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Veröffentlicht am 27.12.2024

Berührende Geschichte, die noch nachhallen wird!

Und dazwischen irgendwo wir
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„Ich will nicht gefunden werden. Ich habe mich bewusst verlieren lassen.“ (S. 341)

Amani Padda schenkt den Leser:innen eine Geschichte, die voller Liebe, Schmerz und Hoffnung ist. Der Roman ist sehr ruhig, ...

„Ich will nicht gefunden werden. Ich habe mich bewusst verlieren lassen.“ (S. 341)

Amani Padda schenkt den Leser:innen eine Geschichte, die voller Liebe, Schmerz und Hoffnung ist. Der Roman ist sehr ruhig, aber nimmt sich die Zeit, um sich zu entfalten und mit jeder Seite besser und berührender zu werden. Eine sehr bewegende Geschichte!

Das Cover: Dieses wurde von der Autorin selbst illustriert – ebenso wie die wunderschönen Innenklappen der Broschur. Die ausgewählten Farben sind sehr angenehm und spiegeln die melancholische, aber hoffnungsvolle Stimmung des Buches wider. Auch der Illustrationsstil ist sehr ansprechend und niedlich. Die Autorin hat nicht nur ein Talent für das Schreiben, sondern definitiv auch für das Illustrieren.

Die Handlung: Nach fünf Jahren Funkstille, zwischen den einst besten Freund:innen Vincent und Macey, könnte die Aufhebung dieser Stille nicht plötzlicher gekommen. Die beiden, die mittlerweile zu Fremden geworden sind, raufen sich wieder zusammen, nachdem Vincents Mutter aus dem Nichts verschwindet und er seltsame Romanfetzen eines anonymen Autors erhält. Die Geschichte weist nämlich Parallelen zu Maceys und seiner Freundschaft auf. Gemeinsam mit einer Gruppe an zusammengewürfelten Schüler:innen versuchen sie herauszufinden, wer sich hinter der schreibenden Person versteckt…

Meine Meinung: Diese Geschichte beginnt sehr ruhig. In mehreren Perspektiven fängt die Autorin an, die Geschichte zu erzählen und erweitert so gekonnt das Universum ihrer Buchwelt. Ich mochte den Perspektivenwechsel sehr gerne, da alle Charaktere interessant und auch unterschiedlich genug waren, um nicht mit den unterschiedlichen Sichten durcheinander zu kommen. Auch die aufgegriffenen Themen fand ich sehr gut in die Geschichte verwoben. Die Charaktere beschäftigen sich viel mit dem Themen Identität, Mental Health und Zukunftsplänen. Besonders gelungen empfand ich Vincents bzw. Kierats Geschichte. Das Aufwachsen in einer westlichen Gesellschaft als BIPoC und der damit einhergehende Druck oder das Gefühl sich anpassen zu müssen waren sehr schmerzhaft zu lesen. Aber auch wie Kierat immer mehr zu sich findet und dass Anpassung nicht zwingend mit Identitätsverlust einhergehen muss, war sehr berührend. Doch auch Maceys Umgang mit selbstauferlegtem Druck, Femis Zukunftsängste oder Rins Unsicherheiten als Transfrau an einer konservativen Schule, kamen nicht zu kurz. Die Autorin hat es geschafft, liebenswerte Charaktere zu erschaffen, die allesamt ihre Hürden überwinden müssen, ohne, dass die Geschichte zu schwer wird. Dennoch habe ich doch ein wenig gebraucht, um das Buch zu beenden. Für mich fehlte an manchen Stellen der Lesefluss, der sich erst im letzten Drittel des Romans bemerkbar machte. Auch blieben mir einige Handlungsfäden zu ungeklärt, bei denen ich mir jedoch eine Auflösung gewünscht hätte. Doch trotz meiner Kritikpunkte kann ich die Geschichte weiterempfehlen.

Die Charaktere: Für mich das Herz der Geschichte. Amani Padda hat sich wirklich die Zeit genommen, um sie ausführlich schriftlich (und auf Papier) zu skizzieren und somit den Leser:innen umso nahbarer zu machen. Besonders nachdem alle aufeinandertreffen und ich nicht mehr nur aus den einzelnen Perspektiven gelesen habe, schlich sich die Geschichte in mein Herz.

