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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Konnte mich nicht überzeugen

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Band 2 startet direkt da, wo Band 1 aufgehört hat. Trotz Abstand war ich schnell wieder drin – das war positiv.

Aber.

Die Story hat sich für mich stellenweise gezogen. Wieder viele Aufgaben, wieder ...


Band 2 startet direkt da, wo Band 1 aufgehört hat. Trotz Abstand war ich schnell wieder drin – das war positiv.

Aber.

Die Story hat sich für mich stellenweise gezogen. Wieder viele Aufgaben, wieder Prüfungen, dazu Zeitsprünge, Perspektivwechsel und immer mehr Ebenen. Irgendwann war es nicht mehr spannend, sondern einfach nur verwirrend.

Vor allem zum Ende hin passiert extrem viel auf einmal. Zu viel. Ich hatte das Gefühl, ich verliere den Überblick – und ehrlich gesagt habe ich nicht mal alles verstanden. Wenn ich ein Buch aktiv entwirren muss, statt emotional mitzugehen, verliere ich irgendwann die Lust.

Und dann dieses Ende.
Cliffhanger. Natürlich.
Aber einer von der Sorte, die nicht neugierig machen, sondern eher genervt zurücklassen. Dieses „Wir lassen alles explodieren, weil noch ein Band kommt“-Prinzip funktioniert für mich nur, wenn ich emotional komplett drin bin. War ich hier nicht.

Die Liebesgeschichte rückt stärker in den Hintergrund, das Worldbuilding wird komplexer – vielleicht zu komplex. Band 1 hatte für mich mehr Klarheit und emotionale Wucht.

Kein schlechtes Buch. Aber deutlich schwächer als der Auftakt

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2026

Konnte mich nicht überzeugen

Botanic Hearts
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Die Idee? Großartig.
Bibliothek trifft botanischen Garten. Single Mom. Grumpy Gardendirektor. Hurricane-Setting.
Das hätte cozy, emotional und mit richtig viel Tiefe werden können.

Für mich war es das ...

Die Idee? Großartig.
Bibliothek trifft botanischen Garten. Single Mom. Grumpy Gardendirektor. Hurricane-Setting.
Das hätte cozy, emotional und mit richtig viel Tiefe werden können.

Für mich war es das leider nicht.

Ich habe das Buch begonnen, zwei Wochen liegen lassen – und auch danach wurde es nicht besser. Der Schreibstil ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, was an sich kein Problem ist – hier hat es aber zusätzlich Distanz geschaffen. Ich habe keinen Zugang gefunden.

Jack ist durchgehend grumpy. Tansy wirkt oft überzogen. Beide tragen ihre Päckchen, aber die emotionale Aufarbeitung bleibt oberflächlich. Besonders Jacks Vergangenheit wird angerissen – aber nicht wirklich aufgelöst. Da fehlt Substanz.

Dazu kommt für mich ein weiterer Stolperstein: das Pronomen „dey“. Ich verstehe den inklusiven Ansatz, aber die Platzierung wirkte für mich teilweise irritierend und hat meinen Lesefluss gestört. Das ist keine Wertung gegen Diversität – sondern eine ehrliche Rückmeldung zur Umsetzung im Textfluss.

Inhaltlich passiert auf 400 Seiten schlicht zu wenig.
Bei der Hälfte wird es minimal interessanter, das Knistern zwischen Tansy und Jack ist kurz da – aber verschwindet mit dem nächsten Absatz wieder. Gefühle bauen sich nicht auf, sie werden behauptet.

Die Spice-Szenen?
Gewollt. Teilweise erzwungen. Kaum emotionale Grundlage. Für mich eher körperliche Nähe ohne echtes Fundament.

Und dann kommt zum Ende noch Miscommunication dazu – obwohl die Geschichte ohnehin schon an Dynamik mangelt. Das hat es für mich endgültig schwierig gemacht.

Das größte Problem ist nicht, dass es schlecht ist.
Sondern dass so viel Potenzial verschenkt wurde.
Anders erzählt hätte das eine richtig schöne Geschichte werden können.

Für mich war es leider eher quälend als berührend.

⭐️ 2 Sterne
🌶 Spice: 2/5

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Was anderes erwartet

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, ...

Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, eine Liebe, die an einer einzigen Nacht zerbricht, und eine Rückkehr, bei der Vergangenheit und Gegenwart kollidieren. Die Struktur mit den Zeitebenen funktioniert richtig gut. Lukes Kapitel in der Vergangenheit und Emerys Gegenwart erzeugen Spannung und lassen einen Stück für Stück verstehen, was passiert ist. Diese Rückblicke gehören für mich zu den stärksten Teilen des Buches, weil man das Geschehen miterlebt statt nur davon zu hören.

Das Setting ist cozy, fast heimelig. Harpers Ferry fühlt sich an wie eine typische Smalltown, in der jeder jeden kennt. Found-Family-Vibes, schrullige Nebenfiguren, handwerkliche Details, all das schafft Atmosphäre. Gleichzeitig steht diese Gemütlichkeit in starkem Kontrast zu den düsteren Ereignissen. Der Suspense-Anteil ist grundsätzlich spannend aufgebaut und die letzten 15 % haben genau die Intensität geliefert, die ich mir früher im Buch gewünscht hätte.

Mein größter Bruch lag in den Erwartungen. Marketing hat hier für mich ein anderes Buch versprochen, als ich bekommen habe. Ich habe keinen durchgehenden Romantic Suspense mit konstantem Nervenkitzel gelesen und auch keine echten Gilmore-Girls-Vibes gespürt. Der große Spannungsbogen wird relativ früh aufgelöst, danach verliert die Geschichte merklich an Zug. Dazu kommt ein Trope, mit dem ich zunehmend kämpfe: langgezogene Miscommunication. Entscheidungen werden hinausgezögert, Gespräche nicht geführt, Konflikte künstlich gestreckt. Das hat mich stellenweise mehr frustriert als mitfiebern lassen.

Auch moralisch wirft die Geschichte Fragen auf. Viele Figuren treffen Entscheidungen, die nachvollziehbar emotional, aber schwer tragbar rational sind. Das Schweigen, das Verschleiern und das gegenseitige Beschützen erzeugen Drama, lassen aber ein Gefühl von Unruhe zurück, weil Konsequenzen kaum verarbeitet werden. Besonders bei Emery fehlte mir zeitweise emotionale Tiefe in ihren inneren Konflikten, während Luke durch seine Entwicklung greifbarer wurde.

Positiv hervorheben muss ich das Hörbuch: Louis Friedemann Thiele trägt den männlichen Part mit einer Stimme, die sofort vertraut wirkt und die Atmosphäre stark unterstützt. Das hat mein Hörerlebnis definitiv angehoben.

Unterm Strich ist Harpers Ferry kein schlechtes Buch. Es hat starke Momente, ein gelungenes erzählerisches Konzept und ein Setting, in das man gern eintaucht. Aber die Diskrepanz zwischen Erwartung und tatsächlicher Geschichte, die Längen im Mittelteil und die frustrierende Kommunikationsdynamik haben dafür gesorgt, dass ich emotional nie ganz angekommen bin. Die Spannung blitzt auf – nur zu spät und zu kurz.

Für mich eine 3,5-Sterne-Geschichte mit guten Ansätzen, die mich aber nicht so tief berührt hat, wie sie es hätte können.
Spice: 2⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Ich habe was anderes erwartet

Harpers Ferry. Lose Me Once
0

Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, ...

Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, eine Liebe, die an einer einzigen Nacht zerbricht, und eine Rückkehr, bei der Vergangenheit und Gegenwart kollidieren. Die Struktur mit den Zeitebenen funktioniert richtig gut. Lukes Kapitel in der Vergangenheit und Emerys Gegenwart erzeugen Spannung und lassen einen Stück für Stück verstehen, was passiert ist. Diese Rückblicke gehören für mich zu den stärksten Teilen des Buches, weil man das Geschehen miterlebt statt nur davon zu hören.

Das Setting ist cozy, fast heimelig. Harpers Ferry fühlt sich an wie eine typische Smalltown, in der jeder jeden kennt. Found-Family-Vibes, schrullige Nebenfiguren, handwerkliche Details, all das schafft Atmosphäre. Gleichzeitig steht diese Gemütlichkeit in starkem Kontrast zu den düsteren Ereignissen. Der Suspense-Anteil ist grundsätzlich spannend aufgebaut und die letzten 15 % haben genau die Intensität geliefert, die ich mir früher im Buch gewünscht hätte.

