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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2025

Mehr erwartet

Die Garnett Girls
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Die Garnett-Familie ist schon etwas Besonderes. Die Mutter Margo genießt ihr Leben: mit jugendlichen Liebhabern, Partys und dem Verbot, Richards Namen zu erwähnen. Richard war ihre große Liebe und der ...

Die Garnett-Familie ist schon etwas Besonderes. Die Mutter Margo genießt ihr Leben: mit jugendlichen Liebhabern, Partys und dem Verbot, Richards Namen zu erwähnen. Richard war ihre große Liebe und der Vater ihrer drei Töchter. Er hat die Familie verlassen. Die Töchter Rachel, Imogen und Sasha halten sich an die Vorgaben, an die alten Regeln von Margo und haben in ihren eigenen Beziehungen ebenfalls mehr oder weniger große Probleme.

Das Buch ist eine Familiengeschichte über eine sehr besondere Familie. Anfangs war ich regelrecht begeistert über den Stil und habe die Seiten fast fliegend gelesen. Doch je weiter die Geschichte vorwärts ging - der Stil bliebt gleich gut - fing ich mehr und mehr an, mich etwas zu langweilen. Was vor allem daran lag, dass ich zu den Personen so gut wie keine Beziehung aufbauen konnte. Sie blieben irgendwie blass und hatten für mich einfach zu wenig Tiefgang. Ich konnte die Geschichte an jeder Stelle unterbrechen und war überhaupt nicht mehr begierig darauf, weiterzulesen. Erst gegen Ende der Geschichte änderte sich das wieder. Das ist schade, weil das Buch an sich nicht schlecht ist.

Daher spreche ich keine Leseempfehlung aus, würde aber auch niemand vom Lesen abhalten wollen.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Mehr davon

Der stille Vogel
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Zwei kleine Jungen beschießen ein Vogelnest und was dann zur Erde fällt, ist ein kleiner menschlicher Knochen. Er ist allerdings schon älter und bald geht das Gerücht um in der Stadt, dass er von den vor ...

Zwei kleine Jungen beschießen ein Vogelnest und was dann zur Erde fällt, ist ein kleiner menschlicher Knochen. Er ist allerdings schon älter und bald geht das Gerücht um in der Stadt, dass er von den vor über 30 Jahre verschwundenen Brodin-Zwillingen stammt. John Adderley bekommt den Fall übertragen. Doch er hat noch andere Probleme: seine neunjährige Nichte lebt bei ihm und Mona wird seine Vorgesetzte und das Erste, was sie verlangt, ist seine Kündigung. Und auch die Ermittlungen gestalten sich mehr als schwierig.

Das Buch ist eine mehr als gelungene Fortsetzung der Reihe. Der Stil ist wieder geradlinig und schnörkellos. Die Ermittlungen nachvollziehbar. Und die ganze Zeit schwankt man, wer der oder die Täter sind. Und man bekommt dafür eine Menge an Angeboten und quasi in jedem Kapitel wechselt man die Seiten gefühlt. Das ist ganz großes Kino und ich hätte gern mehr davon und freue mich auf die hoffentlich baldige Fortsetzung der Reihe.

Von mir eine absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Unbedingt lesen

Schildkrötenmond
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Der Vater von Silver ist Maler und bekommt eine Anfrage von einer Wildtierrettungsstation in Costa Rica mit Bitte um Unterstützung. Die Familie ist gerade in einer schwierigen Situation und sie entschließen ...

Der Vater von Silver ist Maler und bekommt eine Anfrage von einer Wildtierrettungsstation in Costa Rica mit Bitte um Unterstützung. Die Familie ist gerade in einer schwierigen Situation und sie entschließen sich, das Abenteuer zu beginnen. Silver ist erst nicht glücklich, für vier Monate ihre Freundinnen verlassen zu müssen. In Costa Rica gewöhnt sie sich schnell ein und schließt Freundschaft mit Menschen und Tieren und begeistert sich vor allem für die Schildkröten und deren Rettung.

