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Veröffentlicht am 05.05.2025

Was für ein Cliffhanger

The Serpent and the Wolf
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Rezension zu The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson (dtv Verlag)

„Ich dachte, es sei ein Einzelband. Und dann kam dieser Cliffhanger – ich bin zerstört.“

Mit The Serpent and the Wolf entführt ...

Rezension zu The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson (dtv Verlag)

„Ich dachte, es sei ein Einzelband. Und dann kam dieser Cliffhanger – ich bin zerstört.“

Mit The Serpent and the Wolf entführt Rebecca Robinson in eine vielschichtige, magische Welt, in der politische Intrigen, unterdrückte Magie und eine arrangierte Ehe aufeinandertreffen. Der Auftakt zur neuen Romantasy-Reihe mit einer Vielzahl interessanter Nebencharakteren und Tropes, die ich sehr liebe: Arranged Marriage trifft auf Enemies to Lovers mit einer Prise Fake Dating.

Die Beziehung zwischen Vaasa und Reid entwickelt sich langsam, aber spürbar. Zwischen ihnen knistert es zunehmend – subtil, glaubwürdig und genau richtig dosiert für einen Slow Burn. Besonders Reid hat mich positiv überrascht: empathisch, ruhig, kein einziger Hauch einer Red Flag – ein wohltuender Kontrast zu vielen anderen männlichen Romantasy-Charakteren. Vaasa hingegen wirkt streckenweise etwas distanzierter, auch weil ihre Entwicklung stark im Fokus steht. Dass sie noch jung ist, merkt man, aber gerade das macht ihre Reise authentisch.

Das Hörbuch lebt von einer Sprecherin, die es schafft, allen Figuren eine eigene Nuance zu geben – gerade bei so vielen Charakteren nicht einfach. Und genau das war stellenweise auch mein Problem: Zu viele Namen, zu viele Reiche, zu viele politische Strukturen. Ich habe manchmal den Überblick verloren, gerade wenn man nicht durchgehend konzentriert hört oder liest.

Im Mittelteil hätte man ein paar Längen kürzen können – hier steht die Welt und Politik im Vordergrund, während der Spannungsbogen etwas flacht. Dafür wird man zum Ende hin mit intensiven Kampfszenen, mitreißender Action und einem „Ich-halte-den-Atem-an“-Showdown belohnt. Und dann kommt der Cliffhanger. Unerwartet. Schockierend. Ich brauche Band 2. Sofort. Leider ist der noch nicht erschienen – aber die Autorin hat bereits bestätigt, dass er geschrieben ist. Jetzt heißt es warten.

Fazit: Ein starker Auftakt mit kleiner Schwächephase im Mittelteil, überzeugendem Romantasy-Trope, glaubhaften Figuren und einer dichten Atmosphäre. Für Fans von Slow Burn, Intrigen, Magie und Spannung absolut empfehlenswert.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Anders als erwartet

Blooming Hope
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Rezension | Blooming Hope – Sarah West
Emotional, still, überraschend schwer – ein Neuanfang mit tiefen Narben

Was aussieht wie eine blumige Romance, entpuppt sich als leise, tief emotionale Geschichte ...

Rezension | Blooming Hope – Sarah West
Emotional, still, überraschend schwer – ein Neuanfang mit tiefen Narben

Was aussieht wie eine blumige Romance, entpuppt sich als leise, tief emotionale Geschichte über Verlust, Schuld und zweite Chancen. Ich hatte eine locker-leichte Liebesgeschichte erwartet, aber Blooming Hope hat mich auf ganz andere Weise berührt – und auch ein Stück weit überrollt.

Thea flieht nach einem tragischen Schicksalsschlag nach Toronto und beginnt dort neu – mit einer Stelle im Rose Garden und der Hoffnung, ihre Schwester Mia wiederzufinden. Stattdessen begegnet sie Max, einem Piloten, der mit seinen wöchentlichen Blumenaufträgen und einfühlsamen Grußkarten mehr in ihr berührt, als ihr zunächst lieb ist. Doch auch Max trägt seine ganz eigene Last – und die trifft einen als Leser:in mit voller Wucht.

