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Veröffentlicht am 11.10.2024

Lisa geht zum Teufel

Lisa geht zum Teufel
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Lisa, kurz vor der 60 stehend, aber 10 Jahre jünger aussehend und erfolgreich in einem Verlag arbeitend, tut alles, damit dies auch so bleibt. Sie hat ihr Leben im Griff - bis auf die Männer. Seit Jahren ...

Lisa, kurz vor der 60 stehend, aber 10 Jahre jünger aussehend und erfolgreich in einem Verlag arbeitend, tut alles, damit dies auch so bleibt. Sie hat ihr Leben im Griff - bis auf die Männer. Seit Jahren erfolglos, glaubt sie mit dem 10 Jahre jüngeren Reiner nun das große Los gezogen zu haben und will mit ihm nach 14 Tagen Beziehung einen 4-wöchigen Urlaub auf Marbella verbringen. Einen Tag davor beendet Reiner per SMS die Beziehung. Lisa fährt nach Spanien und wohnt wie immer im Haus ihres Ex-Mannes, in dem sie ein lebenslanges Wohnrecht hart erkämpft hat. Dort besucht sie Andreas, der Sohn ihres Ex-Mannes aus 2. Ehe, mit seiner Freundin Mercedes - und stellt schnell fest, dass er dieses Haus haben möchte. Lisa verkauft ihr Wohnrecht nicht und so kauft sich Reiner die ehemalige Prostituierte Delia und den Obdachlosen Rafael. Das Paar soll Lisa mit allen Mitteln aus dem Haus ekeln und zum Verkauf bewegen. Die Taktik scheint so lange aufzugehen, bis Lisa zurückschlägt - und 2 Personen erst mal im Krankenhaus landen ...
Danach ändert sich alles. Mich hat das Buch nicht wirklich überzeugt. Die Autorin hat wirklich gute Einfälle, schreibt auch nett und flüssig und keinesfalls langweilig. Auch die Landschaft und das Leben in Spanien ist gut beschrieben. Aber auch wenn man bei dieser Art von Buch so ähnlich wie bei Seifenopern im Fernsehen nicht unbedingt viel Tiefgang erwarten kann - hier sind die Figuren sehr schwarz/weiß gezeichnet. Am Anfang sind die Bösen so abgrundtief böse, dass die sich zum Ende hin einstellende Wandlung zu waren "Engeln" nicht wirklich nachvollziehbar bzw. glaubhaft ist. Hier wurde einem auf allen Strecken positivem Ende alles untergeordnet. Für mich schade, aber vermutlich erwarten die Leser dieses Genres es einfach so. Alles in allem: ein netter Urlaubsroman mit guter Unterhaltung für Leute, die auch genau das nur erwarten.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Albert - Ein glorreiches Schnabeltier

Albert - Ein glorreiches Schnabeltier
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Das Schnabeltier Albert lebt im Zoo von Adelaide und ist dort unglücklich und allein. Er hört von einem Alten Australien und stellt sich das wie das Paradies vor. So bricht er aus dem Zoo aus und zu neuen ...

Das Schnabeltier Albert lebt im Zoo von Adelaide und ist dort unglücklich und allein. Er hört von einem Alten Australien und stellt sich das wie das Paradies vor. So bricht er aus dem Zoo aus und zu neuen Ufern auf. Aber sein Paradies stellt sich als ziemlich gefährlich heraus und er muss um fast alles kämpfen. Das Buch ist aufgebaut wie ein alter Western bzw. ein alter Westernfilm. Ein einsamer Kämpfer für seine Ideale zieht durch die Welt zu einem unsicheren Ziel. Dabei trifft er unterwegs auf wenige und überraschende Freunde und viele – auch unerwartete – Feinde. Aber er bleibt eigentlich immer ein Einsamer. Nur das in dem Buch halt der Wilde Westen nicht in Amerika, sondern in Australien liegt. Und die Kämpfer keine Cowboys und Indianer, sondern verschiedene Tiere sind.
Ich habe das Buch in einem Ritt gelesen, es war flüssig und ganz nett. Aber ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was der Autor wirklich damit sagen will. Ich weiß es bis jetzt noch nicht. Denn die hier gezeigte Freundschaft beruht auf sehr viel Kampf, Gewalt und Tod. Eine Vorstellung, die mir nicht gefällt.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Schamland

Schamland
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Schamland“ ist ein Buch, bei dem es um die derzeitigen Zustände in der Gesellschaft bei der Behandlung von Armen und sozial Schwachen und um die Situation der Tafeln im besonderen geht. Dabei sieht der ...

