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Veröffentlicht am 26.09.2025

Geld, Geld, Geld

The House of Beckham
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Das Buch beschreibt den Aufstieg und Werdegang von David und Victoria Beckham - von den Anfängen als Spice Girl und Fußballer bis zu einem weltweiten Firmenkonstrukt wird die Geschichte nachverfolgt. Und ...

Das Buch beschreibt den Aufstieg und Werdegang von David und Victoria Beckham - von den Anfängen als Spice Girl und Fußballer bis zu einem weltweiten Firmenkonstrukt wird die Geschichte nachverfolgt. Und zwar chronologisch in nicht allzu langen Kapiteln, die gut lesbar sind. Obwohl das Buch in erster Linie ein Sachbuch ist, hat es auch einen großen Anteil an Unterhaltungswert.

Der Blick hinter die Kulissen ist extrem interessant. Ich muss zugeben, dass ich David Beckham als Fußballer nicht wirklich verfolgt habe und so angenommen hatte, dass er zumindest in einer Liga mit Ronaldo und Messi spielt. Erst nach dem Lesen des Buches war mir klar, dass dem nicht so ist und dass er auf dem Platz oft sehr unbeherrscht war. Auch seine weiteren Eskapaden in Richtung Frauen und Werbung habe ich eher am Rande verfolgt. Bei Viktoria/Posh ist das etwas anders. Von ihr wusste ich etwas mehr und habe sie schon immer als sehr berechnend, kalt und auch mit wenig Talent gesegnet eingeschätzt. Zusammengenommen reduziert sich die Ehe auf einen wichtigen Punkt: Geld, Geld, Geld.

Ich kann und will nicht wirklich einschätzen, inwieweit die dargestellten Sachen den Tatsachen entsprechen. Ich gehe aber davon aus, dass fast alles stimmen wird, den anderenfalls wären der Autor und der Verlag wohl mit Klagen nahezu überhäuft worden und das Buch hätte in den Übersetzungen nicht so erscheinen können. Sympathischer ist mir das Ehepaar nach dem Lesen nicht geworden. Aber der Einblick in „gehobene“Kreise war nicht uninteressant und von daher gibt es von mir eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Ziemlich schräg

Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Die mörderischen Cunninghams 1)
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Die Cunninghams haben zu einem Familientreffen eingeladen. Doch es ist keine normale Familie, denn irgendwie hat jeder eine Leiche, im wörtlichen Sinn, im Keller. Ernest Cunningham, genannt Ernie, ist ...

Die Cunninghams haben zu einem Familientreffen eingeladen. Doch es ist keine normale Familie, denn irgendwie hat jeder eine Leiche, im wörtlichen Sinn, im Keller. Ernest Cunningham, genannt Ernie, ist Autor für Anleitung zum Krimischreiben und sozusagen der Aussätzige in der Familie, denn er hat seinen Bruder angezeigt und dafür gesorgt, dass dieser im Gefängnis landet. Doch das Familientreffen wird anders als gedacht, denn die Familie bleibt sich treu und trifft wieder auf Leichen.

Für mich war das Buch ziemlich schräg. Die Geschichte an sich, also der Krimi, war gar nicht so schlecht und hätte als normaler Krimi richtig gut sein können, zumal das Ende wirklich einiges an Überraschungen birgt. Doch es ist aufgebaut, als würde ein Krimischriftsteller das Geschehen kommentieren. Anfangs ist das irgendwie auch noch witzig. Aber der Witz nützt sich schnell ab und hat mich dann sehr bald eher genervt. Als Beispiel nenne ich für die dauernd erwähnten Akkustände, die eigentlich völlig überflüssig waren. So fällt es mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Wer etwas schräge Bücher mit eigenartigem Humor mag, ist hier gut bedient. Wer einen reinen Krimi erwartet, dürfte dann doch eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Warmherzig

Der Schacherzähler
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Oldman ist jeden Tag im Park und spielt Schach. Eigentlich heißt er Walter und ist seit vielen Jahren Witwer. Doch eines Tages wird er von Janne angesprochen. Janne ist neun und ein eher wilder Junge, ...

