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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2025

Gute Fortsetzung

Hangman. Das Spiel des Mörders (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 2)
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In Amerika und in England geschehen Morde, die stark dem Ragdoll-Fall ähneln. Daher fliegt Baxter nach New York, um die Kollegen dort bei der Arbeit zu unterstützen. Doch die verschiedenen Organisationen ...

In Amerika und in England geschehen Morde, die stark dem Ragdoll-Fall ähneln. Daher fliegt Baxter nach New York, um die Kollegen dort bei der Arbeit zu unterstützen. Doch die verschiedenen Organisationen treten sich gegenseitig auf die Füße und spielen nicht fair. So kann der Täter weitere Morde nahezu ungestört verüben...

Der 2. Teil der Reihe ist die analoge Fortsetzung von Ragdoll. Sowohl vom Stil wie vom Aufbau her. Mir hat aber dieses Buch besser gefallen. Zum einen geht der Autor bei den Hauptfiguren mehr in die Tiefe, zum anderen ist mir der neue Partner von Baxter, Rouche, wesentlich sympathischer. Außerdem ist das Buch teilweise richtig humorvoll. Ich sage nur als Stichwort "Spinne" ... Das hätte ich selber sein können. Die Spannung ist gleich auf mehreren Ebenen, einmal der Fall selbst und die Suche nach dem Täter. Dann auch deshalb, weil man erst nach und nach erfährt, ob und wer überhaupt falsch spielt. Und am Ende auch noch die Frage, ob Wolf irgendwie mit drin steckt. Ich denke mal, es wird eine Fortsetzung geben.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Blutig

Durst
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In Oslo geht ein Serienmörder um, der junge Frauen bestialisch umbringt, ihnen die Adern aufbeißt und das Blut trinkt. Um ihn zu finden, wird Harry Hole zurückgeholt. Anfangs nicht ganz freiwillig, aber ...

In Oslo geht ein Serienmörder um, der junge Frauen bestialisch umbringt, ihnen die Adern aufbeißt und das Blut trinkt. Um ihn zu finden, wird Harry Hole zurückgeholt. Anfangs nicht ganz freiwillig, aber im Laufe der Ermittlungen merkt er immer mehr, dass der Täter ein "alter Bekannter" sein könnte ...

Der 11. Fall um Harry Hole ist für mich einer der besten. Er beginnt mit grausamen Morden und mit einem Ermittler, der eigentlich für die Familie da sein will. Doch mehr und mehr wird es der alte Harry Hole, der sich regelrecht festbeißt. Gut gefallen hat mir, dass hier ein alter unabgeschlossener Fall aufgegriffen wird, der sich aber im Laufe des Buches weiterentwickelt und große Spannung aufbaut. Und als man dachte, alles ist schon geklärt, passieren einige Sachen und kommen mehrere Leute ins Spiel, die alle aus verschiedenen Gründen verdächtig wirken. Die Auflösung am Ende ist wieder super.
Alles in allem eine Leseempfehlung von mir und große Freude auf den nächsten Fall.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Sehr gut

Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)
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1997 auf dem Wilzenberg im Sauerland wird eine junge Frau ermordet. Bei ihr findet man eine Spieluhr. Das Verbrechen wird nie aufgeklärt. 20 Jahre später nehmen sich Mütze und Jan Römer im Zuge ihrer Zeitungsreihe ...

1997 auf dem Wilzenberg im Sauerland wird eine junge Frau ermordet. Bei ihr findet man eine Spieluhr. Das Verbrechen wird nie aufgeklärt. 20 Jahre später nehmen sich Mütze und Jan Römer im Zuge ihrer Zeitungsreihe das unaufgeklärte Verbrechen vor und forschen nach. Da wird wieder eine Frau ermordet und wieder ist eine Spieluhr am Tatort...

Der 3. Teil der Serie um Jan, Mütze und Aslar setzt die Reihe nahtlos und gut fort. Wie die Vorgänger besticht auch dieses Buch durch die genaue und detaillierte Kenntnis der Umgebung. Fast ein Reiseführer. Und natürlich dieses Mal auch eine gute Werbung für das Sauerland. Aber es gibt auch genügend Spannung für einen Krimi. Die Hauptfiguren können sich weiterentwickeln, speziell Jan mit seinen familiären Problemen. Es bieten sich einige Täter an, dieses Mal habe ich völlig falsch gelegen mit meinem Verdacht. Es gibt eine reelle Geschichte im Hintergrund und das Ganze ist gut und sehr flüssig lesbar. Von mir dafür eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Starke Männer?

Die Herzen der Männer
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Nelson ist 13, als er mit seinem Vater in ein Pfadfinderlager fährt. Er ist der absolute Außenseiter, denn er ist eine Art Streber, der alles immer und ständig richtig machen will. Er wird gemobbt und ...

