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Veröffentlicht am 10.07.2021

Spannend und angenehm zu lesen

Der Mann, der lächelte
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Das hier ist der erste Roman von Henning Mankell, den ich gelesen habe. Obwohl er schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, muss ich sagen, dass ich ihn unheimlich spannend fand.

Es ist nicht schlimm, ...

Das hier ist der erste Roman von Henning Mankell, den ich gelesen habe. Obwohl er schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, muss ich sagen, dass ich ihn unheimlich spannend fand.

Es ist nicht schlimm, dass ich die Vorgeschichte, also die drei davor liegenden Kurt-Wallander-Romane nicht kenne. Ich habe mich trotzdem schnell hineingefunden.

Die handelnden Personen sind sehr gut charakterisiert. Auch sind die beruflichen Beziehungen der Polizisten untereinander sehr menschlich und glaubhaft dargestellt. Die Leute sind alle so angenehm „normal“. Ich mag keine Krimis, in denen der Autor versucht, die Ermittler so durchgeknallt wie möglich darzustellen. Hier ist das sehr gut gelöst. Natürlich haben die ihre Schwächen und den einen oder anderen Psycho-Knacks, aber das ist alles in einem für mich sehr passenden Umfang gehalten.

Das Anwesen „Schloss Farnholm“, um das sich in diesem Buch letzten Endes alles dreht, gibt dem Ganzen eine besonders interessante und ungewöhnliche Note. Es ist von Anfang an klar, dass der oder die Verbrecher dort zu finden sind, aber die genauen Details, die nach und nach herausgefunden werden, sind es, die dem Roman das gewisse Etwas geben.

Der „Showdown“, in den der Kommissar zum Ende hin gerät, ist etwas klischeehaft, aber so etwas gehört zu einem guten Krimi dazu und man fiebert dabei automatisch mit. Im letzten Abschnitt kehrt dann wieder Ruhe ein, so dass der Leser das Buch zufrieden zur Seite legen kann.

Fazit: Wer spannende und angenehm zu lesende Krimis mag, für den ist dieser genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Zwar gut erzählt aber nicht so ganz meins

Yona
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Yona, in Guatemala geboren, lebt mit ihrem Vater in Deutschland und wächst dort auf. Ihr Vater stirbt an Krebs. Sie erbt eine Finca in Guatemala. Sie macht reist darum dorthin, aber vor allem wohl deshalb, ...

Yona, in Guatemala geboren, lebt mit ihrem Vater in Deutschland und wächst dort auf. Ihr Vater stirbt an Krebs. Sie erbt eine Finca in Guatemala. Sie macht reist darum dorthin, aber vor allem wohl deshalb, weil sie etwas über ihre Wurzeln und ihre Mutter erfahren möchte.

Das gelingt ihr auch und dabei lernt die eine für sie bis dahin fremde Welt kennen, vor allem deren Schattenseiten, die aus Gewalt und Korruption bestehen. Eine Art Mafia, die „Ameisen“, beherrscht dort alles.

Am Anfang fand ich die Idee sehr interessant und war gespannt, aber dann ließ mein Interesse mehr und mehr nach. Irgendwie hatte ich immer den Eindruck, es wäre besser, wenn ich mehr über das Land wissen würde. Allerdings hatte ich zum Sekundärliteraturstudium während des Lesens eines Romans keine große Lust.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir zwar, aber die handelnden Personen haben mich nicht wirklich berührt. Manche fand ich zu klischeehaft oder einfach nur peinlich.

Vielleicht ist dieses Buch aber nur eher etwas für Leser, die ein wenig das Land kennen oder zumindest von vornherein mehr darüber wissen, als ich.

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Veröffentlicht am 30.06.2021

Ist ganz OK und einigermaßen lustig

Der Rosie-Effekt
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Dieses Buch ist die Fortsetzung zu „Das Rosie-Projekt“. Es ist ganz nett, aber ich finde, es reicht nicht an den ersten Teil heran.

Den ersten Teil „Das Rosie-Projekt“ fand ich sehr lustig und ich musste ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung zu „Das Rosie-Projekt“. Es ist ganz nett, aber ich finde, es reicht nicht an den ersten Teil heran.

Den ersten Teil „Das Rosie-Projekt“ fand ich sehr lustig und ich musste beim Lesen öfter lachen oder zumindest glucksen. Dieser zweite Teil ist ein wenig so: „Nun schwimmen wir auf der Erfolgswelle weiter und schieben noch ein Buch nach.“ Das kann gut gehen, muss aber nicht.

Wobei dieser zweite Teil auch nicht schlecht ist, ein paar Ideen darin finde ich ganz gut und es sind durchaus wieder lustige Situationen dabei, in denen sich Hauptheld Don Tillmann wiederfindet.

Aber einiges was anfangs witzig war, ging mir hier nur noch auf die Nerven, wie z. B. das ständige Angeben des BMI zu jeder Person. Das ist etwas einfallslos.

Auch wirken einige für Don immer logische Betrachtungen nach einer Weile auf mich nur noch langweilig. Lahme Witze werden nicht besser, indem man sie immer und immer wiederholt.

Mit dem Ende bin ich ganz zufrieden und dabei belasse ich es dann auch. Das heißt, ich werde den dritten Teil nicht mehr lesen.

Fazit: Ganz solides und humorvolles Buch, aber es reicht nicht an die Vorgängergeschichte heran.

