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Veröffentlicht am 01.11.2024

Unterschiedliche Welten

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Im Land Quill ist es Brauch, dass die 13-jährigen Kinder sortiert werden. Es gibt gewollte und nützliche, die im Land bleiben dürfen. Und dann gibt es die ungewollten, die z. B. gegen ein Gesetz verstoßen ...

Im Land Quill ist es Brauch, dass die 13-jährigen Kinder sortiert werden. Es gibt gewollte und nützliche, die im Land bleiben dürfen. Und dann gibt es die ungewollten, die z. B. gegen ein Gesetz verstoßen haben. Diese Verstöße sind oft willkürlich und nur sehr klein, trotzdem werden diese Menschen verstoßen und sollen sterben. Das passiert auch mit den Zwillingen Alex und Aaron. Alex soll liquidiert werden, Aaron nicht.

Das Buch zeigt die Geschichte zweier völlig unterschiedlicher Staaten. In dem einen herrscht eine Art Terror und Angst. In dem anderen dürfen sich die Menschen und auch die Tiere sehr frei entfalten. Beides ist mit großer Magie belegt, wobei allerdings in dem freien Land die Magie um vieles vielfältiger und auch größer ist. Man muss sich darauf einlassen können. Denn gerade in dem unfreien Land wird vieles nicht richtig erklärt und man muss einfach alles akzeptieren. Hier hätte ich mir mehr Details gewünscht. Die Geschichte ist anhand vor allem der Zwillingsbrüder geschrieben. Damit wird die Zielgruppe sehr gut erreicht. Die Probleme sind wiedererkennbar. Alles in allem ein schönes Buch, bei dem ich vor allem das wunderbar gestaltete Cover erwähnen möchte. Eine Fortsetzung ist angedacht.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Absolut lesenswert

La Louisiane
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1720 in Paris werden einige Frauen mehr oder weniger freiwillig auf Schiffe gebracht und in die französische Kolonie La Louisane, das spätere Louisiana, gebracht. Dort sollen sie verheiratet werden und ...

1720 in Paris werden einige Frauen mehr oder weniger freiwillig auf Schiffe gebracht und in die französische Kolonie La Louisane, das spätere Louisiana, gebracht. Dort sollen sie verheiratet werden und zusammen mit den Männern die Kolonie überhaupt zum Laufen und zum Überleben bringen. Dabei ist es uninteressant, wie alt die Frauen sind oder aus welcher Schicht sie stammen. Charlotte ist erst 12 Jahre alt, aber sie will unbedingt mitfahren. Auf dem Schiff lernt sie Petronille und Genevieve kennen, denen sie im Laufe ihres Lebens immer wieder begegnen wird.

Das Buch ist absolut lesenswert. Es verbindet historische Tatsachen mit dem Leben dreier so unterschiedlicher Frauen. Wobei es neben diesen drei genannten Frauen noch andere in dem Buch gibt, über die allerdings nicht so ausführlich berichtet wird. Die Geschichte wird jeweils aus Sicht einer dieser Frauen erzählt und so erfährt man von einem Leben im Kloster, aber auch von unterschiedlichen Ehemännern, von freundlich bis gewalttätig. Von den vielen Gefahren in der neuen Kolonie, von den indigenen Völkern und deren Unterdrückung und später auch von der Unterdrückung der Schwarzen. Das alles ist sehr berührend geschrieben und man kann sich in die damalige Zeit und die Zustände zumindest annähernd hineinversetzen. Von mir gibt es deshalb eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Witzig und informativ

Weihnachten – ein Fest packt aus
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Weihnachten: das Fest schreibt eine Autobiographie. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Und sie dann auch noch so gut umsetzen. Das schmale Büchlein erzählt die Geschichte von Weihnachten. Die ...

Weihnachten: das Fest schreibt eine Autobiographie. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Und sie dann auch noch so gut umsetzen. Das schmale Büchlein erzählt die Geschichte von Weihnachten. Die historische, die verbürgte, aber auch eben die, die es vielleicht gar nicht gibt, die erfunden wurde. Das alles ist mit viel Humor geschrieben und als Leser musste ich immer wieder über die Selbstironie von Weihnachten schmunzeln. Aber ganz nebenbei erfuhr ich auch viele interessante Dinge. Erwähnt werden ebenfalls Bräuche in anderen Ländern. Das alles macht das Buch rundum gelungen und es gibt von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Gute Geschichte

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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1871. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ist gerade vorbei. Und so treffen sich im böhmischen Kurort Karlsbad Menschen aus ganz Europa. Und auch aus unterschiedlichen Schichten.
Vicky kommt ...

1871. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ist gerade vorbei. Und so treffen sich im böhmischen Kurort Karlsbad Menschen aus ganz Europa. Und auch aus unterschiedlichen Schichten.
Vicky kommt aus London und trifft dort den jungen Paul, ein Berliner Ingenieur, der in Karlsbad erste Erfahrungen sammelt. Ebenfalls trifft sie Auguste, der als Koch arbeitet. Sie werden trotz ihrer Unterschiedlichkeit Freunde und teilweise noch mehr.

Das Buch ist sehr gelungen. Wie immer schafft es der Autor, Weltgeschichte im ganz Kleinen zu verbinden und auch noch mit berühmten Leuten anzureichern. Aufgrund der Verschiedenheit der Hauptfiguren gelingt es ihm, dass man die damalige Zeit aus verschiedenen Sichtweisen und Schichten kennenlernen kann und trotzdem gut unterhalten wird. Das Ende des Buches ist zwar versöhnlich, aber die nächsten Konflikte sind schon vorprogrammiert. Und so freue ich mich auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

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Gegenspieler
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In der Kanzlei von Sophie Mahlers Vater werden zwei Geschäftsführer getötet. Ihr Vater engagiert Max Bischoff, um von Seiten der Kanzlei Ermittlungen zu tätigen. Anfangs sucht die Polizei nach dem Mörder, ...

In der Kanzlei von Sophie Mahlers Vater werden zwei Geschäftsführer getötet. Ihr Vater engagiert Max Bischoff, um von Seiten der Kanzlei Ermittlungen zu tätigen. Anfangs sucht die Polizei nach dem Mörder, bis sie Sophies Vater selbst für den Mörder erklärt und in Haft bringt. Sophie wendet sich an Pirlo und dieser und Max beginnen eine eigene Suche. Doch dazu müssen sie sich erst einmal einig werden und als Alphatiere eine Art Rangordnung festlegen.

Ich fand das Buch richtig gut. Und ich hätte gern bitte nach Möglichkeit eine Fortsetzung. Dabei fand ich den Fall an sich gar nicht mal so sehr interessant. Vieles von den technischen bzw. finanziellen Sachen habe ich nicht bis ins Detail verstanden. Das ist aber auch nicht nötig. Der Reiz des Buches macht eindeutig die Gegenüberstellung von Max und Pirlo aus und oft habe ich mich wirklich köstlich amüsiert, weil beide sofort Vorstellungen in meinem Kopf wecken konnten. Diese so gegensätzlichen Männer können eigentlich gar nicht miteinander, aber eben auch nicht ohne. Und ich kann mir gut vorstellen, dass beide künftig immer mal wieder zusammenarbeiten.

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