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Veröffentlicht am 18.10.2024

Verliebt in sieben Stunden

Verliebt in sieben Stunden
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Paolo ist ein angesehener Wirtschaftsjournalist bei einer seriösen Zeitung. Mit seiner Verlobten Giorgia plant er die Hochzeit. Sein Leben läuft perfekt für ihn: tolle Wohnung, teure Möbel, ein Karrieresprung ...

Paolo ist ein angesehener Wirtschaftsjournalist bei einer seriösen Zeitung. Mit seiner Verlobten Giorgia plant er die Hochzeit. Sein Leben läuft perfekt für ihn: tolle Wohnung, teure Möbel, ein Karrieresprung in Aussicht. Doch da kommt er unerwartet früher nach Hause und erwischt seine Verlobte mit seinem fiesen Chef im Bett. Wutentbrannt kündigt er seinen Job, verletzt versucht er, sich das Leben zu nehmen, landet im Krankenhaus und nach 3 Monaten in einer Wohnung ohne Wasser, Gas und Strom, dafür mit einem Haufen unbezahlter Rechnungen. Seine letzte Rettung ist ein Job bei Macho Man, einer eher banalen Wochenzeitschrift für Männer. Er muss belanglose Interviews führen und Artikel schreiben. Doch als guter Journalist macht er auch das gut und so kommt es, dass er „undercover“ an einem Kurs teilnehmen muss „Kunst der Verführung“. Und die Kursleiterin ist zwar sehr attraktiv, doch er gerät andauernd mit ihr aneinander, denn er kann den Kurs nicht ernst nehmen. Bis seine Artikel einschlagen wie eine Bombe und die Auflage der Zeitschrift unheimlich steigern …
Ich habe das Buch innerhalb von nicht mal 2 Stunden gelesen. Normalerweise würde das bedeuten, dass ich total begeistert bin. In dem Fall bedeutet es einfach nur, dass man es schnell lesen kann. Es gab einige Stellen, die ich ganz witzig fand. Doch insgesamt war es wohl eher nicht meine Art von Humor. Kurze Sätze, sehr einfacher Stil und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass ich kein Buch lese, sondern eher ein Drehbuch für einen Film (vermutlich wird das Buch auch verfilmt werden). Viele Sachen waren einfach so vorhersehbar. Die Figuren waren teilweise übertrieben klischeehaft, die „Verwechslungen“ meilenweit vorhersehbar, die Figuren teilweise sehr platt. Ich kann nicht verstehen, warum es ein Bestseller geworden ist.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Eltern, die auf Schaukeln starren

Eltern, die auf Schaukeln starren
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Das Buch ist in 7 „Kapitel“ nach den Wochentagen eingeteilt. Die Autoren haben auf dem Spielplatz die verschiedenen Elterntypen beobachtet und genau beschrieben: da ist die durchgestylte Mutter, die zu ...

Das Buch ist in 7 „Kapitel“ nach den Wochentagen eingeteilt. Die Autoren haben auf dem Spielplatz die verschiedenen Elterntypen beobachtet und genau beschrieben: da ist die durchgestylte Mutter, die zu Hause für alles eine Nanny hat, die Öko-Mama, der Business-Papa oder auch der ganz überzeugte Neodad. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen und Macken, wie die Kinder zu erziehen sind, was für sie gut und vor allem was ganz schlecht ist, wie sie sich auf dem Spielplatz verhalten sollen und wie sich die Kinder verhalten sollen. Das Ganze ist eigentlich überspitzt dargestellt – als neutraler Beobachter denke ich aber, so überspitzt ist das gar nicht. Diese Typen hat man selbst schon irgendwo beobachtet und entweder amüsiert oder genervt reagiert. Und bei dem ganzen Kult um die Kinder fragt man sich schon mal, wie die Generationen davor überhaupt aufwachsen konnten und doch zuallermeist schadenfrei groß geworden sind. Die Autoren erklären allerdings auch, warum sich das heute so rapide geändert hat – diverse Seitenhiebe auf Erziehungsratgeber inklusive. Das alles ist aber eher humorig geschrieben und lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Natürlich spielt hier der Wiedererkennungswert eine große Rolle – man kennt halt eben genau so eine Person. Die Autoren haben es auch verstanden, das Buch auf genau die Länge zu bringen, die verhindert, dass man sich durch allzu viele Wiederholungen langweilen könnte.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Und morgen Du

Und morgen du (Ein Fabian-Risk-Krimi 1)
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Kommissar Fabian Risk kehrt in seine Heimat zurück. Nicht ganz freiwillig, denn er hatte Probleme auf der Arbeit und auch familiär läuft es nicht wirklich gut. Beides will er ändern und so soll der Umzug ...