Mein größter Bruch lag in den Erwartungen. Marketing hat hier für mich ein anderes Buch versprochen, als ich bekommen habe. Ich habe keinen durchgehenden Romantic Suspense mit konstantem Nervenkitzel gelesen und auch keine echten Gilmore-Girls-Vibes gespürt. Der große Spannungsbogen wird relativ früh aufgelöst, danach verliert die Geschichte merklich an Zug. Dazu kommt ein Trope, mit dem ich zunehmend kämpfe: langgezogene Miscommunication. Entscheidungen werden hinausgezögert, Gespräche nicht geführt, Konflikte künstlich gestreckt. Das hat mich stellenweise mehr frustriert als mitfiebern lassen.

Auch moralisch wirft die Geschichte Fragen auf. Viele Figuren treffen Entscheidungen, die nachvollziehbar emotional, aber schwer tragbar rational sind. Das Schweigen, das Verschleiern und das gegenseitige Beschützen erzeugen Drama, lassen aber ein Gefühl von Unruhe zurück, weil Konsequenzen kaum verarbeitet werden. Besonders bei Emery fehlte mir zeitweise emotionale Tiefe in ihren inneren Konflikten, während Luke durch seine Entwicklung greifbarer wurde.

Positiv hervorheben muss ich das Hörbuch: Louis Friedemann Thiele trägt den männlichen Part mit einer Stimme, die sofort vertraut wirkt und die Atmosphäre stark unterstützt. Das hat mein Hörerlebnis definitiv angehoben.

Unterm Strich ist Harpers Ferry kein schlechtes Buch. Es hat starke Momente, ein gelungenes erzählerisches Konzept und ein Setting, in das man gern eintaucht. Aber die Diskrepanz zwischen Erwartung und tatsächlicher Geschichte, die Längen im Mittelteil und die frustrierende Kommunikationsdynamik haben dafür gesorgt, dass ich emotional nie ganz angekommen bin. Die Spannung blitzt auf – nur zu spät und zu kurz.

Für mich eine 3,5-Sterne-Geschichte mit guten Ansätzen, die mich aber nicht so tief berührt hat, wie sie es hätte können.
Spice: 2⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Zuviel Spice

Wild Christmas Desire
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Dieses Buch hat mich gleichzeitig gefesselt und frustriert und genau dieser Zwiespalt hat mein Leseerlebnis bestimmt.

Die Grundidee ist spannend: Affären, Scheinehe, dunkle Familiengeheimnisse und ein ...

Dieses Buch hat mich gleichzeitig gefesselt und frustriert und genau dieser Zwiespalt hat mein Leseerlebnis bestimmt.

Die Grundidee ist spannend: Affären, Scheinehe, dunkle Familiengeheimnisse und ein Stalker kurz vor Weihnachten. Stoff für ein intensives Drama. Und ja, die Geschichte kann einen packen. Ich wollte wissen, wie alles zusammenhängt, habe mitgerätselt und war über weite Strecken neugierig, wohin das Chaos führt.

Aber: Der Spice-Anteil ist extrem hoch. So hoch, dass ganze Kapitel fast ausschließlich daraus bestehen. Für mich hat das die Balance zerstört. Viele Szenen wirkten losgelöst von der Handlung oder tauchten in Momenten auf, die emotional nicht passten. Statt die Figuren näherzubringen, entstand Distanz. Die körperliche Anziehung stand oft im Vordergrund, während echte emotionale Tiefe gefehlt hat.

Nach etwa drei Vierteln begann die Geschichte sich für mich zu ziehen. Entscheidungen der Protagonistin waren zunehmend schwer nachvollziehbar und einige Handlungsstränge wirkten überladen. Hier hätte eine Straffung der Story gutgetan. Das Weihnachtssetting blieb leider Kulisse, nett erwähnt, aber ohne echtes Gefühl oder Bedeutung für die Handlung.

Positiv hervorheben muss ich das Hörbuch: Die Sprecher:innen haben großartige Arbeit geleistet. Sie haben Spannung erzeugt und mir geholfen, trotz Kritikpunkte in der Geschichte zu bleiben.

„Wild Christmas Desire“ hat definitiv Potenzial und eine Idee, die tragen könnte. Für Leser:innen, die sehr spicy Geschichten mit Drama suchen, kann das funktionieren. Mir fehlte jedoch emotionale Tiefe, Struktur und das versprochene Weihnachtsgefühl.

⭐️ 2,5 / 5 Sterne
🌶 Spice-Level: 5

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