Ich bin ein großer Fan von Ali Hazelwoods Büchern und habe bis jetzt alle gelesen - natürlich musste ich auch "Bride" lesen. Auch wenn ich sage, dass es für mich eine Enttäuschung war, so ist es ein "gutes" ...
Ich bin ein großer Fan von Ali Hazelwoods Büchern und habe bis jetzt alle gelesen - natürlich musste ich auch "Bride" lesen. Auch wenn ich sage, dass es für mich eine Enttäuschung war, so ist es ein "gutes" Buch, aber es hält nun einmal nicht mit meinen Erwartungen nach "Check & Mate" und "Love Theoretically" mit.
Mein größtes Problem habe ich mit dem Fantasy-Aspekt. Ich mag den Humor der Autorin in ihren Liebesromanen sehr (bis auf ein paar Sachen, die echt cringe sind), aber bei einem Fantasy-Roman, wo ein großer Vampir-Werwolf-Mensch-Krieg bevorsteht, wenn etwas schief läuft, da finde ich manche Passagen einfach unpassend und unlustig.
Generell ist die Fantasy-Welt ziemlich langweilig und dürftig: Vampire haben lila Auge, lila Blut, sind sehr schlank und blond und können in Gedanken herumpfuschen. Werwölfe können sich in Wölfe verwandeln und sind stark. Achja sie haben warum auch immer grünes Blut. Das mit dem Blut ist so unnötig.
Wenn ich jetzt Lowe (den männlichen Protagonisten) mit Jack oder Nolan aus ihren anderen Werken vergleiche, muss ich einfach sagen, dass ich absolut nichts über ihn weiß, außer, dass er ein Alpha ist und eine kleine Schwester hat. Er bleibt ziemlich blass und uninteressant.
Die griechischen Götter wandeln unter uns ...
In New Athens gibt sich die junge Persephone jedoch als menschliche Studentin aus. Niemand soll erfahren, dass die Tochter der mächtigen Erdgöttin Demeter ...
Die griechischen Götter wandeln unter uns ...
In New Athens gibt sich die junge Persephone jedoch als menschliche Studentin aus. Niemand soll erfahren, dass die Tochter der mächtigen Erdgöttin Demeter Blumen zum Welken bringt.
Doch dann läuft sie ausgerechnet dem König der Unterwelt - Hades - in die Arme. Dieser stellt sie vor eine unlösbare Aufgabe: Ausgerechnet sie soll Leben in der Hölle erschaffen!
Ich liebe Sagen und Mythen.
Ich bin ein großer Fan der griechischen Mythologie.
Aber mein Kaufgrund war die Tatsache, dass ich den Webtoon "Lore Olympus", der ein moderndes Retelling von Hades und Persephone ist, liebe. Ich habe mich in die Geschichte des Gott der Toten und die der jungen Frühlingsgöttin verliebt.
Von "A Touch of Darkness" habe ich positive und negative Dinge gehört und auch wenn mich in der Leseprobe einiges gestört hat, wollte ich unbedingt weiterlesen.
Die Rezension wird sehr negativ, darum will ich noch einmal betonen, dass es nur meine Meinung ist. Wenn dir das Buch gefallen hat, dann freut mich das für dich! Was gibt es schöneres für Leser*innen, wenn einem das Buch richtig gut gefallen hat?
Ein großer Minuspunkt des Buches ist das sehr veraltete Frauenbild. Persephone ist Jungfrau und während das nichts Schlimmes ist, wurde ihr als beste Freundin jemand zur Seite gestellt, der nur an Partys und Kerle denkt. Desweiteren taucht besagte Freundin - Lexa - nur auf, um herauszuheben, dass Persephone nicht an Männer denkt - bis auf Hades - und um den spärlichen Plot voranzutreiben. Gleich zu Anfang stiftet Lexa Persephone an in den Club von Hades zu gehen, sie verschwindet dann und auf der Suche nach ihr - na? Was passiert? Sie rennt Hades in die Arme. Lexa löst sich übrigens dann in Luft auf. Der Plotstrang endet hier und Persephone fragt auch Lexa nie, wo sie in dieser einen Nacht war.
