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Veröffentlicht am 07.01.2025

In der ersten Reihe sieht man Meer

In der ersten Reihe sieht man Meer
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Alexander Klein, Mitte 40, will mit seiner Familie in den Urlaub nach Italien fahren. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und alle sind gestresst. Am letzten Abend setzt er sich mit etwas Rotwein ...

Alexander Klein, Mitte 40, will mit seiner Familie in den Urlaub nach Italien fahren. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und alle sind gestresst. Am letzten Abend setzt er sich mit etwas Rotwein vor ein altes Fotoalbum und als er erwacht, findet er sich als Teenager in den 80er Jahren wieder und fährt zusammen mit Eltern, Schwester und Oma nach Italien in den Urlaub ...


Zuerst fällt einem bei dem Buch das liebevoll gestaltete Cover auf. Eine Mischung aus Fotoalbum und Koffer und es sieht sehr echt aus, man prüft wirklich, ob das Foto geklebt ist. Auch die Kapitelüberschriften mit den Musiktiteln (wobei ich mir nicht sicher bin, ob die wirklich alle aus den 80ern sind) haben mir gut gefallen.

Die beiden Autoren müssen es sich wohl gefallen lassen, dass ihre Bücher immer an Kluftinger gemessen werden. Doch ich muss sagen, dieses Buch steht dem in nichts nach. Der typische Humor blieb erhalten. Ich habe das Buch an einem Stück gelesen und mich sehr amüsiert. Auch wenn es für mich nie so einen Italienurlaub gab, jeder hat wohl in der damaligen Zeit ähnliche Urlaube erlebt und erkennt in dem Geschilderten Züge der eigenen Familie, von Nachbarn oder Bekannten wieder. Wenn man sich heute Fotos aus dieser Zeit ansieht, fragt man sich oft, ob man an Geschmacksverirrung gelitten hat. Doch die Mode und die teilweisen Vorurteile waren halt damals so. Heute ist man - hoffentlich - klüger und kann darüber herzhaft lachen. Und man findet bei der Familie Klein wirklich viele Eigenschaften von Deutschen im Ausland wieder. Gut gefallen hat mir das Ende, hier möchte ich aber nichts verraten. Auf jeden Fall gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Das Mohnblütenjahr

Das Mohnblütenjahr
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Nicole ist schwanger. Doch ihr Partner wollte kein Kind und so haben sie sich getrennt. Bei einer Untersuchung erfährt Nicole, dass ihr Kind wohl mit einem Herzfehler geboren wird. Sie soll in der Familie ...

Nicole ist schwanger. Doch ihr Partner wollte kein Kind und so haben sie sich getrennt. Bei einer Untersuchung erfährt Nicole, dass ihr Kind wohl mit einem Herzfehler geboren wird. Sie soll in der Familie forschen, ob es dort Herzkrankheiten gibt. Doch beim Kindsvater und der Familie ihrer Mutter gibt es keine. Ihren Vater kennt sie nicht, die Mutter spricht nicht darüber und alle denken, er ist tot. Nicole lässt nicht locker und so beginnt ihre Mutter, ihr nach und nach die Geschichte zu erzählen.

„Das Mohnblütenjahr“ hat mich in Bezug auf die Vorgängerbücher etwas enttäuscht. Ja, auch dieses Buch ist gut und flüssig lesbar, eher leichte Unterhaltung. Aber vor allem im ersten Teil war ich oft gelangweilt und habe das Lesen unterbrochen. Gut gefallen hat mir die Geschichte von Marianne, der Mutter. Die Probleme zwischen Deutschen und Franzosen sind gut dargestellt und auch nachvollziehbar, die Erlebnisse von Marianne glaubhaft. Es gefällt mir gut, wenn in einem eher einfachen Unterhaltungsbuch auch so etwas angesprochen wird. Leider musste das Buch dann wieder in einem großen Happy End enden, alle Probleme wurden geklärt, alle Sorgen behoben. Vermutlich wird das von so einem Buch erwartet, aber ich finde trotzdem ein bisschen mehr Realität wäre ehrlicher. Alles in allem ist auch dieses Buch insgesamt gute Unterhaltung mit ein klein wenig Tiefgang und einem für dieses Genre typischen Ende. Ich habe schon schlechtere Bücher gelesen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Endgültig

Endgültig
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Jenny Aaron war viele Jahre Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei. Selbst unter den dort sehr guten Männern war sie noch eine der besten. Doch ein Einsatz in Barcelona läuft völlig schief. Ihr Freund ...

Jenny Aaron war viele Jahre Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei. Selbst unter den dort sehr guten Männern war sie noch eine der besten. Doch ein Einsatz in Barcelona läuft völlig schief. Ihr Freund wird schwer verwundet, sie selbst ist nach einem Unfall blind. Der Täter entkommt. Mit Hilfe ihres Vaters, viel Training und eisernem Willen findet sie sich mit ihrer Blindheit ab und kämpft sich ins Leben zurück. Sie arbeitet weiter als Vernehmungsspezialistin bei der Polizei. Doch dann passiert in Berlin ein Mord und der Täter verlangt, dass er nur mit Jenny Aaron sprechen will. So kehrt sie in ihre alte Abteilung zurück und viele Wunden reißen wieder auf und die Vergangenheit holt sie ein.

