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Veröffentlicht am 11.10.2024

Das Regenmädchen

Das Regenmädchen
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Auf der Autobahn wird ein junges Mädchen überfahren. Was zuerst wie ein tragischer Unfall aussieht, stellt sich schnell als ein Mord heraus. Das Mädchen hatte eine schwere Kindheit und lebte in einer vom ...

Auf der Autobahn wird ein junges Mädchen überfahren. Was zuerst wie ein tragischer Unfall aussieht, stellt sich schnell als ein Mord heraus. Das Mädchen hatte eine schwere Kindheit und lebte in einer vom Sozialamt betreuten Wohngemeinschaft. Die Kripo-Beamtin Franza recherchiert und findet schnell heraus, dass das Mädchen nicht nur viele Dinge „zuviel“ wusste, sondern sich auch prostituierte. Und sie merkt ebenfalls, dass ihre Familie von dem Mord direkt betroffen ist ...

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel wechseln in der Erzählung von Maria und in den Recherchen der Polizei. Dabei wird nicht nur jeweils eine andere Schrift, sondern auch ein völlig anderer Schreibstil verwendet. Auf der einen Seite teilweise romantisch-blumig, auf der anderen Seite fast derb und direkt, aber auch mit viel Witz. Ich konnte nicht aufhören, immer wieder: nur noch ein Kapitel und es blieb nie bei nur noch einem. Manche Teile, z. B. das Darminnenleben des Kripo-Beamten Herz oder die Reaktion des „Unfall“verursachers fand ich etwas übertrieben, aber insgesamt würde ich das Buch jederzeit weiterempfehlen. Auch das Cover hat mir ausgezeichnet gefallen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Bullen und Schweine

Bullen und Schweine
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Kommissar Wolf aus München fährt in die Provinz Niederbayern, um dort bei der Lösung eines Mordfalls zu helfen. Dabei werden anfangs alle Klischees bedient, die man so im Kopf hat zwischen Großstadt und ...

Kommissar Wolf aus München fährt in die Provinz Niederbayern, um dort bei der Lösung eines Mordfalls zu helfen. Dabei werden anfangs alle Klischees bedient, die man so im Kopf hat zwischen Großstadt und Land. Aber es stellt sich schnell heraus, dass der Kommissar selbst aus der Gegend stammt und sich vor 20 Jahren in die Stadt flüchtete. Der Mordfall interessiert ihn nur, weil die Ehefrau des Ermordeten seine frühere Freundin war. Das Buch beginnt mit dem Auffinden ihres Mannes in einem Sarg für Schweine und einem ganz witzigen Dialog. Leider bleibt dieser Dialog über weite Strecken das einzig Witzige. Die Klischees sind total überhöht und anfangs dachte ich, dass es wohl eher eine Krimi-Komödie wird. Aber leider nicht – je weiter ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl, in einem Moor zu waten oder gegen eine Gummiwand zu lesen – zäh, zäh, zäher! Keine der Figuren ist auch nur ansatzweise sympathisch – und die, die das werden könnten, sterben bald. Die Ermittlungen des Kommissars (wenn man das überhaupt so nennen kann) sind irgendwie lustlos und enden in endlosen Saufgelagen diverser alkoholischer Sorten, Selbstbemitleidungen, Psychosen und Phobien. Und das über so viele Seiten hinweg, dass ich mehr und mehr die Lust verlor. Erst im letzten Drittel des Buches gibt es eine Handlung, einen Fortgang der Geschichte und die Möglichkeit, das ganze etwas flüssiger zu lesen. Insgesamt ist das Buch eher eine Enttäuschung und nur mit viel gutem Willen bekommt es von mir 2 Punkte.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Du sollst nicht sterben

Du sollst nicht sterben
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Detective Roy Grace ermittelt wieder. 2 Frauen werden vergewaltigt und ihre Designerschuhe gestohlen. Bei den Ermittlungen kommt ihm der Verdacht, dass die Fälle vom gleichen Täter sein könnten, der Jahre ...

