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Veröffentlicht am 05.11.2024

Blutsommer

Blutsommer
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In Köln geschieht ein Mord nach dem anderen – die Leichen sind grausam „ausgewaidet“, verstümmelt und Teile fehlen. Bald hat der Serienmörder den Namen „Der Metzger“ weg. Martin Abel wird von Stuttgart ...

In Köln geschieht ein Mord nach dem anderen – die Leichen sind grausam „ausgewaidet“, verstümmelt und Teile fehlen. Bald hat der Serienmörder den Namen „Der Metzger“ weg. Martin Abel wird von Stuttgart geholt, um die Polizei in Köln zu unterstützen. Er ist Profiler und bekommt Hannah Christ zur Seite. Sie soll von ihm lernen. Doch beide verstehen sich nicht so gut, denn Martin ist eigentlich ein Einzelgänger. Doch sie kommen dem Mörder immer näher und es wird immer gefährlicher.

Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Spannung durchgehend, einige Verdächtige und gute Ermittlungen. Durch die Rückblenden erfährt man, warum der Täter so geworden ist. Die Widersprüche zwischen den beiden Profilern und auch zwischen Abel und dem Kölner Team sind verständlich und nachvollziehbar. Umso weniger hat mir dann das Ende gefallen, das ging zu schnell und war eigentlich auch unnötig. Auch beim Ende des Falls war es ein wenig zu dick aufgetragen für meinen Geschmack. Doch insgesamt war das Buch sehr gut und flüssig lesbar, ein guter Thriller und ich würde es trotzdem uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Zauberkuchen

Zauberkuchen
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Ein zwar etwas schmales Buch, das aber mit seiner Aufmachung und Optik total überzeugt. Auf jeder Seite ein Rezept, gegenüber das entsprechende – sehr schöne – Foto dazu. Das spornt an, auch wenn meine ...

Ein zwar etwas schmales Buch, das aber mit seiner Aufmachung und Optik total überzeugt. Auf jeder Seite ein Rezept, gegenüber das entsprechende – sehr schöne – Foto dazu. Das spornt an, auch wenn meine ersten Ergebnisse optisch noch nicht so gut aussahen.
Den Anfang machen erst mal 5 Grundregeln, die man sich genau durchlesen sollte und die wirklich befolgt werden müssen, wenn man Erfolg haben will.
Danach folgen die süßen Rezepte, unterschiedlich je nach Jahreszeit. Das finde ich gut, so kann man das ganze Jahr über etwas anderes probieren. Die Zutaten sind bis auf wenige Ausnahmen eher „normal“ und gut erhältlich, die Beschreibung nachvollziehbar und ausführlich genug auch für „Nicht-Profis“.

Am Ende des Buches sind dann noch 3 Rezepte für herzhaften Kuchen. Man merkt vielen Rezepten an, dass sie aus der französischen Küche kommen. Das finde ich gut, weil sie teilweise dadurch auch neu sind.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass mir das Buch gut gefällt und es auch aufgrund des Preises gut als kleines Geschenk für Backfreunde geeignet ist.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Morgenland

Morgenland
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Lilya Wasserfall lebt in Palästina. Ihre Eltern sind aus Deutschland geflohen und sie sieht sich im Widerstand gegen die englischen Besatzer. Sie bereitet sich auf einen großen Kampfeinsatz vor und wird ...

Lilya Wasserfall lebt in Palästina. Ihre Eltern sind aus Deutschland geflohen und sie sieht sich im Widerstand gegen die englischen Besatzer. Sie bereitet sich auf einen großen Kampfeinsatz vor und wird enttäuscht, denn sie erhält den Befehl, sich in Deutschland nach einem angeblich toten Wissenschaftler umzusehen. Elisas Lind glaubt nicht, dass sein Bruder Raphael Lind in Deutschland gestorben ist. Und so muss Lilya ihren Plan von einem bewaffneten Widerstand gegen England vergessen. Statt dessen fliegt sie 1946 über London nach Deutschland auf der Suche nach einem (vielleicht) Toten.

Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Die Zeit 1946 hat mich sehr interessiert. Die Situation der Juden in Palästina, in Europa und vor allem in Deutschland war für mich von großem Interesse. Doch das Buch hat mich letztendlich enttäuscht. Ich bin ganz schwer in die Geschichte reingekommen. Dabei kann ich nicht mal einen konkreten Grund nennen, doch die Figuren – allen vor allem Lilya – blieben für mich einfach blass. Ich hatte nicht einmal das Gefühl einer ungefähren Vorstellung der Menschen. Sie blieben irgendwie kalt. Statt dessen bin ich mehrfach beim Lesen eingeschlafen und mehr und mehr machte sich Langeweile und Enttäuschung breit. Ich kämpfte mich buchstäblich weiter – immer in der Hoffnung, dass ich irgendwie in die Geschichte reinkommen werde. Aber genau das passierte nicht. Irgendwann habe ich aufgegeben und nach etwas mehr als der Hälfte des Buches mit dem Lesen aufgehört. Das ist mir sehr lange nicht mehr passiert. Doch ich habe dazwischen noch ein nicht sehr interessantes Sachbuch gelesen, das mich mehr angesprochen hat, als dieser Roman. Aus diesem Grund habe ich mich letztendlich entschieden, meine Zeit nicht mehr mit diesem Buch zu verbringen.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Trauer ist eine lange Reise

