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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2024

Seltsame Mischung

Das Mondscheincafé
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Das Cover fand ich sofort wunderschön, es fühlt sich wunderbar samtig an, die hellen Stellen sind erhaben und es leuchtet sogar im Dunkeln. Auch das Bild ist sehr schön, die sternenklare Vollmondnacht ...

Das Cover fand ich sofort wunderschön, es fühlt sich wunderbar samtig an, die hellen Stellen sind erhaben und es leuchtet sogar im Dunkeln. Auch das Bild ist sehr schön, die sternenklare Vollmondnacht mit dem Cafe entspricht vollauf dem Titel.

Unterschiedliche Menschen treffen in jeweils komplizierten Phasen ihres Lebens und in unterschiedlichen Situationen auf das "Mondscheincafe", das von Katzen betrieben wird. Katzen, die Namen von Planeten tragen. Die Katzen führen diese Menschen durch westliche Astrologie zu Erkenntnissen über sich selbst und ihre Umgebung und dadurch zu einem wieder erfüllteren Leben. Am Ende werden die losen Enden der einzelnen Abschnitte auch für den Leser zusammengeführt.

Dies war mein erstes Buch einer japanischen Autorin und die beschriebene japanische Kultur wie auch der Stil waren sehr gewöhnungsbedürftig. Die Kombination von japanischer Mythologie (Katzen) mit unserer westlichen Astrologie (Tierkreiszeichen und Horoskope) kam dann noch erschwerend hinzu. Hier fehlen mir einfach Kenntnisse darüber, wie selbstverständlich es für Japaner:innen ist, sich in einer mythologisch/astrologischen Welt zu bewegen und welchen Einfluß unsere westliche Astrologie in Japan hat. Ich persönlich kann mit Astrologie, egal aus welcher Kultur, wenig anfangen und so viel es mir auch schwer, die Geschichte als sinnstiftend zu erfassen.

Erfreulich fand ich zumindest, dass die am Anfang sehr losen Geschichtsteile am Ende doch noch zusammengeführt wurden.

Es ist ganz nett zu lesen und man lernt ein wenig über das japanische Denken. Aufgrund des Cover, des Titels und des Klappentextes hatte ich allerdings irgendwie andere Erwartungen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2024

Vom Verlieren und Finden!

Für immer Inselwind
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Cover und Titel lassen eine seichte Liebesgeschichte mit Urlaubsfeeling erwarten. Raik und Svea, die Protagonisten, gehen beide davon aus, dass sie sich auf einen One-Night-Stand einlassen. Beide wollen ...

Cover und Titel lassen eine seichte Liebesgeschichte mit Urlaubsfeeling erwarten. Raik und Svea, die Protagonisten, gehen beide davon aus, dass sie sich auf einen One-Night-Stand einlassen. Beide wollen einfach nur auf andere Gedanken kommen, beide aus sehr unterschiedlichen Motiven. Doch was dann passiert, ahnt anfangs keiner von beiden.

Ich war sehr positiv überrascht, mit wieviel Tiefgang Antonia Sommer die Geschichten der beiden erzählt. Die widerstreitenden Gefühle der beiden und die Geschichten, die jeweils dahinterstecken. Das ist viel mehr als nur ein „Norderney“-Liebesroman!

Die Buchbeschreibung verspricht, dass dieses Buch der Auftakt zu einer Reihe um Raik und seine Geschwister ist. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Geschichte!

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Veröffentlicht am 09.04.2024

Spannung von Anfang bis Ende!

Circle of Night - Das Reich der Schatten
1

Schon das Cover macht neugierig. Passend zum Titel sieht man einen dunklen Nachthimmel mit einem scheinbar magischen Kreis mit verspielten Verzierungen, der von Nebel umwoben wird.

Mit dem ersten Satz ...

Schon das Cover macht neugierig. Passend zum Titel sieht man einen dunklen Nachthimmel mit einem scheinbar magischen Kreis mit verspielten Verzierungen, der von Nebel umwoben wird.

Mit dem ersten Satz des Buches ist man gleich mitten im Geschehen. 5 Jugendliche erleben seltsame, unerklärliche und gefährliche Situationen. Kurz darauf erhalten sie eine E-Mail mit einer Einladung zu einem Treffen in einem Café von Noah, wie sich herausstellt einem Hexer. Bei diesem Treffen erfahren die 5, dass sie alle Hexen und Hexer sind, die von einer unbekannten Macht bedroht werden. Noah bietet ihnen an, sie bei der Entfaltung ihrer Hexenkräfte zu unterstützen.
Durch die gemeinsame Bedrohung wachsen die 5 schnell zu einer Gruppe zusammen und lernen, dass sie sich nur gemeinsam gegen das „Böse“ behaupten können. Sie überwinden Gegensätze und lernen, sich zu vertrauen.