Die Geschichte lebt von der leisen Zerbrechlichkeit beider Protagonisten. Sie wirkt manchmal ruhig, fast zu ruhig – der Schmerz liegt oft zwischen den Zeilen, nicht in der Handlung selbst. Genau das war für mich Fluch und Segen zugleich: Während Theas Gedankenwelt nachvollziehbar und emotional war, empfand ich die Story phasenweise als langatmig und drückend.

Die Romance? Echt, tief, aber nicht leichtfüßig. Keine Klischees, dafür viele Emotionen – und ein Max, der eindeutig Green Flag Bookboyfriend-Potenzial hat.

Fazit:
Blooming Hope ist kein Buch, das man mal eben wegliest. Es verlangt Geduld, Mitgefühl und den Wunsch, sich auf Schmerz und Heilung einzulassen. Wer das sucht, wird hier fündig. Ich persönlich hätte mir ein wenig mehr Leichtigkeit und Tempo gewünscht – deshalb: 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Anfangs noch schwach, aber DANN Wow 💥

Say My Name
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Rezension | Say my name – Francis Eden

Wow. Einfach nur wow. Ich bin immer noch sprachlos. Dieses Buch ist eine wilde Mischung aus Thrill, Herzklopfen und einer ordentlichen Prise Spice – und ich wusste ...

Rezension | Say my name – Francis Eden

Wow. Einfach nur wow. Ich bin immer noch sprachlos. Dieses Buch ist eine wilde Mischung aus Thrill, Herzklopfen und einer ordentlichen Prise Spice – und ich wusste bis zum Schluss nicht, was ich von Krystian halten soll.

Er ist so ein typischer „Ich bin keine Green Flag, aber doch irgendwie schon“-Typ. Geheimnisvoll, aufmerksam, charmant – aber immer mit diesem einen Hauch Gefahr, der einem Gänsehaut macht. Und Vida? So greifbar. So echt. Ihre Trauer, ihre Stärke, ihr Wunsch nach Halt – ich habe sie sofort gespürt.

Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Die Chemie ist von Anfang an da, aber da ist auch dieses ständige Fragezeichen: Kann man ihm wirklich trauen?

Besonders die Kapitel mit den Regeln fand ich genial – Regel #42 hat mir den Atem geraubt. Ab da war ich komplett lost in der Story. Und diese Wendungen? Bäm. Alles anders. Alles neu. Alles heftig.

Der Einstieg war ein bisschen verwirrend, ich brauchte ein paar Kapitel, um reinzukommen. Aber dann? Dann war es wie ein Strudel, der mich nicht mehr losgelassen hat. Ein echter Page-Turner mit Tiefe, Spice und ernsten Themen wie Cybermobbing und sexuellem Missbrauch – feinfühlig, aber eindringlich behandelt.

4,5 Sterne von mir für diese Wahnsinnsstory, die lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Mega tolle Bossromance

Cold King
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Rezension zu „Cold King“ von L. M. Dalgleish

Schon nach wenigen Seiten war klar: Dieses Buch wird nicht loslassen – und es hat Wort gehalten.
L. M. Dalgleish entführt uns mit einem federleichten, beinahe ...

Rezension zu „Cold King“ von L. M. Dalgleish

Schon nach wenigen Seiten war klar: Dieses Buch wird nicht loslassen – und es hat Wort gehalten.
L. M. Dalgleish entführt uns mit einem federleichten, beinahe filmischen Schreibstil in die gläsernen Bürotürme der King Group – und direkt in das Herz des scheinbar frostigen COO Cole King.
Ich bin nur so über die Seiten geflogen: Die Kapitel wechseln zwischen Coles und Delilahs Perspektive, wodurch man jede Gefühlsregung hautnah miterlebt. Ihre Anziehung ist ab der ersten, verbotenen Nacht spürbar und baut sich wie ein elektrisches Knistern von Seite zu Seite auf.

Was mich begeistert hat:
~Charakter‑Tiefe statt 08/15‑Klischees
Cole ist mehr als der typische CEO‑Bad‑Boy. Hinter seiner kühlen Fassade stecken Verlustängste und eine dysfunktionale Familie. Delilah ist eine zielstrebige Architektin, deren Verletzlichkeit sie nur umso stärker wirken lässt. Beide stolpern, wachsen, heilen – und nehmen uns dabei mit.

