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Veröffentlicht am 22.02.2023

Eine kurzweilige Lektüre zur Entspannung

Tod im Tümpel
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Da auf die CIA Agentin Fortune Redding ein Kopfgeld ausgesetzt wurde ist sie in einem Kaff in den Sümpfen von Louisiana untergetaucht. Dort hat sie inzwischen Freunde gefunden, unter anderem die beiden ...

Da auf die CIA Agentin Fortune Redding ein Kopfgeld ausgesetzt wurde ist sie in einem Kaff in den Sümpfen von Louisiana untergetaucht. Dort hat sie inzwischen Freunde gefunden, unter anderem die beiden älteren Damen Ida Belle und Gertie.


Ida Belle kandidiert für als Bürgermeisterin – dumm nur, dass ihr einziger Gegenkandidat am Morgen nach einem Rededuell vergiftet aufgefunden wurde. Fortune kann nicht zulassen, dass die Indizien gegen ihre beste Freundin erdrückend werden und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Weder blutig noch blutrünstig dafür herrlich chaotisch. Jeder in dem kleinen Ort ist auf irgendeine Weise verschroben – und das ist bestimmt noch harmlos ausgedrückt. Fortune selbst ist zwar gut ausgebildet aber in vieler Hinsicht leicht realitätsfremd.

Der Schreibstil ist sehr flüssig geschrieben, die Charaktere charmant und sympathisch beschrieben. Dabei würde ich das Buch allerdings weniger als Krimi einordnen, es passt ja schon fast in die Kategorie Humor, halt mit einer Leiche ;). Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert.

Auf jeden Fall eine sehr kurzweilige Lektüre zur Entspannung

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Mondlaub - das Ende der maurischen Kultur in Granada

Mondlaub
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Mondlaub ist ein gut recherchierter Roman, ganz wie man es von Tanja Kinkel gewohnt ist. Eher ungewöhnlich ist das Fantasy-Element aber wer sich darauf einlässt wird gut unterhalten. Mir persönlich sind ...

Mondlaub ist ein gut recherchierter Roman, ganz wie man es von Tanja Kinkel gewohnt ist. Eher ungewöhnlich ist das Fantasy-Element aber wer sich darauf einlässt wird gut unterhalten. Mir persönlich sind allerdings eindeutig historische Romane ohne mystisches wie hier z.B. der Geist lieber.


Layla ist die Tochter des Emirs von Granada und wächst in der Alhambra auf. Die Herrschaft der Mauren geht 1492 zu Ende und Layla, deren Mutter eine christliche, spanische Adelige ist, kann fliehen. Als Dona Lucia wird sie Zeugin des Untergangs ihrer geliebten Heimat und erlebt die Intrigen um die katholische Königin Isabella.

Die Stimmung des Buches hat mir sehr gut gefallen, die Schilderungen der arabischen Kunst und Kultur. Gerne wäre ich bei den Recherchen vor Ort dabei gewesen. Der Reiz die Alhambra einmal zu besuchen ist sehr groß geworden. Daher ist der erste Teil des Buches (Granada) mein Favorit.

Im Gegensatz zu vielen anderen Charakteren ist Layla gut gezeichnet. Sie ist in jeglicher Hinsicht eine Außenseiterin und gehört nirgendwo ganz dazu.

Durchaus unterhaltsam aber kein ganz „typischer“ Kinkel.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Ein Ninja ermittelt in Düsseldorf

Ein fremder Tod – Ein Düsseldorf-Krimi
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Düsseldorf in den 80ern. Ein japanischer Modedesigner wird ermordet aufgefunden. Da die Ermittler kaum Hinweise finden können wird ihnen ein japanischer Kommissar als Berater zur Seite gestellt. Langsam ...

Düsseldorf in den 80ern. Ein japanischer Modedesigner wird ermordet aufgefunden. Da die Ermittler kaum Hinweise finden können wird ihnen ein japanischer Kommissar als Berater zur Seite gestellt. Langsam tauchen sie in die komplexen Strukturen der japanischen Kultur ein.

