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Veröffentlicht am 16.10.2018

Ein Buch, das unter die Haut geht!

Grenzgänger
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"Grenzgänger", die Geschichte einer verlorenen Kindheit, ist der erste Roman, den ich von der Spiegelbestsellerautorin Mechtild Borrmann gelesen habe. Ein Roman, der unter die Haut geht.

Der Inhalt: Familie ...

"Grenzgänger", die Geschichte einer verlorenen Kindheit, ist der erste Roman, den ich von der Spiegelbestsellerautorin Mechtild Borrmann gelesen habe. Ein Roman, der unter die Haut geht.

Der Inhalt: Familie Schöning lebt in einem kleinen Dorft an der deutsch-belgischen Grenze. Alles verändert sich als der Vater vom Krieg heimkehrt. Er vergräbt sich in der Bibel. Henni ist mit ihrer Mutter für den Lebensunterhalt der Familie verantwortlich. Dann stirbt die Mutter überraschend und die 17jährige Henni übernimmt die Verantwortung für ihre Geschwister. Da sie an der Grenze leben, verdient sich Henni ihr Geld mit Kaffeeschmuggel. Doch dann passiert ein großes Unglück und die Familie bricht auseinander. Henni kommt in eine Besserungsanstalt und die Jungen in ein Kinderheim. Dort stirbt Hennis Bruder Matthias. Davon erfährt Henni jedoch erst viele Jahre später. Dann nimmt sie den Kampf um die Wahrheit vor Gericht auf ...

Noch jetzt bin ich tief erschüttert. Die Geschichte berührt einen wirklich bis tief in die Seele, lässt einen ratlos und nachdenklich zurück. Die Autorin, deren Schreibstil erstklassig ist, hat mit diesem Roman ein Meisterwerk geschaffen. Wir tauchen ein in die Nachkriegszeit, erfahren viel über die Geschichte der damaligen Zeit. Die herausragende Lektüre ist spannender als ein Roman, eine unfassbare Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Wir lernen die junge Henni kennen, die sich redlich bemüht ihren Geschwistern die Mutter zu ersetzen. Einen Vater, der sich scheut Verantwortung zu übernehmen und seine Kinder zu guter Letzt abschiebt. Und welches Schicksal die Jungen in dem Kinderheim erfahren mußten, ist unverständlich. Man wird durch das Lesen des Buches wirklich wachgerüttelt. Und auch Hennis Prozess habe ich kopfschüttelnd verfolgt. Es fehlen einem einfach die Worte. Und dafür kämpft Henni ja wirklich nur um die Wahrheit, Gerechtigkeit und Würde.

Ein gigantischer Roman, der für viele berührende Momente sorgt. Diese Geschichte wird mich sicher noch länger beschäfitgen. Ein Meisterwerk der Extraklasse. Selbstverständlich vergebe ich hier 5 Sterne und werde mir gleich den ersten Roman der Autorin "Trümmerkind" kaufen

Veröffentlicht am 15.10.2018

Ab auf die Insel!

Oma tanzt auf Wolke 7
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"Oma tanzt auf Wolke 7" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Regine Kölpin gelesen habe. Die Autorin entführt mich auf die Nordseeinsel Langeoog und hier lerne ich wunderbare Menschen und ihre ...

"Oma tanzt auf Wolke 7" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Regine Kölpin gelesen habe. Die Autorin entführt mich auf die Nordseeinsel Langeoog und hier lerne ich wunderbare Menschen und ihre Geschichte kennen.

Nun aber zum Inhalt: Endlich ist es so weit oder etwa nicht? Günther liebt Oma Jette über alles und ihr will ihr einen spektakutären Heiratsantrag machen. Da Jettes Enkel zur Zeit ihre Ferien auf der Insel verbringen, sollen diese in tatkräftig unterstützen. Gemeinsam schmieden sie Pläne, doch dann kommt ihnen der neue Nachbar in die Quere und nicht nur dass. Auch Günthers schwangere Nichte stellt alle vor große Herausforderungen. Zu guter Letzt wird das Tortenrezept der Nachbarin noch geklaut. Dies alles stellt eine große Hürde für Günther da und seine Pläne kommen ins Wanken. Und dann zieht auch noch ein schwerer Herbststurm über Langeoog. ......

