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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Leider ohne Spannung

Der Tag, an dem Barbara starb
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Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in ...

Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in die Hand zu nehmen und zu ermitteln. Leider fällt ihr das zunehmend schwerer, denn sie leidet an fortschreitendem Alzheimer. Und den wichtigsten Satz, den Barbara ihr kurz vor dem Tod gesagt hat, hat sie vergessen.

Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Auch wenn ein Cosy Krimi nicht super spannend ist, sollte doch wenigstens ein bisschen Spannung vorhanden sein. Doch das fehlt in diesem Buch komplett. Über weite Strecken geht es ausschließlich um Margarets Krankheit und die entsprechenden Folgen. Da ich selbst erst kürzlich familiär davon betroffen war, kann ich nachvollziehen, dass die Schilderungen sehr authentisch sind. Und ich konnte Margarets Tochter vollkommen verstehen. Im Buch wird sie ziemlich hartherzig dargestellt. Immer, wenn die Geschichte ein klein wenig Fahrt aufnimmt, kommt das Familiäre wieder dazwischen und sofort war alles vorbei. Was die Auflösung des Falles angeht, hatte ich schon sehr zeitig eine berechtigte Ahnung, auch wenn ich den wahren Grund nicht kannte. Alles in allem ist mein Fazit: ein nettes Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Falls eine Fortsetzung angedacht ist, bin ich nicht mehr dabei

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ich bin etwas in Sorge

Mahlzeit! Geschichten von Europas Tischen
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Wladimir Kaminer bereist halb Europa, meist eingeladen zur Veröffentlichung eines seiner neuen Bücher in dem jeweiligen Land. Dabei lernt er die Menschen, aber vor allem die Küche und die Getränke besser ...

Wladimir Kaminer bereist halb Europa, meist eingeladen zur Veröffentlichung eines seiner neuen Bücher in dem jeweiligen Land. Dabei lernt er die Menschen, aber vor allem die Küche und die Getränke besser kennen.

Das Buch ist wie immer sehr gut zu lesen. Die kurzen Abschnitte zeigen den genauen Beobachter. Allerdings bin ich etwas in Sorge, denn Wladimir muss mehr als nur einfach trinkfest sein, sondern trinkt sich fröhlich durch diverse Länder, dass einen Angst und Bange wird. Das beschreibt der allerdings mit sehr viel Selbstironie und so lernt man Land Leute und Küchen nebenbei kennen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Gelungen

Nacht der Ruinen
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1938 in Köln. Drei Freunde treffen sich, wenn auch unter schwierigen Umständen. Hilda und die beiden Juden Joseph und Jakub. Beide sind in Hilda verliebt. Doch die Nazi-Gesetze werden schnell alles ändern. ...

1938 in Köln. Drei Freunde treffen sich, wenn auch unter schwierigen Umständen. Hilda und die beiden Juden Joseph und Jakub. Beide sind in Hilda verliebt. Doch die Nazi-Gesetze werden schnell alles ändern. Joseph gelingt mit seinen Eltern die Flucht nach Amerika, Jakob versucht, unter den Nazis zu überleben.
1945 wird in den letzten Kriegstagen ein amerikanischer Bomber abgeschossen und der Pilot kann sich mit dem Fallschirm retten, wird aber umgebracht. Joseph, inzwischen Joe genannt, ist nach Deutschland zurückgekehrt und bekommt den Auftrag, den Tod des Piloten aufzuklären. Gleichzeitig begibt er sich aber auch auf eine private Suche nach Jakob und Hilda.

Das Buch ist ein guter Historienkrimi. Besonders gelungen finde ich die Beschreibung des damals geteilten Kölns in den letzten Kriegstagen. Auf der einen Seite versuchen die Amerikaner, gemeinsam mit einigen aufrechten Deutschen, die Verhältnisse zu verbessern und die Stadt langsam zu organisieren. Während auf der anderen Seite die Nazis den Krieg fortführen. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich interessant, weil verschiedene Aspekte der damaligen Zeit hineinspielen und weil immer wieder überraschende Wendungen auftreten. Das Ende allerdings hat mich dann nicht komplett überzeugen können. Trotzdem spreche ich eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ungewöhnlicher Fall

Signora Commissaria und die kalte Rache
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In Florenz fühlen sich junge Frauen verfolgt. Doch der Mann begleitet sie praktisch nur bis zur Haustür und lässt sie dann in Ruhe. Am nächsten Tag allerdings finden sie Vermisstenplakate von sich selbst ...

In Florenz fühlen sich junge Frauen verfolgt. Doch der Mann begleitet sie praktisch nur bis zur Haustür und lässt sie dann in Ruhe. Am nächsten Tag allerdings finden sie Vermisstenplakate von sich selbst im Umkreis ihrer Wohnung. Und der Mann scheint praktisch alles über sie zu wissen. Die Polizei ermittelt erst im Stillen, doch als eine junge Frau entführt wird, gehen sie an die Öffentlichkeit.

Das Buch beschreibt einen ungewöhnlichen Fall, der für mich interessant ist, weil er so ziemlich aus dem Rahmen fällt. Die Ermittlungen dazu allerdings beruhen mir ein wenig zu viel auf Zufall und aufgrund der reichhaltigen Rahmenhandlung gerät der Fall fast ins Hintertreffen. So bleibt für mich auch die Spannung auf der Strecke und die Auflösung geschieht dann auf wenigen Seiten. Immer ist die Toskana gut eingebunden, speziell Florenz. Mir ist das Drumherum allerdings manchmal ein wenig zu viel

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Geschichte pur

Die fremde Königin
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951 im heutigen Italien. Die verwitwete italienische Königin Adelheid ist zusammen mit ihrer Tochter gefangen. Sie soll Berengar bzw. dessen Sohn heiraten, damit dieser offiziell die italienische Krone ...

951 im heutigen Italien. Die verwitwete italienische Königin Adelheid ist zusammen mit ihrer Tochter gefangen. Sie soll Berengar bzw. dessen Sohn heiraten, damit dieser offiziell die italienische Krone bekommt. Doch mit Hilfe von Gaidemar, einem deutschen Panzerreiter, gelingt ihr die Flucht und bald ist sie am Hofstaat von König Otto, der sie kurz danach heiraten wird. Damit ist sie die höchste Frau im deutschen und italienischen Reich. Doch die Macht muss verteidigt werden und es steht mehr als nur ein Krieg vor der Tür.

Das Buch ist wie immer bei der Autorin Geschichte pur. Dabei beschreibt sie die Vorgänge wunderbar nachvollziehbar und man ist sofort in den Kapiteln drin und möchte einfach nur mehr lesen. Die damaligen Zeiten - auch sehr grausame - sind realistisch beschrieben und man kann zumindest ansatzweise nachvollziehen, was die Leute damals dachten und warum sie so handeln. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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