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Veröffentlicht am 11.10.2024

Nilowsky

Nilowsky
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Markus Bäcker, 14 Jahre alt, muss von Pankow an den Stadtrand von Ostberlin umziehen, weil seine Eltern im benachbarten Chemiewerk eine gute Arbeit finden. Das ganze spielt Mitte der 70er Jahre in einer ...

Markus Bäcker, 14 Jahre alt, muss von Pankow an den Stadtrand von Ostberlin umziehen, weil seine Eltern im benachbarten Chemiewerk eine gute Arbeit finden. Das ganze spielt Mitte der 70er Jahre in einer grauen, tristen und furchtbar stinkenden Gegend. Die neue Wohnung liegt direkt an den Bahngleisen über einer heruntergekommenen Kneipe. Die Kneipe führt Nilowsky sen., der sein eigener bester Gast ist. Markus beginnt eine Art Freundschaft mit dem Sohn des Kneipers Reiner und dessen Freundin Carola, die zwar 17 ist, aber nicht älter als 13 werden will. Die Freundschaft, die diesen Namen eigentlich nicht verdient, dauert als eine eigenartige Beziehung über mehrere Jahre.
Diese Jahre beschreibt das Buch. Zwar irgendwie chronologisch, aber gleichzeitig auch völlig abgehackt und wirr. Alle Personen, auch die Nebenfiguren, sind mehr als nur ein wenig schräg und erwecken den Eindruck eines mehr oder weniger großen Irrsinns. Ich habe die ersten 100 Seiten noch irgendwie am Stück lesen können, doch je weiter das Buch fortschritt, desto mehr fragte ich mich, was das Ganze soll. War der Autor irgendwie auf einer Droge beim Schreiben? Oder musste ich erst zum Alkohol greifen, um den Inhalt des Buches zu verstehen? Mehr und mehr begann ich mich zu ärgern und war wütend, meine Zeit mit dem Buch zu verbringen. Die Beschreibung auf der Rückseite lautet: Melancholisch, witzig, schräg, beseelt, kultverdächtig! Allenfalls schräg würde ich gelten lassen als eine sehr milde Umschreibung für ziemlich viel Blödsinn in meinen Augen. Das Beste für mich an dem ganzen Buch war das Cover, den Rest werde ich ganz schnell vergessen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Fünf

Fünf
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Eine Frau wird gefunden – ermordet. Und unter ihre Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert. An dem angegebenen Ort finden sich Leichenteile und ein Rätsel für erneute Koordinaten. So geht das Spiel weiter. ...

Eine Frau wird gefunden – ermordet. Und unter ihre Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert. An dem angegebenen Ort finden sich Leichenteile und ein Rätsel für erneute Koordinaten. So geht das Spiel weiter. Geocaching nach Leichen bzw. Teilen derselben. Und je mehr Einzelheiten ans Licht kommen, desto mehr wird die Salzburger Ermittlerin Beatrice in den Fall persönlich verwickelt – mit einem überraschenden Ende. Oder doch nicht?
„Fünf“ ist in meinen Augen ein solider Krimi (ich würde das Buch nicht als Thriller bezeichnen). Was dem Buch eindeutig fehlt, ist vor allem bis mindestens zur Hälfte irgendeine Art von Spannung. Man „beobachtet“ die Ermittler bei der Arbeit, erfährt viele Details von Geocaching, von der Familiensituation der Ermittler, den Problemen mit einem unmöglichen Chef und einem arroganten Profiler. Dabei lässt sich das Buch gut lesen und ist keinesfalls langweilig, aber ich konnte an wirklich jeder Stelle mit dem Lesen aufhören, ohne „hibbelig“ zu werden, wie es weitergeht. Ich konnte aber auch jederzeit sofort wieder in das Geschehen einsteigen. Zum Ende hin verdichtet sich das Ganze zwar, richtig viel Spannung kommt aber trotzdem nicht auf. Eher ein Krimi der ruhigen Art.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Pink Pirates und der Prinzenkuchen

Pink Pirates und der Prinzenkuchen
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Lila, Lotte und Lulu sind Schwestern und als Piratinnen unterwegs. Sie wollen gute Piraten sein und helfen, wo sie nur können. In diesem Buch z. B Prinz Divo, der Schwierigkeiten mit seiner Mannschaft ...

