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Veröffentlicht am 22.02.2023

Snuff-Videos und ein Profikiller als Sympathieträger

Post Mortem - Tränen aus Blut
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Avram Kuyper erhält eine verstörende Nachricht seines Bruders, doch dieser und seine ganze Familie sind verschwunden. Parallel dazu bekommt die Interpolagentin Emilia Ness ebenfalls eine Nachricht, die ...

Avram Kuyper erhält eine verstörende Nachricht seines Bruders, doch dieser und seine ganze Familie sind verschwunden. Parallel dazu bekommt die Interpolagentin Emilia Ness ebenfalls eine Nachricht, die sie zu der Leiche eines ihr unbekannten Mannes führt.

Der Profikiller Avram ist in diesem Buch für mich der absolute Sympathieträger. Er ist total authentisch, seine Handlungen sind absolut nachvollziehbar. Er wirkt zwar cool und abgeklärt, hat aber was seine Familie betrifft ein großes Herz und setzt alles daran, deren Verschwinden aufzuklären. Dafür ermittelt er in alle Richtungen, nutzt alle Kontakte und Mittel.

Emilia Ness lebt alleine in Lyon und hat eine Teenager Tochter im Internat. Sie war eigentlich für eine Gerichtsverhandlung in Frankfurt und gilt als fähig und unbestechlich. Dabei scheint sie primär ein Defizit an Männern zu haben – das ganze Buch hindurch schmachtet sie Mikka, einen Kollegen der Frankfurter Polizei an.

Die Geschichte wird in zwei parallel laufenden Erzählsträngen erzählt, jeweils in recht kurzen Kapiteln. Erst nach einiger Zeit kreuzen sich die Wege von Avram und Emilia zum ersten Mal. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, allerdings spart der Autor nicht mit detaillierten Schilderungen z.B. des Bauernhauses.

Das Buch hat durchaus Potential und ist auch nicht schlecht – Emilia konnte mich allerdings nicht wirklich überzeugen. Sie wirkt recht unprofessionell.

Die Effekte des Covers haben mir sehr gut gefallen :)

Tränen aus Blut ist der erste Teil der Post Mortem Reihe und in sich abgeschlossen.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Gamer retten die Welt vor Aliens

Armada
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Zack ist 18, Halbwaise und liebt Computerspiele. Er lebt zusammen mit seiner Mutter, sein Vater starb bereits als er noch ein Säugling war. Neben der Schule jobbt er bei Ray, dem Besitzer eines Computerladens. ...

Zack ist 18, Halbwaise und liebt Computerspiele. Er lebt zusammen mit seiner Mutter, sein Vater starb bereits als er noch ein Säugling war. Neben der Schule jobbt er bei Ray, dem Besitzer eines Computerladens. Als eines Tages ein echtes Alien-Raumschiff auftaucht wird aus Computerspiel ganz schnell Ernst. Nur die weltweiten Top Gamer sind in der Lage gegen die Invasion der Alien Raumschiffe zu kämpfen.

Mir hat das Buch grundsätzlich gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Charaktere sympathisch und viele Anspielungen zu Filmen / Nerdwitze haben mich beim Lesen begeistert. Man merkt durchaus, dass Ernest Cline hier mit viel Liebe zum Detail richtig Spaß am Schreiben hatte.

Allerdings sind die Spiele und Kampfhandlungen in den Games so detailliert beschrieben dass ich manches überflogen habe weil es mir dann doch zu genau war. Ich gehöre nicht zu den Gamer Jahrgängen aber es ist ja auch ein Jugendbuch, mein 12 jähriger Sohn hat jetzt mit Begeisterung begonnen das Buch zu lesen.

Viele andere Dinge blieben dafür leider zu oberflächlich. Die Charaktere hatten nicht sehr viel Tiefe, waren oft sehr stereotyp. Es gab einen Alibi-Asiaten und noch weitere sehr klischeehafte Typen. Auch wenn ich es recht unrealistisch finde dass sich so schnell alle in Pärchen zusammen finden – toll dass der Autor ebenfalls einem homosexuellen Paar eine Chance gibt. Dies ist ja leider doch recht selten. Zacks Verhalten zu seinem Vater, zu seinen Freunden und zu Lex fand ich nicht immer nachvollziehbar.