Trauer ist eine lange Reise
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Georg Koeniger ist Kabarettist. Seine Frau verstirbt an Lungenkrebs. 22 Jahre waren sie zusammen. Er erfüllt ihr den letzten Wunsch: mit dem Fahrrad den Jakobsweg abzufahren. Denn Fahrradreisen haben sie ...

Georg Koeniger ist Kabarettist. Seine Frau verstirbt an Lungenkrebs. 22 Jahre waren sie zusammen. Er erfüllt ihr den letzten Wunsch: mit dem Fahrrad den Jakobsweg abzufahren. Denn Fahrradreisen haben sie beide gern gemacht. Und so macht er sich Monate später auf den Weg. Er fährt den Weg nicht sklavisch ab, sondern auch ein Stück mit dem Bus bzw. auf besseren Straßen, als der Camino sie bietet. Seine Frau Andrea ist „immer mit dabei“.

Ich kannte Georg Koeniger bisher weder als Kabarettist noch als Autor. So ging ich sozusagen komplett unvorbelastet an dieses Buch. Es erzählt von der Reise, aber auch von der Zeit mit Andrea und vor allem von der Zeit mit der Krankheit. Immer im Wechsel. Genau dieser Wechsel macht es so gut. Man trauert mit, fühlt dann aber auch wieder die Strapazen und humorvollen Momente auf dem Jakobsweg. Koeniger wird nicht einfach zum Pilger und erkennt auch keinen göttlichen Sinn auf der Reise, aber er verarbeitet seine Trauer und kann etwas abschließen. Da ich selbst in der gleichen Situation bin, habe ich viele Sachen in der Trauerbewältigung erkennen können. Auch die Reaktionen der anderen Leute. Und die Entscheidung – ich trauere, wie ich will. Ich habe nicht die Entscheidung gewählt, den Jakobsweg zu laufen. Doch auch bei mir hat eine Reise viel weitergeholfen. Dieses Buch bestätigt vieles. Dazu ist es aber mehr – es ist kein Ratgeber und gibt doch Rat, es schreibt nichts vor und macht doch Hoffnung. Nebenbei gesehen liest es sich auch noch gut und unterhält. Im Hinterkopf hatte ich genau die vorgestellten Menschen – das Buch bietet sich für eine Verfilmung geradezu an.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Der namenlose Tag

Der namenlose Tag
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Jakob Franck ist pensioniert. Vorher war er Kriminalbeamter und spezialisiert darauf, Menschen Todesnachrichten überbringen zu müssen. Die Toten lassen ihn nicht los – auch nicht als Rentner. Da nimmt ...

Jakob Franck ist pensioniert. Vorher war er Kriminalbeamter und spezialisiert darauf, Menschen Todesnachrichten überbringen zu müssen. Die Toten lassen ihn nicht los – auch nicht als Rentner. Da nimmt eines Tages Herr Winther mit ihm Kontakt auf. Vor 20 Jahren starb dessen Tochter – sie erhängte sich. Doch Winther glaubt nicht an Selbstmord, er denkt, es war Mord. Und so bittet er Franck um nochmalige Untersuchungen. Franck sagt zu und beginnt, den Fall wieder aufzurollen. Denn in der Familie gibt es einige Geheimnisse …
Das Buch ist eine Mischung aus Krimi, Roman und philosophischen Gedanken um den Tod. Genau das ist in meinen Augen das Problem – das Buch ist alles mögliche, aber nichts richtig. Die Ermittlungen führen Franck zu verschiedenen Personen und dann tauchen plötzlich immer mehr Tote auf, die mit dem eigentlichen Fall nicht wirklich etwas zu tun haben. Manchmal habe ich mich gefragt, um wen es denn da eigentlich jetzt wirklich geht. Dazu kommt noch, dass sich die Handlung – auch durch diese Nebenstränge – oft furchtbar zäh vorwärts kämpft. Wenn es um die eigentlichen Ermittlungen im direkten Fall geht, ist das Buch dann abschnittsweise gut lesbar. Die meiste Zeit jedoch war ich oft abgelenkt und nicht richtig bei der Sache, weil ich mich öfter gelangweilt habe. Alles in allem ist mein Fazit, dass ich eine Fortsetzung mit Jakob Franck nicht mehr lesen möchte.

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