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Veröffentlicht am 10.01.2019

Ein großartiger historischer Roman

Die Manufaktur der Düfte
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Dies ist der erste Roman, den ich von Sabine Weigand gelesen habe und ich muss sagen: Die Autorin hat einen neuen Fan. In ihrer großartigen Gründerzeitsaga sind fast alle mitwirkenden Personen real und ...

Dies ist der erste Roman, den ich von Sabine Weigand gelesen habe und ich muss sagen: Die Autorin hat einen neuen Fan. In ihrer großartigen Gründerzeitsaga sind fast alle mitwirkenden Personen real und auch die Seifenfabrik Philipp Benjamin Ribot, um die sich dieser Roman dreht, war einst ein wichtiger Betrieb in Mittelfranken.

Unsere Geschichte beginnt im Jahr 1845. Der junge Philipp Ribot befindet sich auf der Walz und macht eines schönes Tages in Schwabach halt. Hier bekommt er beim Seifensieder Strunz Arbeit. Und somit ist der Grundsein der Seifenfabrik Ribot gelegt. Nach und nach kommt es zu Veränderungen beim alten Strunz. Und dann ist da Fritz, Philipps Sohn, der große Träume hat. Gerne probiert er Neues und seine Seifenrezepturen machen die Familie reich und mächtig. Und als Fritz in Russland weilt, lernt er seine große Liebe Aleksandra kennen. Doch die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern. Auch seine Schwester Lisbeth verliebt sich in den falschen Mann. Darf sich eine Tochter aus reichem Haus mit einem Arbeiter abgeben? Und dann droht auch noch der Krieg und Fritz Lebenswerk steht auf dem Spiel.....

Wahnsinn! Ich bin jetzt noch schwer beeindruckt von diesem Meisterwerk, denn das ist dieses Lesehighlight für ich auf jeden Fall. In dieser Lektüre wird das Leben der Familie Ribot wieder lebendig. Besonders dazu beigetragen haben die Kapitel mit der Anmerkung "Aus den Lebenserinnerungen des Fritz Ribot, begonnen 1921. Heraurragend recheriert bekommt man ein Buch zu lesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite wirklich total gefesselt hat. Ich fühle mich direkt ins Jahr 1845 zurückversetzt. Ich sehe ich in Schwabach, lerne die einfachen Handwerker kennen, sehe wie alle ums Überleben kämpfen. Und dann ist da auch das Leid und der Kummer, den Philipp in den Anfangsjahren zu spüren bekam. Mich hat dies zutiefst berührt. Begeistert hat mich aber dann Fritz. Spannend seine Jahre in Russland, dann die Rückkehr, die Veränderungen in der Firma, die ja eigentlich mit der Seifenproduktion angefangen hat und sich immer weiterentwickelte. Man lernt auch die Ribots kennen, ihre Stärken und ihre Schwächen. Bedauert hat ich vor allem, dass zur damaligen Zeit, so vieles was heute für uns selbstverständlich ist, nicht möglich war. Wie stark der Einfluss der männlichen Familienmitglieder auf ihre Frauen war. Es sind ja wirklich alle Charaktere so bildlich beschrieben, ich kann mir wirklich jeden Einzelnen vorstellen. Und einigen von ihnen hätte ich ja gerne meine Meinung gesagt, denn auch im Hause der Ribots lag einiges im Argen. Und viele wurde einfach totgeschwiegen. Total interessant fand ich jedoch die geschichtliche Entwicklung im Laufe der Jahre. Die Autorin hat hier meine Neugierde geweckt. Besonders gerne war ich jedoch bei Fritz im Labor, denn hier riecht es ja wirklich wunderbar. Ich bin nämlich auch ein großer Fan von handgemachten Seifen. (Ein Dank an die Autorin für die vielen interessanten Hinweise im Anhang.)