Endgültig ist kein Krimi oder Thriller im herkömmlichen Sinn. Die Hauptfigur Aaron ist blind und hat trotzdem herausragende Fähigkeiten, einige nur wegen ihrer Blindheit. Die Erklärung, wie sie mittels Klicken „sehen“ kann, hätte ich im Buch sicher nur teilweise geglaubt, wenn ich nicht schon einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen hätte. Einige der Erlebnisse von Aaron waren für mich trotzdem nicht ganz glaubhaft. Anfangs hatte ich auch Probleme, ins Buch zu finden. Da gibt es nur kurze Sätze, die man sozusagen „vor die Brust“ geknallt bekommt. Dadurch entsteht ein hohes Tempo, aber ich fürchtete, dass das ganze Buch in dem Stil läuft. Zum Glück nicht. Auch die oft wechselnden Blenden zwischen Gegenwart und Vergangenheit verschiedener Personen waren nicht immer leicht verfolgbar. Etwa aber der Mitte des Buches allerdings konnte ich auf einmal sehr flüssig lesen. Die Spannung war durchweg sehr hoch. Mir waren es manchmal ein wenig zu viele Nebenhandlungen, doch insgesamt ist es ein gutes Buch mit einer ausgewöhnlichen „Heldin“, die es einem nicht leicht macht. Insgesamt gebe ich am Ende doch eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Liebe in Sommergrün

Liebe in Sommergrün
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1990 kurz nach der Wende im Spreewald: Familie Bahrenbeck will ihre alte Firma zurück, eine Gurkenfabrik. Doch für den Neuaufbau brauchen sie einen Kredit und ein Firmenkonzept. In ihrer Hausbank werden ...

1990 kurz nach der Wende im Spreewald: Familie Bahrenbeck will ihre alte Firma zurück, eine Gurkenfabrik. Doch für den Neuaufbau brauchen sie einen Kredit und ein Firmenkonzept. In ihrer Hausbank werden sie damit durch den 25-jährigen Wessi Julian betreut. Er ist Aufbauhelfer Ost und den 1. Tag da. Er fühlt sich sehr unwohl im Spreewald und auch Kathrin, die Tochter der Familie kommt mit ihm nicht richtig klar. Erst nach und nach entdecken beide ihre Liebe füreinander. Doch es kommt alles ganz anders …

Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Ja, es war gut lesbar und ich hatte es an einem Abend durch. Und mir hat auch gut gefallen, dass jegliche Ost-West-Wertung unterblieben ist. Ebenfalls gut gefallen hat mir der Familienzusammenhalt. Meine Enttäuschung bezieht vor allem darauf, dass im gesamten Buch fast alles so vorhersehbar war. Es gab so gar keine Überraschung und wenn ich dazwischen einige Kapitel ausgelassen hätte, wäre mir auch nicht viel entgangen. Einzig die Figur des Felix fand ich gut und auch neu. Alle anderen waren so im Klischee drin. Schade, hier hat Heike Wanner für meine Begriffe schon viel bessere Bücher geschrieben.
Auch das Buchcover mit den Kirschen erschließt sich mir nicht – wären hier nicht Spreewaldbilder oder wenigstens Gurken passender gewesen?
Alles in allem mein Fazit: Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht. Nette Unterhaltung für einen verregneten Sommerabend, für mich aber nicht mehr.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Monuments Men

Monuments Men
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Der 2. Weltkrieg ist in vollem Gange und die Nazis rauben in den besetzten Gebieten mehr und mehr Kunstschätze: Gemälde, Möbel, Gold, Schmuck, Skulpturen – auch die berühmter Künstler, Weltkulturerbe. ...

Der 2. Weltkrieg ist in vollem Gange und die Nazis rauben in den besetzten Gebieten mehr und mehr Kunstschätze: Gemälde, Möbel, Gold, Schmuck, Skulpturen – auch die berühmter Künstler, Weltkulturerbe. In den USA finden sich einige Fachleute, die der Meinung sind, dass man diese Kunstwerke retten und bergen muss und sie nach dem Krieg ihren Besitzern zurückgeben. Anfangs finden sie kaum Unterstützung, doch irgendwann wird in der Armee eine Einheit gegründet, der einige Leute zur Rettung der Kunstschätze angehören – die Monuments Men …
Das Buch ist ein Sachbuch, krankt meiner Meinung aber daran, dass die Autoren sich nicht ganz einigen konnten, ein reines Sachbuch zu schreiben oder doch eine Geschichte. Dort, wo Geschichte geschrieben wird, ist es gut und flüssig lesbar und sehr interessant. Bei den Sachbuchteilen, hatte ich oft Schwierigkeiten durch den abrupten Wechsel der Schauplätze und der handelnden Personen. Ich war froh, vor dem Buch den Film gesehen zu haben. So hatte ich überhaupt eine Vorstellung über viele erwähnte Sachen.
Insgesamt kann man diese Männer und wenigen Frauen aber einfach nur bewundern, was sie so ziemlich ohne Unterstützung und mit nicht vorhandenen Mitteln erreicht haben.

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