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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2024

Abenteuerlich

Angriff der Krao
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Die Mutter von Elias und Alice ist verschwunden. Die Vermisstenmeldung bei der Polizei führt nur dazu, dass der Vater wegen Verdacht auf Beteiligung verhaftet wird. Die Kinder wollen auf eigene Faust die ...

Die Mutter von Elias und Alice ist verschwunden. Die Vermisstenmeldung bei der Polizei führt nur dazu, dass der Vater wegen Verdacht auf Beteiligung verhaftet wird. Die Kinder wollen auf eigene Faust die Mutter im Wald suchen. Dort allerdings werden sie von einer Art Gespenst überfallen und fast ermordet. Es ist ein Krao. Ein Außerirdischer. In letzter Sekunde erhalten sie Hilfe... ebenfalls von außerirdischen Wesen

Das Buch ist der Beginn eines großen Abenteuers, vorwiegend im Weltraum. Der Stil ist zielgruppengerecht. Der Text wird immer wieder unterbrochen von sehr schönen Comics. Mir hat gut gefallen, dass zuerst der Text kam und man sich so eigene Vorstellung machen konnte. Danach wurde das Ganze durch die Comics aufgelockert und gleichzeitig noch nähergebracht. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass das Buch sowohl für Jungen wie für Mädchen lesbar ist. Durch das Geschwisterpaar erleben beide Geschlechter entsprechende Abenteuer und so ist das Buch für alle interessant. Sehr gut ist auch, dass die außerirdischen Wesen sehr unterschiedlich sind und auch, wenn sie technisch weit überlegen sind, brauchen sie oft die Hilfe der Kinder. Am Ende allerdings gibt es einen sehr fiesen Cliffhanger und man muss hoffentlich nicht so lange auf Teil Zwei warten. Den Preis für dieses gut ausgestattete hochwertige Buch finde ich angemessen. Und von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Ich hab Bauchschmerzen

Nachts werden alle Wünsche wahr
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Lea ist 12 und zusammen mit ihren Freunden verbringt sie die Freizeit mit Skateboardfahren und Spielen. Zusammen sind sie die Riverside-Bande. Außerdem hat Lea zu Hause als Haustier eine Vogelspinne. Jedes ...

Lea ist 12 und zusammen mit ihren Freunden verbringt sie die Freizeit mit Skateboardfahren und Spielen. Zusammen sind sie die Riverside-Bande. Außerdem hat Lea zu Hause als Haustier eine Vogelspinne. Jedes der Kinder hat so seine eigenen Probleme und Ängste. Bis auf einmal durch Magie Wünsche erfüllt werden.

An sich ist das Buch sehr schön. Besonders hervorstechen die interessanten Zeichnungen. Die Unterschiede der Kinder sind deutlich erkennbar. Mir hat sehr gut gefallen, wie auf die Wünsche und Ängste der Kinder eingegangen wird. Vor allem, dass sie vieles nur gemeinsam überwinden können und so stärker werden. Der Stil ist lesealtergerecht. Einfache Sätze, die gut zu verstehen sind. Es gibt auch eine Menge an Magie und Fantasy. Das wäre eigentlich für die Geschichte nicht unbedingt nötig gewesen, aber es passt gut hinein und vereinfacht vieles.

Trotzdem habe ich große Bauchschmerzen. Und weiß nicht wirklich, ob ich das Buch Kindern zum Lesen geben sollte. Zum einen stehlen sie den Schlüssel der Mutter für das Einkaufszentrum und brechen mehr oder weniger dort ein und vor allem bedienen sie sich einfach an den Süßigkeiten und lassen die Tiere frei. Das ist eine Mischung aus Diebstahl und übergriffigen Verhalten, um es noch freundlich zu nennen. Und es wird weder entdeckt (unglaubwürdig), noch hat es irgendwelche Konsequenzen (pädagogisch nicht gut). Das sollte in dieser Art eigentlich nicht an Kinder herangetragen werden.

Die größten Bauchschmerzen bereiten mir aber die Szenen über die Kanalisation. Dort wird gezeigt: Deckel hochstemmen, einsteigen und Abenteuer erleben. Dabei wird als einzige Gefahr benannt, dass man sich verlaufen könnte. Hier ist der Nachahmungseffekt eigentlich schon vorprogrammiert und die wirklichen Gefahren werden weder benannt noch erkannt. Das halte ich für extrem fahrlässig und gefährlich. Möglicherweise mache ich mir in dem Punkt zu viele Gedanken. Aber dieser Teil hat mir überhaupt nicht gefallen und deswegen gibt es für das Buch eine nicht so gute Bewertung.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Berührt

Und später für immer
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Es ist März 1945. Johann Meinert ist 25, Pilot und in den letzten Kriegswochen desertiert. Er schafft es bis zu Onkel und Tante und versteckt sich in der Scheune. Eigentlich will er nach Hause zu seiner ...