Übrigens ist auch die ganze Aufmachung des Buches klasse. Das Cover ein echter Hingucker. Wenn an das Buch aufschlägt, kommt erst richtig ins Schwärmen. Dann gibt es noch ein hilfreiches Personenverzeichnis und den ganzen Stammbaum der Familie Ribot. Für mich ein perfektes Gesamtpaket.

Man kann dieses Buch gar nicht genug loben, schade, dass man eigentlich nur 5 Sterne vergeben darf, denn diese herausragende Lektüre hat eindeutig mehr verdient. Ein Lesevergnügen der Extraklasse!

Veröffentlicht am 09.01.2019

Packender historischer Roman

Flammen und Seide
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Auf diesen hist. Roman aus der Feder von Petra Schier habe ich mich schon rieisg gefreut. Denn mit ihrer Adelina-Reihe hat sie meine Begeisterung für dieses Genre geweckt. Und meine Erwartung wurden mehr ...

Auf diesen hist. Roman aus der Feder von Petra Schier habe ich mich schon rieisg gefreut. Denn mit ihrer Adelina-Reihe hat sie meine Begeisterung für dieses Genre geweckt. Und meine Erwartung wurden mehr als übertroffen.

Die Autorin entführt uns nach Rheinbach. Durch die wunderbare Zeichnung zu Beginn des Buches kann ich mir davon ein genaues Bild machen. Wir befinden uns im Jahr 1673. Madlen Thynen ist die Tochter eines Tuchhändlers. Sie hat es nicht nicht. Nach einem schweren Unfall ihres Vater muss sie das Geschäft allein weiterführen. Zudem ist Madlen verlobt, und zwar mit Peter, dessen Eltern wohlhabend sind. Aber dann gibt es da noch Lucas, ihren Freund aus Kindertagen. Dieser taucht plötzlich wieder in Rheinbach auf und bringt Madlen völlig durcheinander. Und dann bricht auch noch der Krieg aus, der natürlich auch vor Rheinbach nicht halt macht .....

Wahnsinn! Wieder einmal ist es der Autorin gelungen mich für ihre Geschichte brennen zu lassen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen so begeistert und beeindruckt haben mich die ganzen Vorkommnisse. Mit diesem Roman wird Geschichte einfach wieder lebendig. Der Schreibstil der Autorin ist einfach extraklasse. Spannend, packend und unterhaltsam. Wenn ich die Augen schließe, läuft der ganze Roman von meinem inneren Auge ab. Ich sehe das lebehafte Treiben auf Rheinbach Gassen, sehe die of ärmlichen Leute und kann mir ein genaues Bild von der damaligen Zeit machen. Auch sind alle Charkatere wunderbar beschrieben und somit für mich zum Leben erwacht. Allen voran Madlen, die mit ihrer liebesnwerten Art mein Herz im Sturm erobert hat. Und dann sind da Peter und Lucas, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch für wen wird sich Madlen entscheiden?

Für mich ein absolutes Lesehighlight. Lesevergnügen pur von der ersten bis zur letzten Seite. Auch das Cover finde ich total passend. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und kann sie nur bestens empfehlen.

Veröffentlicht am 03.01.2019

Ein wahrer Genuss!

Das Geheimnis der letzten Schäferin
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In ihrem neuen Roman "Das Geheimnis der Schäferin" nimmt uns die Autorin Beate Maxian auf eine aufregende Reise mit, auf der wir in zwei Handlungssträngen zwei starke Frauen kennenlernen dürfen.

Eine ...

In ihrem neuen Roman "Das Geheimnis der Schäferin" nimmt uns die Autorin Beate Maxian auf eine aufregende Reise mit, auf der wir in zwei Handlungssträngen zwei starke Frauen kennenlernen dürfen.

