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Veröffentlicht am 14.10.2022

Familienkochbuch

Casa Zarrella
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Angenehm überrascht bin ich von der Aufmachung des Buches. Gut strukturiert, sowohl bei den Tipps zu Zutaten, Zeitmanagement und ähnliches als auch bei den einzelnen Rezepten. Das nach Zutaten gegliederte ...

Angenehm überrascht bin ich von der Aufmachung des Buches. Gut strukturiert, sowohl bei den Tipps zu Zutaten, Zeitmanagement und ähnliches als auch bei den einzelnen Rezepten. Das nach Zutaten gegliederte Register anstatt nach Rezept-Namen ist hilfreich. Bei einem solchen „Promi-Kochbüchern“ hatte ich mehr Selbstdarstellung und Chichi befürchtet. Das Jana Ina von den Essensvorlieben ihrer Familie erzählt, wie ihre Kinder beim Kochen mitwirken und wie es italienische und brasilianische Einflüsse auf ihre persönliche Küche gibt ist ja stimmig für dieses Familienkochbuch.
Für meinen Geschmack ist durch die Rubriken Frühstück und Dessert ein bisschen zu viel Süßes vorhanden. Sicher bedingt durch den Fokus auf die Familie, da ich aber keine Kinder habe ist mir das zuviel. Außerdem sollte im Klappentext erwähnt werden, dass die Rezepte fleischfrei konzipiert sind.

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Veröffentlicht am 14.10.2022

in die Länge gezogen

Ich verliebe mich so leicht
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Recht bald war für mich klar, dass mir die Stilmittel des Autors nicht gefallen. So schreibt er zu jedem der kurzen Kapitel als Untertitel zwei oder drei Sätze die den folgenden Inhalt zusammenfassen. ...

Recht bald war für mich klar, dass mir die Stilmittel des Autors nicht gefallen. So schreibt er zu jedem der kurzen Kapitel als Untertitel zwei oder drei Sätze die den folgenden Inhalt zusammenfassen. Einmal sogar ein Kapitelende “Und so schließt das Vierte Kapitel“.

Wenn ich dann sehe, dass er das Inhaltsverzeichnis mit diesen eben erwähnten Kurzfassungen über 4 Seiten streckt, finde ich es echt zu viel in die Länge gezogen. Das ist immerhin eine Parallele zum mageren Inhalt und der vielen Zeit des Wartens die „unser Held“ in Schottland verbringen muss. Eigentlich mehr Worte als echter Inhalt.
Desweiteren nervten mich am Schreibstil die vielen in Klammern eingefügten Ergänzungen, die wohl humorvoll sein sollen. Dann noch die direkte Ansprache an den Leser (die Leserin) um die Gefühlslage des Protagonisten verständlich zu machen.

Es tut mir leid, dass meine Rezension so kritisch ausfällt, aber dieser Schreibstil, der wohl geistreich und gepflegt erscheinen soll, hat mich so gar nicht angesprochen und hat eben viel zu wenig Inhalt präsentiert.

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Veröffentlicht am 14.09.2022

lecker, originell, authentisch

Hensslers schnelle Nummer 2
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Dieses große, schwere Buch macht echt was her. Sowohl die Optik als auch der Aufbau sind gelungen. Bei jedem Rezept stehen groß und plakativ die benötigten Zutaten, dann wie handschriftlich ein paar Bemerkungen ...

Dieses große, schwere Buch macht echt was her. Sowohl die Optik als auch der Aufbau sind gelungen. Bei jedem Rezept stehen groß und plakativ die benötigten Zutaten, dann wie handschriftlich ein paar Bemerkungen und Tipps zugefügt. Die ganze Gestaltung passt gut zu Steffen Henssler. Passend zu seiner flapsigen Art, mal schnell noch was dazu zu kritzeln. Die im Buch angebotenen Videos per QR-Code habe ich auch angesehen. Seine Auswahl an Rezepten ist vielfältig und gerade bei so wenigen Zutaten einfallsreich. Ich finde Henssler zeigt, dass er sehr gut kochen kann. Und auch gut abschätzen, was er Laien an die Hand geben kann damit im Alltag ein gutes Essen gelingt.

