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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Richtig gut

Tegernsee-Verhängnis
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Ein Taucher-Ehepaar wird tot im Tegernsee gefunden. Die Todesursache ist klar, der Grund nicht. Parallel wird in einem unterklassigem Fußballclub ein mexikanischer Stürmerstar eingekauft. Und dann wird ...

Ein Taucher-Ehepaar wird tot im Tegernsee gefunden. Die Todesursache ist klar, der Grund nicht. Parallel wird in einem unterklassigem Fußballclub ein mexikanischer Stürmerstar eingekauft. Und dann wird noch ein Privatdetektiv erschossen. Das alles klingt nach einem großen Durcheinander, klärt sich aber im Laufe des Buches auf...

Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um den Tegernsee. Ich kannte die Vorgängerbücher nicht (werde sie aber jetzt noch lesen), trotzdem war inhaltlich alles problemlos zu verstehen. Es gibt am Anfang drei Erzählstränge, die so überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Es tauchen Personen auf, die scheinbar eher zufällig in die Geschichte geraten. Und plötzlich in nur einem Kapitel verbindet der Autor das alles zusammen, und das auch noch sehr logisch. Und trotzdem gibt es am Ende noch eine überraschende Wendung, die ich so nicht auf dem Schirm hatte. Bis dahin ist alles sehr gut zu lesen, man kann den Ermittlungen folgen und es bleibt durchweg spannend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Kein Reiseführer! Oder doch?

DUMONT Bildatlas Schottland
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Der Bildatlas ist eine Art Mischung aus Fotoalbum, Reiseführer, Geschichtenerzähler, Tippgeber, Wissensvermittler, Neugierigmacher, Reisefieberauslöser. Er ist kein Reiseführer – oder doch? Er ist irgendwie ...

Der Bildatlas ist eine Art Mischung aus Fotoalbum, Reiseführer, Geschichtenerzähler, Tippgeber, Wissensvermittler, Neugierigmacher, Reisefieberauslöser. Er ist kein Reiseführer – oder doch? Er ist irgendwie doch einer, aber ein anderer. Es geht schon mal los, dass die Fotos – wie eben bei einen Bildatlas erwartet – absolut exzellent sind. Viele davon kann man sich gerahmt sofort an die Wand hängen, es sind oft kleine Kunstwerke, die Besonderheiten auch abseits allgemeiner Touristenrouten zeigen.
Dann wird sich eine Region herausgesucht und über die geschrieben. Es gibt Tipps für Hotels und Ausflugsziele, es gibt Stadt- oder Landkarten, aber in erster Linie gibt es schöne Geschichten über Land und Leute, auch über aktuelle Entwicklungen, aber auch über Einkaufsmöglichkeiten, schottische Dichter, Legenden und die Wirklichkeit, Handwerk, Natur und neue wie alte Trends.
Man kann den Atlas wie einen Roman lesen oder eben wie einen Reiseführer. Man kann an einem trüben Tag darin blättern und bekommt bei den schönen Fotos wieder gute Laune. Man kann ihn auf einer Reise mitnehmen und hat so die Ideen in der Tasche. Auf jeden Fall sollte man ihn aber kaufen.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Erinnerungen an die 70er

Der Plattenspieler unter der Dachschräge
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Sigi ist erwachsen und sortiert die alten Dias seiner Mutter. Dabei erinnert er sich an die Zeit, als er 16 war und anfing, seinen eigenen Weg zu suchen. Mit einem Sommerjob verdient er sich das Geld für ...

Sigi ist erwachsen und sortiert die alten Dias seiner Mutter. Dabei erinnert er sich an die Zeit, als er 16 war und anfing, seinen eigenen Weg zu suchen. Mit einem Sommerjob verdient er sich das Geld für einen Plattenspieler mit Boxen, um endlich in seinem Zimmer unter dem Dach seine eigene Musik zu hören. Mit der ersten Freundin wird es schwierig, Schulprobleme sind vorhanden, auch weil er immer seine eigene Meinung sagt ohne Rücksicht auf Verluste. Die Tanzstunde steht an und das größte Problem findet sich zu Hause: seine Oma wird immer dementer und seine Eltern trennen sich, weil sein Vater eine Freundin hat und mit dieser betrunken einen Unfall baut. Sigi steht mittendrin in diesem Chaos...