Eine davon ist Nina, eine erfolgreiche Köchin, die in Salzburg mit der Eröffnung eines eigenes Restaurants einen Traum erfüllt hat. In ihrem "Ludwig" bietet sie gehobene Küche in Bioqualität. Nun soll sie zusammen mit Julian Leroy, der in München ein Lokal betreibt, in einer Kochshow auftreten. Nina ist alles andere als begeistert. Doch das Thema der Show reizt sie, außerdem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in einem bayerischen Dorf stattfinden. Dieses Dorf ist ausgerechnet Hofberg. Von hier stammt Ninas geliebte Großmutter Lieselotte. Sie war von hier als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof stößt Nina auf ein altes Geheimnis. Außerdem entwickelt sich die Zusammenarbeit mit Julian anders als erwartet.....

Einfach klasse! Auch nach Beendigung des Buches bin ich total begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitze. Sie hat mich sofort in die Geschichte, die ja eigentlich zwei Geschichten sind, eintauchen lassen. Wenn ich die Augen schließe, mache ich eine Reise von München, nach Salzburg und Wien, am liebsten bin ich aber in Hofberg auf dem alten Bauernhof. Hier fühle ich mich sofort wohl. Auch sind alle Charaktere so liebevoll beschrieben, ich kann mir jeden einzelnenn bildlich vorstellen. Allen vor Nina, die mit großer Leidenschaft ihren Beruf ausübt. Sehe wie sie mit Begeisterung die Speisen zubereitet, den köstlichen Duft habe ich noch jetzt in der Nase. Besonders der Wechsel bzw. die Erklärung der deutschen und österreichischen Ausdrücke der Speisen hat mich begeistert. Ich sehe Nina vor mir, wie sie zum ersten Mal auf Leroy trifft und welche Willenskraft es sie gekostet hat, mit ihm gemeinsam zu kochen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden hat mir auch gefallen. Aber besonders angetan war ich von der zweiten Geschichte, in der Ninas Großmutter die Hauptrolle spielt. Wir durften die ganze Lebensgeschichte erfahren und diese hat mich wirklich sehr berührt. Genossen habe ich die Zeit mit Liesl auf Maria Alm. Ich kann mir vorstellen, wie herrlich es hier war. Die beiden Handlungsstränge sind so toll miteinander verwoben und bilden am Ende ein großes Ganzes.

Eine absolute Traumgeschichte, Lesevergnügen pur. Ich war total begeistert. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Gerne vergebe ich für diesen perfekten Frauenroman 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Ein absolutes Muss für alle Katzenfans

Felix - Die Bahnhofskatze
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Kate Moore entführt uns in "Felix Die Bahnhofskatze" auf den Bahnhof von Huddersfield. Wir dürfen in dieser wahren Biografie am Leben von Felix teilhaben und ich habe jetzt noch ein Lächeln im Gesicht.

Lange ...

Kate Moore entführt uns in "Felix Die Bahnhofskatze" auf den Bahnhof von Huddersfield. Wir dürfen in dieser wahren Biografie am Leben von Felix teilhaben und ich habe jetzt noch ein Lächeln im Gesicht.

Lange haben die Mitarbeiter des Bahnhofs um ihre Katze gekämpft. Und als sie endlich die Erlaubnis bekamen, einen Schädlingsbekämpfer auf dem Bahnhof zu halten, haben sie sich für Felix entschieden. Es stellte sich jedoch erst nach der Namensgebung heraus, dass Felix eine Katze ist. "Queen Felix", wie sie liebevoll genannt wird. 6 Jahre lebt sich nun schon auf dem Bahnhof von Huddersfield im englischen Yorkshire. Und weder die Mitarbeiter noch die Pendler können sich ihren Bahnhof ohne Felix vorstellen. Sie wurde zwar als Mäusejägerin eingestellt, mittlerweile ist sie jedoch mehr Seelentröster für die Menschen. Wer Felix braucht, erhält ihre Aufmerksamkeit. Und eines Tages wird Felix dank eines Pendlers weltberühmt....