Detective Roy Grace ermittelt wieder. 2 Frauen werden vergewaltigt und ihre Designerschuhe gestohlen. Bei den Ermittlungen kommt ihm der Verdacht, dass die Fälle vom gleichen Täter sein könnten, der Jahre zuvor 5 Frauen ebenfalls vergewaltigt und eine 6. getötet hat. Das Buch bietet absolut feinste Unterhaltung. Mehrere Täter, vom Kriminellen über einen normalen Ehemann bis zu einem Autisten, kommen für die Taten in Frage. Die Taten werden dabei nicht einmal sehr detailreich beschrieben. Aber das reicht völlig aus, um über eigene Fantasien genug Vorstellungen darüber zu haben. Die Spannung erwächst auch aus dem gelungenen Wechsel zwischen den alten und neuen Verbrechen, aber auch aus der Entwicklung von Roy Grace im dienstlichen wie privaten Bereich. Flüssig zu lesen, spannend in den Ermittlungen, aber gleichzeitig auch interessant in den Beschreibungen von Brighton und Umgebung, vom privaten Umfeld und den Kollegen. Peter James hat ein wirklich gutes Buch geschaffen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Hyddenworld

Hyddenworld
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Ich habe das Buch durch eine – sehr nette – Verwechslung erhalten, selbst gekauft hätte ich es mir nie. Ich kann mit Fantasy gar nichts anfangen. Aber da das Buch nun einmal da war, habe ich es auch gelesen. ...

Ich habe das Buch durch eine – sehr nette – Verwechslung erhalten, selbst gekauft hätte ich es mir nie. Ich kann mit Fantasy gar nichts anfangen. Aber da das Buch nun einmal da war, habe ich es auch gelesen. Meine Einstellung zu Fantasy hat sich nicht geändert. Aber da ich damit das Buch inhaltlich wohl kaum einigermaßen fair einschätzen kann, möchte ich nur erwähnen, dass es sich schnell und sehr flüssig las und nicht langweilig war. Das Cover ist besonders schön gestaltet und auch die einzelnen Abschnitte beginnen mit wunderschönen Ornamenten. So macht das Buch einen sehr hochwertigen Eindruck und ist sicher ein schönes Geschenk für echte Fantasy-Liebhaber.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Hartz IV

Ich hartz dann mal ab
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Robert - die Hauptperson dieses Buches - ist ein Verlierer, aber ein selbst gewählter. Von Kind an schwerhörig, hasst er jegliche praktische Arbeit. Aus diese Grund entscheidet er sich für das Abitur und ...

Robert - die Hauptperson dieses Buches - ist ein Verlierer, aber ein selbst gewählter. Von Kind an schwerhörig, hasst er jegliche praktische Arbeit. Aus diese Grund entscheidet er sich für das Abitur und nach der Wende beginnt er ein Studium, welches er aber bald abbricht. Und dann beginnt seine "Karriere" als Schmarotzer. Er macht genau so viel, um in den "Genuss" von Arbeitslosengeld und später Hartz IV zu kommen. Und er macht möglichst viel, um in diesem Status zu bleiben und die soziale Hängematte so gut als möglich und so lange wie irgend möglich zu genießen. Irgendwie kommt er zu Frau und 2 Kindern, aber auch die Frau ist arbeitslos. Eine typische Klischeefamilie, ein typisches Klischee für einen Hartz-IV-Empfänger. Eigentlich ist Robert ein schmieriger stinkfauler Typ. Und eigentlich müsste man auf diesen Kerl eine unheimliche Wut bekommen. Aber Schock: genau das passiert mir nicht, mir ist der Kerl nicht mal unsympatisch und irgendwie kann ich ihn am Ende fast verstehen. Die Erlebnisse im Arbeitsamt, die sinnlosen Maßnahmen und die oft an Schikanen grenzende Forderungen (leider kaum Förderungen) durfte ich in meiner Familie auch erleben - Arbeit gefunden haben wir dann immer selbst, ohne auch nur die kleinste Hilfe vom Amt. Natürlich überzeichnet das Buch völlig und natürlich bedient es so ziemlich alle Vorstellungen, die über den typischen Hartz-IV-Empfänger kursieren. Und trotzdem: ich habe es in einem Zug ausgelesen, mich keine Sekunde gelangweilt (sicher auch dank der flüssig geschriebenen, recht kurzen Kapitel) und mich oft sogar amüsiert. Nur die Zeichnungen gefielen mir gar nicht - daher nur 4 Punkte.

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