Oldman ist jeden Tag im Park und spielt Schach. Eigentlich heißt er Walter und ist seit vielen Jahren Witwer. Doch eines Tages wird er von Janne angesprochen. Janne ist neun und ein eher wilder Junge, der nicht so gerne in der Schule ruhig ist. Jana spricht Oldman an, weil er neugierig ist. So erklärt Oldman ihm das Spiel und Janne lernt super schnell. Die beiden freunden sich miteinander an und diese Freundschaft erweitert sich auch auf Jannes alleinerziehende Mutter. Doch alle haben so ihre Geheimnisse…

Das Buch ist sehr warmherzig geschrieben und sehr gut lesbar. Auch wenn einige Dinge sehr vorhersehbar sind und man oft schon viel eher weiß, wie es enden wird, ist das nicht schlimm. Denn es liest sich sehr gut und man hat sehr angenehme Gefühle dabei und bekommt auch gute Laune. Ganz davon abgesehen zeigt es auch deutlich, wie gut es ist, wenn ältere Menschen eine Aufgabe bekommen und noch Ziele haben, und wie wichtig es ist, Kindern den Freiraum zu geben und sie nicht ständig einzuengen, sondern auch Vertrauen zu haben. Und ebenso, wie wichtig Freundschaft und gegenseitige Hilfe ist. Daher gibt es von mir für das Buch eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Hat ein paar Längen

Der flüsternde Abgrund
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Collum kehrt nach vielen Jahren zurück in den kleinen Ort am australischen Regenwald, wo er aufgewachsen ist. Der Ort birgt ein Geheimnis, denn in einem Felsengebiet im Regenwald stürzen immer wieder Kinder ...

Collum kehrt nach vielen Jahren zurück in den kleinen Ort am australischen Regenwald, wo er aufgewachsen ist. Der Ort birgt ein Geheimnis, denn in einem Felsengebiet im Regenwald stürzen immer wieder Kinder ab, angeblich angelockt durch ein unheimliches Flüstern. Doch Collum hat keine große Wahl, denn sein Sohn wird im Regenwald vermisst.


Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Geschichte an sich ist gut erzählt, allerdings habe ich viel, viel mehr von dem Flüstern erwartet, was nicht ernsthaft erklärt wurde. Die Ermittlungen selber bringen viele Geheimnisse zu Tage, bei denen ich mich gewundert habe, dass einige nicht wenigstens in dem üblichen Dorftratsch benannt wurden. Oder dass Collum in all den Jahren nicht einmal gerechnet hat. So zieht sich manches dann endlos in die Länge und die gefühlt auf jeder Seite gemacht Wiederholung, dass es regnet, dass es nass ist und das Collums Bein Probleme macht, hat nicht unbedingt viel zur Spannung beigetragen. Diese war nur in Teilen vorhanden. In anderen wieder war sie sehr stark und es gibt einige Überraschungen. Alles in allem hat für mich das Buch noch deutlich Luft nach oben, es ist aber für ein Debüt trotzdem gut gelungen

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Speziell

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge
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Heinz Labensky ist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Schon zu tiefsten DDR-Zeiten wird ihm bescheinigt, dass er förderunfähig ist. Nur mit Mühe und Not und seiner Freundin Rita schafft er es, lesen ...

Heinz Labensky ist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Schon zu tiefsten DDR-Zeiten wird ihm bescheinigt, dass er förderunfähig ist. Nur mit Mühe und Not und seiner Freundin Rita schafft er es, lesen und etwas schreiben zu lernen und ein paar Jahre Schule zu überstehen. Auch Rita ist ein Außenseiter, denn als sogenanntes Russenkind ohne Mutter hat sie es im Dorf sehr schwer. Dabei ist sie super begabt und will zum Studium nach Berlin. Heinz macht es sich zur Aufgabe, sie immer zu beschützen, obwohl sie das so gar nicht will. Die Wege trennen sich, für Heinz ungewollt. Die Jahre vergehen und mittlerweile ist Heinz Rentner in einem Seniorenheim, als er plötzlich einen unerwarteten Brief bekommt. Absender: Ritas Tochter....

Das Buch ist speziell. Die Hauptfigur Heinz ist eine Art Mischung aus einem naiven und auch dummen Jungen/Mann, gleichzeitig ist es er aber auch eine Art Schwejk oder Eulenspiegel. Seine Erlebnisse spiegeln viel DDR-Geschichte wieder. Ich glaube, das Buch wird auch im Osten insofern besser ankommen, als viele Begriffe und Redewendungen wiedererkannt werden. Die eingearbeiteten wirklichen historischen Ereignisse sind teilweise etwas wild verbunden, aber keinesfalls unlogisch. Ich habe mich oft darüber amüsiert, was durch diese Verbindung herausgekommen ist. Gleichzeitig werden aber auch viele der schlechten Seiten der damaligen Zeit angesprochen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das Buch so richtig beschreiben soll. Mir persönlich hat es aber gefallen und ich konnte es gut lesen.

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