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Veröffentlicht am 16.01.2026

Liebe oder Rache?

Royal Heist
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Darcy und Linus erlebten eine schwere Kindheit, nachdem sie ihre geliebten Eltern verloren hatten. Schuld daran tragen der frühere englische König und die Kronprinzessin, die inzwischen ihrem Vater auf ...

Darcy und Linus erlebten eine schwere Kindheit, nachdem sie ihre geliebten Eltern verloren hatten. Schuld daran tragen der frühere englische König und die Kronprinzessin, die inzwischen ihrem Vater auf den Thron gefolgt ist. Die Geschwister sind inzwischen Teil einer Crew von Trickbetrügern, genannt „The Robbin’ Hood“, die im Sinne ihres Namensgebers von den Reichen nimmt und den Armen hilft. Ihr nächster Coup soll allerdings nicht der Umverteilung von Besitz dienen, sondern ihr gigantisches Bedürfnis nach Rache an den Royals stillen. Denn die angekündigte Heirat von Kronprinz Spencer bietet die lang ersehnte Möglichkeit dafür. Doch wird ein Coup gegen das Königshaus so einfach durchzuführen sein?

Lena Kiefer hat mit „Royal Heist“ den spannenden Auftakt ihrer neuen Trilogie geschrieben. Wie gewohnt, gelingt es ihr mühelos, die Leser zu fesseln.

Die äußerst talentierte Trickbetrügerin Darcy hat sich die Identität einer verarmten Adligen, Davina McLean, angeeignet und bemüht sich, den Kronprinzen für sich zu gewinnen. Sollte dies gelingen, wird Spencer ihr Zugang zum privaten Tresorraum der königlichen Familie in Hamilton Castle verschaffen. Dort lagert die „geheime Krone“ aus dem 17. Jahrhundert, um die sich viele Mythen ranken und die als verschollen gilt. Sie wollen Darcy und „The Robbin’ Hood“ stehlen und damit einen Skandal auslösen, der den Royals nachhaltig schaden wird. Alles ist akribisch geplant. Darcy lernt Spencer kennen und weckt, wie erhofft, sein Interesse. Nicht geplant war dagegen, dass ihre Gefühle für Prinz Tristan, den Zweitgeborenen, nach all den Jahren noch immer vorhanden sind. Als Kinder waren Darcy und er die besten Freunde, während sich jetzt eine nahezu magnetische Anziehungskraft zwischen ihnen aufbaut ...

Die Erzählung wird aus den Perspektiven von Darcy und Tristan erzählt. Dadurch ist der Leser immer auf der Höhe des Geschehens, bzw. bekommt die Gefühle der Hauptcharaktere ungefiltert mit. Darcy hat auf mich zunächst wie ein Chamäleon gewirkt, was wohl zum Ausdruck bringen soll, dass sie laufend von einer Identität in die nächste schlüpft, ohne längere Zeit sie selbst zu sein. Sie entpuppt sich als reflektierte, empathische junge Frau, die sich weiter entwickelt und erkennt, dass sie zwar die Queen hasst, aber ihre Kinder nichts mit dem Skandal zu tun hatten, der sie betroffen hat. Tristan ist der gutaussehende bad boy, der tatsächlich ein sehr loyaler Familienmensch ist und seinen Bruder fast bis zur Selbstverleugnung schützt. Auch die übrigen Charaktere sind überzeugend und vielschichtig, allen voran der Kronprinz.

Lena Kiefer schreibt wie immer flüssig, bildhaft und fesselnd. Sowohl die Heists der „Robin Hoods“ als auch das Leben der Royals wirkt glaubwürdig, obwohl es fiktional ist Darcys und Tristans Kampf gegen die eigenen Gefühle überzeugt nachvollziehbar. Obwohl die Erzählung in Teilen vorhersehbar ist, hält der Spannungsbogen durchgehend und der gewohnt üble Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass der Leser dem nächsten Band entgegenfiebert. Auch neben der zentralen Frage, ob und wie es mit Darcy und Tristan weitergeht, bleibt noch anderes ungeklärt. Wo ist Darcys und Linus Mutter? Lebt sie noch? Was ist mit Tristans Vater? Wer hat das Aktbild der Queen in Auftrag gegeben und wer hat es zu einem hohen Preis gekauft?