Eine Komponente die ich gar nicht bei Kochbüchern kenne: ich musste öfter lachen. Zum Beispiel das Vorwort: „Liest eh keiner! Lieber Video kucken!“ Hab ich dann auch gemacht. Oder die Kapitel-Überschrift: „Geiler Tofu-Ersatz: Fleisch“

Schon beim Durchblättern haben mich jede Menge Rezepte angesprochen. Zubereitet habe ich bisher die Avocado-Pommes. Richtig lecker. Ich mag Avocados, aber auf diese Art habe ich die noch nie gegessen. Auch die Teryaki-Soße aus dem 1. Band, hier per QR-Code nachgeliefert, habe ich ausprobiert und für gut empfunden. Ich freue mich auf weitere Erlebnisse mit diesen originellen Rezepten.

Falls es vielleicht danach klingt: ich bin gar nicht unbedingt ein Fan von Steffen Henssler. Aber ich glaube, dass ich durch seine jahrelangen TV-Auftritte seine Fähigkeiten als Koch sowie sein Improvisations- und Showtalent gut einschätzen kann. Chapeau, ein gelungenes Werk!

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Veröffentlicht am 12.09.2022

guter Krimi

Der gute Hirte
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Taifun Çoban vom LKA Kiel reist in ein kleines norddeutsches Dorf um bei der Identifizierung eines Ermordeten zu helfen. Dort arbeitet er mit dem ortsansäßigen Polizisten und einer Kommissarin des zuständigen ...

Taifun Çoban vom LKA Kiel reist in ein kleines norddeutsches Dorf um bei der Identifizierung eines Ermordeten zu helfen. Dort arbeitet er mit dem ortsansäßigen Polizisten und einer Kommissarin des zuständigen Kommissariats zusammen. Seine Art zu ermitteln und der Umgang mit den nicht einfachen Kollegen hat den Fall stetig vorangebracht. Ich fand die Figur Taifun Çoban mit seiner türkischen Herkunft und den leichten Einblicken in sein Privatleben gut ausgearbeitet. Besonders gefallen hat mir dass der Autor nicht auf das gerne genutzte Klischee eines kaputten Ermittlers zurückgreift, der sich an keine Regeln hält.
Den Fall selbst und die Entwicklung hin zur Auflösung fand ich spannend. Die Schilderungen aus den 70er/80er Jahren über Gewalt und Mobbing gegen Kinder waren schwer zu ertragen. Da dies wohl ein Einstieg in eine neue Serie ist, werde ich gerne den Folgeband lesen.

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Veröffentlicht am 06.09.2022

hat mich nicht angesprochen

Beifang
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Ausgelöst durch den Verkauf seines Elternhauses beginnt der junge Vater Frank die Suche nach der Persönlichkeit seines Großvaters Winfried Zimmermann. Dieser hat als einfacher Arbeiter sein Leben in der ...

Ausgelöst durch den Verkauf seines Elternhauses beginnt der junge Vater Frank die Suche nach der Persönlichkeit seines Großvaters Winfried Zimmermann. Dieser hat als einfacher Arbeiter sein Leben in der Zechensiedlung Beifang verbracht und mit 12 Kindern eine Großfamilie gegründet die es in ihrem Umfeld nicht leicht hatte. Frank stattet nach und nach seinen Onkeln und Tanten einen Besuch ab um deren Lebensgeschichte und besonders Informationen zu deren Vater zu erfahren.

Welche Lösungen Frank dabei sucht habe ich nicht verstanden, denn das Leben eines jetzt vielleicht 30-jährigen ist sicher nicht besonders vom Großvaters geprägt. Jedoch finde ich das Interesse für das Vorleben der eigenen Eltern und auch der Großeltern verständlich. Dies ist empfehlenswert solange man noch die Möglichkeit dazu hat.

Ich kenne die Eigenheiten des Ruhrpotts nicht und die Lebensverhältnisse in einer Zechensiedlung in der Nachkriegszeit sind mir fremd. So bleiben bei mir nur graue und schwermütige Schilderungen der einzelnen Gespräche zurück, die mir das Lesen dieses Buches nicht leicht gemacht haben.

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