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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2024

Nicht meins

Der Nachtläufer
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In einer norwegischen Kleinstadt werden vor allem ältere Menschen überfallen. Nachts steht plötzlich ein Mensch an ihrem Bett und bedroht sie mit einer Waffe. Bisher bleibt es bei den Drohungen, denn der ...

In einer norwegischen Kleinstadt werden vor allem ältere Menschen überfallen. Nachts steht plötzlich ein Mensch an ihrem Bett und bedroht sie mit einer Waffe. Bisher bleibt es bei den Drohungen, denn der Nachtläufer - wie er genannt wird- unternimmt nichts weiter und erschreckt nur die Menschen. Doch dann wird eine junge Frau getötet...

Das Buch hat mich ziemlich enttäuscht. Ja, es ist eine Art Kriminalfall. Aber es ist komplett spannungslos. Anfangs hatte ich mit dem Täter noch Mitgefühl, doch mir erklärte es sich nicht wirklich, warum er viele seiner Sachen machte. Für mich erschien vieles ziemlich schwer und grundlos. Auch die Ermittlungen und der Ermittler waren für mich eigenartig. Alles wurde immer nur angedeutet oder quasi ausgedacht und ich konnte mich nicht in den Fall hineinversetzen und habe mich über weite Strecken direkt gelangweilt. Von daher möchte ich keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Kleine Abenteuer

Kusinenkram und Kunforak
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Freya und Sofie sind Kusinen. Sie wohnen in verschiedenen Orten und treffen sich ein paar Mal im Jahr. Das finden sie besonders schön. Zu den anderen Zeiten schreiben sie sich Briefe. Sie erfinden eine ...

Freya und Sofie sind Kusinen. Sie wohnen in verschiedenen Orten und treffen sich ein paar Mal im Jahr. Das finden sie besonders schön. Zu den anderen Zeiten schreiben sie sich Briefe. Sie erfinden eine eigene Geheimsprache und möchten große Abenteuer erleben. Sie wollen in die Welt reisen, am besten auf einem Schiff. Doch Johannes, Sofies großer Bruder, möchte gern auch diese Sprache können und versucht, das geheime Wörterbuch in seine Hände zu bekommen

Mir hat an dem Buch einiges sehr gut gefallen. Zum einen, wie die Kusinen zusammenhalten und auch ihre Familien viel gemeinsam unternehmen. Zum anderen, dass sich die beiden Mädchen noch Briefe schreiben, was in der heutigen Zeit eher eine Seltenheit ist. Vor allem, weil sie darin eine normale Sprache verwenden und nicht die üblichen Abkürzungen, die im Internet oder im Handy verwendet werden. Auch die erlebten Abenteuer sind nachvollziehbar und im Grunde genommen harmlos, das heißt, sie tun niemanden wirklich weh oder machen etwas richtig schlimmes. Weniger gut gefallen hat mir die Geheimsprache. Die Idee an sich ist ganz schön, doch die Umsetzung im Buch empfand ich als schwierig. Das Nachschlagen der Geheimwörter unterbrach den Lesefluss extrem. Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren vorgesehen (es werden vermutlich eher Mädchen lesen). In diesem Alter können viele noch nicht so gut und flüssig lesen und so ist es neben den normalen Wörtern in meinen Augen sehr schwierig, die Geheimsprache zu lesen und dies auch noch im normalen Text.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Den größten Teil über sehr spannend

Der Lieblingskontakt
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Maja arbeitet als eine Art Detektivin. Sie beschattet in erster Linie Leute, die des Ehebruchs verdächtigt werden. Allerdings sind die Mittel, die dabei immer mal wieder angewendet werden, zumindest moralisch ...

Maja arbeitet als eine Art Detektivin. Sie beschattet in erster Linie Leute, die des Ehebruchs verdächtigt werden. Allerdings sind die Mittel, die dabei immer mal wieder angewendet werden, zumindest moralisch ziemlich fragwürdig. Während sie in den Urlaub an die Nordsee fährt, übernimmt sie auch dort nur kurz einen scheinbar leichten Fall. Aber dieser entpuppt sich als Bedrohung für Maja und ihre Angehörigen. Und die Bedrohung ist mehr als real, denn Majas Kollegin wird vor ihren Augen getötet.

Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um Kommissar Bork. Für mich war es der erste Teil, den ich gelesen habe. Das war problemlos möglich auch ohne jegliche Vorkenntnisse der Vorgänger. Der Stil ist sehr direkt und geradlinig und hat mir gut gefallen. Über ganz große Teile des Buches herrscht eine unheimliche Spannung, weil verschiedene Verdächtige präsentiert werden und man so gar keine Ahnung hat, wer der Täter wirklich sein könnte. So gibt es am Ende dann doch noch eine Überraschung. Allerdings hat mich die Hauptfigur Maja nicht komplett überzeugt. Sie wirkt in manchen Teilen unsympathisch (auch was ihrem Beruf angeht). Und sie wirkt teilweise sehr naiv und chaotisch. Immerhin arbeitet sie einige Zeit als Detektivin und ist darin geschult. Dann macht sie aber wieder Sachen, wo man als Leser nur mit dem Kopf schüttelt und sich fragt, wie sie so laienhaft und unprofessionell sein kann. Dagegen hat das Team der Mordkommission einige Ecken und Kanten und macht die Mitarbeiter damit auch sehr sympathisch. Alles in allem kann ich eine Leseempfehlung aussprechen und würde eine Fortsetzung jederzeit lesen.

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Zu schnell

Das Licht in den Birken
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Thea hat lange in Portugal gelebt und möchte jetzt zurück in ihre alte Heimat in die Lüneburger Heide. Dort findet sie eine Wohnung auf einem Gnadenhof für Tiere. Dummerweise stellt sich schnell heraus, ...

Thea hat lange in Portugal gelebt und möchte jetzt zurück in ihre alte Heimat in die Lüneburger Heide. Dort findet sie eine Wohnung auf einem Gnadenhof für Tiere. Dummerweise stellt sich schnell heraus, dass der Hofbesitzer sehr speziell ist und große finanzielle Probleme hat. Als die junge Frau Juli nach einem Unfall noch auf den Hof kommt, wird das Leben aller ziemlich auf den Kopf gestellt.

Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Ich kenne alle Bücher von Romy Fölck und mag ihren Schreibstil. Der ist auch in diesem Buch wieder gut. Auch das inhaltliche Thema gefällt mir. Nicht gefällt mir allerdings die Umsetzung. Alles geht im Prinzip rasend schnell. Gerade angekommen, Riesenzoff und am nächsten Tag so ziemlich die Lösung für alles. Und so geht es durch das Buch. Kaum taucht ein Problem auf, ist es eigentlich schon gelöst. Die Figuren erhalten keine Zeit für eine Entfaltung – alles wird für mich einfach zu schnell und zu simpel abgehandelt und steuert auf eine ziemlich vorhersehbare Endlösung zu, die mir auch zu „rosarot“ ist. Somit ist es am Ende ein nettes Buch für zwischendurch, aber bleibt für mich nicht wirklich in Erinnerung. Da wurde in meinen Augen viel Potential verschenkt.

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Schwierige Zeiten

Die Kranichfrauen
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Es ist der Sommer 1947 und in Bayern am Ammersee sind die Amerikaner als Besatzungsmacht. Der ehemalige Yachtclub musste aufgelöst werden und am gleichen Ort soll eine Art Jugendtreff eingerichtet werden. ...

Es ist der Sommer 1947 und in Bayern am Ammersee sind die Amerikaner als Besatzungsmacht. Der ehemalige Yachtclub musste aufgelöst werden und am gleichen Ort soll eine Art Jugendtreff eingerichtet werden. Anna und Paula werden als Lehrerinnen eingestellt, doch sie dürfen den Kindern nicht Segeln beibringen, sondern putzen und nähen. Für wichtige Sachen werden zwei ehemalige Wehrmachtsangehörige eingestellt. Die Yacht Kranich gehört der Familie von Paula und sie bekommt mit, dass das Boot nach Amerika überführt werden soll. Sie versucht alles, um das zu verhindern

Das Buch ist für mich zweigeteilt. Ganz stark ist es dort, wo es um die Situation der Frauen nach dem Krieg geht. Im Krieg haben sie wichtige Aufgaben übernehmen müssen und auch Arbeiten der Männer. Doch mit der Rückkehr aus dem Krieg oder aus der Gefangenschaft müssen sie auf einmal wieder in ihre ursprünglichen Rollen zurückgehen. Das bringt logischerweise Probleme mit sich, denn inzwischen haben sie gelernt, dass sie viel mehr können als nur Kirche, Kinder und Küche. Weniger gut gefallen hat mir das Buch im Bereich der Liebesgeschichten. Ich bedauere es etwas, dass es dort unbedingt mit einem Happy End enden musste. Das fand ich gerade im Vergleich zu den vorherigen realistischen Einschätzungen dann leider nicht mehr ganz so realistisch. Doch insgesamt ist es ein sehr gut lesbares Buch, dass ich empfehle.

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