Das Buch ist wunderbar und das beginnt schon bei dem wunderschönen Cover, geht weiter bei den liebenswerten kleinen Zeichnungen am Beginn der Kapitel und natürlich vor allem, was den Inhalt angeht. Die Geschichte ist für die Zielgruppe sehr gut geschrieben. Die Kapitel sind kurz und können auch für Leseanfänger einfach bewältigt werden. Bei einigen schwierigen Wörtern können die Eltern helfen. Doch besonders sticht heraus, dass viele Fakten einfach im Text versteckt wurden und so lernt man automatisch viel Neues dazu. Schwierige Probleme werden angesprochen und gelöst, allerdings immer auf realistischer Art. Es gibt genügend Abenteuer, aber eben auch Aufzeigen von bestimmten Gefahren und warnen davor. Es geht um Naturschutz und Klima, um Familie und Freundschaften. Am Ende gibt es einen Teil, der aufklärt, was im Buch nicht ganz der Realität entsprochen hat, und ein absolut persönliches Nachwort. So ist das Buch nicht nur für Kinder interessant und gut zu lesen, sondern auch als Erwachsener wird man berührt und lernt einiges dazu.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Konnte überzeugen

Die Brandung – Leichenfischer
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In der Nähe von Flensburg werden sowohl auf deutschem wie auf dänischem Gebiet jeweils eine tote Frau gefunden. Sie liegen in einer Art Wikinger-Grab zusammen mit billigen Grabbeigaben. Auf beiden Seiten ...

In der Nähe von Flensburg werden sowohl auf deutschem wie auf dänischem Gebiet jeweils eine tote Frau gefunden. Sie liegen in einer Art Wikinger-Grab zusammen mit billigen Grabbeigaben. Auf beiden Seiten ermitteln die jeweiligen Polizeibehörden und Fria Svensson, die als Archäologen in einem Museum arbeitet, unterstützt beide Seiten. Doch die Suche nach dem Täter gestaltet sich als sehr schwierig

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe. Ich kenne den ersten Teil (noch) nicht, werde ihn auf jeden Fall aber noch lesen. Allerdings ist der zweite Teil problemlos ohne Vorkenntnisse zu verstehen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, der Stil ist direkt und ohne große Schnörkel. Die handelnden Personen sind interessant, aber es geht in erster Linie um den Fall, was mir gut gefällt. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar und für mich realistisch. Es ist eine sehr große Spannung vorhanden, weil man überhaupt keine Anhaltspunkte hat, wer der Täter sein könnte. Die Hinweise führen fast immer in die Irre und so bleibt man dann einfach an der Geschichte dran. Die Fortsetzung ist angekündigt und darauf freue ich mich. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Meer geht immer

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Anna Ist Journalistin und hat mehrere Podcasts über Bücherfrauen veröffentlicht. Der beste davon war mit der 85-jährigen Bücherfrau Fenja von Sylt. Anna hat die Idee, daraus eine Bücherreihe zu schreiben. ...

Anna Ist Journalistin und hat mehrere Podcasts über Bücherfrauen veröffentlicht. Der beste davon war mit der 85-jährigen Bücherfrau Fenja von Sylt. Anna hat die Idee, daraus eine Bücherreihe zu schreiben. Der Verlag ist begeistert und Anna fährt nach Sylt, um Fenja von der Idee zu überzeugen. Doch Fenja ist spurlos verschwunden und ihre Tochter Elisa hat keine Ahnung, wohin sie ist. Beide begeben sich auf die Suche nach Fenja und gleichzeitig auf die Suche nach der Vergangenheit und der Familiengeschichte.

Das Buch ist auf zwei Ebenen erzählt. Ich mag solche Geschichten. Doch normalerweise finde ich die Geschichte in der Vergangenheit meist die bessere. Hier war es für mich eher die Geschichte in der Gegenwart. Was vor allem daran lag, dass ich am Anfang die Sprache, vor allem in der wörtlichen Rede, in der Vergangenheit einfach nur furchtbar gestelzt fand. Ich habe mehrfach nachgeschaut, ob die Geschichte wirklich 1937 und nicht 1837 spielt. Doch zum Glück änderte sich das bald und nach und nach wurde der Stil wieder normal und beide Geschichten gleich gut. Besonders gut hat mir allerdings die Beschreibung von Sylt, seiner Natur, dem Meer, den Tieren und Pflanzen gefallen. Man bekommt sofort Sehnsucht nach dem Meer. Unter anderem das ist eine große Stärke des Buches, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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