Dann gibt es auch noch Minthe, Nymphe, persönliche Assistentin und Geliebte von Hades, die nur dazu da ist, um zu zeigen, dass Hades Persephone wirklich liebt und keine Frau ihm das geben kann, was Persephone ihm gibt. Das Klischee der "anderen Frau" eben.
Leider sind Lexa und Minthe nicht die einzigen Figuren, die nicht gelungen sind. Ich mag auch Hades und Persephone nicht. Wobei Hades noch ganz in Ordnung ist. Er macht halt nicht viel, außer gut auszusehen, der Gott der Toten zu sein und von Persephone angezogen zu werden. Persephone ist ... schrecklich. Leider. Man versteht ihre Sorgen und Ängste wegen ihrer Kräfte, aber sie ist so stur und eingebildet, was bei ihrem "Traumjob" als Journalistin gar nicht passt. Ihre Artikel über Hades sind alles andere als objektiv. Sie versucht gar nicht auf andere Sichtweisen einzugehen, was natürlich perfekt für diesen Job ist.
Hades und Persephone als Paar sind nicht besser. Persephone fühlt sich gleich von ihm angezogen und würde ihm am liebsten die Klamotten vom Leib reißen. Es gibt sehr viel Sex, was ich nicht schlecht finde, aber das zwischen Persephone und Hades war Insta-Lust, die irgendwann als "große, schicksalhafte Liebe" bezeichnet wird. Keine Entwicklung - nichts! Dabei ist da, das Schönste an Hades und Persephone: Zwei sehr unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Welt mit unterschiedlicher Herkunft lernen sich zu lieben, was einiges an Zeit in Anspruch nehmen darf.
Was mic auch gestört hat, war, dass es sehr viele Parallelen zu "Lore Olympus" gibt, welches gut ein Jahr vor diesem Buch erschienen ist: Minthe ist in beiden Geschichten Hades' Assistentin und Geliebte, während sie im Mythos erst später auftaucht, als Hades und Persephone schon ein Paar sind. Persephone ist Studentin und Hades. Hekate ist sehr eng mit Hades verbunden und bandelt auch mit Persephone an. Demeter versucht Persephone wegzusperren. Beide Male lernen sich die Charaktere in einem Club kennen usw.
Für mich ist das Buch eine wirklich große Enttäuschung. Es gibt kaum positive Dinge, die ich aufzählen kann, bis auf die Grundidee und das Cover.
Hach ja. Lightlark.
Lightlark hatte einen großen TikTok-Hype: Die Autorin hat ihre Story dort gepitch, mega viele Aufrufe erhalten und ein Verlag ist auf sie aufmerksam geworden. Das Buch wurde ein Bestseller, ...
Hach ja. Lightlark.
Lightlark hatte einen großen TikTok-Hype: Die Autorin hat ihre Story dort gepitch, mega viele Aufrufe erhalten und ein Verlag ist auf sie aufmerksam geworden. Das Buch wurde ein Bestseller, die Autorin lebt nun DAS Autorenleben von dem viele nur träumen können.
Als jemand der doch ganz gerne das ein oder andere BookTok-Buch liest. musste ich natürlich auch Lightlark konsumieren und was soll ich sagen? Einen Hype hätte das Buch vllt in den 10er Jahren verdient. Für mich ist dieses Buch sehr stereotyp und hat viele Probleme von Büchern, die um 2010 erschienen sind.
Das Konzept erinnert ja Hunger Games - nur in Light. Von 6 Herrschern wird einer sterben? Sorry, aber ich kann nicht verstehen, warum der Fluch nie gebrochen wurde, wenn man nur eine einzige Person töten muss, damit alle anderen Völker endlich wieder Ruhe und Frieden haben. Es steht zu viel auf dem Spiel als nicht einer Person in den Rücken zu fallen. Interessanter wäre es gewesen, wenn nur eine einzige Person überleben könnte und das bei jedem Wettstreit ... Aber dann wären die zwei Love Interests keine 500 Jahre alt geworden! Habe ich schon erwähnt, dass die Love Interest 500 Jahre alt sind?
Meine größten Probleme mit Lightlark enthalten SPOILER, also weiterlesen auf eigene Gefahr ja?
