Frei leben oder sterben
Die Farben der Revolution. Éléonore und RobespierreDie Autorin Jeanette Limbeck beschreibt in ihrer Romanbiographie „die Farben der Revolution“ vor allem die zweite Phase der französischen Revolution, die 1792 bis 1794 mit der Gründung der Republik und ...
Die Autorin Jeanette Limbeck beschreibt in ihrer Romanbiographie „die Farben der Revolution“ vor allem die zweite Phase der französischen Revolution, die 1792 bis 1794 mit der Gründung der Republik und der Schreckensherrschaft durch die Jakobiner, die aus der Sicht der Malerin Éléonore Duplay „die Malerin der Revolution“, die gleichzeitig die Verlobte von Robespierre war, erzählt wird.
Ich konnte mir alle Szenen bildlich sehr gut vorstellen und habe mit der Hauptprotagonistin Éléonore mitgelitten. Es werden die sozialen Spannungen, die moralischen Normen der damaligen Zeit und die sich ändernden Stimmungslagen der Pariser Bevölkerung treffend beschrieben
Des Weiteren gibt es eine weitere Zeitebene, die in Paris im Jahr 2017 handelt und die Motivation der Autorin für diesen Roman dem Leser erläutert.
Der Schreibstil ist flüssig, detailliert und einfühlsam. Auch die Struktur mit dem Inhaltsverzeichnis, der Überschriften mit Datumsangaben und die optimalen Kapitellängen haben mich restlos überzeugt. Abgerundet wird dies durch einen umfangreichen Anhang mit Verzeichnis der historischen Persönlichkeiten, eine ausführliche Auflistungen, an welchen Stellen im Roman Abweichungen zur Realität gab, und ein Quellenverzeichnis, das ich nur selten bei Romanbiographien finde und mir persönlich umso mehr gefreut hat. Ich habe viel über diese Zeit gelernt, da mir die ganzen komplexen Hintergründe, die sehr gut recherchiert und leicht verständlich beschrieben wurden, nicht bekannt waren.
Fazit:
Es ist eine empfehlenswerte historischer Romanbiographie, die uns Robespierre in einem anderen Licht sehen lässt.