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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Schade

Whitestone Hospital - Colliding Hearts
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Schade. Ich hatte mich sehr auf den lang ersehnten Abschlussband der Reihe gefreut. Umso größer ist die enttäuschte Leere, die er hinterlässt, gepaart mit der Erkenntnis, dass 4 gute Vorgängerbände offenbar ...

Schade. Ich hatte mich sehr auf den lang ersehnten Abschlussband der Reihe gefreut. Umso größer ist die enttäuschte Leere, die er hinterlässt, gepaart mit der Erkenntnis, dass 4 gute Vorgängerbände offenbar keine Garantie für gutes Schreibhandwerk sind. Denn genau an diesem mangelt es dem Buch, so dass man sich unweigerlich fragt, ob der Verlag schon am Lektorat gespart hat, wo doch die Autorin längst bei einem anderen unter Vertrag steht und über diesen auch bereits veröffentlicht hat.
Zu den Schwächen des Buches: Die Anziehung zwischen den Hauptfiguren ist einfach da, als Leserin ist nicht nachvollziehbar, wo diese herkommt, wie sie gewachsen ist, worauf sie baut. Schon der Prolog ist absolut nichtssagend, soll aber wohl ganz viel sagen. Ehrlich, den hätte man ersatzlos streichen können.
Dramaturgisch fragwürdig erscheint mir auch die Auflösung des die Reihe durchziehenden und verbindenden Handlungsstrangs um Lauras Stalker in der Mitte des Buches. Die Reihe ist damit eigentlich auserzählt, das Finale war eines Finales sicher würdig, nur halt an der völlig falschen Stelle. Der erste Teil des Buches liest sich daher wie die zweite Hälfte eines Romans, dessen erste Hälfte man verpasst hat.
Der zweite Teil muss natürlich trotzdem gefüllt werden, fühlt sich allerdings an wie eine ungelenke Ansammlung von krampfhaft recherchierten, sehr langatmigen Szenen eines ÄrztInnen-/PatientInnen-Alltags, die dann in unnötigem und dadurch fast dilletantisch wirkendem Detailreichtum aneinandergereiht werden. Die Dialoge wirken künstlich. Das Ende ist vorhersehbar.
Wirklich Spannung kam nur in der Mitte des Buches auf, darum hätte diese wie gesagt ein gutes Ende abgegeben.
Schade, dass man von einigen liebgewonnenen Figuren gar nichts mehr liest (Wo ist Jane?? Mitch?).
Danke an @netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Zu gewollt

Jonah Goes Off Script
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Lob und Dank an den Verlag, dass er doch den Mut hatte, wieder ein queeres Buch ins Programm aufzunehmen. Ich vermisse die Bücher von Alexis Hall!!
Leider war das Buch an sich nicht sehr überzeugend. ...

Lob und Dank an den Verlag, dass er doch den Mut hatte, wieder ein queeres Buch ins Programm aufzunehmen. Ich vermisse die Bücher von Alexis Hall!!
Leider war das Buch an sich nicht sehr überzeugend. Positiv kann ich die Musicalwelt bewerten, die sehr authentisch dargestellt wurde. Ansonsten fand ich die Perspektive sehr gewöhnungsbedürftig, und vor allem, dass man nur Jonah begleitet hat, nicht seinen Love Interest. Der war ziemlich unsympathisch, fast durchgehend eigentlich, und dadurch, dass man von ihm nichts "privat" lesen konnte, habe ich irgendwie den Punkt verpasst, an dem Jonah einen Grund gefunden hat, ihn doch sympathisch zu finden, und sich dann schließlich in ihn zu verlieben. So wirkt Jonah ehrlich gesagt ziemlich bedürftig. Seinen emotionalen und sexuellen Frust teilt er schließlich sehr, sehr häufig mit.
Auch der Schreibstil war ziemlich holprig. Sehr gewollt poetisch, was aber den Lesefluss massiv gestört hat, weil es sooo oft einfach nicht gepasst hat. Dazu sehr unnötige Wortwiederholungen. "Braune Augen trafen auf Haselnussbraune Augen" - Stellen wie diese hinterlassen den EIndruck, als wäre bei der Übersetzung eine KI eingesetzt worden. Ich fand es sehr anstrengend, das Buch zu lesen und habe sehr lange dafür gebraucht. Schade.
Fazit: Bring back Alexis Hall!!!
Danke an @netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Runder Abschluss mit leichter Frustnote

The Darlington - Logan & Rose
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Logan und Rose waren ein schöner Abschluss für die Darlington-Reihe, wenn auch Band 2 mein Favorit bleiben wird.
Ich mochte in diesem Buch die Thematik ums Essen, und hätte mir hier fast noch mehr gewünscht. ...