- Isla ist wunderschön und nett und einfach eine Mary Sue. Auch die Flüche unter denen alle anderen Völker zu leiden haben (und auch ihre Wildlings) betreffen sie nicht. Wäre auch echt zu viel verlangt, dass unsere perfekte Isla wie die anderen Wildlinge Herzen essen muss, oder?
- Am Ende stellt sich Islas beste Freundin Cleo als Bösewicht heraus, während die andere Frau des Wettstreits die ganze zeit über dämonisiert wurde. Ich meine: Hallo? Das ist verdammt misogyn, da nur Isla - als perfekte Frau - als Love Interest für die anderen zwei (hetero) Männer in Betracht kommt.
- Ja, es gibt ein Liebesdreieck und das ist sehr flach. Man weiß, dass Isla den Schattentyp, der Rhysand ähnlich ist und mit dem sie eine besondere Geschichte hat im nächsten Band als ihren Gefährten erwählen wird.
Alles in einem kann ich dem Buch nur 2 von 5 Sternen geben. Ein paar Dinge waren echt cool und hätte die Autorin das ganze Buch neu geschrieben und sich nicht auf diesen Pitch ausgeruht, wäre es vllt ganz passabel gewesen.
Eigentlich hätte ich mich auf das Buch gefreut: Monster. Familiengeheimnisse. Monster! Verbotene Liebe. MONSTER!
Ja, leider kann ich eines sagen: Monster werdet ihr hier keine finden. Joan und ihre Familie ...
Eigentlich hätte ich mich auf das Buch gefreut: Monster. Familiengeheimnisse. Monster! Verbotene Liebe. MONSTER!
Ja, leider kann ich eines sagen: Monster werdet ihr hier keine finden. Joan und ihre Familie (und die anderen "Monster"-Familien sind eigentlich Menschen mit besonderen Kräften. Umsonst trägt das Buch in der Übersetzung nicht den Untertitel "Dynastie der Zeitreisenden". Es geht mehr um das in der Zeit reisen und verschiedene Zeitstränge. Das mit dem Monster wird dadurch legitimiert, dass Joans Familie zuerst Zeit von den anderen stehlen muss, um die Kräfte zu benutzen. Hm. Klingt trotzdem mehr nach Hexen/Zauberer/Mutanten. Dass alle Monster so nett sind, macht die Sache auch nicht besser ...
Leider ist das nicht mein einziger Kritikpunkt und ab jetzt wird es mehr !!SPOILER!! geben:
Mir gefiel auch nicht, dass wir eine typische Dreiecksgeschichte präsentiert bekommen zwischen Joan, Nick und Aaron. Nick ist ein Monsterjäger und Aaron wie Joan ein Monster. Also wirklich sehr klischeehafte Wahloptionen für unsere Protagonistin. Ich konnte mit beiden nicht wirklich warm werden, aber die Anziehung zwischen Joan und Nick blieb mir am schleierhaftesten. Zu Beginn bereitet sich Joan auf ein Date mit Nick vor, also gab es zwischen den beiden eine gewisse Anziehung, die wir als Leser*innen aber nicht mitbekommen haben.
Das führt mich auch zum nächsten Kritikpunkt: Das Buch ist sehr "junges" Young Adult. Es ist schwer zu beschreiben, aber allein wie Joans Familie über das Date redet, fühlt sich sehr 12+ an.
Achja und das Zeitreisen ist hmmm. Ich muss sagen, dass so etwas immer sehr schwierig zu schreiben ist. Die Regeln bei "Only a Monster" ergeben aber kaum Sinn: Man kann in der Zeit zurückreisen, aber nichts verändern, aber es gibt Gegenstände, die man nicht mitnehmen sollte, weil sie Probleme verursachen? Aber warum. Zeit ist ja dann eine Linie und alles was passiert, muss so passieren, oder? Und Joan kann nur in andere Stränge hüpfen?
Fourth Wing ist momentan im Hype.
Und wie bei jedem Hype stellt sich die Frage, ob er berechtigt ist. Ein Hype kann gar nicht berechtigt sein. Ein Hype wird von einer Meng generiert, die das Buch (oder ...
Fourth Wing ist momentan im Hype.