Lila, Lotte und Lulu sind Schwestern und als Piratinnen unterwegs. Sie wollen gute Piraten sein und helfen, wo sie nur können. In diesem Buch z. B Prinz Divo, der Schwierigkeiten mit seiner Mannschaft und mit dem Piraten der Kahle Kai hat.
Die Geschichte dazu ist sehr nett erzählt, der Text lang genug, um zum Vorlesen zu dienen, aber auch kurz genug, um für Leseanfänger interessant zu sein. Das Buch selbst ist sehr hochwertig und besticht vor allem durch die zauberhaften Bilder, die so viel Entdeckenswertes bieten bis in viele kleine Details hinein. Allerdings denke ich, dass die Handlung und das viele Rosa im Buch wohl eher die Mädchen ansprechen wird. Den Punktabzug gibt es aber für die halb englische Überschrift, die ich für das Lesealter als nicht gut empfinde.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Requiem

Requiem
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1961 wurde mit Robert McGladdery der letzte Mann in Nordirland gehängt. Für einen Mord, den er zwar gestanden, aber nicht mit Sicherheit begangen hat.
Der Autor erzählt die Geschichte dazu, die Vorgeschichte, ...

1961 wurde mit Robert McGladdery der letzte Mann in Nordirland gehängt. Für einen Mord, den er zwar gestanden, aber nicht mit Sicherheit begangen hat.
Der Autor erzählt die Geschichte dazu, die Vorgeschichte, die Ermittlungen, den Prozess, das Geständnis. Leider konnte oder wollte er sich nicht bewußt entscheiden, ob er einen Krimi, einen biografischen Roman oder eine Tatsachengeschichte schreibt. So ist es von jedem etwas und doch eigentlich nichts richtiges. Die Zeit Anfang der 1960er Jahre wird gut beschrieben. Die Ansichten sind oft erschreckend. Man hat das Gefühl, man ist im Mittelalter gelandet, dabei ist es gerade mal 50 Jahre her.
Aber ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, als ob ich von oben auf ein Spielfeld schaue, in dem sich die Figuren zwar bewegen, es mich aber nicht wirklich interessiert, was sie machen. Keine der Personen weckt in mir Emotionen. Ich habe kein Mitgefühl mit dem Opfer, dem Richter mit der eigenen ermordeten Tochter oder mit dem (vermeintlichen) Täter, aber ich entwickle auch keine Antipathie. Es ist mir eigentlich immer mehr "egal", was passiert. Meine Zusammenfassung lautet ziemlich lakonisch: Ich habe das Buch gelesen. Ich habe das Buch weggelegt. Ich habe das Buch vergessen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Der Tod bin ich

Der Tod bin ich
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Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, ...

Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, weniger an Arbeit und mehr an seiner Drogen"plantage" interessiert - wird sein Erbe, ohne dafür eine Erklärung zu finden. Dann wird auch noch in Österreich seine Tante ermordet und seine Mutter verschwindet ...
Der 2. Abschnitt geht in die Vergangenheit in die 1950er und 1960er Jahre mitten im kalten Krieg und spielt sowohl im Wissenschafts- wie im Agentenmilieu. Im letzten Abschnitt wird dann wieder in der Gegenwart alles zu einem Ende zusammengeführt.
Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt und überzeugt hat. Zum einen durch die gewöhnungsbedürftige Verwendung der "wörtlichen Rede", zum anderen durch die teilweise sehr ausufernden und für mich manchmal sehr zähen Beschreibungen von nebensächlichen Details. Weiterhin für mich schwer zu lesen - zum einem, weil mir das Interesse, zum anderen, weil mir die Kenntnisse fehlten - die oft auch sehr langen Erklärungen physikalischer und musikalischer Zusammenhänge, die sich mir nicht wirklich erschlossen haben. Ich gebe aber zu, dass es hier sicherlich nur an mir gelegen hat.
Trotz dieser "Mängel" konnte ich aber der Grundgeschichte problemlos folgen und auf den Seiten, in denen die Handlung fortgeführt wurde, war das Buch auch gut und flüssig zu lesen und unterhaltsam. Insgesamt fehlte es mir aber für einen Thriller eindeutig an Spannung - auch wenn die Auflösung am Ende dann so nicht vorhersehbar war.
Weiterempfehlen würde ich das Buch aber nur jemanden, von dem ich wüsste, dass er ein ausgeprägtes Interesse an Physik hat.

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