Logan und Rose waren ein schöner Abschluss für die Darlington-Reihe, wenn auch Band 2 mein Favorit bleiben wird.
Ich mochte in diesem Buch die Thematik ums Essen, und hätte mir hier fast noch mehr gewünscht. Fine Dining könnte viel häufiger Thema in Büchern sein, gern auch mit Rezepten;)
Von der Story her fand ich Rose' Geschichte sehr vorhersehbar, die Offenbarung kam für mich überhaupt nicht überraschend. Ehrlich gesagt hab ich es vom ersten Moment an geahnt. Und die Besessenheit von Logan, was diese eine Bekanntschaft von vor zwei Jahren angeht, fand ich etwas unglaubwürdig. Ansonsten waren mir die Charaktere aber sehr sympathisch.
Natürlich hätte ich mir ein noch triumphierenderes Ende gewünscht, was den Prozess um Darlington Senior angeht, besonders für die anderen Frauen, die ihn angeklagt hatten. Es war irgendwie schade, dass er am Ende nur verurteilt wurde, weil die eine Zeugin, die Logan und Rose noch überreden konnten, aufgetaucht ist. Ich verstehe, dass das leider die Realität abbildet, aber ich hätte mir gewünscht, dass zumindest diese fiktiven mutigen Frauen gehört werden und dass ihnen geglaubt wird.
Ich konnte das Buch aber sehr gut und zügig durchlesen und war immer gut unterhalten!
Danke an @netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Versöhnlicher Abschluss mit Längen

Between Fading Stars
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Nachdem ich - wie viele andere - mit dem zweiten Band dieser Reihe so meine Probleme hatte, bin ich mit gemischten Gefühlen an den Abschluss der Reihe gegangen. Hier geht es um Wes, der seiner Jugendliebe ...

Nachdem ich - wie viele andere - mit dem zweiten Band dieser Reihe so meine Probleme hatte, bin ich mit gemischten Gefühlen an den Abschluss der Reihe gegangen. Hier geht es um Wes, der seiner Jugendliebe Hailey wieder begegnet. Wes, der im ersten Band mein Herz erobert hat, um im zweiten dann - es tut mir leid, aber ich muss es so ausdrücken - literarisch schnöde abserviert zu werden.

Ich hatte damals gesagt, der zweite Band scheitert, weil der erste so gut war.
Nun. Der dritte Band könnte der beste der Reihe sein, wenn man BEIDE Vorgänger ausblendet. So wirkt er etwas konstruiert, weil die grooooße Jugendliebe Hailey bisher null eine Rolle gespielt hat. Ein Love Interest ex machina, der die Gemüter beruhigen soll. Klappt, ich fand Hailey toll, sie passt zu Wes, die Geschichte verläuft zwar vorhersehbar, aber schön, was will man mehr?
In dem Fall hätte ich mir ca 150 Seiten weniger gewünscht, denn stellenweise zieht sich die Gedankenwelt der beiden Figuren, und die “Fragen aus dem Publikum” waren für mich überflüssig. Dennoch gibt das Buch nochmal schöne Einblicke in das Leben als Autorin, das manchmal hart sein kann, wie Anna Savas im Schlusswort beschreibt. Sie hat es in dieser Reihe selbst erlebt. Wobei ich nach wie vor sage, mit dem Kritikhagel nach Band 2 hätten Verlag und Autorin rechnen müssen.

Fazit: Versöhnt mit dem enttäuschenden Band 2 und knüpft von der Qualität her an andere Bücher der Autorin an. Etwas zu langatmig, aber mit interessantem Setting für alle Bookies (Verlagswesen, Lesereise...).

Danke an @netgalleyde für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Holt die heiße Schoki raus!

Holiday Ever After
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Protas: Clara und Jack
Stellenweise ein bisschen zu viel Klischee, aber das bei beiden übertrieben ausgeprägte Helfersyndrom macht das wieder wett.
Spice:
Seit “Icebreaker” habe ich noch ein Hühnchen zu ...

Protas: Clara und Jack
Stellenweise ein bisschen zu viel Klischee, aber das bei beiden übertrieben ausgeprägte Helfersyndrom macht das wieder wett.
Spice:
Seit “Icebreaker” habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen mit Hannah Grace. Die gute Nachricht: Das ist hier sooo viel besser. Die beiden sind nicht im Kloster, Spice ist da, aber definiert sich nicht durch wortgewaltige und detailreiche Omnipräsenz, sondern in den meisten Fällen durch klug eingebaute, kleine Formulierungen.
Setting und Nebencharaktere:
Sowohl in Sachen “Cozy Small Town” als auch in Sachen “Mein Papa ist ein chauvinistisches A***loch und in der Firma versteht mich eh niemand” nichts Neues, aber dafür solide und mit charmanten Details.
Fazit: Ein charmantes Buch für die Weihnachtszeit, das mit wenig tiefenpsychologischem Drama, aber dafür einigen schrulligen Ideen daherkommt, über die man eine ordentliche Portion Puderzucker, Pardon, Klischees gestreut hat.
Aber in der Weihnachtszeit kann es ja nicht genug Puderzucker geben, oder?
Manche Szenen wie das Bauen eines Schneemanns oder die Suche nach dem Nussknacker hätten für meinen Geschmack deutlich kürzer ausfallen können, wer aber schon in Weihnachtslaune ist, wird seine Freude daran haben. Auch ganz ohne festliche Stimmung kann man sich am großzügig verteilten Humor erfreuen, und die Szenen in Flo’s Café machen extrem Hunger, auch auf nicht-weihnachtliches Gebäck!
Fazit: Auch wenn ich nicht ganz verstehe, wo der Begriff “Holiday” im Titel herkommt, weil Claras Aufenthalt in Fraser Falls definitiv als Arbeit bezeichnet wird, so lohnt sich die Reise dort hin.
Danke an @netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

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