Die Geschichte war unterhaltsam aber nicht gerade super spannend, da doch in einigen Punkten ziemlich vorhersehbar. Den Charme machte auch der Stil der Geschichte aus. Die Schilderungen des Ninja, der 80er Jahre und vor allem die gut recherchierten Hintergründe.

Allerdings ist oft die Nähe zum Tatort spürbar.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Jugendbuch auch für Erwachsene

Der Junge im gestreiften Pyjama
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Bruno ist neun und lebt Anfang der 1940er Jahre mit seinen Eltern, der älteren Schwester Gretel sowie ein paar Bediensteten in Berlin. Der Vater wird zum Lagerleiter des KZ Auschwitz befördert und die ...

Bruno ist neun und lebt Anfang der 1940er Jahre mit seinen Eltern, der älteren Schwester Gretel sowie ein paar Bediensteten in Berlin. Der Vater wird zum Lagerleiter des KZ Auschwitz befördert und die ganze Familie muss (ungern aber gezwungenermaßen) mit.


Die ganze Geschichte wird aus der Sicht eines Kindes, also Bruno, erzählt. Er bekommt zwar einiges mit, versteht aber nicht die Zusammenhänge und Gräueltaten der Nazizeit. Bruno weiß z.B. nichts über das Lager so dass er sich mit dem polnisch-jüdischen Jungen Schmuel ganz unvoreingenommen anfreundet. Beide stellen fest dass sie viele Gemeinsamkeiten haben, aber auf unterschiedlichen Seiten des Zaunes leben müssen. Einmal wird Schmuel zur Arbeit in das Haus der Familie gerufen und Bruno verleugnet aus Angst seine Freundschaft zu ihm. Als kurze Zeit danach Schmuels Opa verschwunden ist und Bruno mit der Mutter zurück nach Berlin soll will er ihm mit einem letzten Freundschafsdienst helfen. Bruno schleicht sich ins Lager, zieht die von Schmuel besorgte gestreifte Kleidung an und beide Jungs suchen – vergeblich – den Opa. Sie geraten in eine Gruppe Lagerinsassen die in die Gaskammern geschickt werden.


Der Autor schreibt bewusst in einem kindlich-naiven Stil, Bruno sagt u.a. Furor wenn er den „Führer“ meint. Die Tragik der Geschichte berührt. Es ist zwar ein Jugendbuch, allerdings meiner Meinung nach erst so ab ca. 13 Jahren. Um alles zu verstehen, muss man zwischen den Zeilen lesen können, die bewussten Auslassungen verstehen und Informationen über den Holocaust haben. Erst dann erschließt sich die Geschichte im ganzen Ausmaß.

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Veröffentlicht am 20.02.2023

Erschreckend real und berührend.

Ich knall euch ab!
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Ein von dem bekannten Jugendbuchautor Morten Rhue verfasstes Buch das erschreckend real und berührend ist.

Wobei dieses Buch in einem ungewohnten Stil überzeugen kann. Die Handlung wird durch Interviews, ...

Ein von dem bekannten Jugendbuchautor Morten Rhue verfasstes Buch das erschreckend real und berührend ist.

Wobei dieses Buch in einem ungewohnten Stil überzeugen kann. Die Handlung wird durch Interviews, Briefe, Dialoge usw. dargestellt. Der Autor setzt ein klares Statement gegen jede Art von Gewalt und kann überzeugend klar machen, dass es bei solchen Handlungen auf allen Seiten nur Opfer gibt.

Da dieses Buch gerne als Schulliteratur verwendet wird (ich habe es gelesen weil meine Tochter es zur Zeit im Deutschunterricht behandeln muss) würde ich mir wünschen es würde wenigstens ein paar Menschen zum Nachdenken und Umdenken bewegen.

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