Es ist eine Fortsetzung der Reihe und diese ist gelungen. Jedes Kapitel beginnt mit dem Rückblick von Sigi beim Sortieren der Fotos und danach wird ausführlich beschrieben, was damals passiert ist. Als Leser findet man sich in vielen Sachen wieder, wenn man die 1970er Jahre selbst erlebt hat. Sei es die Musik, sei es die aus heutiger sich doch sehr schräge Mode, sei es das Aufbegehren der Jugend gegen alte Gesetze und alte Lehrer. Aber eben auch erste Liebe und erste Erfahrungen oder einfach nur der Geschmack des damaligen Essens. Das alles lässt sich sehr gut lesen und weckt eigene Erinnerungen, die mehr oder weniger Spaß machen.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Nicht mein Humor

Der Tote im Kamin
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England 1952. Polizeiinspector Grasby wird in das kleine Dorf Elderby aufgrund eines von ihm gemachten Fehlers versetzt. Er soll dort eine Serie an Diebstählen auf verschiedenen Farmen aufklären. Doch ...

England 1952. Polizeiinspector Grasby wird in das kleine Dorf Elderby aufgrund eines von ihm gemachten Fehlers versetzt. Er soll dort eine Serie an Diebstählen auf verschiedenen Farmen aufklären. Doch bereits bei seinem Antrittsbesuch beim örtlichen Lord findet er eine Leiche im Kamin. Die Aufklärung geht nur schleppen vorwärts, denn sowohl die örtliche Polizei wie auch die Bewohner unterstützen ihn nicht wirklich und scheinen mehr als eigenartig zu sein.

Das Buch wird als Cosy-crime beschrieben mit britischem schwarzem Humor. Ehrlich gesagt, konnte ich nicht viel Humor entdecken und wenn, war er jedenfalls nicht meiner. Oder war damit gemeint, dass Grasby quasi gefühlt alle zwei Seiten von jemand deine Pistole an den Kopf gehalten bekommt oder zusammengeschlagen wird. Anfangs war die Geschichte dadurch etwas schwierig, da man sich viele Namen und Personen in kurzer Zeit merken musste. Bis etwa zur Hälfte des Buches war alles auch relativ interessant und nachvollziehbar. Ab dann kommen so viel Längen dazu und die Geschichte wurde immer unglaubwürdiger (für nähere Erklärung müsste ich zu viel spoilern), dass ich mich bis zum Ende des Buches eher durchkämpfen musste, als Spaß am Lesen hatte. So bleibt das Ganze für mich eher Mittelmaß.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Nicht nur Wein

52 kleine & große Eskapaden in Deutschland – Für Weinliebhaber
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Das Buch enthält kleine oder größere Ausflüge – quasi für jede Woche oder jedes Wochenende einen – in Weingegenden. Diese sind in 4 große Gebiete unterteilt und innerhalb der Gebiete gibt es Vorschläge ...

Das Buch enthält kleine oder größere Ausflüge – quasi für jede Woche oder jedes Wochenende einen – in Weingegenden. Diese sind in 4 große Gebiete unterteilt und innerhalb der Gebiete gibt es Vorschläge rund um einen Ort. Dabei geht es zwar in erster Linie um Wein (man bekommt entsprechende Tipps für Weinwanderungen, besondere Weine der Region, Winzerempfehlungen) – aber eben nicht nur. Die Wanderungen und Ausflüge zeigen rechts und links des Weges eben auch ganz andere Sachen: Burgen und Schlösser oder ein archäologisches Museum, Schifffahrten oder Aussichtstürme. Die Themen sind breit gefächert. Dabei gibt es Wandertouren, aber eben parallel dazu auch Strecken mit dem Rad oder dem Schiff. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird beschrieben, die Zeit, die man sich nehmen sollte. Aber auch die Zeit, in der der Ausflug besonders empfohlen wird.

Abgerundet wird das Ganze durch wunderschöne Fotos, die eben nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten zeigen. Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass am Ende die Autoren der Beiträge kurz vorgestellt werden. Das Layout des Buches empfinde ich als sehr modern und frisch und es macht Lust, sofort loszulegen (wobei dann erst mal die Entscheidung für eine Tour schwer fällt).

Das Buch ist für mich eine sehr gute Geschenkidee für Weinliebhaber und Ausflügler. Am Ende befindet sich noch eine Übersicht der bereits erschienen Bücher dieser Reihe. Ganz gefährlich … da sind einige weitere auf meiner Leseliste gelandet.

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