Die eigentliche Story als Ausgangspunkt ist eine interessante Idee und wer weiß, vielleicht gar nicht mal so unrealistisch. Dennoch, als dann Spannung da ist geht es im Verhältnis sehr schnell zu Ende. Die Auflösung des Alien-Handlungsstranges war überraschend und hat mir gefallen, auch wenn noch Fragen offen blieben. Dann noch ein weiteres Kind – echt jetzt?? Das wäre meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig gewesen.

Das Buch hat definitiv Potenzial, leider wurde dieses aber nicht wirklich ausgeschöpft. Für Nerds und Gamer ist hier der Unterhaltungsfaktor sicherlich hoch. Da mir der Schreibstil von Cline sehr gefallen hat werde ich seinem Buch „Ready Player One“ auf jeden Fall eine Chance geben

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Poppy, Ember und ganz viel Leo

Die Prophezeiung der Hawkweed
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Die Prophezeiung der Hawkweed ist ein Jugendbuch und als dieses finde ich es gelungen und unterhaltsam. Poppy und Ember sind sympathische Charaktere, beider Verhalten ist plausibel dargestellt und nachvollziehbar.

Beide ...

Die Prophezeiung der Hawkweed ist ein Jugendbuch und als dieses finde ich es gelungen und unterhaltsam. Poppy und Ember sind sympathische Charaktere, beider Verhalten ist plausibel dargestellt und nachvollziehbar.

Beide wurden durch einen starken Zauber vor 15 Jahren unbemerkt vertauscht und wachsen in der jeweils falschen Welt auf. Poppy ahnt nichts von ihrer Hexenkraft während Ember daran verzweifelt, als Hexe nicht hexen zu können.

Gefallen hat mir dass sie sich „zufällig“ getroffen haben und sich daraus diese Freundschaft entwickeln konnte. Beide Mädchen sind in ihrer Welt Außenseiterinnen und alleine. Es wäre schön gewesen, wenn sich diese Freundschaft noch ein wenig mehr hätte vertiefen können, auch die Rollen von Melanie und Charlock hätten für meinen Geschmack noch einen größeren Part spielen können.

Der Schreibstil war sehr flüssig, man ist dank eines Prologs direkt in der Geschichte drin. Der Anfang mit der Freundschaft und das recht temporeiche Ende sind unterhaltsam – der Dreiecks-Liebesgeschichte mit Leo wurde eine zu große Rolle eingeräumt. Das war recht nervig und störend im Fluss der Story. Dem Ende hätte da durchaus ein größer Anteil eingeräumt werden können, dann wäre das Verständnis für vieles besser gewesen.

Dabei ist der Schreibstil sehr gut, die Idee passend und die Protagonisten sympathisch. Auch Leo, sein Part ist nur einfach in diesem Ausmaß unnötig. Die Hexengeschichte bietet bereits genug Potential.

Es bleiben noch viele Fragen offen – was aber kein Wunder ist, da eine Fortsetzung (zumindest im Original) bereits in diesem Jahr erscheint.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Das Wintermärchen von William Shakespeare

Das Wintermärchen
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Leontes, König von Sizilien hat seinen besten und langjährigen Freund Polixens, König von Böhmen, zu Besuch. Aus heiterem Himmel verdächtigt er seine Frau Hermione ein Verhältnis mit Polixenes zu haben ...

Leontes, König von Sizilien hat seinen besten und langjährigen Freund Polixens, König von Böhmen, zu Besuch. Aus heiterem Himmel verdächtigt er seine Frau Hermione ein Verhältnis mit Polixenes zu haben und niemand schafft es, ihn von diesem Gedanken abzubringen. Das Unheil nimmt seinen Lauf und findet erst viele Jahre später seine Auflösung.