Mich hat der Schreibstil der Autorin sofort begeistert. Duch ihre tollen Landschaftsbeschreibungen habe ich mich auf der Insel sofort wie zuhause gefühlt. Hier herrscht ja wirklich ein besonderes Feeling. Und auch die Charaktere sind herrlich geschildert. Man kann sich wirklich jeden Einzelnen bildlich vorstellen. Allen voran Oma Jetta, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ihre Herzenswärme überträgt sich sofort. Und in ihrem kleinen Lädchen hätte ich sie gerne mal besucht. In ihrem Häuschen ist ja jetzt einiges los. Und dann ist da noch Günther, dessen Pläne ständig durchkreuzt werden. Ich hatte an und ab ein Grinsen im Gesicht, wenn ich mir bestimmte Szenen vorgestellt habe. Mir hat er ja manchmal richtig leid getan und ich hätte ihn gerne getröstet. Es ist ja einiges los auf Langeoog und auch Jettes Nachbarn sorgen für gewaltigen Wirbel. Langweilig wird es hier sicher nicht. Ich jedenfalls habe mich beim Lesen pudelwohl gefühlt.

Für mich ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch für unterhaltsame Lesestunden. Ein wahres Lesevergnügen, das mich wirklich total begeistert hat. Auch das Cover finde ich klasse. So einen Spaziergang am Strand hätte ich auch noch gerne unternommen. Selbstverständlich vergebe ich für diese herrliche Lektüre gerne 5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.10.2018

Eine berührende und emotionale Geschichte

Die Dame in Gold
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"Die Dame in Gold" aus der Feder der Autorin Valérie Trierweiler ist nun bereits der 7. Band aus der "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe-Reihe". Eine gigantische Buchreihe, in der uns bedeutende Frauen ...

"Die Dame in Gold" aus der Feder der Autorin Valérie Trierweiler ist nun bereits der 7. Band aus der "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe-Reihe". Eine gigantische Buchreihe, in der uns bedeutende Frauen und ihre wahren Geschichten auf berührende Weise nachgebracht werden.

Der Inhalt: Wir befinden uns in Wien zur Jahrhundertwende. Die 18jährige Adele hat den 17 Jahren älteren Fabrikanten Ferdinand Bloch geheiratet. In ihrem Haus gehen viele Künstler der Avantgarde ein und aus, wie z. B. Sigmund Freud, Arthur Schnitzler, Gustav Mahler und natürlich auch Gustav Klimt. Zu ihm fühlt sich Adele besonders hingezogen. Sie ist fasziniert von dem Genie, dem die Damenwelt Wiens zu Füßen liegt, vor allem von seinem unkonventionellen Lebenstil. Und dann sitzt Adele ihm Modell. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besonders innige Liebe. Endlich kann Adele nach vielen schweren Schicksalsschlägen wieder glücklich sein ....

Einfach klasse! Ich bin wieder völlig eingetaucht in diese Zeitepoche. Sehe mich um 1903 in Wien und bin völlig in den Bann der Geschichte gezogen. Es ist ja alles so wunderbar beschrieben. Ich finde mich im Haus Bloch wieder. Sehe Ferdinand, der Adele abgöttisch liebt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Doch Adeles Wünsche gehen leider nicht alle in Erfüllung. Ihr größter Wunsch bleibt ihr verwehrt. Ich hätte Adele gerne mal in den Arm genommen und getröstet. Aber für solche schwere Schicksalschläge, wie Adele erlitten hat, gibt es fast keinen Trost. Doch dann taucht Klimt auf. Ich sehe Adele vor mir, wie sie aufblüht und Klimt wird von Adele inspiriert. Adele prägt Klimts Kunst. Doch auch Adeles Liebe zu Klimt steht unter keinem guten Stern, denn Klimt liebt die Frauen. Die Autorin bringt uns auch Geschichte wieder nahe, die unter die Haut geht. Das Leben von Adele Bloch-Bauer, einer starken Frau, wird uns auf beeindruckende Weise nahegebracht und man erfährt auch viel über die Künstler, die zur Jahrhunderwende in Wien gelebt haben. Klimts Werk, das Adele in ihrem golden Kleid zeigt, muss wirklich außergewöhnlich sein. Gerne würde ich dieses Kunstwerk einmal bewundern.