Eine wahre Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Schon beim Betrachten des Buches lernt man Queen Felix kennen. Eine stolze und wunderschöne Katzendame, die mein Herz im Sturm erorbert hat. Am liebsten würde ich sie ja gleich adoptieren, aber sie gehört einfach nach Huddersfield. Beim Lesen hat ich des öfteren ein Grinsen im Gesicht, aber auch ab und an ein Gänsehautfeeling. Felix war nämlich auch ganz schön abenteuerlustig. Und auf so einem Bahnhof ist man so mancher Gefahr ausgesetzt. Man konnte förmlich fühlen, dass bei manchen Menschen beim Anblick von Felix die Sonne aufging. Aber sie ist auch ganz schön raffiniert. Sie weiß genau, wie man sich sein Personal erzieht. Einfach göttlich. Das Fahrtkarten kaufen ist auf diesem Bahnhof wirklich ein ganz besonderes Erlebnis.

Toll finde ich auch die Orginalfotos in der Mitte des Buches. Genau so stellt man sich das Leben von Felix vor. Erwähnenswert ist jedoch die ganze Aufmachung des Buches. Wunderschöne Illustrationen und dann die niedliche Katze auf den Seitenrändern. Für mich ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Ich wünsche Felix noch viele wunderschöne Jahre als Erste Schädlingsbekämpferin auf dem Bahnhof von Huddersfield. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2018

Ein besonderes Lebensgefühl

Das kleine Café in Kopenhagen
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"Das kleine Café in Kopenhagen" aus der Feder der Autorin Julie Caplin ist der wundervolle Auftakt einer neuen Romantic Escapes-Reihe. Wir dürfen absolute Traumorte besuchen, und zwar London und Kopenhagen. ...

"Das kleine Café in Kopenhagen" aus der Feder der Autorin Julie Caplin ist der wundervolle Auftakt einer neuen Romantic Escapes-Reihe. Wir dürfen absolute Traumorte besuchen, und zwar London und Kopenhagen. Und ich muss sagen, dass ich mich in Kopenhagen pudelwohl gefühlt habe.

Aber nun zur Geschichte: Kate steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll in kürzester Zeit sechs Journalisten für das Lebensgefühl der Dänen begeistern. Dafür muss sie deren Interesse an einer Pressereise nach Kopenhagen wecken. Sie sollen herausfinden, warum die Dänen als die glücklichste Nation der Welt gelten! Fünf Zusagen hat sie bereits. Doch der sechste Journalist hält so gar nichts von Lifestyle und Hygge. Gezwungermaßen muss er nun an dieser Pressereise teilnehmen. Kein Wunder das zwischen Kate und dem Redakteur Benedict Johnson gleich die Fetzen fliegen. Wie soll Kate diesen attraktiven Kerl davon überzeugen?

Also mich hat dieses Glückgefühl der Dänen sofort gefangengenommen. Welcher Mensch von uns braucht nicht auch ein bisschen Hygge in seinem Leben? Der Schreibstil der Autorin hat mich von der ersten Seite an total begeistert. Ich habe mich sofort in Kopenhagen verliebt und würde am liebsten sofort aufbrechen um Eva in ihrem Café einen Besuch abzustatten. Es ist alles so wunderbar beschrieben, ich habe dass Gefühl mit Kate durch Kopenhagen zu spazieren. Ich genieße wirklich jeden Augenblick. Auch London hat einen gewissen Reiz. Doch in Dänemark ist sofort dieses Glückgefühl zu spüren, wenn man es denn zulässt. Wunderbare Charaktere bereichern die ganze Geschichte. Und Kate kann wunderbar mit all diesen unterschiedlichen Menschen umgehen. Man spürt förmlich, wie sie von Tag zu Tag besser zusammenwachsen. Geärgert habe ich mich über Kates Chefin und für mich hat Kate am Ende der Geschichte das einzig Richtige getan. Und dann war auch dieses Knistern zwischen Kate und Ben zu spüren. Aber dann gab es wieder dunkle Wolken am Horizont. Und hat am Ende die Reise alle von dem Lebensgefühl der Dänen begeistert? Mich hat es jedenfalls begeistert!

Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch. Eine Lesevergnügen der ganz besonderen Art. Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich jetzt schon auf Band 2 dieser tollen neuen Buchreihe.