Schamland“ ist ein Buch, bei dem es um die derzeitigen Zustände in der Gesellschaft bei der Behandlung von Armen und sozial Schwachen und um die Situation der Tafeln im besonderen geht. Dabei sieht der Autor die Situation einseitig mit den Augen der Betroffenen und macht sich zu deren Sprachrohr. Dies war so beabsichtigt und ist in meinen Augen auch völlig in Ordnung, denn diese Menschen haben kaum bis keine Lobby und damit auch keine Stimme, die gehört wird. Der Autor hat mit vielen Betroffenen gesprochen und man merkt ihm an, wie ihn das Ganze aufgerührt hat. Es ist ein sehr persönliches Buch und es ist auch eine Kritik am System der Tafeln und an deren Marktmechanismen. Dem kann ich in großen Teilen zustimmen. Es hat sich mittlerweile eine regelrechte Industrie in diesem Bereich entwickelt wie eine Parallelgesellschaft. Man kann dem Buch nur wünschen, dass es die richtigen Leute vor allem in der Politik lesen. Aber selbst, wenn das passiert, mache ich mir wenig Hoffnung auf eine Änderung. Das System funktioniert für die Verantwortlichen so gut, dass sie keine Änderungen wünschen werden.
In einem kann ich mit dem Autor nicht übereinstimmen. Für ihn sind pauschal alle in Not geratenen Menschen an der Situation schuldlos. Das trifft sicher für viele, aber in meinen Augen nicht für alle zu – selbst die von ihm gewählten Beispiele drücken das für mich aus. Wer sich vor Jahren seine Rente hat auszahlen lassen für diversen Konsum ist in meinen Augen nicht schuldlos daran, dass er jetzt in Not gerät. Unabhängig davon steht ihm natürlich aber Hilfe zu. Nur jegliche Eigenverantwortung oder –initiative außen vor zu lassen, ist für mich nicht richtig. Aber dies ist sicher einer der Punkte, bei dem der Autor eine Diskussion erwartet und auch wünscht.
Generell jedenfalls ist es für mich ein gutes Buch – ein Buch, das wichtig ist und vielleicht schon fast zu spät geschrieben wurde. Positiv ist außerdem, dass es direkt und allgemein verständlich geschrieben wurde. Man kann es gut lesen, ohne mit einem Fremdwörterbuch arbeiten zu müssen. Dadurch ist es auch gut verständlich, was bei einem Sachbuch nicht immer selbstverständlich ist. Leider werden es die direkt Betroffenen kaum lesen – sie können es sich nicht leisten. Dabei wäre es gerade auch für sie wichtig zu wissen, dass jemand da ist, der sie gut versteht und der für sie Verbesserungen erreichen will.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Seelenriss

Seelenriss
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Ich habe Bücher von Hanna Winter gelesen und sie haben mir gut gefallen. Doch "Seelenriss" hat mich insgesamt eher enttäuscht. Es ist der 2. Fall um die Profilerin Lena Peters. In Berlin wird eine grausam ...

Ich habe Bücher von Hanna Winter gelesen und sie haben mir gut gefallen. Doch "Seelenriss" hat mich insgesamt eher enttäuscht. Es ist der 2. Fall um die Profilerin Lena Peters. In Berlin wird eine grausam verstümmelte Leiche gefunden und Lena muss fast das 1. Drittel des Buches damit verbringen, ihre Kollegen zu überzeugen, dass es Mord und kein Selbstmord war. Danach beginnen die Ermittlungen. Und es finden sich immer mehr grausam zugerichtete Leichen.
Achtung Spoiler: Trotz einiger vorgeführter Verdächtiger hatte ich nicht eine Sekunde das Gefühl, einer davon könnte der Täter sein. Spoiler Ende.
Mir fehlte fast im gesamten Buch die Spannung. Es war - auch dank der vielen kurzen Kapitel - gut zu lesen und nicht langweilig. Aber ich konnte in jeder Phase des Buches dieses problemlos aus der Hand legen, ohne dass Gefühl zu haben, etwas zu verpassen, unbedingt weiterlesen zu müssen.
Mein Fazit in einem Satz: Es ist ein solider durchschnittlicher Krimi, aus dem man mehr hätte machen können, der aber zumindest gut unterhält.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Ziemlich beste Freundinnen

Ziemlich beste Freundinnen
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Dieses Buch hat mich überrascht - und zwar sehr positiv. Ich erwartete so ein leichtes seichtes Frauenbuch, alles irgendwie rosarot. Aber es war ein Buch mit vielen klugen Gedanken, mit viel Humor und ...

Dieses Buch hat mich überrascht - und zwar sehr positiv. Ich erwartete so ein leichtes seichtes Frauenbuch, alles irgendwie rosarot. Aber es war ein Buch mit vielen klugen Gedanken, mit viel Humor und Wärme, aber keinesfalls nur seicht.
Angelehnt an den bekannten französischen Film treffen wir zwei völlig unterschiedliche Frauen notgedrungen aufeinander. Konstanze, Herzchirurgen, sehr erfolgreich, sehr ehrgeizig mit einem Arzt-Ehemann und 2 Kindern, hat ihr Leben im Griff. Alles ist durchorganisiert, alles auf Erfolg und Effizienz ausgerichtet. Dann bricht sie sich ein Bein und muss zur Reha. Dort trifft sie auf Jaqcueline - 3 Kinder von 3 Männern, 4 Nebenjobs, aber keine richtige Arbeit. Ihre Vorstellung vom Leben ist: ein Mann als Versorger und dann zu Hause bleiben, vielleicht ein bißchen als Kosmetikerin arbeiten. Nach einem schweren Bandscheibenvorfall landet auch sie in der Reha und beide auf dem gleichen Zimmer. Die Probleme sind vorprogrammiert bei diesen so unterschiedlichen Lebensmodellen. Und doch - so nach und nach kommen sich beide näher und werden sogar Freundinnen.
Genau diese Entwicklung wird wunderbar dargestellt. Die Hauptfiguren haben Zeit für eine Reife und für die Erkenntnis, dass das eigene Leben hinterfragt werden kann. Die Autorin vermeidet dabei aber, für eines der Lebensmodelle Partei zu ergreifen. Sie fordert den Leser zu eigenem Denken heraus. Ich habe dabei bedauert, dass die Nebenfiguren leider nicht so detailliert gezeichnet wurden. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Den Punktabzug gibt es für das Cover. Beim ersten Ansehen dachte ich: wie ideenlos für ein lustiges Buch. Nach dem Lesen dachte ich: wie wenig sorgfältig für so ein gutes Buch. Hier hätte man viel mehr draus machen können.

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