Fazit: Eine berührende Geschichte, die ich gerne auch schon in meiner Jugend gehabt hätte. Von mir gibt es hier 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.12.2024

So lässt sich das Jahr gut ausklingen!

Fake Dates and Fireworks
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„Zeilenrauschen“ konnte mich dieses Jahr bereits sehr begeistern. Kyra schreibt auf eine unglaublich sympathische Art, die mich sofort für sich gewinnen konnte. Auch in diesem Roman schafft es die Autorin ...

„Zeilenrauschen“ konnte mich dieses Jahr bereits sehr begeistern. Kyra schreibt auf eine unglaublich sympathische Art, die mich sofort für sich gewinnen konnte. Auch in diesem Roman schafft es die Autorin Humor und Ernst einhergehen zu lassen ohne, dass die Geschichte zu schwer wird.

Das Cover: Es fängt gut die feierliche und winterliche Atmosphäre ein, die im Roman versprüht wird. Es ist niedlich und für das Genre passend angefertigt wurden! Es verspricht definitiv Unterhaltung!

Die Handlung: Vor 10 Jahren sind Becca und Nils einen Pakt eingegangen, der sich jedes Jahr an Silvester wiederholt. Völlig fehl am Platz jedoch: Gefühle. Doch dieses Jahr will Becca das ändern. Sie möchte endlich ihrem besten Freund sagen, dass sie ihn liebt und bucht einen teuren Aufenthalt in einem luxuriösen Wellnesshotel in den Bergen. Doch als Nils am Urlaubsort auftaucht, bringt er plötzlich seine Verlobte mit, die er vorher noch nie erwähnt hat. Zu allem Übel ist auch noch der nervige Kita-Onkel – Raphael - vor Ort, der Becca bereits an ihrem Arbeitsplatz den letzten Nerv raubt. Becca kann jedoch selbst nicht glauben, dass sie ihn dazu bringt ihren Fake-Boyfriend zu spielen, damit Nils Verlobte nichts von dem Arrangement der beiden besten Freund:innen mitbekommt. Doch das Chaos fängt damit erst an…

Meine Meinung: Wer hier einen locker fluffigen Roman erwartet bekommt genau das. Doch gleichzeitig so viel mehr. Als ich die Geschichte begann (Präteritum an dieser Stelle bewusst eingesetzt wie Raphael), hätte ich nicht gedacht, wie viel Tiefe und Ernsthaftigkeit die Charaktere begleiten würde. Kyra integriert zwar das Thema eines 10-jährigen Paktes, aber legt auch nahe, dass dieser Pakt durchaus ungesunde Muster mitbringt. Gleichzeitig schafft Kyra es, dass das Buch weiterhin ein unterhaltsamer und humoristischer Silvester-Roman bleibt, der perfekt zum Ausklingen des Buchjahres geeignet ist. Ich musste mehrmals laut lachen, habe mitgefiebert oder das Buch kurz zur Seite gelegt, weil mich ein gewisser Charakter (zurecht) sehr, sehr wütend gemacht hat. Besonders zugesagt hat mir vor allem, dass aufgegriffen wird, wie schmerzhaft der Bruch einer Freundschaft sein kann und nicht nur romantische Beziehungen im Leben ausreichen. Diese Geschichte hat mich wirklich überrascht und war weitaus mehr als nur ein Roman für zwischendurch!

Die Charaktere: Becca hat eine wirklich tolle Entwicklung hingelegt. Ich habe sie oft angefeuert, zeitweise hätte ich ihr gerne einen Schubs in die andere Richtung gegeben und dann wollte ich sie nur noch in den Arm nehmen. Raphael mochte ich ebenfalls – vor allem seine respektvolle Art – gleichzeitig hatte ich bis zum Ende das Gefühl, dass es eine gewisse Barriere zu ihm gab. Ich konnte nie ganz eine Beziehung zu ihm aufbauen und merkte, dass ich bei der Liebesgeschichte nicht immer mitfieberte. Da empfand ich Beccas Entwicklung und die Freundschaften viel spannender. Beccas Bruder und dessen Partner fand ich ebenfalls unglaublich sympathisch und besonders das Geschwisterband zwischen den beiden war sehr herzerwärmend. Nils hat mich im Laufe der Geschichte wirklich unglaublich oft sprachlos gemacht, aber es ist so wichtig, Charaktere wie ihn zu kreieren und aktiv zu kritisieren, damit toxische Verhaltungsmuster wie seine nicht mehr durchkommen!

