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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2019

Leicht vorhersehbar

ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL
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Ein Buch, das mir oft begegnet ist. In Vorschauen, Newslettern und besonders in den Läden präsentiert... kurz gesagt ich bin diesem Buch förmlich
nicht mehr entkommen. Da wurde ich neugierig und habe ...

Ein Buch, das mir oft begegnet ist. In Vorschauen, Newslettern und besonders in den Läden präsentiert... kurz gesagt ich bin diesem Buch förmlich
nicht mehr entkommen. Da wurde ich neugierig und habe "Alles was ich dir geben will" gelesen. Es geht um den Schriftsteller Manuel, der
erfährt das sein Ehemann tödlich verunglück ist. Seltsamerweise an einem Ort, von dem Manuel
nichts wusste. Er dachte, sein Mann sei woanders . Stattdessen war er an einem Ort , der Manuels
Leben auf den Kopf stellen sollte. Er macht sich auf den Weg nach Galicien. Dort angekommen fragt
sich Manuel ob er seinen Mann überhaupt kannte? Denn, er führte dort tatsächlich ein zweites
Leben und zwar ein sehr luxuriöses Leben.
Dieses Buch ist kein einfacher Krimi, es ist viel mehr und ich kann es gar nicht richtig einordnen. Wir
haben hier viele Elemente aus einem Familienroman, mit vielen Geheimnissen und Intrigen geht das
ganze auch in einer Richtung von Krimi und vielleicht auch Thriller. Leider fehlte es mir an einigen
Stellen an Spannung und die Handlung plätscherte zu sehr vor sich hin. Die Autorin beschreibt auch
die Umgebung sehr genau und mic sehr genau sage ich nur, ich brauche nicht mehr hinzureisen. Die
Autorin hat mir jede Empfindung und jedes Gefühl für die Landschaft schon vermittelt. Hier wird mit
sehr vielen Handlungssträngen gearbeitet, bei denen man aber sehr viel schon vorhersehen konnte und
somit war noch wieder Spannung da. Trotz allem konnten mich die Geheimnisse der Familie fesseln
obwohl es hier eine starke Unterteilung in Gute Verwandschaft und Böse hinterhältige
Verwandschaft gab und da hätte ich mir einfach mir Tiefe gewünscht. Vielleicht eine Anmerkung, das
sie früher anders war und ein bestimmtes Ereignis sie so erkalten ließ. Hier war es mir zum Teil dann
zu flach. Der Familienromananteil konnte mich eher überzeugen, als der Krimiteil um den Gedanken
das Alvaro ermordert wurde um ans Erbe zu kommen. Stellenweise war es mir mit der Beschreibung
wirklich too-Much aber ansonsten hat sich die Geschichte gut und flüssig lesen lassen. Ein solider Roman, der mich gut unterhalten konnte

Veröffentlicht am 02.06.2019

Ohne Worte

Ramona Blue
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Ramona Blue ist für mich eine Enttäuschung gewesen und ich bin auch nochmal eben die Seiten durch, dieses Buch ist absolut nicht repräsentativ für die LGBTQ Community. Ramona, hat eine Freundin und definiert ...

Ramona Blue ist für mich eine Enttäuschung gewesen und ich bin auch nochmal eben die Seiten durch, dieses Buch ist absolut nicht repräsentativ für die LGBTQ Community. Ramona, hat eine Freundin und definiert sich als Lesbisch. Schön,so weit so gut, dann endet diese Beziehung und sie datet ihren Besten Freund. Man denkt oh tolle Bisexuelle Liebesgeschichte - Irrtum- Die Dame definiert sich nämlich als lesbisch. Mal wieder ein klarer Fall von einer Autorin, die ein Buch schreiben wollte, da das Thema LGBTQ gut ankommt, aber nicht ordentlich recherchiert hat. So kommt das Buch bei mir so rüber, das man wenn man genug von lesbisch sein hat, einfach den besten Freund datet. Ab hier haben wir eine absolut 0815 Hetero – ON-Off Liebesgeschichte. Immerhin hat July Murphy noch andere Themen angesprochen, wie Teenagerschwangerschaften und Armut. Aber als LGBTQ Story ist dieses Buch, um es ehrlich zu sagen für die Tonne. Mal eine Ansage an viele Autoren: Es heißt L G B T + . Es gibt nicht nur lesbisch und schwul, sondern viel mehr und ist korrekte Präsentation zu viel verlangt? Ich meine geht’s noch? „I’m still trying to figure what i want to call myself. Gay? Bi? Queer? Pansexual? I’m not sure, but I am going to figure it out as I go along.” Das kommt gegen Ende des Buches und dann wurden Nebensächlichkeiten nochmal thematisiert und natürlich ihr Lover/Best Fried. Nein, das kann ich nicht guten Gewissens empfehlen. Finger weg! Diese Geschichte ist so blass wie das Cover. Wenn man sich um Repräsentation nicht kümmert, dann vielleicht allerhöchstens ein nettes Buch für zwischendurch.