Für den nächsten Band ist also genügend Stoff vorhanden. Freuen wir uns darauf!

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Das Finale kündigt sich an …

Die Prinzen des Winters
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"Eisflimmern" schließt nahtlos an "Eisflammen" an. Die Gefährten verfolgen unbeirrt ihr Ziel. Während Lazar und Eyra den Eiskristall aus Tallesfeld holen wollen, kümmern sich Saul und Patricia um den Waldsmaragden. ...

"Eisflimmern" schließt nahtlos an "Eisflammen" an. Die Gefährten verfolgen unbeirrt ihr Ziel. Während Lazar und Eyra den Eiskristall aus Tallesfeld holen wollen, kümmern sich Saul und Patricia um den Waldsmaragden. Fayette und Noah sind bereits zusammen mit dem Königspaar und dem Feenstein auf dem Weg zur Quelle ...

K. T. Steen gelingt es auch im 4. Band ihrer Saga, die Lesenden mühelos in den Bann ihrer Erzählung zu ziehen. Die Bücher sollten in der chronologischen Reihenfolge gelesen werden.

Als ich den ersten Band der Eisfeuer-Saga las, ahnte ich nicht, was für eine Entwicklung diesem jungen Mädchen Eyra, der kleinen Taschendiebin bevorsteht. In „Eisflimmern“ wird ihre Aufgabe schwieriger als jemals zuvor. Ihr Weg führt sie in die Höhle der Löwin, nach Tallesfeld, dem Stützpunkt Lorelais. Vorher musste sie Emberis einen Schwur leisten, der sie, sollte ihr aktueller Plan scheitern, dazu zwingt, die Drachen aufzuwecken und in den Krieg gegen die Winterelfen zu führen. Diesen Kampf will sie unbedingt vermeiden. Auch ihre Gefährten Noah, Patricia, Saul und Fayette geraten auf ihren Missionen in größte Gefahren. Denn die Götter haben erfahren, was Eyra und ihre Familie planen. Sie setzen alles daran, die Zerstörung der Edelsteine zu verhindern. Werden die Gefährten das Ziel trotzdem rechtzeitig erreichen und so die nächste Schneezeremonie verhindern, die den Süden vollends unter ihren eisigen Massen erstarren ließe?

Autorin K. T. Steen verliert auch im vierten Band ihre Inspiration nicht. Mit ihrer gewohnt flüssigen und bilderreichen Sprache, befeuert sie einmal mehr mein Kopfkino und lässt mich mit Belgor und Eyra über die Eisebenen fliegen. Obwohl dieses Mal Gefühle und Romantik eine größere Rolle spielen, kommen die Spannung und der Fortgang der Geschichte zu keiner Zeit ins Hintertreffen. Es macht Spaß, die vertrauten Charaktere wiederzutreffen und ihre Weiterentwicklung mitzuerleben. Dabei haben mich gleich mehrere Protagonistinnen überrascht, positiv wie negativ. Wie schon in den ersten Bänden wird die Geschichte aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt. Das erleichtert es, sich in die Helden einzufühlen und mitzufiebern. Auch mein Liebling Theo spielt erneut eine wichtige Rolle. Gern würde ich mehr über ihn und seine Familie erfahren. Zunächst aber müssen die bösen Mächte bekämpft werden, was die Bündelung aller guten Kräfte erfordert. Verschiedene Gefahren wurden überstanden, aber ein ungutes Gefühl bleibt zurück. Was planen die bösen Götter? Ich hoffe auf ein gutes Ende, aber das ist noch die düstere Prophezeiung von Sephos, die nichts Gutes verheißt.

