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Veröffentlicht am 09.08.2020

Noch 25 Monate bis zur Pension

Alter Hund, neue Tricks
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Adrian McKinty ist ein Autor, der es großartig versteht, spannende Bücher zu schreiben.
Sein Protagonist Sean Duffy, katholisch, Detective Inspector, zur Zeit nur noch in Teilzeit, wohnt zwar ...

Adrian McKinty ist ein Autor, der es großartig versteht, spannende Bücher zu schreiben.
Sein Protagonist Sean Duffy, katholisch, Detective Inspector, zur Zeit nur noch in Teilzeit, wohnt zwar nun in Schottland, hat aber sein Haus in Irland noch nicht verkauft.
Eines Tages wird er zu einem einfachen, kleinen Mord an einem Landschaftsmaler gerufen, weil der zuständige Inspector auf Urlaub ist,
Zusammen mit seinem ebenfalls in Teilzeit befindlichen Kollegen beginnt er zu ermitteln. Auf seine ganz eigene Art.
Es dauert nicht lange, bis sich die Überzeugung breit macht, daß der kleine Mord doch weitere Kreise zieht, als anfangs angenommen. Die Handlung spielt im Belfast des Jahres 1992, als man, ehe man sein Fahrzeug startete, noch darunter nach Sprengstoff suchen musste.
Duffy und sein Kollege Crabbie geraten bei den Ermittlungen mehrmals in Lebensgefahr, aber Duffy will nicht aufgeben, zumal sein Telefon plötzlich mit einer Wanze des CIA bestückt ist. Er verfolgt eine ganz eigene Spur, die ihn bis nach Amerika führt.
Ein Lesevergnügen der besonderen Art, ein Detective Inspector, der Lord Byron, T.S.Elliot und John Milton zitiert, der sowohl Ella Fitzgerald als auch Julie London hört, auch Arvo Pärt, der auf Anhieb Schostakowitsch erkennt, Whisky trinkt und sich nicht scheut, mit seiner in Schottland lebenden Katze zu reden......
367 Seiten intelligentes Lesefutter, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Psychopath, Nervensäge, Parasit und Jammerlappen

Nadelfein
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In Laura Langs zweitem Krimi, in dem Sunny ihre Fähigkeiten, mit Toten zu kommunizieren, wieder einmal benutzen kann, geht es um einen bekannten DJ, der tot aufgefunden wird, mit einer ordentlichen Portion ...

In Laura Langs zweitem Krimi, in dem Sunny ihre Fähigkeiten, mit Toten zu kommunizieren, wieder einmal benutzen kann, geht es um einen bekannten DJ, der tot aufgefunden wird, mit einer ordentlichen Portion Heroin im Blut.

Sunny und ihr neuer Freund Leo, leben zur Zeit in einer Hütte des Polizisten Anton .

Sunny soll einen Hintergrundbericht für die Zeitung schreiben, Leo begleitet Sunny auf ihrer Runde zu den Freunden des Toten. Es stellt sich allerdings bald heraus, dass die Freundschaft nicht wirklich prickelnd war.

Der Tote, Vic, war ein Frauenheld der schlimmeren Art und kein unbeschriebenes Blatt.

Sunny und Leo kommen bald zur Ansicht, daß der Tod Vics kein Unfall war, obwohl die Polizei davon ausgeht.

Bald schon verdichten sich die Hinweise, besonders als es noch 2 Tote gibt.



Ein spannender Roman, der das Paranormale nicht in den Vordergrund stellt.

Absolut lesenswerte 301 Seiten Lesefutter

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Nicolas Eichborns 6. Fall

Tag X
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Als Neueinsteigerin kann ich nur sagen, daß man ganz leicht in die Geschichte, es ist bereits die 6. Folge der Eichborn-Serie, einsteigen kann, auch wenn man die bereits bestehenden 5 Vorgänger-Folgen ...

Als Neueinsteigerin kann ich nur sagen, daß man ganz leicht in die Geschichte, es ist bereits die 6. Folge der Eichborn-Serie, einsteigen kann, auch wenn man die bereits bestehenden 5 Vorgänger-Folgen nicht kennt. Aber das Buch macht unbedingt Lust darauf.

Der Autor V.S. Gerling alias Volker Schulz hat sich für diese Folge etwas ganz besonders Bedrohliches einfallen lassen.

Computer-Hacker, Scharfschützen. korrupte Politiker, Bombenanschläge und als Auftakt ein Flugzeugabsturz.

Nicolas Eichborn, seine Frau Helen und das restliche Team haben ganz schön harte Nüsse zu knacken, aber, klar, sie schaffen es, knapp, aber doch.

Das Buch "schmeckt" am Besten, wenn man sich Zeit nimmt, und so viel, wie möglich, in einem Stück liest.

Die Spannung hält perfekt durch das gesamte Geschehen, und das ist recht üppig, ich möchte mir das in echt nicht gerne vorstellen, aber als Handlung für ein Buch ist es genau richtig.

Auf 496 Seiten spielt sich da ein Drama der besonderen Art ab.

Das Cover lädt zum Zugreifen ein, vielversprechend, aber nichts verratend.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Gillian und Aidan

Der Tuchfuchs
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Ellen C. Flynn´s Roman über einen aussergewöhnlichen Mann und eine ebenso aussergewöhnliche Frau in der Zeit um 1764.