Veröffentlicht am 02.06.2019

OMG ich brauche sofort Band 2

Falling Fast
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Hailee hat einen Plan, sie hat sich für diesen Sommer eine Liste vorgenommen, die sie akribisch abarbeitet und ihr ist wichtig, das nichts diesen Plan kaputt macht.

Doch dann kommen einige Hindernisse ...

Hailee hat einen Plan, sie hat sich für diesen Sommer eine Liste vorgenommen, die sie akribisch abarbeitet und ihr ist wichtig, das nichts diesen Plan kaputt macht.

Doch dann kommen einige Hindernisse dazwischen und dieser Plan scheitert fürs erste. Sie trifft auf Chase, beide haben ihr jeweils eigenes Päckchen zu tragen und keines davon ist einfach. Und ja das klingt sehr nach Standard-NA und das waren auch die ersten 200 Seiten sicher und doch waren sie wichtig für das was kommt und die Hinweise die gestreut wurden.

Ich muss ersteinmal sagen, das Hailee die geheimnisvollste Protagonistin, seit Magos Spuren ist, die mir je untergekommen ist. Ich konnte sie zu einem gewissen Grad verstehen. Unteranderem möchte sie ihr Kinderbuch fertigstellen und unbedingt das Manuskript eines sehr guten Freundes lesen.

Sie möchte sich ändern und nicht mehr die schüchterne sein. Sie möchte mutiger und selbstbewusster werden. Das ist ein schwerer Prozess, was manchen als widersprüchlich erscheint und doch ist er real dargestellt. Trotzdem wird einiges nur im Laufe der Geschichte ersichtlich und selbst dafür muss man zwischen den Zeilen lesen.

Hier hat sich ein Spannungsbogen gebildet und diesen, ich muss sagen, fand ich einfach brilliant. Es ist was anderes als man denken mag. Bei Chase wird das ganze offensichtlicher. Er hat sich schon geändert und ist eben ein Good Guy aber auch mit Problemen in seinem Umfeld, die ihn belasten.
Ebenso habe ich die Nebencharaktere ins Herz geschlossen, auch wenn sie keine eigene Stimme hatten, so zum Beispiel die Person die Hailee und Chase verbindet. Jesper ist ein Junge, der massive Probleme hatte, die man auch im Buch erfährt.



Stilistisch gesehen, bemerkt man enorme Verbesserungen von Bianca. Das Buch ist aus zwei Ich-Perspektiven erzählt. Das sorgt dafür, das die Geschichte einfach zugänglich ist.

Man ist schnell drinne, aber der Anfang ist etwas zäh und wie bereits oben erwähnt in meinen Augen absolut wichtig. Im Verlauf gibt es ab und zu mal kleinere Längen. Allerdings sind Längen, häufig eine Geschmackssache.

Die Geschichte ist flüssig lesbar, wobei man vielleicht das Buch nicht in einem Rutsch lesen sollte. Emotional bedingt, musste ich immer wieder mal kleinere Taschentuchpausen einlegen.
Ich möchte noch lobend, die Triggerwarnung hervorheben, die wirklich notwendig ist.

Diese Geschichte hat es wirklich in sich und gehört zu den Stärksten, die ich je in diesem Genre gelesen habe.

Dieses Buch verhält sich wie die Metamorphose eines Schmetterlings. Das Ende ist fies, da braucht man nichts anderes sagen. Man will sofort Band 2, denn hier wird am maximalen Spannungspunkt ein Cut in die Handlung gemacht.

Wer eine NA-Geschichte mit tiefgang sucht, ist mit Falling Fast richtig beraten. Falls ihr was sucht um die Realität auszublenden rate ich euch vom Buch ab, denn das Buch ist die Realität. Eine Realität die man nicht gerne sieht. Eine Realität, die ein Tabuthema ist. Was sich wirklich ändern muss.

Wir leben nicht in einer Welt, in der jeder immer glücklich ist.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Fad

So schöne Lügen
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Louise hält sich durch mehrere mehr oder weniger nervige Jobs in New York übers Wasser und würde eigentlich eher Schriftstellerin sein wollen. Sie begegnet Lavinia und es entwickelt sich eine verhängnisvolle ...