Und wie bei jedem Hype stellt sich die Frage, ob er berechtigt ist. Ein Hype kann gar nicht berechtigt sein. Ein Hype wird von einer Meng generiert, die das Buch (oder whatever einen Hype ausgelöst) feiert. Der Hype ist da. Er ist begründet, weil sonst würde er nicht entstehen.
Ob dieses gehypte Etwas jetzt den eigenen Geschmack betrifft ist die Frage, die wir uns hier stellen sollen. Und ehrlich? Das ist verdammt subjektiv.
Ich lese gehypte Bücher gerne. Manchmal brauch ich etwas Abstand, bevor ich zum Buch greife (habe ToG 2020/21 erst gelesen, Addie La Rue gut ein jahr nachdem ich das Buch in der Illumicrate hatte etc), aber bei Fourth Wing war mein Verlangen zu stark. Auch wenn ich über Instagram und TikTok schon viel zum Buch gesehen habe und ich natürliche Erwartungen hatte, kann ich beim Lesen eines Buches das meist gut ausblenden.
Eines müsst ihr von mir wissen: Ich bin jemand der in erster Linie zur Unterhaltung liest.
Wenn ich mich mit schwierigen Themen auseinandersetzen will, greife ich nicht zu Romanen mit dieser Thematik, sondern eher Sachbüchern etc. ich habe Germanistik studiert, lese Klassiker und finde auch einige gut, wobei es mehr die Stoffe sind, die mich anziehen. Aber darf ich ehrlich zu euch sein? Herr der Ringe und Game of Thrones halten mich nicht bei der Stange. Ich habe es probiert, aber am Ende überfliege ich die Sachen und lese lieber Artikel darüber, als so ein Buch. Was ich damit sagen will?
Das, was man früher abfällig als Trivialliteratur betitelt hat. Ist. Genau. Mein. Ding. Ich lese sie.
Ich schreibe sie.
Ich verteidige sie. Ich hab keinen Drachen, aber ich bin anscheinend mega gut in Dart, also passt auf, wenn ich Sachen werfe. Okay, vielleicht bleibe ich doch besser bei der Argumentation.
Okay, lange Einleitung für: ICH LIEBE FOURTH WING.
Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen, aber nur weil es erst am Nachmittag kam, ich mein Tagesziel schaffen musste und ich schwimmen war. Sonst hätte ich es in einem Rutsch ausgelesen. Es ist ein ganz einfacher Schreibstil, der einen aber sofort in die Geschichte zieht. Die Übersetzung war etwas … hm. Und ich bin mir sicher, dass ich mehr als nur ein paar Fehler entdeckt habe. Aber egal. Ich kann es ja auch auf englisch lesen.
Das Buch ist sarkastisch. Es sterben Leute, Blut. Messer. Queernormativ. Drachen. Moralisch alle Schattierungen von Grau.
Wir. Brauchen. Mehr. Protagonistinnen. Mit. Chaotischer. Gremlin. Energie.
Es ist das, was ich lesen wollte.
Kann ich die Kritik am Buch nachvollziehen? Klar.
Ich verstehe jeden, der sagt, dass es einen an Divergent (Aufgaben, Auswahl, Training etc) oder an Tribute von Panem erinnert (Kinder von Verrätern müssen Reiter werden und sterben meist dabei). Aber wisst ihr was? Wie damals Tribute von Panem rauskam, wurde es stark mit Battle Royale und anderen Büchern verglichen. Das
Ihr könnt auch sagen, dass QOTW KOTW ähnelt. nicht nur der Titel, sondern weil eine hexe einen Dämon liebt. Aber ist alles andere herum anders? Yes.
Ja. und es wird hundert mal gesagt wie heiß Xaden ist und alle anderen sind auch heiß. Violet ist die Erzählerin und sie ist 20 und sie darf auch halle heiß finden und fluchen und whatever. Ich würd sagen geistig bin ich auch nicht viel reifer als sie.
Darf ich am Ende noch ein paar Wünsche äußern? Ich hoffe so sehr, dass die Reihe (es werden wohl insgesamt 5, aber man weiß nie) interessant bleibt. Dass es keinen Wechsel bei den Love Interest gibt. Denn es gilt nun meine Erwartungen weiterhin zu erfüllen.