Eine wirklich beeindruckende Geschichte einer großen Liebe. Für mich wieder ein Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Das Cover ist auch ein echter Hingucker, einfach spitze! Gerne vergebe ich für diese Lektüre der Extraklasse 5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.10.2018

Eine aufregende Reise in die Vergangenheit

Die vergessene Burg
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"Die vergessene Burg" ist der erste historische Roman, den ich von der Autorin Susanna Goga gelesen habe. Und ich bin total begeistert. Die Autorin nimmt uns auf eine spannende und aufregende Reise mit, ...

"Die vergessene Burg" ist der erste historische Roman, den ich von der Autorin Susanna Goga gelesen habe. Und ich bin total begeistert. Die Autorin nimmt uns auf eine spannende und aufregende Reise mit, die in England beginnt und uns an den Rhein und nach Bonn führt.

Der Inhalt: Wir befinden uns im Jahr 1868 in England. Hier lebt die Engländerin Paula Cooper als Gesellschafterin für eine kränkelnde Verwandte in einem kleinen beschaulichen Dorf. Doch eines Tages reißt sie ein Brief aus Bonn aus ihren eigentlichen langweiligen Leben. Onkel Rudy, von dem sie bisher nichts gewusst hat, bittet sie um einen Besuch. Er ist schwer krank und möchte seine Nichte gerne noch einmal sehen. Paula ist entsetzt, was hat ihre Mutter alles verschwiegen? Und warum wurde Onkel Rudy nie erwähnt? Paul quälen noch mehr Fragen, und zwar "Warum eigentlich nie über ihren schon lange verstorbenen Vater geredet wurde?" Paula hält nichts mehr in Englang. Voller Neugierde reist sie an den Rhein. Bei Onkel Rudy wird sie mit offenen Armen empfangen, lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen und beginnt ein aufregendes Leben. Doch auch ihr Onkel scheint Geheimnisse zu haben. Wird es Paul gelingen, diese zu lüften?

Ein Wahnsinnsbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht, sie hat mich gefesselt und einfach nicht mehr losgelassen. Eine berührende spannende Geschichte, die mich auch berührt hat. Noch jetzt nach Beendigung des Buches habe ich ein gewisses Gänsehautfeeling. Die Autorin hat einen herausragenden Schreibstil. Ich habe jetzt noch wunderbare Bilder von Paulas Reise nach Bonn vor meinem inneren Auge. Man fühlt sich auch sofort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Hier war das Erreichen mancher Ziel mit einigen Anstrengungen verbunden, doch Paula hat diese mit Bravour gemeistert. Auch die Charaktere, allen voran Paula, werden vor meinem inneren Auge lebendig. Ich sehe Paula als Gesellschafterin vor mir, sie hat sich viel gefallen lassen müssen. Und dann kommt die mutige Paula, die sich allein auf Reisen begibt, was in der damaligen Zeit ja auch nicht selbstverständlich war. Ich gibt auch so viele geschichtliche Informationen, die meine Neugieride geweckt haben.
Gab es doch damals in Bonn eine britische Kolonie, sehr interessant. Paula blüht bei Onkel Rudy völlig auf. Schön ihre Verwandlung zu beoachten. Aber auch Paulas Neugierde ist geweckt, denn Onkel verwickelt sich auch in Widersprüche. Und so begibt sich Paula auf die Suche nach ihrem Vater. Sie will endlich wissen, welches Schicksal in ereilt hat. Doch wird es ihr gelingen, dieses lang verborgene Familiengeheimnis zu lüften?

Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker. Ein wunderschöner Blick auf den Rhein, eine absolute Traumkulisse. Auch ich habe solche eine Rheinreise schon einmal unternommen, habe beeindruckende Burgen besucht und stand auf dem Lorelyfelsen. Beim Lesen dieser gigantischen Lektüre werden viele Erinnerungen wieder wach. Viele ich wundervoll.

Für mich ist diese beeindruckende Werk ein absolutes Lesehighlight. Man merkt einfach, dass die Autorin selbst eine Rheinreise unternommen und viele vergessene Sehenswürdigkeiten besucht hat. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

Veröffentlicht am 09.10.2018

Eine wunderschöne Geschichte

Sitz, Platz, Plätzchen
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"Sitz, Platz, Plätzchen" ist der erste Roman, den ich von der amerikanischen Autorin Annie England Noblin gelesen habe. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte total begeistert.

Der Inhalt: Nachdem ...

"Sitz, Platz, Plätzchen" ist der erste Roman, den ich von der amerikanischen Autorin Annie England Noblin gelesen habe. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte total begeistert.

Der Inhalt: Nachdem Brydie von ihrem Mann bitter enttäuscht wurde, ihre Ehe am Ende ist und zu guter Letzt ihre geliebte Bäckerei verkauft wird, braucht sie einen Neuanfang. Und was eignet sich besser dafür als ein Ortswechsel. Brydie zieht zu ihrer besten Freundin, doch leider herrscht hier Platzmangel. Und als sich die Gelegenheit bietet mietfrei in eine tolle Wohnung einzuziehen, schlägt sie zu. Leider hat das ganze nur einen Haken. Sie muss sich um den übergewichtigen, niedergeschlagenen Mops der Besitzerin, der leider auch nicht mehr der jüngste ist, kümmern. Außerdem muss sie mit Teddy Roosevelt die alte Dame einmal wöchentich im Altenheim besuchen. Am Anfang hat Brydie alle Hände voll zu tun. Doch mit der gewöhnen sich die beiden aneinander und der Mops bringt Brydie sogar auf eine neue Geschäftsidee.....

Einfach klasse! Der Schreibstil der Autorin hat mich total begeistert, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und Teddy Roosevelt hätte ich am liebsten sofort adoptiert. Die kleinen schnarchenden und sabbernden Kerl muss man doch einfach gern haben. Und unsere Protagonistin Brydie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie hat es ja wirklich nicht leicht, plötzlich vor dem nichts zu stehen. Aber Brydie ist eine Kämpfernatur. Ich sehe sie direkt vor mir, wie sie in ihrer neuen Wohnung einzieht und der Mops und sie sich aneinander gewöhnen müssen. Und dann ist da ihre sympathische Freundin Elliot, auf die sie sich immer verlassen kann, obwohl diese ja mächtig viel um die Ohren hat. Gerne habe ich Brydie und Teddy auf ihren Besuchen ins Altenheim begleitet. Berührende Szenen, wenn Teddy auf sein Frauchen getroffen ist. Und zu guter Letzt taucht auch ein neuer Mann in Brydies Leben auf. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten scheint sich ja etwas anzubahnen, doch Brydie scheint in der Liebe kein Glück zu haben. Doch wenn das nicht das ständige Knister wäre, dass zwischen Brydie und Natan herrscht. Doch leider gibt es auch einige traurige Momente in der Geschichte, die mir ein paar Tränen entlockt haben. Doch ab und an gab es auch etwas zum Schmuzeln. Und dann die Leideschaft mit der Brydie die ganzen Hundekekse bäckt. Ich sehe ihr Strahlen frömlich vor mir. Und die Vierbeiner sind ja restlos begeistert. Man findet ja die tollen Rezepte, die zum Nachmachen einladen, am Ende des Buches.

Für mich ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ein herrliches Lesevergnügen. Das Cover ist ja auch ein echter Hingucker, wer kann da noch widerstehen? Selbstveständlich vergebe ich gerne 5 Sterne