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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2017

Bewegende Geschichte

Wo der Regenbogen anfängt ...
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Maeve und NIamh sind zwei wirklich zauberhafte Protagonisten. Die Schwestern müssen sich durch harte Zeiten kämpfen, denn Niamh ist schwer krank. Sie hat Leukämie und ihr Alltag ist geprägt von Verzicht ...

Maeve und NIamh sind zwei wirklich zauberhafte Protagonisten. Die Schwestern müssen sich durch harte Zeiten kämpfen, denn Niamh ist schwer krank. Sie hat Leukämie und ihr Alltag ist geprägt von Verzicht und Schmerz und manchmal auch von Hoffnungslosigkeit, Maeve versucht sie aufzuheitern, doch als große Schwester stößt sie manchmal auch auf ihre Grenzen. Sie erträgt die Tatsache, dass sie als Knochenmarkspender nicht in Frage kommt, nur sehr schwer. Für beide eine herbe Enttäuschung.

Unterstützt werden die beiden von ihrer Großmutter, die Eltern haben die Mädchen früh verloren. Maeve tut alles, um ihrer Schwester beizustehen und nimmt sie mit auf eine Reise nach Irland.

Die Stationen die sie unterwegs anlaufen sind sehr anrührend beschrieben, auch das wunderbare Verhältnis der Schwestern zueinander ist sehr ergreifend und emotional. Sie versuchen Normalität zu leben, so weit die Krankheit dies zulässt. Es wird nichts beschönigt, es ist aber auch kein Buch das nur auf die Tränendrüsen drückt. Im Gegenteil. Es gibt so oft Situationen, die den Leser mit den Schwestern herzhaft Lachen lassen.

Julia Bohndorf schreibt fesselnd, gefühlvoll, was man gerade in den emotionalen Passagen gut spürt. Die Seiten verfliegen so schnell.

Die Liebesgeschichte, ist nach meinem Geschmack, etwas zu kurz gekommen. Der Hauptpunkt liegt doch auf der besonderen Schwesternbeziehung und nicht in der Romanze. Das Ende kommt unheimlich schnell und der Leser bekommt das Gefühl, da fehlt etwas.

Insgesamt ist es aber ein gutes Buch. Es bewegt, rührt zu Tränen. Auf der anderen Seite strahlt Niamh so viel Lebensfreude aus, dass sie mich sehr zum Lachen gebracht hat.

Man könnte auch sagen, die Geschichte regt zum Nachdenken an. Mich hält sie zumindest auch nach dem Lesen noch gefangen und beschäftigt meine Gedanken.

Veröffentlicht am 02.06.2017

Joy und Madison

Love Emergency - Zufällig verliebt
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Madison Foley ist auf dem Weg ins Krankenhaus, als ihre Fruchtblase platzt und ihr Baby unbedingt das Licht der Welt erblicken will. Mit Hilfe des Sanitäters Hunter bringt sie ihre Tochter am Straßenrand ...

Madison Foley ist auf dem Weg ins Krankenhaus, als ihre Fruchtblase platzt und ihr Baby unbedingt das Licht der Welt erblicken will. Mit Hilfe des Sanitäters Hunter bringt sie ihre Tochter am Straßenrand zur Welt. Das war so gar nicht ihr Plan.

Denn dieser Plan beinhaltete Geld, Wohnung, Job und einen Vater für ihre kleine, gerade geborene Tochter. Nichts davon ist ihr geblieben. Hunter versorgt sie und bringt sie und ihr Baby in eine Klinik. Damit trennen sich ihre Wege, oder sie sollten es.

Hunter kommt jedoch nicht von dieser jungen Frau los. Als Madison, kurz nach ihrer Entlassung in einem Supermarkt zusammenbricht und erneut in der Klinik landet, ist er für sie da. Er gibt ihr ein Zuhause, Sicherheit und er hilft ihr zu Kräften zu kommen. Er ist für sie da und hilft durch die erste Zeit mit dem Baby.

Mit der Zeit, wird aus dem Hilfsgefühl, dass Hunter für Madison hatte, tiefe Zuneigung und später Liebe. Doch ihr Kennenlernen und Madisons Vergangenheit machen es beiden nicht leicht. Madison ist es gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Genau dies ist auch ihr Ziel, an dem sie eisern festhält.

