Frauenfußball
Meine wundervollen SchwesternIch bin froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn ich habe viel dadurch gelernt.
In einer Kultur wie der unseren zu leben, mit allen Fehlern , aber auch Annehmlichkeiten, ist nicht selbstverständlich. ...
Ich bin froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn ich habe viel dadurch gelernt.
In einer Kultur wie der unseren zu leben, mit allen Fehlern , aber auch Annehmlichkeiten, ist nicht selbstverständlich. Man muß hier geboren werden.
Wer aber als Mädchen in Afghanistan zur Welt kommt, lernt schnell, dass hier die Männer, und was für welche, das Sagen haben.
Männer dürfen hier alles und Frauen nichts, denn sie haben kaum Wert.
Natürlich gibt es auch in Afghanistan Männer, die die Frauen in ihrer Familie wertschätzen, so wie es die Autorin des Buches, Khalida Popal erfahren durfte. Ihre Familie stand hinter ihr und tut es noch.
Sie hatte Zugang zu Bildung und dank ihrer verständnisvollen Familie immer Rückhalt, wenn es die Männerwelt arg mit ihr trieb. Und "arg" ist hier ein Synonym für das, was in diesem Land vor sich ging und immer noch geht.
Khalida, die nun in Dänemark lebt, war vor ihrer Flucht ein fußballbegeistertes Mädchen, das sich nicht unterkriegen ließ, sie spielte, organisierte und vertrat Frauen in ihrem Geburtsland, die ebenso begeistert vom Ballspiel waren, wie sie. Sie erkämpfte sich den Rang der Kapitänin der afghanischen Frauen-Fußballnationalmannschaft und arbeitete für den dortigen Fußballverband.
Als sie dann aber knapp einem Mordanschlag entging, floh sie nach Dänemark, wo sie seit 2011 lebt.
Im August 2021, als die Taliban endgültig die Macht in Afghanistan übernehmen, organisiert sie von Europa aus die Flucht vieler Mitglieder des Frauenfußballteams nach Australien. Sie alle wären zu Hause ihres Lebens nicht mehr sicher gewesen.