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Veröffentlicht am 15.01.2023

Anpassungsfähig, aber nur bis zu einem gewissen Grad - Küstenwölfe sind schützenswert

Wilde Wölfe
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In "Wilde Wölfe. Mein Leben mit den letzten ihrer Art in Kanada" beschreibt der Dokumentarfilmer, Autor und Fotograf Ian McAllister anschaulich die Ergebnisse aus jahrelanger Beobachtung der letzten noch ...

In "Wilde Wölfe. Mein Leben mit den letzten ihrer Art in Kanada" beschreibt der Dokumentarfilmer, Autor und Fotograf Ian McAllister anschaulich die Ergebnisse aus jahrelanger Beobachtung der letzten noch in freier Wildbahn lebenden Rudel von Küstenwölfen. McAllister zeigt auf, wie komplex das soziale Miteinander dieser hoch entwickelten, intelligenten Tiere ist und warum sie es Wert sind, geschützt zu werden.

Ein beeindruckender Bericht über verschiedene Forschungs- und Beobachtungsergebnisse, aber auch über ganz persönliche Begegnungen mit den "Herrschern der kanadischen Küstengewässern".

Anschaulich und verständlich geschrieben, sehr lesenswert vor für allem für Menschen , die sich für den Erhalt von Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum interessieren.

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Veröffentlicht am 15.01.2023

Eine berührende, erschreckende Geschichte - aktuell wie nie

Als Großmutter im Regen tanzte
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Kurz nachdem Juni's Mutter gestorben ist, kehrt sie in das Haus ihrer Großeltern Thekla und Konrad auf eine kleine norwegische Insel zurück, in dem sie als Kind viele schöne Tage erlebt hat. Ihre Großeltern ...

Kurz nachdem Juni's Mutter gestorben ist, kehrt sie in das Haus ihrer Großeltern Thekla und Konrad auf eine kleine norwegische Insel zurück, in dem sie als Kind viele schöne Tage erlebt hat. Ihre Großeltern waren liebe Menschen, sie haben sich um Juni gekümmert und sie aufrichtig geliebt. Junis' Mutter Lilla, die nach dem Tod von Thekla und Konrad im Haus der Großeltern gelebt hat, war dagegen ein schwieriger Charakter. Nie hat Juni sie Mama genannt, sondern immer beim Vornamen. Zwischen Lilla und ihrer Mutter Thekla stand immer etwas - Juni hat nie erfahren was.
Juni ist auf der Flucht vor ihrem eigenen bisherigen Leben. Im Haus ihrer Großeltern hat sie sich immer geborgen und sicher gefühlt. Sie sucht einen Sinn, einen Neuanfang vielleicht? Sie weiß nicht genau, was sie sucht, aber im Haus ihrer Großeltern findet sie ein Foto von Ihrer jungen Großmutter Thekla mit einem deutschen Soldaten. Juni beginnt Fragen zu stellen: Wer ist dieser Mann? Wie stand er zu ihrer Großmutter? Juni begibt sich auf der Suche nach Antworten auch nach Deutschland und entdeckt Wahrheiten , die viele Fragen aus ihrer KIndheit beantworten und Konsequenzen für ihr weiteres Leben nach sich ziehen.

Was für ein Buch! Trude Teige gelingt es mit "Als Großmutter im Regen tanzte" die berührende und kraftvolle Geschichte einer norwegisch-deutschen Liebe in den schweren Zeiten zum Ende des zweiten Weltkriegs und den daraus resultierende schwierigen Konsequenzen zu erzählen. Die Geschichte ist zwar fiktiv, aber sie hätte so auf jeden Fall passieren können. Trude Teige erzählt ebenso packend wie einfühlsam, ebenso kraftvoll wie mitreissend die Geschichte einer großen Liebe, die auch zwei Generationen später noch berührt, Hoffnung gibt und Einfluss ausübt. Ein wunderbares Buch, das in jedem Bücherregal stehen sollte..

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Veröffentlicht am 15.01.2023

Der Nachtclubbesitzer Mercurius hat Verbindungen in die magische Unterwelt Berlins

Die letzten Hexen von Berlin - Wütende Wasser
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Mercurius ist ein Mensch, Barkeeper und Nachtclubbesitzer in Berlin - so weit, so normal. Er hat aber auch familiäre Verbindungen in die magische Unterwelt Berlins, in der Elfen, Hexen und Elementarwesen ...

Mercurius ist ein Mensch, Barkeeper und Nachtclubbesitzer in Berlin - so weit, so normal. Er hat aber auch familiäre Verbindungen in die magische Unterwelt Berlins, in der Elfen, Hexen und Elementarwesen weitgehend unbehelligt von der breiten Öffentlichkeit in einer Art Parallelwelt leben. Mercurius hat sich vor langer Zeit von diesem Teil seiner Familie losgesagt und pflegt keinen Kontakt mehr zur mächtigen Hexe Agnes, in deren Haus er in seiner Jugend ein und aus ging.

Als sein Nachtclub jedoch eines Nachts von einem mystischen Wesen aus der magischen Welt heimgesucht wird und in der Folge zwei Partygäste sterben, muss sich Mercurius dem ungeliebten Teil seiner Existenz stellen. Eine spannende, aber auch gefährliche Suche nach dem Schuldigen für das Auftauchen des Unwesens beginnt.