~ Authentisches Setting
Architektur‑Skizzen, Projekt‑Meetings, Boardroom‑Drama – all das wirkt glaubwürdig und verleiht der Story Substanz. Ich liebe Office Romances, die über Kaffeebecher‑Smalltalk hinausgehen, und genau das liefert „Cold King“.

~Emotionaler Sog
Ja, ich habe geahnt, wohin uns das Finale führen könnte. Aber als es passierte, hat es trotzdem mein Herz zerlegt – nur damit die Autorin es ein paar Seiten später wieder zusammenflickt. Am Ende schloss ich das Buch mit einem dicken Lächeln und ein paar Tränen in den Augen.

~ Tiefe
Die Geschichte scheut sich nicht vor schweren Themen, geht aber respektvoll damit um.

Fazit
„Cold King“ liefert alles, was eine moderne Office‑Romance braucht: gewaltige Chemie, glaubwürdige Charakter‑entwicklung, spicy Szenen in der richtigen Dosierung und ein Setting, das sich frisch anfühlt. Für mich ein rundum stimmiges Gesamtpaket und ein echter Pageturner. Jetzt brauche ich ganz dringend die Geschichten von Tate und Roman!

5 von 5 Sternen – mein erstes, aber sicher nicht letztes Buch von L. M. Dalgleish.
Daher kann ich es kaum erwarten auch die Bände über die beiden anderen King Brüder Tate und Roman zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Wichtiges Thema

Make IT Real
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„Make IT Real“ von Ally Crowe – Wenn Vorurteile lauter sprechen als Worte

Ich wusste, dass es um Frauen in der IT geht. Ich wusste, dass Humor und Romance dabei sind. Aber was ich nicht wusste: Dass mir ...

„Make IT Real“ von Ally Crowe – Wenn Vorurteile lauter sprechen als Worte

Ich wusste, dass es um Frauen in der IT geht. Ich wusste, dass Humor und Romance dabei sind. Aber was ich nicht wusste: Dass mir eine Szene so sehr ins Herz schneiden würde, dass ich kurz den Atem anhielt und dachte: Omg, wie entscheidet er sich jetzt.

Der Einstieg war für mich ein bisschen holprig – vielleicht weil ich mich an Fallons Art gewöhnen musste oder weil ich noch nicht ganz im Setting war. Doch ab der Hälfte hat mich die Story gepackt. Diese Mischung aus Workplace Romance, Rivalität und versteckter Identität hatte etwas angenehmes und ich liebe diese Tropes sehr.

Was mir besonders gefallen hat:

Spice-Faktor? Dezent und genau richtig. Zwei kurze Szenen, ohne große Ausschmückungen – es hat einfach zur Geschichte gepasst.

Fallon als Figur: Ich wollte sie manchmal schütteln, aber genau das macht sie so greifbar. Sie hat sich selbst ein Stück weit verloren, zwischen Erwartungen, Vorurteilen und dem Wunsch, einfach sie selbst sein zu dürfen.

Themen, die nachhallen: Frauen in MINT-Berufen, Machtstrukturen und Sexismus – Ally Crowe bringt das ehrlich, nachvollziehbar und ohne erhobenen Zeigefinger rüber. Ich habe Ähnliches erlebt, als mein Chef mal sagte: „Wow, das machen Sie echt gut – hätte ich nicht gedacht, bei einer Frau.“ Ja. Echt jetzt.


Was mir ein bisschen gefehlt hat:

Mehr Gefühl. Nicht zwischen Fallon und Jesper, sondern in mir. Ich hätte mir ein paar Herzklopf-Momente mehr gewünscht – so dieses sich verlieben beim Lesen.

Einige Nebenfiguren und Konflikte (vor allem bei Jesper) blieben etwas vage. Ich hätte gern tiefer geblickt.


Fazit: Eine moderne, unterhaltsame und gleichzeitig relevante Liebesgeschichte mit wichtiger Botschaft. Kein typisches „Spicy-Romance“-Feuerwerk, sondern eher ein stilles Glimmen mit Tiefe – und das ist absolut okay.

4 Sterne von mir.

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