stellen zu sehr ,,Insta-Love''. Am Anfang des Buches wird er auch ungefähr 8x mit Rhysand aus ACOTAR verglichen, was ich nach dem zweiten Mal schon echt unangenehm fand.
Ich bin mir sicher, dass ich noch weitere Bücher von ihr lesen werde und auch dieses erneut zur Hand nehmen werde. Von etwaigen negativen Punkten würde ich mich nicht abschrecken lassen, denn wer mal ein etwas anderes, tiefgründigeres Romance-Buch mit tollen Zitaten sucht, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!