Fazit: Eine sehr unterhaltsame und gefühlvolle Geschichte, die ich unglaublich gerne gelesen habe. Dennoch hätte ich mir gewünscht noch mehr bei der Liebesgeschichte mitzufiebern. Ich vergebe hier 4/5 Sternen und freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin mit dem herrlich sympathischen Humor!

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Eine Prise Träumen und ein Esslöffel Wohlfühlen

You found me in Paris
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Lin Rina hat mein absolutes Lieblingsbuch geschrieben (Staubchronik). Seitdem hat sie einen besonderen Platz in meinem Bücherherzen und deswegen konnte ich mir auch ihre Liebesgeschichte zwischen Romina ...

Lin Rina hat mein absolutes Lieblingsbuch geschrieben (Staubchronik). Seitdem hat sie einen besonderen Platz in meinem Bücherherzen und deswegen konnte ich mir auch ihre Liebesgeschichte zwischen Romina und Fio nicht entgehen lassen!

Das Cover: Es ist sehr niedlich und bildet mit den kleinen Illustrationen ein paar Hinweise auf die Handlung ab. Ich finde es sehr passend ausgewählt, nur fehlt mir irgendwie eine weitere Ebene oder eine dritte Farbe. So ist es doch sehr schlicht geblieben.

Die Handlung: Romina ist Autorin einer erfolgreichen historischen Reihe, die ihr jedoch seit längerer Zeit Kopfschmerzen bereitet. Als ihre Schreibblockade sie niederzudrücken versucht, reist sie spontan nach Paris, um ihr Buch zu beenden. Dort begegnet ihr auf einer Modeveranstaltung die charmante Fio, die ihr direkt den Kopf verdreht. Je näher sich die beiden kommen, desto mehr merkt Romina, dass Fio einige Sachen vor ihr zu verbergen scheint…

Meine Meinung: Wie ich es nicht anders von Lin Rina gewohnt bin, ist diese Geschichte fluffig, zuckersüß und zum Wohlfühlen. Die beiden Protagonistinnen machen es mir aber auch unglaublich einfach sie zu mögen. Die Anziehung zwischen den beiden Frauen ist so greifbar und jederzeit zu spüren. Jede einzelne Interaktion zwischen den beiden hat mich zum Lächeln gebracht und zu keiner Zeit habe ich nicht zwischen den beiden mitgefiebert. Auch die Kapitel, in denen ein Einblick in Rominas Roman gewährt wird, haben mir unglaublich gut gefallen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass das Buch mich noch mehr gefesselt hätte. Zwischenzeitlich hatte ich es kurz zur Seite gelegt. Nachdem ich es jedoch nach einiger Zeit wieder angefangen hatte weiterzulesen, konnte es mich wieder für sich gewinnen.

Die Charaktere: Romina ist absoluter Zucker und so liebenswert, dass ich sie einfach gernhaben musste. Fio ist zwar um Einiges undurchsichtiger als Romina, aber das machte sie so spannend. Auch sie hat ihre verletzliche Seite, die immer mehr entfaltet wird. Die beiden zusammen waren auch einfach nur genial und ich liebe es, wie die beiden miteinander kommuniziert haben. Doch auch Rominas Mitbewohner war mir sehr sympathisch und sorgte für einige lustige Szenen.

Fazit: Eine Wohlfühlgeschichte, wie ich sie gernhabe. Ich freue mich über jede weitere Geschichte von Lin Rina, die in diese Richtung geht und werde Romina und Fio sehr vermissen! Ich vergebe 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Odell und Emmelines Welt der Düfte

Delicate Dream
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„Ein Parfüm konnte den Anwesenheitsschatten von Menschen heraufbeschwören, die nicht mehr da waren.“ (S. 23)

Merit Niemeitz erschafft mit ihren Worten ein ganz eigenes Universum, in welchem ich mich tagelang ...