Manchester war damals Mittelpunkt des Tuchhandels und dessen Herstellung.

Frauen ...

Ellen C. Flynn´s Roman über einen aussergewöhnlichen Mann und eine ebenso aussergewöhnliche Frau in der Zeit um 1764.

Manchester war damals Mittelpunkt des Tuchhandels und dessen Herstellung.

Frauen waren eigentlich nur für niedrige Arbeiten und zum Kindergebären existent.

Doch Gillian Pollett, eine verwitwte Frau mit guter Ausbildung und Verstand, will nicht darauf festgelegt werden.



Aidan Towell, ein heimgekehrter Soldat, mittlerweile zweitgrößter Tuchhändler der Stadt, will ebenfalls mehr.

Aufgestiegen vom Tagelöhner, dann als Soldat im Dienst des Königs im siebenjährigen Krieg, hat einen Gönner, der ihn sehr unterstützt und ein väterlicher Freund ist.

Aidan, begehrter Junggeselle und frischgebackener Magistrat der Stadt, hat große Pläne, er will den Handel ausweiten und zieht einen Riesenauftrag an Land.

Natürlich schläft die Konkurrenz nicht und versucht, ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Zusammen mit einigen Partnern will Aidan den Auftrag unbedingt ausführen, verlöre er doch Existenz und den guten Namen, sollte das schiefgehen.

Sein Freund Hugh kommt bei einem Brand ums Leben und nun geht es auch für Aidan ums Überleben. Denn das Rohmaterial, das er für seinen Auftrag in der Lagerhalle gelagert hatte, ist verbrannt.

Da kommt Gillian Pollett ins Spiel. Sie bietet Aidan an, für ihn das benötigte Tuch zu weben, denn sie ist gut ausgebildet und sehr zielstrebig, geht es doch auch um ihre eigene Existenz.

Die beiden werden sich einig und nach und nach wächst auch das gegenseitige Vertrauen.

Der Tuchhändler John Weston unternimmt alles, um das Vorhaben Gillians und Aidans zu torpedieren, was ihm aber nur schlecht gelingt.

Intrigen, Hass, Missverständnisse, auch Liebe und Vertrauen begleiten den Leser durch eine schwere und schwierige Zeit, das England dieser Zeit ist geprägt von Armut, Gier und Schmutz.

Wird Gillian Aidans Kopf retten können?

Das Cover zeigt eine Taschenuhr auf handschriftlichen Unterlagen, als Symbol für Pünktlichkeit, Verläßlichkeit und Bürokratie

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Musik, Mord und Madame

Madame Beaumarie und die Melodie des Todes
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Die Autorin Ingrid Walther hat einen sehr feinfühligen, spannenden Krimi vorgelegt. Das Cover zeigt schon zur Einstimmung, wo er angesiedelt ist.

Schöne Farben dominieren den Provence-Krimi-Umschlag.

Madame ...

Die Autorin Ingrid Walther hat einen sehr feinfühligen, spannenden Krimi vorgelegt. Das Cover zeigt schon zur Einstimmung, wo er angesiedelt ist.

Schöne Farben dominieren den Provence-Krimi-Umschlag.

Madame Florence Beaumarie, pensionierte Polizei-Sekretärin will sich mit einem Urlaub in Avignon und dort mit dem Besuch eines Barock-Konzert Festivals verwöhnen. Schon vor der Abfahrt in Paris trifft sie auf einen bekannten Musiker, erkennt ihn aber nicht.

Angekommen in Avignon, bezieht sie ihre Unterkunft und will danach die touristischen Attraktionen der Stadt erkunden. Sie lernt eine sehr nette Musikstudentin und deren Vater kennen und als sie auch den Pfarrer der Kirche, wo das Konzert stattfinden soll, ebenfalls trifft, ist sie von den Menschen dort begeistert.

Aber kurz vor dem Konzert wird der Dirigent ermordet und seine Stellvertreterin muß den Part übernehmen.

Sofort ist Madame alarmiert und sie wird sehr neugierig, trifft sich mit dem einen oder anderen Beteiligten und fragt, was sie wissen will.

Der Chauffeur des Ermordeten bietet ihr an, sie zum Ferienhaus des Toten zu bringen und sie verbringt einen ruhigen Nachmittag im Bootshaus des Anwesens, da weiß sie noch nicht, dass auch die Dirigenten-Stellvertreterin verschwunden ist.

Alles geht dann drunter und drüber, Madame hat inzwischen auch einen alten Bekannten aus ihrer Pariser Dienststelle wieder getroffen und darf insgeheim mitermitteln, was sie sich natürlich nicht entgehen lässt.

Ihr neuer Bekannter und der Freund des Toten, ein bekannter Pianist wetteifern um ihre Gunst und so ist sie bald mitten in der Geschichte gelandet.

Eine Geschichte, die sehr stimmig aufgebaut und niedergeschrieben wurde. Sowohl die Kunst der Musik, als auch die schöne Landschaft und die malerischen Ort, die man nicht in jedem Reiseführer findet, tragen dazu bei, sich beim Lesen wohl zu fühlen.

Die Verdächtigen, den derer gibt es einige, werden aus der Sicht von Madame und aus der Sicht des einigermaßen gestressten Kommissars der Avignoner Polizei gegeneinander aufgewogen und führen letztendlich zum wahren Täter. Und Madame kann sich endlich auch ihrem neuen Bekannten widmen.

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