Samanthe Beck erzählt die Geschichte einer jungen Mutter, die alles im Leben verloren zu haben scheint. Sie erzählt von ihrem Fall, ihrer Genesung und dem Beginn in ein neues, besseres Leben.

Sie erzählt auch von einem jungen, hilfsbereiten Mann, der eine Geschichte erleben musste, die ihn durchaus in einen gefühlskalten Menschen verwandeln hätte können. Doch Hunter ist der strahlende Held der Geschichte. Er trotzt der Vergangenheit, der gegenwärtigen Gefahr und kämpft, um seine Ziele zu erreichen.

Das Leben hat beiden übel mitgespielt und trotzdem verzagen sie nicht. Lernen zu vertrauen und geben sich Halt und Kraft.

Eine gefühlvolle Romanze für den bevorstehenden Sommer. Hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 31.05.2017

Stürmische Zeiten

Stormheart 1. Die Rebellin
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Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz!

Von der Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Doch ...

Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz!

Von der Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Doch Aurora hat diese Fähigkeiten nicht und sie hat mit ihrer Mutter versucht, diese Tatsache zu verheimlichen . Die Königin überredet Aurora zu einer Hochzeit, die den Verlust ihrer Fähigkeiten "ausgleichen" soll, sie soll einen starken Partner bekommen, der sie als Thronfolgerin unterstützt.

Die passende Wahl hat die Königin bereits getroffen. Doch diese Wahl, könnte für Aurora schlimme Folgen haben. Sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg. In einer Gruppe von Sturmjägerin erhofft sie sich Hilfe. Aurora wird zur Roar, sie täuscht eine Entführung vor und verschwindet aus dem Palast. Sie bittet die Sturmjäger darum, sie als solche auszubilden. Aurora hofft, dass sie den Stürmen auch ohne angeborene Magie entgegentreten kann.

Und dann ist da noch Lock, der ihren Plänen skeptisch gegenüber steht. Doch er stimmt zu und übernimmt ihre Ausbildung und diese ist härter als Aurora / Roar vermutet hatte. Wird sie es schaffen, den Stürmen zu trotzen?

Cora Carmacks Geschichte um Aurora hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich fesselnd und ist sehr spannend. Aurora als Figur hat mir ziemlich gut gefallen, sie wirkt sympathisch und scheint ein gutes Herz zu haben. Auch das Wohl ihres Volkes liegt ihr sehr am Herzen.

Jinx hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, ihre Figur steckt voller Leben und sie hat Kräfte die ich sehr faszinierend fand. Sie ist lebensfroh und scheint alle Schwierigkeiten überwinden zu können.

Lock ist der Rebell in dieser Geschichte (für mich). Er hat eine traurige Vergangenheit und kann diese nur schwer hinter sich lassen. Er versucht immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für seine Gruppe, für sich selbst und insbesondere für Roar. Damit liegen schwere Lasten auf seinen Schulter, die er jederzeit bereit ist, zu tragen.

Ich freue mich schon sehr darauf die Fortsetzungen zu lesen.

Veröffentlicht am 24.05.2017

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Das Traumparadoxon
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Samira besitzt eine seltene Gabe: Sie kann sich nach dem Aufwachen an jedes noch so kleine Detail ihrer Träume erinnern. Dort, jenseits ihres tristen Alltags, zieht sie unter dem Namen Sephariel durch ...

Samira besitzt eine seltene Gabe: Sie kann sich nach dem Aufwachen an jedes noch so kleine Detail ihrer Träume erinnern. Dort, jenseits ihres tristen Alltags, zieht sie unter dem Namen Sephariel durch die Nacht und erlebt als geschickte Diebin atemberaubende Abenteuer.

Doch diese Träume beinhalten große Gefahren, die es gilt zu bestehen. Doch Samira ist nicht allein, mit der Zeit offenbaren sich ihr Helfer und Freunde. Doch nicht alle, bei denen sie meinte, sie seien für sie da, sind es auch tatsächlich. Freund wird zu Feind.

Die Träume mischen sich mit der Realität und Samira wacht immer häufiger mit Verletzungen auf. Es muss etwas geschehen, wird sie sich retten können?

Stephanie Tölle hat mit dieser Geschichte ein Buch geschaffen, dass sich von anderen Büchern deutlich unterscheidet. Man liest Passagen aus der Traumwelt, von Sephariel. Diese sind geheimnisvoll und manchmal auch erschreckend.