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Veröffentlicht am 26.06.2021

Die Anwendung macht Spaß

Wie man Freunde gewinnt
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Wenn sich alle Menschen auf der Welt nur an einen Bruchteil der in diesem Buch beschriebenen Ratschläge und Grundsätze halten würden, wäre diese Welt viel besser und vor allem friedlicher.

Erstaunlich ...

Wenn sich alle Menschen auf der Welt nur an einen Bruchteil der in diesem Buch beschriebenen Ratschläge und Grundsätze halten würden, wäre diese Welt viel besser und vor allem friedlicher.

Erstaunlich ist, dass das Buch bereits 1936 in Amerika erschienen ist. Seitdem gab es immer wieder neue Auflagen.

Es besteht aus folgenden vier Teilen:

- Grundregeln für den Umgang mit Menschen
- Sechs Möglichkeiten, sich beliebt zu machen
- Zwölf Möglichkeiten, die Menschen zu überzeugen
- Neun Möglichkeiten, die Menschen zu ändern, ohne sie zu beleidigen oder zu verstimmen

Die Tipps, die hier gegeben werden, sind keine miesen Tricks, sondern Ratschläge, die allen Beteiligten nutzen. Eigentlich steckt eine Menge gesunden Menschenverstandes dahinter, heute noch genauso aktuell wie damals.

Ein paar Beispiele aus dem ersten Teil:

1. Kritisieren, verurteilen und klagen Sie nicht.
2. Geben Sie ehrliche und aufrichtige Anerkennung.
3. Wecken Sie in anderen lebhafte Wünsche.

Besonders die erste Regel fand ich erstaunlich. Ich neige sonst eher dazu, zu allem ehrlich und unverblümt meine Meinung zu sagen. Hier wird empfohlen, lieber etwas diplomatischer vorzugehen. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass man etwas loben soll, anstatt es zu kritisieren, sondern dass man den anderen nicht gleich vor den Kopf stoßen soll.

Regel 2 ist relativ einfach zu befolgen. Die Leistungen eines anderen auch demjenigen gegenüber anzuerkennen, finde ich nicht allzu schwer.

Regel 3 ist in dem Buch sehr eindrucksvoll anhand eines Beispielbriefes erklärt, in dem ein Unternehmen einen Kunden um Kooperation bittet.

Die erste Fassung des abgedruckten Briefes ist zwar nicht unhöflich formuliert, würde aber wahrscheinlich auf Widerstand stoßen. Die zweite Fassung dagegen ist so formuliert, dass der Kunde erkennt, dass es auch in seinem Interesse ist, der Bitte des Auftragnehmers nachzukommen, was eindeutig die bessere Lösung ist. Ich bin der Meinung, dass man aus diesen Beispielen etwas für seine eigene Korrespondenz, heutzutage vor allem per E-Mail, lernen kann.

Mein Fazit: Das Buch ist eine Fundgrube und es macht sogar Spaß, die Tipps daraus bewusst anzuwenden, wenn man es ehrlich meint. Außerdem kommt man dadurch wirklich leichter mit seinen Mitmenschen klar.

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Veröffentlicht am 26.06.2021

Systematische Zusammenfassung

Wie rette ich mein Geld?
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Was mir an diesem Buch gefallen hat:

Der Autor bringt alles, was er beschreibt, schnell auf den Punkt. Es gibt keine lästigen Fußnoten und Randbemerkungen, die mich vom Lesefluss ablenken und wahnsinnig ...

Was mir an diesem Buch gefallen hat:

Der Autor bringt alles, was er beschreibt, schnell auf den Punkt. Es gibt keine lästigen Fußnoten und Randbemerkungen, die mich vom Lesefluss ablenken und wahnsinnig machen. So hatte ich das Buch an zwei Abenden durch.

Es ist sehr schön logisch aufgebaut, zeigt Probleme ganz sachlich und bietet Lösungsvorschläge dazu an. Dazu gehören sogar Musterdepots in den abschließenden Kapiteln, abhängig von der zur Verfügung stehenden Anlagesumme. Das ist zwar sehr mutig, aber gut durchdacht und verdient deshalb meine Achtung.

Was ich kritisieren möchte:

Der Autor äußert sich in einer kurzen Bemerkung allgemein kritisch gegenüber ETF-Sparplänen (Kapitel 48). Auch wenn sein Argument der prozentualen Kosten nicht von der Hand zu weisen ist, so bin ich doch nicht ganz seiner Meinung. Denn gerade für den Anfang des Vermögensaufbaus, wenn man eben nur kleine Summen spart, ist das schon sinnvoll. Der Fall kleinerer Summen als 5000 EUR bzw. CHF wird jedoch in dem Buch nicht betrachtet. Das ist schade und könnte noch ergänzt werden. Darin würden dann auch ETF-Sparpläne Sinn machen.

Was ich noch anmerken möchte:

Ich kann nicht sagen, ob dieses Buch für Menschen geeignet ist, die in der Auseinandersetzung mit dem Thema noch ganz am Anfang stehen. Wie wäre es mir wohl beim Lesen ergangen, wenn ich mein Wissen zum Thema Geld und Geldanlage nicht hätte? Wahrscheinlich hätte ich länger gebraucht, um das Gelesene zu verstehen und zu verarbeiten. Nebenbei hätte ich zu etlichen Fakten, die einfach nur genannt werden, „Sekundärliteratur bemühen müssen“ (früher) oder eben „googlen“ (heute). Ich weiß nicht, wie andere Leser das sehen, für mich ist so etwas in Ordnung.

Mein Fazit:

Das Buch macht auf keinen Fall dümmer. Außerdem ist es eine schöne systematische Zusammenfassung.

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