„Ein Parfüm konnte den Anwesenheitsschatten von Menschen heraufbeschwören, die nicht mehr da waren.“ (S. 23)

Merit Niemeitz erschafft mit ihren Worten ein ganz eigenes Universum, in welchem ich mich tagelang aufhalten könnte. Auch in diesem Roman besticht die Geschichte durch einen feinfühligen und gleichzeitig verträumten Schreibstil.

Das Cover: Sehr schlicht und Pastell, aber gleichzeitig passt es hervorragend zur wunderschönen Geschichte. Die floralen Elemente stehen für die Blumendüfte oder aber auch für den wunderschönen Garten von Odells Familie.

Die Handlung: Odell und Emmeline haben bereits seit Jahren keinen Kontakt mehr zueinander. Damals hingegen waren sie alles füreinander. Doch als Odells Vater – der Leiter des Parfüm-Imperiums– bei einem Autounfall verstirbt, ist Odell als Erbe plötzlich auf Emmelines Hilfe angewiesen. Diese wurde nämlich ebenfalls wie Odell von klein auf in die Welt der Düfte eingeführt. Um der Leitung gerecht zu werden soll Odell ein eigenes Parfüm kreieren und bittet dabei Emmeline, ihm bei der Zusammensetzung zu helfen. Doch als die beiden wieder enger zusammenarbeiten, ist alles wieder da: Die Gefühle, aber auch die Trauer über die Trennung…

Meine Meinung: Zu Anfang brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte hineinzufinden. Das Ganze brauchte sehr lange, um sich zu entfalten und ich musste mich ein wenig durchkämpfen. Doch kaum treffen Odell und Emmeline wieder aufeinander, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. „Delicate Dreams“ ist voller Emotionen aufgeladen und um einiges trauriger, als die „Mulberry Mansion“ – und dennoch ist Merits besonderes Feingefühl auf jeder Seite zu spüren. Die Beschreibungen des Gartens, die Zusammensetzung der Düfte – all das war so bildlich und zum Greifen nahe. Dennoch muss ich zugeben, dass ich bei den Paaren ihrer vorherigen Trilogie ein wenig mehr mitgefiebert hatte.

Die Charaktere: Emmeline ist eine sehr gelungene Protagonistin. Sie ist selbstbestimmt, emotional und hat eine wahnsinnig empfindliche Nase – perfekt zum Kreieren von Düften! Sie hat mir das Lesen sehr versüßt und ich habe gerne aus ihrer Perspektive gelesen. Bei Odell hingegen brauchte ich ein wenig länger, um Zugang zu ihm zu finden. Er ist anfangs sehr unsicher und verschließt sich, aber gleichzeitig bekommt man bei ihm einen großen Wandel mit. Das immer innig werdende Miteinander der beiden war sehr schön mitzuerleben und fühlte sich auch zu keiner Zeit unnatürlich an. Dennoch war mir das Hin und Her am Ende ein wenig zu viel des Guten.

Fazit: Eine schöne Geschichte, die mich neugierig auf die weiteren Bände macht. Ich vergebe hier 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Diese Geschichte tut weh

Warum willst du jetzt schon gehen?
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„Allerdings weiß ich nicht, wie ich unsere Unterhaltung öffnen soll, ohne mir all unsere Nachrichten durchzulesen, als wären sie nicht meine liebste Geschichte. So wie früher.“ (S. 153)

Eine Liebesgeschichte ...

„Allerdings weiß ich nicht, wie ich unsere Unterhaltung öffnen soll, ohne mir all unsere Nachrichten durchzulesen, als wären sie nicht meine liebste Geschichte. So wie früher.“ (S. 153)

Eine Liebesgeschichte ohne Happy End? Damit hatte die Autorin mich bereits bei der Ankündigung für ihre Geschichte begeistern können. Doch auch nach Beenden des Jugendromans bleibt die anfängliche Euphorie bestehen. Tage später begleitet mich Lenis Geschichte noch durch den Alltag und bringt mich zum Nachdenken. Warum gibt nur so wenige solcher Geschichten?

