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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2020

Deutschland anders

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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In diesem Buch werden 55 „beeindruckende“ Reiseziele in Deutschland vorgestellt, dabei werden diese mit weltbekannten Orten, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften verglichen. Dazu gibt es Tipps zu den Zielen.
Meine ...

In diesem Buch werden 55 „beeindruckende“ Reiseziele in Deutschland vorgestellt, dabei werden diese mit weltbekannten Orten, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften verglichen. Dazu gibt es Tipps zu den Zielen.
Meine Erwartungen an dieses Buch wurden nicht erfüllt. Zum einen fand ich die meisten der Bilder zu klein, die Informationen zum Ziel in Deutschland sind sehr spärlich und die meisten Tipps für Restaurants und Hotels sind im mittleren bzw. hohen Preisniveau angesiedelt – gerade für Familien nicht nutzbar. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen, z.B. wegen einem schiefen Turm mehrere Stunden unterwegs zu sein (wobei der schiefste Turm in Ostfriesland steht). Des Weiteren finde ich die die meisten Vergleiche weit hergeholt, z.B. Walhalla mit Akropolis, Stadtbibliothek Ulm mit Louvre, Lüneburger Heide mit Provence …
Für mich ist dies ein Reiseführer, der einem zwar einige Inspirationen liefert, aber die Nebeneinanderstellung von zwei Reisezielen ist mir zu abstrakt.

Veröffentlicht am 25.06.2020

Geschichte spannend verpackt

Der Bornholm-Code
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Der ehemalige Forschungstaucher Frank Strebe betreibt eine Tauchbasis und gibt Tauchkurse. Da meldet sich sein damaliger Kollege Lars, um ihn über einen sensationellen Fund vor Bornholm zu berichten und ...

Der ehemalige Forschungstaucher Frank Strebe betreibt eine Tauchbasis und gibt Tauchkurse. Da meldet sich sein damaliger Kollege Lars, um ihn über einen sensationellen Fund vor Bornholm zu berichten und ihn um Hilfe bei dieser Expedition bittet. Die Fundstücke deuten darauf hin, dass seine damalige Theorie bezüglich des Nibelungenschatzes doch noch bewiesen werden kann und so nimmt er bei dieser Expedition teil. Allerdings stellt sich bei der Bergung der archäologischen Stücke heraus, dass im Hintergrund eine Gruppierung mitmischt, die durch die Fundstücke die „Weltherrschaft“ übernehmen möchte und nicht an der wissenschaftlichen Thematik interessiert ist.
In diesem Buch wird die Nibelungensage mit der Figur des Arminius und des Nibelungenschatzes in eine spannende Geschichte verpackt. Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert, interessant in das Buch eingebunden und ich konnte mein Wissen vertiefen. Ebenso werden die Tauchszenen, für mich als Nichttaucher, nachvollziehbar beschrieben.
Der flüssige und bildhafte Schreibstil liest sich hervorragend. Die Protagonisten werden authentisch und facettenreich dargestellt. Viele Charaktere sind nicht in gut oder böse einzuteilen, sondern befinden sich häufig im Graubereich. Durch die verschiedenen schlüssigen Handlungsstränge bleibt das Buch bis zum Schluss spannend und man konnte sich nicht sicher sein, ob die Zusammenhänge zwischen Geschichte und Gegenwart nur Fiktion oder doch schon Realität sind.

Veröffentlicht am 22.06.2020

Spannende Familiengeschichte

Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis (Die Purpurküsten-Reihe 1)
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Amélie verliert bei einem Unfall ihren Sohn und Mann und befindet sich immer noch in einer hoffnungslosen Situation. Nach einem Besuch bei ihren Eltern entschließt sie sich nach Collioure, einem kleinen ...