Es bleibt unverändert spannend. Der Showdown nähert sich – ich bin bereit!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Jane Austen im Fränkischen Seenland

16 Uhr 50 ab Ellingen
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Reporter Markus und Fotografin Elif sollen einen Beitrag über historische Schreittänze aus der Zeit Jane Austens und deren Fans schreiben. Sie erfahren, dass in einem Schlosshotel im fränkischen Städtchen ...

Reporter Markus und Fotografin Elif sollen einen Beitrag über historische Schreittänze aus der Zeit Jane Austens und deren Fans schreiben. Sie erfahren, dass in einem Schlosshotel im fränkischen Städtchen Ellingen ein „Regency-Event“ stattfindet, das abschließend ein Ball in historischen Kostümen krönt. Sofort mieten sie sich dort ein, denn diese Veranstaltung verspricht eher spektakuläre Bilder als der Besuch einer Tanzschule. Beide sind keine Fans der Szene, doch was sie erwartet, übertrifft ihre Vorstellung bei weitem ...

Autorin Sigrun Arenz entführt uns in ihrem Cosy Crime „16 Uhr 50 ab Ellingen“ in die Welt von Bridgerton und Downtown Abbey. Das Ambiente hat mir gut gefallen, doch der Fall erfüllte nicht ganz meine Erwartungen.

Britische und deutsche Regency-Enthusiasten reisen nach Ellingen. Die meisten Teilnehmer des Tanz-Spektakels kennen sich vom „Jane-Austen-Festival“ in Bath. Das neu eröffnete Schlosshotel erweist sich als idyllisch, auch wenn der historische Ballsall wegen eines Wasserschadens nicht nutzbar ist. Stattdessen steht ein frisch renoviertes Nebengebäude für den Ball bereit. Das Event startet mit Kutschfahrten, Workshops und Afternoon-Tea. Kleinere Streitigkeiten beschäftigen die Teilnehmer. Während die einen Reißverschlüsse an ihrem Kostüm im nicht sichtbaren Bereich akzeptieren, lehnen die Traditionalisten solche Anachronismen ab. Also business as usual bis am Tage des Balls eine Teilnehmerin tot aufgefunden wird - ermordet, wie sich bald herausstellt.

Sigrun Arenz schreibt flüssig und bildhaft. Sie lässt die Leidenschaft der Fans für die historischen Tänze des frühen 19. Jahrhunderts nachvollziehbar erscheinen.Der Krimi ist wie ein Regency-Tanz aufgebaut, beginnend mit der „Aufforderung“ über die „Aufstellung“ bis hin zum „Ausklang“ After the dance. Das hat mir gut gefallen.

Jeder der Regency Fans scheint Geheimnisse zu verbergen und auch der Ballsaal gibt Rätsel auf, denn der angebliche Wasserschaden entpuppt sich als mutwillige Zerstörung der historischen Bausubstanz. Markus und Elif beginnen zu recherchieren und befinden sich bald auf Mördersuche.

Der Mord wird schlussendlich zufriedenstellend aufgeklärt, aber mich hat das Motiv für die Tat nicht völlig überzeugt. Auch das von mir geliebte Mitraten war nur bedingt möglich, da einige wichtige Fakten erst gegen Ende offen gelegt werden. Die Hauptcharaktere Elif und Markus haben mich überzeugt, doch den übrigen Protagonisten fehlte es leider an Tiefe. Mancher Verdacht und angebliche Motive wirken etwas bemüht. Insgesamt mangelt es, auch für einen Cosy Crime an Spannung. Der unblutige Fall erweist sich als leichte Unterhaltung bei einem leckeren Afternoon-Tea an einem gemütlichen Winternachmittag.