Das Cover: Anfangs empfand ich es als recht simpel. Mittlerweile liebe ich es! Es sind so viele Kleinigkeiten aus der Geschichte in der Aufmachung versteckt. Die blauen Wellen auf dem Farbschnitt, die das Setting widerspiegeln, Leni und Arts Illustrationen – alles passt hier perfekt. Auch setzt es sich deutlich von den Covern ihrer anderen Romane ab und ist eindeutig als Jugendroman zu erkennen.

Die Handlung: Leni darf ihren Traum vom Schreiben am Künstlerinternat Sankt Zander ausleben. Schon immer liebte sie die Liebe in Liebesromanen und erhofft sich nun, ihrem Zukunftstraum einem Stückchen näher zu kommen. Kaum dort angekommen trifft sie auf Art. Indiesänger. Älter. Charmant. Leni fühlt sich wahrhaftig in einen ihrer Liebesromane hineinversetzt und genießt die schönen Treffen mit Art. Bis es irgendwann nicht mehr so schön ist. Was passiert, wenn die Person, die alles für einen ist, sich nicht mehr meldet? Was dann? Wo bleibt das versprochene Happy End?

Meine Meinung: Diese Geschichte habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Sie tut weh, sie tut sehr, sehr weh. Aber gleichzeitig ist es wichtig, dass es auch solche Geschichten gibt, die, ohne Happy End. Doch sie ist nicht nur von Trauer durchzogen. Freundschaft, Hoffnung und das Ausleben von Träumen spielen eine wichtige Rolle, die die Geschichte rundum stimmig machen. Gabriella versteht es wirklich, Emotionen so roh und nahbar darzustellen, dass die Lesenden einfach mitleiden müssen. Noch immer denke ich viel über diese Geschichte nach und über das Ende. Das ist das Tragische und gleichzeitig schöne an Sad Ends: sie hallen unglaublich nach. Während des Lesens gab es Szenen in der Geschichte, in denen ich Leni ständig eine rote Flagge unter die Nase halten wollte. Aber für Außenstehende ist das meist leichter zu sehen, als für die betroffene Person. Diese Geschichte mag zwar wehtun, aber sie ist umso wichtiger. Besonders haben mir die Gründe-Kapitel (Zwischenkapitel) gefallen – da hat die Autorin definitiv ihr Schreibtalent unter Beweis gestellt.

Die Charaktere: Helena (Leni) mochte ich als Protagonistin unglaublich gerne. Ihre Emotionen sind so empfänglich für die Lesenden und ich würde sie auch keinesfalls als naiv bezeichnen. Ihre Entwicklung war so bewundernswert und am Ende war ich einfach nur unfassbar stolz auf sie. Doch auch Amber – Lenis Mitbewohnerin - konnte mich überzeugen. Mein einziger Kritikpunkt hierbei ist, dass man nie wirklich etwas zu ihr erfahren hat. Es gab einige Schlüsselmomente, die am Ende jedoch nicht wirklich aufgeklärt wurden. Und Art…ja, wo fange ich da an? Er war nie wirklich greifbar. Genau wie Leni tappt man bei ihm immer ein wenig im Dunkeln. So charmant, dass es schon fast wieder eine Schippe zu viel ist. Er war für mich immer ein Schemen – da, aber nie wirklich erreichbar. Und das war gelungen so, da man gemeinsam mit Leni Schritt für Schritt hinter seine Fassade blickte.

Fazit: Ich wünschte ich könnte die Geschichte noch einmal das erste Mal lesen. Tatsächlich freue ich mich, dass nun Leser:innen in Lenis Alter ein solches Buch haben, denn ich glaube, dass es nichts Tröstlicheres gibt, als sich gesehen zu fühlen. Danke Gabriella, für diese wichtige und herzzerreißende Geschichte! Ich vergebe hier 5/5 Sternen und kann sicher sagen, dass es ein Jahreshighlight ist!

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