Wie bei vielen Stücken von Shakespeare fällt es mir am Anfang schwer die Geschichte nachzuvollziehen. Leontes‘ Verhalten lässt mich nur absolut irritiert die Augen rollen. Aber lässt man sich einmal ganz einfach auf die Story ein so wird man gut unterhalten. Shakespeare stellt die Charaktere in ihrem Verhalten schlüssig dar und führt gekonnt nach einigen Wirren zum guten Ende hin. Logische Fehler wie z.B. dass das Reich Böhmen keine Küste hat betrachte ich als künstlerische Freiheit (oder damals mangelnde Information).

Zwar durchaus eine Leseempfehlung aber primär eine Bühnenempfehlung!!

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Rasantes Weltraumabenteuer in gewohnter Kai-Meyer-Qualität

Die Krone der Sterne
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Das galaktische Reich Tiamande wird von einem Hexenorden und der allmächtigen Gottkaiserin beherrscht. Alle paar Jahre werden Mädchen in Prüfungen ausgewählt und ihr als Bräute zugeführt. Niemand weiß ...

Das galaktische Reich Tiamande wird von einem Hexenorden und der allmächtigen Gottkaiserin beherrscht. Alle paar Jahre werden Mädchen in Prüfungen ausgewählt und ihr als Bräute zugeführt. Niemand weiß was mit diesen Frauen passiert. Aktuell wurde die Baroness Iniza auserwählt, doch auf dem Weg zur Gottkaiserin kann sie mit Hilfe ihres heimlichen Geliebten fliehen. Auf der Flucht lernt sie den Kopfgeldjäger Kranit, die Alleshändlerin Shara sowie die Muse, eine mysteriöse Gestalt kennen. Schnell ist sie auf die Hilfe ihrer Begleiter angewiesen um ihr Ziel, einen Piratenplaneten zu erreichen.


Das Cover hat mich gleich zu Beginn fasziniert und es ist zur Geschichte sehr passend. Beeindruckend fand ich die detaillierten Zeichnungen auf den ersten Buchseiten, im Laufe des Lesens habe ich immer mal wieder zurückgeblättert. Schade, dass sie sich nicht ebenfalls im Buch wiederfinden.


Kai Meyer hat einen wirklich tollen Schreibstil, die von ihm geschaffene Welt ist wirklich faszinierend und schlüssig aufgebaut. Die immer mal wieder unerwarteten Wendungen (bis zum Schluss) haben mir gut gefallen und mit der Muse ist ihm ein ganz besonderer Charakter gelungen.

Mit der Protagonistin Iniza bin ich allerdings nie so richtig warm geworden. Sie wandelt sich im Laufe der Geschichte und bekommt durchaus positivere Aspekte aber sie konnte mir nie wirklich sympathisch werden. Ihr Geliebter, Glanis, hatte bis zum Ende fast nur eine Statistenrolle. Dagegen sind mir mit Kranit, Shara und der Muse die weiteren Charaktere regelrecht ans Herz gewachsen. Harte Schale – weicher Kern, mysteriöse Hintergründe… einfach sympathisch mit Ecken und Kanten.

Ich mag Science Fiction und Fantasy und hatte daher keine Probleme schnell in die wirklich detailreich geschilderte Welt des Buches einzutauchen. Auch die vielen neuen Namen und Begriffe haben mir keine Probleme bereitet. Der Schreibstil war sehr flüssig und gerade zum Ende hin fliegt man förmlich durch die Seiten, kann kaum aufhören zu lesen.

Genau dies ist meiner Meinung nach fast ein Manko denn wie inzwischen bekannt wurde soll es sich hierbei um eine Trilogie handeln. Klar werden kleine Cliffhanger gesetzt um die Leser zum Weiterlesen zu animieren – ich hoffe, eine Fortsetzung kommt relativ schnell, sonst müsste entweder der zweite Band vieles zu Beginn nochmals aufgreifen bzw. ich müsste das Ende des ersten Bandes erneut lesen. Es wurden zwar einige offene Fragen beantwortet im Gegenzug dazu endet das Buch mit so viel mehr neuen Fragen.

Solide Qualität und gute Unterhaltung. Für Teil zwei ist definitiv noch Steigerungspotenzial vorhanden.

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