"Die letzten Hexen von Berlin. Wütende Wasser" stellt den Auftakt einer neuen Urban Fantasy-Reihe dar, die den Leser von Beginn an in seinen Bann zieht. Auch für Leser, die Fantasy-Romane sonst nicht konsumieren, hält der Reihenauftakt jede Menge spannende Handlungsstränge bereit, die Lust auf mehr machen.

Der Auftakt ist gelungen, die Neugier geweckt - ich freue mich auf die kommenden Folgen der "Letzten Hexen von Berlin" und werde an der Reihe dranbleiben. Uneingeschränkte Leseempfehlung für ein tolles, spannendes und nicht zu sehr mit fantastischen Wesen überladenes Buch.

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Veröffentlicht am 15.01.2023

Lucie Girard in hochexplosiver Situation - mit fatalen Folgen

Mord im Kollektiv
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Im ehemals so geordneten Leben von Commissaire Lucie Girard ist nichts mehr wie es war. Gelangweilt von der Routine des familiären Alltags und berauscht von den Gefühlen zu ihrer Assistentin beginnt sie ...

Im ehemals so geordneten Leben von Commissaire Lucie Girard ist nichts mehr wie es war. Gelangweilt von der Routine des familiären Alltags und berauscht von den Gefühlen zu ihrer Assistentin beginnt sie eine Affäre, lebt diese voll aus und setzt sich mit ihrer Freundin aktiv für die Rechte der Frauen ein - ein in den 1970er Jahren auch in St. Tropez brisantes und hochexplosives gesellschaftliches Thema.

Lucie blüht auf, ist berauscht und verliert den Fokus Familie und Beruf aus den Augen. Sie denkt, sie kann alles haben - ohne Konsequenzen, ohne Kompromisse. Aber man kann nie alles haben, es gibt immer Konsequenzen. Schon bald beginnt das Wolkenschloss zu verblassen, Probleme tauchen auf - Lucie hat die Situation unterschätzt und verliert die Konrolle. Als die Fassade bereits zu bröckeln beginnt, kommt es zur Eskalation. Zwei Männer werden erschossen - die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Und Lucie Girard muss zwischen ihren Gefühlen, Verantwortung und Beruf den richtigen Weg finden. Aber ob ihr das diesmal gelingt, ist mehr als fraglich.

Auch der 18. Band der St. Tropez-Krimireihe um Commissaire Lucie Girard von Luc Winger behandelt wieder ein in den 1970er Jahren in Frankreich, aber auch anderswo auf der Welt, hochbrisantes gesellschaftliches Thema. Die Forderung nach Anerkennung und Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Liebe, sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern hatte (und hat heute noch!) in konservativen Kreisen enorme gesellschaftspolitsche Sprengkaft. Diese Brisanz stellt Luc Winger sehr gut dar.

Über die Behandlung dieses Themas tritt der "Kriminalfall" allerdings in den Hintergrund. Lucie Girard ermittelt eher in ihrem eigenen Leben, über das sie die Kontrolle verloren hat. Insgesamt ein lesenswertes Buch, das die Kenner von Lucie Girard mit eher gemischten Gefühlen zurückläßt. Man bekommt eine Seite der Commissaire gezeigt, die Fragen aufwirft. Lesenswert, aber komplett anders als die "normalen" St. Tropez-Krimis.

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Veröffentlicht am 30.12.2022

Hochspannender Krimi mit viel Lokalkolorit und tollen Charakteren

Küstenmord: Kein Wort zu viel
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Es ist wirklich kein schöner Anblick, der sich den Schleswiger Kommissaren Katja Greve und Daniel Kowalski da auf dem Grundstück eines Nobelferienhauses in der Schlei-Region bietet. In der Klärgrube des ...

Es ist wirklich kein schöner Anblick, der sich den Schleswiger Kommissaren Katja Greve und Daniel Kowalski da auf dem Grundstück eines Nobelferienhauses in der Schlei-Region bietet. In der Klärgrube des Hauses wurde eine ziemlich entstellte Frauenleiche gefunden. Ein Unfall oder natürlicher Tod ist schnell ausgeschlossen, aber wer ist die Tote? Und hat die Vermietungsagentur für die Ferienhäuser etwas mit dem Fall zu tun? Oder eine Reinigungsfirma, die den beiden Kommissaren schon bei einem vorherigen Fall dubios vorgekommen war und die ausgerechnet in diesem Haus tätig ist? Wenig Konkretes, aber dafür viele Fragen denen nachgegangen werden muss. Und auch die persönliche Beziehung der Kommissare zueinander wird durch Umstände, die den Fall betreffen, auf die Probe gestellt.

Der Autorin Eva Jensen ist mit "Küstenmord - Kein Wort zu viel" ein spannender zweiter Band ihrer Serie um die beiden sympathischen Schleswiger Kommissare Katja Greve und Daniel Kowalski gelungen. Mit ihrer anschaulichen Sprache und dem fesselnden Schreibstil gelingt es Jensen, die Leser vom Beginn der Geschichte an mitzunehmen. Der Spannungsbogen ist weit gefasst, es zeigen sich einige unvorhersehbare Wendungen und die Auflösung ist überraschend, aber schlüssig. Kurzum - ein sehr lesenswerter Krimi, der Lust auf weitere Fälle mit den Ermittlern in der Schleiregion macht. Sehr empfehlenswert!

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