Es ist März 1945. Johann Meinert ist 25, Pilot und in den letzten Kriegswochen desertiert. Er schafft es bis zu Onkel und Tante und versteckt sich in der Scheune. Eigentlich will er nach Hause zu seiner Frau und dem wahrscheinlichen Baby, denn er weiß nicht, ob er schon Vater ist. Der letzte Brief seiner Frau liegt viele Monate zurück. Doch so gut er auch versucht, unsichtbar zu bleiben, wird das Nachbarsmädchen Frieda auf ihn aufmerksam. Und damit steigt die Gefahr, dass er verraten, entdeckt und damit getötet wird.

Das Buch berührt. Der Stil ist sehr direkt und oft kurz und relativ trocken. Trotzdem kann man die Geschichte des jungen Soldaten stets nachvollziehen. Seine Pläne und Wünsche, aber auch seine furchtbaren Ängste vor Entdeckung und Tod sind gut beschrieben. Auch die Entwicklung vom begeisterten Soldaten zu einem nachdenklichen Menschen, der nur Frieden und zu seiner Familie will, ist nachvollziehbar. Die Gefährlichkeit der damaligen Zeit ist klar erkennbar. Man drückt ihm einfach nur die Daumen, dass er es nach Hause schafft. Die Geschichte ist grob an die Erlebnisse des Großvaters des Autors angepasst. Ich hätte mir nur gewünscht, dass man als Leser am Ende erfährt, ob er wirklich Vater geworden ist und ob er einen Sohn oder eine Tochter hat. Natürlich weiß man, dass es einen Sohn geben wird, der Vater des Autors ist. Aber ist es genau dieser im Buch erwähnte oder ein späteres Kind? Irgendwie wäre das für mich als Abschluss schöner gewesen.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Mehr erwartet

Das größte Rätsel aller Zeiten
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In einem uralten und zum großen Teil renovierungsbedürftigen Haus lebt die Gemeinschaft der Rätselmacher. Clayton ist 25 und mit Abstand der Jüngste im Haus, er wurde als Baby vor der Haustür abgestellt ...

In einem uralten und zum großen Teil renovierungsbedürftigen Haus lebt die Gemeinschaft der Rätselmacher. Clayton ist 25 und mit Abstand der Jüngste im Haus, er wurde als Baby vor der Haustür abgestellt und die unterschiedlichen Bewohner haben ihn großgezogen. Pippa, seine Ersatzmutter, ist verstorben und hinterlässt ihm eine Art Rätsel, mit dessen Lösung er der Frage seiner Herkunft auf dem Grund gehen kann

Ich hatte mir unter dem Buch etwas anderes vorgestellt und ehrlich gesagt auch mehr erwartet. Die Suche von Clayton nach seiner Identität bzw. seiner Herkunft konnte mich nicht überzeugen. Er wirkte auf mich einerseits total weltfremd, auf der anderen Seite macht er wohl plötzlich Auslandsreisen ohne Probleme. Der Wechsel zwischen der aktuellen Suche und der Vergangenheit der Gemeinschaft war manchmal sehr abrupt. Die Geschichte in der Vergangenheit hat mir mehr gefallen. Allerdings haben mich die vielen Namen der Rätsel, die oft nicht erklärt wurden, etwas genervt. Anfangs habe ich noch im Internet recherchiert, das aber irgendwann aufgegeben, weil es mein Lesefluss viel zu sehr gestört hat. Alles in allem war das Buch gut lesbar, hinterlässt bei mir aber auch keinen tiefen Eindruck.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Feine Familie

Letzte Lügen
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Sara und Will wollen ihre Flitterwochen in der McAlpine Lodge verbringen. Diese liegt auf einem Gipfel, ist nur zu Fuß erreichbar und hat weder Telefon noch Internet. Doch schon in der ersten Nacht hört ...

Sara und Will wollen ihre Flitterwochen in der McAlpine Lodge verbringen. Diese liegt auf einem Gipfel, ist nur zu Fuß erreichbar und hat weder Telefon noch Internet. Doch schon in der ersten Nacht hört Will einen Hilferuf und findet kurz darauf Mercy, die Tochter der Lodge-Besitzer. Sie wurde mehrfach erstochen. Damit ist der Urlaub quasi zu Ende und sie beginnen zu ermitteln. Und es wird nicht die einzige Tote bleiben, denn in der Familie gibt es mehr als nur ein Geheimnis und auch die Gäste haben so ihre Probleme.

Das Buch ist die Fortsetzung der Reihe um Will Trent. Und es ist eine richtig gute Fortsetzung. Die Ermittlungen führen immer wieder in die Irre und es werden stets neue Verdächtige präsentiert. Der Stil ist gewohnt gut und man möchte einfach immer weiter lesen, um endlich zu erfahren, worum es wirklich geht. Für mich gehört das Buch zu den besten der Reihe und ich spreche ein absolute Leseempfehlung aus.

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