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Veröffentlicht am 07.01.2026

Der Kampf geht weiter

Die Prinzen des Winters
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Eyra, Saul und Noah haben sich in Calor versteckt. Wie vereinbart kommen Fayette und Naran frei, wenn auch mit gelöschter Erinnerung, während Lazar im Kerker des Schlosses eingesperrt bleibt. Das ist die ...

Eyra, Saul und Noah haben sich in Calor versteckt. Wie vereinbart kommen Fayette und Naran frei, wenn auch mit gelöschter Erinnerung, während Lazar im Kerker des Schlosses eingesperrt bleibt. Das ist die Ausgangssituation für die Fortsetzung von K.T. Steens Eisfeuer-Saga. Auch mit ihrem 2. Band „Eisglut“ konnte sie mich von Beginn an fesseln.

Eyra sucht verzweifelt eine Möglichkeit, ihren Geliebten aus den Klauen Lorelais und des Ordens zu befreien. Während des Besuchs bei einer Hexe wird sie von einer alten Macht berührt. Deren Prophezeiung „Nur der Feuerrubin in deinen Händen wird Estraoras Schicksal wenden. Werde zu Feuer, denn er wird zu Eis. Das ist des Südens Freiheit Preis“ weist Eyra den Weg. Während sie Hinweise auf den Verbleib des Feuerkristalls sucht, gelingt es ihr, gedanklich mit Lazar zu kommunizieren. Sie beschließen, dass Eyra und ihre Gefährten auf die Suche nach dem Feuerkristall gehen, während ihr Geliebter sich bemüht, das Vertrauen seiner Halbschwester Lorelai zu gewinnen. Später gelingt es Lazar zu fliehen, doch dann wird die Gemeinschaft mit dem unausweichlichen Tod bedroht. Um ihre Lieben zu retten, schließt Eyra in ihrer Verzweiflung einen Pakt, den sie niemals eingehen wollte ...

K. T. Steen schreibt flüssig und bildhaft. Wir lernen neue Bewohner der von ihr geschaffenen Welt Mirilor kennen, wie Nachtfeen, Gnome und Schrate, aber auch Kockerhasel und Greife oder Wünschelblumen. Mein absoluter Favorit ist Theodorius von Winterweide, der jüngste Spross eines legendären Geschlechts von Schneeamseln. Er verfügt nicht nur über einen unfehlbaren Blick für die richtige Kleidergröße, sondern ist ein wirklich zauberhaftes Wesen.

Eyra und ihre Begleiter finden trotz Narans anfänglicher Ablehnung zu einer loyalen Gemeinschaft zusammen. Auf der Reise nach Oritea überstehen sie Verrat und Gewalt. Auch die Beziehung von Lazar und Eyra gedeiht. Sie finden endgültig zusammen, was zu ein paar „heißen“ Szenen führt, die die Romantiker unter uns erfreuen. Die Winterprinzen unterstützen Eyra. Obwohl sie alles verloren haben, kämpfen sie weiter. Band 2 endet nicht direkt mit einem Cliffhanger, doch an einer spannenden Stelle. Gerade haben wir ein mächtiges magisches Wesen kennengelernt, das noch eine bedeutende Rolle spielen wird. Welche? Das erfahren wir dann in Band 3 - Eisflammen.

Auch Teil zwei der Saga konnte mich fesseln. Ich habe Eyra näher kennengelernt und mit ihr und den Gefährten mitgefiebert. Lauernde Gefahren, spannende Suche, schmerzliche Begegnungen, gute und böse Mächte, Verrat, Romantik. Loyalität, Zuneigung, Hass – alles ist in dieser Geschichte vorhanden. Dabei ist die Atmosphäre nicht durchgehend düster, einige schöne Momente und eine Prise Humor lockern das Geschehen auf. Eyra und die Gemeinschaft müssen ihre Strategie überdenken, da neue Erkenntnisse dies erforderlich machen. Ich bin so neugierig, wie es weitergeht. Eines ist sicher, es bleibt spannend!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Was verbirgt der Wald?

Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt
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In „Tannengrab“ sieht sich Ines Bucks engagierte Ermittlerin Karla mit einem bizarren Fund konfrontiert, der sich als neue Spur in einem Cold Case erweist. Obwohl sich die Ausgangslage als schwierig darstellt, ...

In „Tannengrab“ sieht sich Ines Bucks engagierte Ermittlerin Karla mit einem bizarren Fund konfrontiert, der sich als neue Spur in einem Cold Case erweist. Obwohl sich die Ausgangslage als schwierig darstellt, gelingt es der taffen Hauptkommissarin Sommerfeld und ihrem zunächst wenig motivierten Kollegen Meyer mehr als einen Mord aufzuklären. Der Fall hat mich schnell gefesselt und die Spannung hat bis zum Schluss gehalten.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Geburtstagsfeier von Karlas Mutter der Hauptkommissarin eine neue Ermittlung beschert? Während sie die Kaffeetafel vorbereitet, präsentiert ihr Mathilda, die Sechsjährige der Nachbarin, stolz den neuesten Fund aus dem Wald. Was die Kleine als Wildschweinknochen bezeichnet, entpuppt sich für Karla als menschliches Schlüsselbein ...

Ines Buck hat für ihren neuesten Fall ein spannendes Setting gewählt. Der Leser erlebt hautnah mit, wie sich der idyllische Waldkindergarten „Wurzelkinder“ mit Bachgeheimnis, Wichtelhain und Moosgarten in eine Stätte des Grauens verwandelt. Nicht nur die Eltern der Kinder sind alarmiert.

Karla Sommerfeld ermittelt in ihrem zweiten Fall in Birkenweiler. Gemeinsam mit dem Kollegen Henning Meyer versucht sie, den mysteriösen Knochenfund aufzuklären. Schnell wird klar, dass dieser Fall zumindest nichts mit dem ungelösten Verschwinden ihres Vaters zu tun hat, denn der gefundene Knochen gehört zu einem weiblichen Skelett. Es stürmt einiges auf Karla ein. Neben der kranken Mutter, die unaufhaltsam in ihrer Demenz versinkt, nun ein ungelöster Cold Case, der die Kommissarin stark an die eigene familiäre Tragödie erinnert. Karla ist eine fähige Polizistin, gut vernetzt und nervenstark. Ihr Verhältnis zum leicht schrulligen Kollegen Meyer verbessert sich während der Ermittlung weiter, sodass auch seine Stärken der Klärung des Falles zugutekommen. Die übrigen Charaktere sind ebenfalls glaubwürdig gezeichnet.

Neben ihren überzeugenden Protagonisten hat mir auch Ines Bucks Sprache gut gefallen. Flüssig und bildhaft hat sie mich in ihren Bann gezogen. Ob die Beschreibung des Waldes, der je nach Situation märchenhaft, idyllisch oder aber unheimlich bzw. angsteinflößend ist, oder die des abgelegenen Wohnorts des ersten Mordopfers, beides war absolut stimmig für mich.

Schließlich gelingt es den Kommissaren, den Fall logisch aufzuklären. Die beiden so verschiedenen Polizisten, sind zu einem fähigen Team gereift, das sich hervorragend ergänzt. Ich hatte zwar einen Verdacht bezüglich des möglichen Täters, doch was sich alles hinter diesem Verbrechen verbarg, darauf wäre ich nicht gekommen. Besonders gefallen haben mir Ines Bucks Beschreibungen, die teilweise unter die Haut gehen, die gut eingefangene Atmosphäre sowie das ausgewogene Verhältnis zwischen Ermittlung und Privatleben des Hauptcharakters. Nur das erste Opfer blieb leider etwas blass. Ihr Charakter und ihre Beweggründe hätten mich interessiert.

Den nächsten Fall der Polizeiwache Birkenweiler werde ich mir nicht entgehen lassen und ich freue mich schon auf die vierbeinige Verstärkung.

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