Louise hält sich durch mehrere mehr oder weniger nervige Jobs in New York übers Wasser und würde eigentlich eher Schriftstellerin sein wollen. Sie begegnet Lavinia und es entwickelt sich eine verhängnisvolle Freundschaft und es war schon im Klappentext klar Lavinia wird wohl stehen. Eígentlich zugegeben ein gutes Rezept für einen High-Society Thriller. Doch der Schein täuscht. Als Leser begleitet man die zwei ungleichen Freudinnen auf rauschende Partys und doch merkt man das Louise in diese Welt nicht reinpasst. Sie beginnt teilweise sogar zu stehlen. Als Lavinia dann bei einem Sturz stirbt, wie sie das vertuschen und gaukelt vor, das Lavinia noch am Leben sei und fakt Social-Media Einträge und hier passt der englische Roman Titel „Social Creature“ wirklich besser. Abgesehen von diesem Handlungsstrang, der zeigt, das Likes alles sind und es egal ist ob die Person dahinter existiert, fand ich das Buch einfach nur fad und langweilig. Der Schreibstil ist sehr speziell und man braucht eine Zeit um sich an diesen zu gewöhnen. Die Autorin liebt offenbar Parataxen. Die Geschichte hatte keinen Richtigen Spannungsfaden und war schlichtweg langweilig. Hier haben wir eher einen leichten Roman für Frauen, der leider als Thriller vermarktet wird. Schade. Zudem muss ich mal ehrlich sagen, die Message , die dieser Roman vermittelt ist einfach nur bullshit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Figuren
Veröffentlicht am 20.02.2019

Mehr Teenieleinwandromanze als ernstzunehmender YA Mental Healthroman

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Kurzfassung: Das Buch ist ein guter Einstieg ins Thema Mental Health der im letzten Drittel einen Verlauf nimmt der nicht als realistisch gesehen werden sollte. Stilistisch großartig, inhaltlich harpert ...

Kurzfassung: Das Buch ist ein guter Einstieg ins Thema Mental Health der im letzten Drittel einen Verlauf nimmt der nicht als realistisch gesehen werden sollte. Stilistisch großartig, inhaltlich harpert es an der Umsetzung. Knappe 3 von 5 Tropfen.
Zudem hat mich die Größe der Tagebucheinträge gestört.
Zunächst einmal sollte euch bewusst sein, das der Klappentext 50% des Buches spoilert und der Anfang wenig Überraschungen bietet und sich wie schonmal gelesen anhört. Leni leidet unter dem Druck Perfekt sein zu müssen und entwickelt Ängste und diese Ängste entwickeln sich immer mehr zu etwas ernsterem. Es wird abgetan als Simulation. Danach bekommt Leni eine Antidepressiva Medikation sowie eine Bedarfsmedikation. Es passiert etwas, was mir für meinen Geschmack zu verharmlost wird. Da ich das schon oft miterlebt hatte. Hier hätte mich wirklich mehr das innere passiert und vor allem das warum. Denn man denkt es läuft alles glatt und auf der nächsten Seite efährt man das etwas schlimmes passiert ist. Zudem lernt man Matti kennen und ich muss ehrlich sagen er hat mir das Buch geschwächt, er passte nicht in die Geschichte. Matti leitet an einer Krankheit die nur 100 Menschen weltweit haben. Er ist weder schmerz noch temperaturempfindlich und übertreibt dies mal gerne manchmal unbewusst aber auch oftmal bewusst will er Schmerz spüren. (Ich hätte es bevorzugt wenn er eine Krankheit hat, die man kennt und keine absolute Ausnahme. Autismus, Bulimie, bipolare Störung …. wären vielleicht eine bessere Wahl gewesen. Die beiden begegnen sich in der Klink und hiermal (bei uns in RP kommen akutnotfälle innerhalb 24h in die Klinik. Bin schockiert von 10 Tagen Dauer vllt etwas unrealistisch oder meint Ava eine AR (aber die gilt eig nicht für psychosomatische Probleme) Jedenfalls wird dann ein Thema angeschnitten und zwar ein Nebenchrakter der schwul ist und magersüchtig. Ich bin ja ein Fan von Repräsentation aber das fand ich einfach unwichtig zumal darauf später nicht mehr eingegangen wird. Denn ab hier wird der Plot sehr kinomäßig und entfernt sich von der Realität. Finde ich persönlich sehr schade.
Aber vielleicht werden Mainstreamleser nun offener für Bücher mit Mental Health Thematiken, ich berate sehr sehr gerne.