Während des Lesens bekommt man abwechselnd Einblick in die Sicht und das Gefühlsleben von zweien der Gruppe.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben, man fiebert durchweg mit den fünfen mit. Es gibt keine unnötigen Längen. Es gibt den ein oder anderen Plotttwist, sodass die Geschichte bis zum Schluss spannend bleibt.

Einzig die Romanze, die beschrieben wird, war mir zu schnell angelegt, aber mehr möchte ich hier nicht verraten. Lest selbst.

Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen und freue mich schon auf Teil 2!

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  • Fantasie
Veröffentlicht am 05.04.2024

Faszinierend phantastisch

The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding
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"The April Story - Ein wirklich erstaunliches Ding" ist eine faszinierend phantastische Geschichte.
Zunächst beginnt sie wie eine Geschichte über soziale Medien und welchen Einfluß sie auf die Gesellschaft ...

"The April Story - Ein wirklich erstaunliches Ding" ist eine faszinierend phantastische Geschichte.
Zunächst beginnt sie wie eine Geschichte über soziale Medien und welchen Einfluß sie auf die Gesellschaft insgesamt und auch einzelne Personen im besonderen haben (können). Im Laufe der Zeit wird sie aber immer fantastischer und entfernt sich vom real Vorstellbaren.
April May, Absolventin einer Kunsthochschule, kommt mitten in der Nacht auf ihrem Heimweg an einer offensichtlich vorher nicht dagewesenen Roboterstatue vorbei, die sie so fasziniert, dass sie ihren Freund und ehemaligen Kommilitonen Andy aus dem Bett klingelt, damit er mitten in der Nacht noch ein Video von der Statue dreht. Das ist der Beginn einer steilen Social Media Karriere. Die gleiche Roboterstatue ist an 63 weiteren Orten auf der Welt aufgetaucht und keiner weiß, wer der Urheber ist. Das Video von April und Andy ist zwar nicht das einzige, erregt aber anscheinend die größte Aufmerksamkeit und so werden April und Andy im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht zu Medienstars und auch reich.
Hank Green beschreibt eindrücklich, wie die mediale Aufmerksamkeit süchtig machen kann. Aber auch, wie unbarmherzig und knallhart das Geschäft mit der Öffentlichkeit ist.
Die Charaktere sind vielschichtig dargestellt und man fiebert durchaus mit ihnen mit. Allerdings gibt es an der ein oder anderen Stelle auch Ungereimtheiten, die mich etwas irritiert haben.
Insbesondere das Ende kommt dann etwas überraschend und ist nicht wirklich eindeutig, so als ob der Autor sich nicht sicher war, ober er sich die Option einer Fortsetzung offen halten möchte, oder nicht.

Aber lest selbst. Insgesamt fand ich das Buch lesenswert und an keiner Stelle langweilig.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2024

Koumpounophobie!

Sylt im Getriebe
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Cover und Titel machen Lust auf eine literarische Auszeit an der Nordsee. Weißer, weicher Sand, Leuchtturm in den Dünen, strahlend blauer Himmel mit ein paar Schön-Wetter-Wölkchen, eine leichte Brise die ...

Cover und Titel machen Lust auf eine literarische Auszeit an der Nordsee. Weißer, weicher Sand, Leuchtturm in den Dünen, strahlend blauer Himmel mit ein paar Schön-Wetter-Wölkchen, eine leichte Brise die durch die Haare der Frau weht, die dem Betrachter den Rücken zukehrt. Man hört die Möwen am Himmel regelrecht kreischen, riecht die salzige Meerluft.

Marina, eine Mittfünfzigerin, gefangen in einer lieblosen Ehe mit einem durch und durch patriarchalen Ehemann, der sie nicht mehr als Frau sondern eigentlich nur noch als nützliches Inventar seines Hauses sieht, erreicht der Hilferuf ihrer Cousine. Sabine betreibt einen e-bike-Verleih auf Sylt und braucht dringend kurzfristig eine Vertretung.
Marina ergreift die Chance, obwohl sie eigentlich panische Angst davor hat und bricht aus ihrem Alltag und vor allem aus dem Alltag ihres Ehemannes aus.

"Sylt im Getriebe" ist an keiner Stelle langweilig. Man will stets wissen, wie es mit Marina, dem Fahrradverleih und dem Schäfer Inger weitergeht. Es ist eine Geschichte darüber, dass in uns Frauen oftmals so viel mehr steckt, als wir und leider auch als viele Männer es uns zugestehen wollen. Und es ist eine Geschichte darüber, dass man mit Mitte 50 nochmal richtig durchstarten kann, auch wenn einen nur noch vielleicht 20-30 gute Sommer erwarten.

Herzhaft lachen musste ich bei der Erwähnung dieser seltsamen Angst, bzw. dem Ekel vor Knöpfen "Koumpounophobie", denn die kenne ich leider selbst nur zu gut, sonst normalerweise aber niemand.

Ein tolles mutmachendes Buch, vor allem für "Klima-Queens" und solche, die es werden wollen.

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