Kommissar Fabian Risk kehrt in seine Heimat zurück. Nicht ganz freiwillig, denn er hatte Probleme auf der Arbeit und auch familiär läuft es nicht wirklich gut. Beides will er ändern und so soll der Umzug ein Neuanfang sein. Doch er ist gerade angekommen, da wird in seiner alten Schule ein Toter gefunden – mit abgetrennten Händen. Daneben ein Foto, das Fabians alte Klasse zeigt. Während Fabian seinen Urlaub gar nicht erst antritt und bei den Ermittlungen hilft, wird ein weiteres Opfer gefunden. Wieder aus der gleichen Klasse. Wieder verstümmelt. Fabian klemmt sich hinter die Ermittlungen, hat erste Erfolge – macht aber so viele Alleingänge, dass seine neue Chefin in dann doch in den Urlaub zurück schickt, denn sie haben einen Verdächtigen ausgemacht – ebenfalls jemand aus Fabians alter Klasse. Doch die Morde gehen weiter und auch Fabian gerät in immer größere Gefahr.
Das Buch hat mir gut gefallen. Fabian ist ein sympathischer Ermittler, der aber auch Ecken und Kanten hat. Seine Ermittlungen sind nachvollziehbar, die Probleme mit den Kollegen und der Familie auch. Die Spannung des Buches trägt sich anfangs vor allem durch die unterschiedlichen Morde, einer nach dem anderen in der Klasse wird aus „nachvollziehbaren“ Gründen ermordet. In der Mitte des Buches lässt die Spannung etwas nach, hier wäre eine Straffung etwas günstiger gewesen. Aber das Ende birgt noch einige Überraschungen, die die Spannung dann wieder erhöhen.
Insgesamt ein guter Krimi, bei dem ich mir eine Fortsetzung wünschen würde.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Die Erfindung der Flügel

Die Erfindung der Flügel
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Charleston, 1803: Sarah, Tochter des Richters und Plantagenbesitzers, wird 11 Jahre alt und bekommt zum Geburtstag „ihre“ persönliche Sklavin Hetty/Handful. Sie will das Geschenk ablehnen bzw. Handful ...

Charleston, 1803: Sarah, Tochter des Richters und Plantagenbesitzers, wird 11 Jahre alt und bekommt zum Geburtstag „ihre“ persönliche Sklavin Hetty/Handful. Sie will das Geschenk ablehnen bzw. Handful freilassen. Doch beides wird ihr nicht erlaubt. So wird Handful ihre Zofe und zwischen beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft. Sarah ist sehr lernbegierig und liest gern und bringt Handful das Schreiben bei, was natürlich verboten ist. Beide werden dafür hart bestraft. Trotzdem versuchen sie immer wieder, die Grenzen ihrer Zeit und ihres Standes zu durchbrechen …
Das Buch ist sehr berührend. In ihm werden viele starke Frauen geschildert. Ob es Mauma, Handfuls Mutter ist, die auf ihre Art ihrer Herrin trotzt und versucht, genug Geld für ihren Freikauf zu bekommen. Oder Handful selbst, die sich ihre Freiheiten herausnimmt und später sogar einen geplanten Sklavenaufstand unterstützt. Aber auch auf der andere Seite Sarah und ihre Schwester Nina, die beide die Sklaverei verabscheuen und später über die Quäker zu Abolitionisten werden. Die Geschichte wird wechselseitig von Sarah und Handful erzählt. So hat man immer die Sicht von beiden Seiten – der reichen weißen Tochter aus gutem Hause und der Negersklavin. Man erkennt die vielen Quälereien – offen und subtil –, die den Sklaven angetan worden sind. Aber auch die Selbstverständlichkeit, mit der das passiert. Und obwohl Sarah ihrer Zeit weit voraus ist, ist es auch bei ihr ein langer Entwicklungsweg im Kampf gegen die Sklaverei.
Umso mehr war ich erstaunt, dass Sarah und Nina historische Persönlichkeiten waren und keine erfundenen Romanfiguren.
Ich habe nur bedauert, dass die Spannung der Geschichte für mich im Mittelteil des Buches nachgelassen hat. Und dass der Kampf der Schwestern am Ende des Buches relativ kurz abgehandelt wurde. Aber insgesamt war es für mich ein sehr gutes Buch, was ich immer weiter empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Broken Dolls

Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen
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4 junge Frauen werden entführt, bestialisch gefoltert und am Ende nicht ermordet, sondern ein Teil des Gehirns so entfernt, dass die Frauen nur noch Körper sind, aber keine Seele, keine Gefühle mehr haben. ...

4 junge Frauen werden entführt, bestialisch gefoltert und am Ende nicht ermordet, sondern ein Teil des Gehirns so entfernt, dass die Frauen nur noch Körper sind, aber keine Seele, keine Gefühle mehr haben. Jetzt ist eine 5. Frau verschwunden … Ex-FBI Winter wird aus Amerika geholt, um als Profiler den Fall aufzulösen. Er hat selbst eine mehr als bewegte Vergangenheit, denn sein Vater war ebenfalls ein Serienmörder…
Mir hat Broken Dolls sehr gut gefallen. Ich habe es fast in einem Ritt durchgelesen. Die Geschichte wechselt zwischen den Ermittlungen von Winter und der Polizei und den Geschehnissen um den Täter. Und obwohl man weiß, was passiert, erfährt man nicht wirklich die Gründe des Täters. Die Spannung ergibt sich zum einen aus den Ermittlungen und auch aus dem Verhältnis von Winter zur Polizistin Templeton, zum anderen aus dem Geschehen um und bei dem Täter. Man folgt den Ermittlungen, geht die Irrwege mit und manchmal wirkt Winter wie ein Übermensch. Aber seine Einfälle werden meist ziemlich logisch erklärt, sie sind nachvollziehbar. Alles in allem kann ich das Buch nur weiterempfehlen und würde gern weitere Fälle um Winter lesen.

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