Amélie verliert bei einem Unfall ihren Sohn und Mann und befindet sich immer noch in einer hoffnungslosen Situation. Nach einem Besuch bei ihren Eltern entschließt sie sich nach Collioure, einem kleinen Ort an der Purpurküste, zu fahren. In der Baguetterie ihrer Oma verbrachte sie Teile ihrer Kindheit und möchte dort im Haus dieser zu wohnen. Dort angekommen, stellt sie fest, dass der Journalist Benjamin einen Teil des Hauses gemietet hat. Beim Besuch ihrer Oma im Seniorenheim übergibt ihr diese ihr geheimes Tagebuch, in dem sie ihre Liebe zu einem deutschen Soldaten während der Besatzungszeit im zweiten Weltkrieg aufgeschrieben hat.
Die Protagonisten, auch die Nebenfiguren, sind gut charakterisiert und vermitteln mit ihren individuellen Eigenschaften Authentizität.
Der angenehme Schreibstil liest sich flüssig und ist bildhaft; man kann sich die Gegend plastisch vorstellen.
Durch die Tagebucheinträge erfährt man einiges über das Leben im besetzten Frankreich im Jahr 1944 und diese sind sehr emotional geschrieben.
Die Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart auf geschickte Weise verknüpft, ist tiefgründig, spannend und die Romantik fehlt auch nicht.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Chaotisch

Beachdating
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Nachdem Annabelles Zypernurlaub ins Wasser fällt, trifft sie die Entscheidung zum Campen an einen Oberpfälzer See. In ihrem ersten Campingurlaub ist von Entspannung wenig Rede. Bei der Anfahrt zum Campingplatz ...

Nachdem Annabelles Zypernurlaub ins Wasser fällt, trifft sie die Entscheidung zum Campen an einen Oberpfälzer See. In ihrem ersten Campingurlaub ist von Entspannung wenig Rede. Bei der Anfahrt zum Campingplatz lernt sie vier Männer kennen und neben ihrem Zelt campiert eine Zeltlagergruppe. Um die Singlefrau schwärmen die Männer …
Die Charaktere bleiben oberflächlich; mir waren es zu viele Personen, einige wenige und dafür besser ausgearbeitet hätten der Geschichte besser getan. Die Handlung hätte an jedem beliebigen See und Campingplatz sein können, die Oberpfalz bleibt in dem Buch in der Ferne. Die chaotische Geschichte konnte mich nicht überzeugen, da sie ohne jeglichen Tiefgang war und die Handlung so vor sich hin plätscherte.
Der schlichte Schreibstil liest sich gut, phasenweise humorvoll.

Veröffentlicht am 12.06.2020

Spannung fehlt

Der Knochengarten
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Bei Bauarbeiten auf dem Gelände eines ehemaligen katholischen Waisenhauses werden menschliche Knochen gefunden, die dort wohl über mehrere Jahrzehnte vergraben wurden. Bei den Ermittlungen werden in unmittelbarer ...

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände eines ehemaligen katholischen Waisenhauses werden menschliche Knochen gefunden, die dort wohl über mehrere Jahrzehnte vergraben wurden. Bei den Ermittlungen werden in unmittelbarer Nähe weitere Knochen gefunden, die aus mehreren Gründen nicht zu dem ersten Fund passen. Des Weiteren wird ein Mordfall wieder aufgerollt, wo nicht sicher ist, dass der Verurteilte der Schuldige ist.
Dies ist der elfte Fall um DCI Carol Jordan und dem Profiler Tony Hill, wobei diese Beiden für mich eine eher untergeordnete Rolle in diesem Roman spielen und auch keine richtige Beziehung zu dem Fall/Fällen innehatten.
Der Roman begann eher behäbig, dann wurde man plötzlich mit vielen Personen und Handlungen überhäuft. Es gibt neben dem Haupthandlungsstrang diverse Nebengeschehen mit ihren Personen. Die Personen sind vielschichtig angelegt und zum größten Teil auch sympathisch. Die vielen Handlungsstränge lassen einen den roten Faden verlieren und das fast jedes Kapitel mit einem Cliffhanger endete, trug nicht gerade zu einem guten Lesefluss bei. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, die Kapitel sind angenehm kurz gehalten.
Für mich ist dies auch kein Thriller, dazu war er nicht spannend genug und der Täter stand schon nach wenigen Zeilen fest. Auch werden die Hintergründe der Morde nicht geklärt bzw. aufgelöst.
Dies war mein erster Roman um dieses Duo und für mich als Neuleser war es schwierig in die Personen zu finden, da häufig Bezug auf vorherige Bände genommen wurde und es machte nicht so richtig Spaß.