Nelson ist 13, als er mit seinem Vater in ein Pfadfinderlager fährt. Er ist der absolute Außenseiter, denn er ist eine Art Streber, der alles immer und ständig richtig machen will. Er wird gemobbt und geschnitten. Sein Vater steht ihm nicht wirklich bei. Einziger Lichtblick ist der ein paar Jahre ältere Jonathan, der eine Art Freundschaft mit ihm eingeht. So richtig erfährt man den Grund nicht. Aber sie ist mit ein Anlass, warum Nelson sein Leben ändert. Nachdem der Vater die Familie verlässt, erhält Nelson die Möglichkeit, eine militärische Schule zu besuchen und diese Karriere einzuschlagen.
Jahre später ist es Jonathan, der seinem Sohn Trevor bei der Fahrt in das gleiche Pfadfinderlager mitteilt, dass er ebenfalls die Familie verlassen wird. Auch Trevor geht später zur Armee.
Leider stirbt er, bevor sein Sohn Thomas geboren wird. Dieser besucht das gleiche Pfadfinderlager widerwillig mit seiner Mutter Rachel. Dort ist inzwischen Nelson der Lagerleiter.

Das Pfadfinderlager zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und verknüpft die Geschichten der Männer und Jungen miteinander. Obwohl es eigentlich für die guten Seiten, wie Freundschaft, Kameradschaft und Hilfe steht, gibt es auch immer wieder das genaue Gegenteil in allen Zeiten. Aus der Sicht eines Mannes, wunderbar be- und geschrieben, erzählt das Buch über wahre Werte und die Möglichkeit, sein Leben zu ändern. Gleichzeitig aber auch über immer wiederkehrende Geschehnisse. Und so bin ich mir ziemlich sicher, dass eigentlich gar nicht die Stärken der Männer beschrieben werden. Es sind hier die Frauen, die zwar oft nur am Rande erwähnt werden, die aber immer die Familie am Ende durchbringen und vor allem den Sohn erziehen mussten. Der Autor schreibt schonungslos. Aber auch mit sehr viel Respekt und Liebe. Ein tolles Buch.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Starker Beginn

Schlüssel 17 (Tom-Babylon-Serie 1)
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Die Pfarrerin des Berliner Doms hängt gefoltert und ermordet in der Kuppel. Mit dabei ist ein Schlüssel mit der Zahl 17. Tom Babylon vom LKA will unbedingt ermitteln, denn seine vor vielen Jahren als Kind ...

Die Pfarrerin des Berliner Doms hängt gefoltert und ermordet in der Kuppel. Mit dabei ist ein Schlüssel mit der Zahl 17. Tom Babylon vom LKA will unbedingt ermitteln, denn seine vor vielen Jahren als Kind verschwundene Schwester hatte ebenfalls so einen Schlüssel. Doch es wird schwierig. Ein unbeliebter Kollege wird Chefermittler, eine Psychologin zu Toms „Aufpasserin“, die eigene Vergangenheit hat starken Einfluss und die Pfarrerin bleibt nicht die einzige Tote …

Achtung: damit ich meine Beurteilung erklären kann, muss ich ein wenig spoilern. Allerdings betrifft das nicht den direkten Fall und die Aufklärung dazu.
„Schlüssel 17“ ist der starke Beginn einer Reihe um den Ermittler Tom Babylon. Kurze Kapitel in direkter knapper Sprache verleiten zum Festlesen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgt zwischen den eigentlichen Ermittlungen und verschiedenen Verdächtigen für starke Spannung. Die Ermittler haben Ecken und Kanten, manchmal fast zu viele.
Die volle Punktzahl gibt es aber von mir nicht, weil mich einige Details an dem Buch störten. Zum einen die als Kind verschwundene Schwester, die quasi trotzdem in der Gegenwart als Erwachsene bei den Ermittlungen „dabei“ ist und „mitredet“. Das war mir dann doch zu viel – bei allem Verständnis, dass Tom seine Schwester noch sucht.
Zum anderen waren für mich einige kleinere Sachen nicht schlüssig: Tom sucht verzweifelt nach dem Autoschlüssel, findet ihn nicht, statt dessen ein Papier mit mysteriösem Pulver bei seiner Freundin, sitzt aber wenige Zeilen später im Auto. Wo der Schlüssel aufgetaucht ist, wird nicht erwähnt – aber er wird plötzlich im Zündschloss gedreht.
Oder Toms Freundin feiert alkohollastig mit einer Freundin und präsentiert ihm wenige Tage später ein Ultraschallbild. Bei der Vorgeschichte für mich nicht glaubwürdig.
Doch das sind eher Randerscheinungen, der eigentliche Fall ist sehr spannend und für eine Fortsetzung gibt es schon einige Handlungsstränge im Buch. Für mich eine klare Leseempfehlung.

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