Samiras Passagen befindet sich in der Gegenwart. Was aber Sephariel an Stärke und Willenskraft hat, scheint Samira oft zu fehlen. Sie muss ihren Weg erst noch finden. Sie wirkt oft hilflos und braucht Beschützer an ihrer Seite.

Die Geschichte liest sich fesselnd und der Schreibstil zieht den Leser sofort in seinen Bann. Das Buch lässt sich aufgrund der Kürze in einem Ruck durchlesen. Die Spannung bleibt über das Buch recht hoch, wobei mir das Ende aber etwas überstürzt vorkam. Hier fehlte mir die Liebe zum Detail, es ging einfach zu schnell.

Trotzdem war eine tolle Geschichte von einer talentierten Autorin. Dankeschön dafür.

Veröffentlicht am 21.05.2017

Juleikas Weg

Me, without Words
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Dies ist die Geschichte der 16-jährigen Juleika. Juleika hat im Moment einiges um die Ohren. Ihre Eltern streiten sich nur noch und es kommt nach einem besonderes heftigen Streit zur Trennung. Julis Mutter ...

Dies ist die Geschichte der 16-jährigen Juleika. Juleika hat im Moment einiges um die Ohren. Ihre Eltern streiten sich nur noch und es kommt nach einem besonderes heftigen Streit zur Trennung. Julis Mutter verlässt die gemeinsame Wohnung, um mit ihrem neuen Partner zusammen zu leben.

Für Juli bricht damit erst einmal eine Welt zusammen und sie kommt damit nur schwer zurecht. Als sie sich an ihre beste Freundin wendet, muss sie feststellen, dass diese nicht wirklich mit Rat zu Seite steht und auch ihr Freund Levin ist nicht so für sie da, wie sie es gebraucht hätte.

Sie lernt Marc kennen und die beiden freunden sich an. Marc hört ihr zu, ist für sie da und gibt den ein oder anderen Rat. Diese Freundschaft führt jedoch zum Aus für ihre eigene Beziehung und Juli bricht den Kontakt zu Marc erst einmal ab. Sie möchte nicht sein wie ihre Mutter.

Doch sie merkt, sie empfindet mehr als nur Freundschaft für Marc und auch er hat sich mehr gewünscht, von Anfang an. Doch Marc hat auch ein Geheimnis und als dieses Auffliegt, droht er Juli zu verlieren. Er muss sich entscheiden, Juli oder ...

Kira Minttu hat hier eine wirklich rührende Geschichte erzählt. Es geht um Freundschaften, um Vertrauen, Zuneigung und Liebe, aber auch um Trennung, Schmerz und Wut. Ich kannte den Vorläufer zu diesem Buch nicht, dass war aber überhaupt kein Problem für diese Geschichte. Juleika ist eine tolle Protagonistin. Ein junges Mädchen, dass sicher nicht fehlerfrei durch ihr Leben geht. Aber sie steht für ihre Fehler ein und setzt alles daran, es besser zu machen.

Sie ist nicht perfekt, sondern sie ist sie selbst. Natürlich, herzlich, ehrlich. Marc hat mir als weitere Figur sehr gut gefallen. Auch er ist nicht frei von Fehlern, diese sind sogar ziemlich gravierend, wenn auch eine gute Absicht dahinter zu stehen scheint. Zusammen sind Juli und Marc einfach ein tolles Gespann. Sie sagen sich, was sie denken. Auch wenn das manchmal schmerzhaft für beide ist.

Es ist eine bewegende, emotionale Geschichte über ein Mädchen, dass die Trennung ihrer Eltern verkraften muss, sie erlebt ein Auf und Ab der Gefühle und Kira Minttu hat dies großartig erzählt. Man leidet sehr mit Juli und hofft und bangt mit ihr bis zum Schluss, ob sie ihr Leben in den Griff bekommt.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Es war unheimlich bewegend, ich bin selbst ein Scheidungskind und konnte einige von Julis Gedanken gut nachempfinden.

Der Schreibstil ist toll, man fliegt nur durch die Seiten. Fesselnd, spritzig und frisch ist die Geschichte erzählt und wirkt auch an den emotionalen Passagen nicht kitschig oder übertrieben. Ein sehr gelungenes Werk.